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Bayonetta 2 – Hexen haben es einfach drauf!

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Veröffentlicht 13. Oktober 2014 | 9:00 Uhr von Sandra

Bayonetta-2-Screenshot

Platinum Games‘ sexy Hexy hatte es bisher irgendwie nicht leicht: Auf der einen Seite eine ordentliche Anzahl an Fans, die auch dafür gesorgt haben, dass sich der erste Bayonetta-Teil zufriedenstellen verkauft hat (über 1,1 Mio. Mal weltweit). Auf der anderen Seite das – wenn man so will – Plattform-Drama, dem sich die gewiefte Dame trotz all ihrer Waffen nicht erwehren konnte. War der Xbox 360-Auftritt 2010 eine durchaus runde Sache, erwies sich das Playstation 3-Debut gelinde gesagt als Debakel. Kein Wunder, wenn man so will, wurde dieser Ableger nicht von Platinum Games selbst entwickelt sondern – wir sagen es neudeutsch – ausgesorct. Als wäre dem noch nicht genug, entschied der einstige Publisher Sega umzustrukturieren und, aus welchen Gründen auch immer, sah sich nicht weiter veranlasst Bayonetta im Portfolio zu belassen. Fortsetzung ade? Mitnichten, denn Platinum Games glaubte weiter an seine Schöpfung und mit Nintendo fand sich final ein neuer Partner, der vor allem auch richtig Bock auf das Game hatte. Bayonetta 2 ist damit gesichert und schickt sich aktuell an, ein durchaus gewichtiger Grund zu sein, für den man sich (falls noch nicht geschehen) eine Wii U ins heimischen Wohnzimmer stellt.

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Verhexte Weihnachten

Hexen und Weihnachten, vollkommen richtig, die passen nicht zusammen. Gott sei Dank möchte man angesichts des anfänglichen weißen Idylls sagen, als endlich die geliebt verhassten Gegner auftauchen und Bayonetta zu dem werden lassen, wofür wir Spieler sie lieben: Eine heiße Waffe auf zwei Beinen, die auch vor den größten Gegnern keine Angst zu haben scheint. Warum auch, hat die Dame inzwischen weit mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel, die Hexenverfolger ausgetrickst und sich seither als Dämonenjägerin – auf eigene Rechnung, versteht sich – verdient. Im Regelfall weiß Bayonetta sehr genau was sie tut, wenn allerdings die äußeren Umstände gegen sie arbeiten, sind auch ihr die Hände – erst einmal – gebunden. Bayonetta und ihr werdet Zeuge, wie sich ein Höllenportal nicht richtig schließt und sich Gomorrah, im ersten Teil eigentlich erfolgreich verbannt, aus selbigem verdünnisiert. Als wäre das noch nicht genug, kickt der fiese feuerspeiende Drache die Seele von Bayonettas bester Freundin Jeanne in das Portal. Schöner Mist, denn jetzt müsst ihr nicht nur den ollen Feuerspucker wieder in die Schranken weisen, sondern auch eurer Freundin aus der Klemme helfen. Während Rodin verspricht auf Jeannes Körper aufzupassen, macht ihr euch mit Bayonetta auf die lange Reise zum Berg Fimbulvetr, der zugleich drei Reiche vereint. Gut zu wissen, denn diese geben Bayonetta den Einklang, den sie braucht, damit sie in einem Stück nach Inferno und – hoffentlich – auch wieder zurück kommt.

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Hexenzeit, Umbra-Klimax und immer voll auf die Zwölf!

Bayonetta 2 ist, wie schon sein Vorgänger, Kampfaction am Fließband. Ausruhen oder gar Level erkunden? Wovon träumt ihr? Seid stets wachsam, habt die Umgebung im Auge, die meistens total bunt, schräg und abgedreht daher kommt. Aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass hinter all den wahnsinnigen Spezialeffekten, mit denen wahrlich nicht gegeizt wird, eher altbackene Grafik geboten wird. Unschärfen oder auch mal matschige Texturen sind im Ganzen normal. Aber das stört gelinde gesagt und glücklicherweise nur wenig, denn ihr werdet nur selten dazu kommen euch ggf. über diese grafische Rückständigkeit aufzuregen. Zu oft seid ihr einfach damit beschäftigt Riesendrachen, Riesenengeln, überdimensional großen Augen oder Golems mit Verwandlungsfähigkeit und dem Lumen-Weisen gehörig den Hintern zu versohlen. Eine durchaus coole Sache ist auch, dass vermeintliche riesige Gegner immer diejenigen sind, denen schwer beizukommen ist. Klein aber oho trifft es in diesem Fall auch recht häufig mehr als gut. Lasst euch folglich nicht von Größe oder Äußerlichkeiten täuschen, den Gegner niemals aus den Augen und zeigt den Angreifern aus welchem Holz die Hexe geschnitzt ist.

Wann immer ihr Gelegenheit habt, stattet euch bei Rodin in der Bar mit Waffen aus. Stehen am Anfang nur wenige zur Verfügung, werdet ihr mit erspieltem Fortschritt mehr und mehr Kombos, Waffen und Sets, die an Bayonettas Händen und Füßen platziert werden, kaufen können.

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Generell könnt ihr mit zwei ausgerüsteten Sets in die dämonisch-gigantischen Monsterschlachten ziehen. Zwischen beiden lässt sich, je nach Bedarf, problemlos hin- und herschalten. Sich per se mit der Steuerung vertraut zu machen, soll euer Schaden nicht sein. Bayonetta hat ein ordentliches Repertoire zu bieten, das ihr tunlichst im Kampf ausspielen solltet. Schlagen, treten, wenn nötig zur Seite rollen und ausweichen, Waffen und besonders auch Kombos einsetzen und wenn alle Stricke reißen die Hexenzeit nutzen oder Madame Butterfly als Beistand anfordern. Die Hexenzeit, Wiederholungstäter kennen es aus dem ersten Teil, könnt ihr dann aktiveren, wenn ihr gegnerischen Angriffen zumeist im letzten Moment gekonnt und ohne einen Kratzer abzubekommen, ausweicht. Wart ihr erfolgreich, verlangsamt sich die Zeit – zu erkennen am lila eingefärbten Bildschirm. Mit Bayonetta könnt ihr euch jedoch weiterhin normal bewegen. Anfänglich ein eher witziges Gimmick, wird die Hexenzeit und die daraus resultierenden Möglichkeiten ein wichtiger taktischer Schritt, um vor allem Widersacher zu erledigen, die schwer erreichbare Schwachpunkte besitzen.

Alternativ zur Hexenzeit füllt sich im Kampf die Umbra-Klimax-Leiste, welche euch, sobald vollständig gefüllt – auffordert von ihr Gebrauch zu machen. Gesagt – getan und Madame Butterfly, Bayonettas Partnerdämonin, erscheint und sorgt mit ihren Punches und Kicks beim Gegner für mehr als nur blaue Flecken. Gelungen: Der Umbra Klimax Balken weist eine moderate Wiederaufladezeit auf, so dass ihr Madame Butterfly mehr als nur einmal im Kampf herbeirufen könnt. Außerdem erweist sich die schlagkräftige Gefährtin als hilfreich nicht nur im weiteren Spielverlauf, sondern auch wenn ihr bevorzugt auf höherem Schwierigkeitsgrad, drei an der Zahl sind vorhanden, unterwegs seid.

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Darf’s ein bisschen Japanisch mehr sein?

Im Ganzen habt ihr ordentlich zu tun und auf Bayonetta warten viele, viele Ungetüme, die förmlich darum betteln effektvoll ins virtuelle Nirwana geschickt zu werden. Zusammen genommen dürft ihr für die Einzelspielerkampagne, je nachdem wie ihr spielt, rund 7-10 Stunden veranschlagen. Das ist angesichts des steten Gemetzels absolut vertretbar und wirkt dabei auch nicht eintönig. Weniger gefällt dagegen die partiell missglückte deutsche Übersetzung. Generell könnt ihr bei der Sprachausgabe zwischen Englisch und Japanisch wählen, plus zu/abschaltbarem Untertitel. Wer vorzugsweise des Englischen mächtig ist, sollte es bei der Sprachausgabe belassen. Ist das nicht so ganz euer Ding, stellt euch darauf ein, dass bei den geschriebenen Übersetzungstexten versucht wurde sowas wie Dialekt zu verwenden. Oder was auch vorkommen kann ist, das – wir beschreiben es mal, wie passend – als „unterschubladiges Deutsch“, verwendet wurde. Das hätte zweifelsfrei besser gelöst werden können. Aber sei es drum, zieht einfach in den nächsten Kampf und genießt nicht nur die optischen, sondern auch akustischen Untermalungen in Form von Musik und FX Files. Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass ihr nicht nur allein, sondern kooperativ auf Monsterjagd gehen könnt. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus dem ersten Teil – Bayonetta Fans: Lasst euch überraschen.

Unser Fazit

85 %

Bayonetta 2 macht nicht viel anders als sein Vorgänger und die Änderungen sind eher marginal ausgefallen. Aber das ist gut so, denn genauso wollen wir unsere sexy Hexe haben! Die Story ist solide nachvollziehbar inszeniert, auch und gerade mit den für Japano-Spielen durchaus typischen Irrungen und Wirrungen (die auf jeden Fall Spaß machen erlebt zu werden) und vor allem sind es die Kämpfe, die nicht nur fürs Auge kreativ und effektvoll in Szene gesetzt wurden, sondern auch Laune machen bis zum Abwinken. Es gefällt uns gut, dass die Anforderungen an die Spieler stetig, aber jederzeit moderat und gut machbar gesteigert werden. Dass Bayonetta 2 immer wieder neue Kombos, Waffen und Optionen an die Hand bekommt, unterstützt das Weiterspielen wollen perfekt. Und das wiederum hilft dabei darüber hinwegzusehen, dass die heiße Hexe grafisch nicht mehr so ganz taufrisch auf den Hüften und die Kamera nicht immer, selten kommt es vor, 100%tig auf Zack ist.

Pro

  • + solider Umfang
  • + effektvolle Kämpfe
  • + gut und recht intuitiv funktionierende Steuerung
  • + top Monster- und Gegnerdesign
  • + gelungene Animationen
  • + cooles Lichtspiel in den Kämpfen
  • + viele Kombos und Möglichkeiten im Kampf
  • + gelungener Soundtrack

Kontra

  • - keine deutsche Sprachausgabe
  • - deutsche Untertitel etwas merkwürdig
  • - veraltete Grafik
  • - Kamera funktioniert nicht immer einwandfrei

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
88 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
85 %

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