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Beach Buggy Racing – Test / Review

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Veröffentlicht 14. Juni 2015 | 18:53 Uhr von Alexander Winkel

Beach-Buggy-Racing-Screenshot

Mario Kart Klone gibt es quasi wie Sand am Meer, aber wenn die muntere Truppe von Beach Buggy Racing über sandige Pisten rast, ist durchaus gute Unterhaltung auch ohne Nintendos Maskottchen angesagt. Für schmale 10 Euro bekommt man mit diesem spaßigen Fun-Racer zahlreiche Stunden Spielspaß geboten. Der Ausflug mit den Karts ist nicht perfekt, es gibt Verbesserungspotenzial, aber durchaus lohnenswert.

Kaum einer wird dem simplen Tutorial wirklich neues entnehmen können, denn die Steuerung ist so simpel wie auch typisch für jedes Rennspiel für eine Konsole. Gas geben, bremsen, durch die Kurven sliden und gelegentlich etwas Ballast abwerfen. So steigt man mit dem charmanten Rez in ein schmuckes Gefährt und begibt sich an die Startlinie. Countdown, Start und los geht es über von Palmen umsäumte Strände, über die Promenade kleiner Küstenstädtchen bis hin in tief verschneite Gebirge. Überall wird um das Siegertreppchen gekämpft und dabei nicht ein einziger fauler Trick ausgelassen. Auf den Pisten gezielt verteilt finden sich Fragezeichen, die uns mehr oder weniger zufällig nützliche Items zur Verfügung stellen. Ziel suchende Raketen, Öllachen, wie auch Schutzschild gehört mittlerweile in das Repertoire jedes Fun-Racers. Beach Buggy Racing kann aber auch mit einigen weiteren Ideen punkten. Der Game-Controller z.B. wird genutzt, um in das Lenkverhalten des vorausfahrende Fahrers einzugreifen, der Mond macht alle schwerelos und die schwere Eisenkugel ist wahrlich eine nervige Last, die unweigerlich ausbremst.

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Eins auf die Mütze

Wie man sieht, Beach Buggy Racing ist ein Run-Racer der klassischen Schule, macht aber vor allem bei den zahlreichen Items wirklich alles richtig. Fahrer, die leider nach hinten fallen, bekommen Turbo oder Waffen, die gleich mehrere Kontrahenten ausschalten bzw. gezielt den führenden Fahrer anvisieren. Auf den vordersten Plätzen wiederum ist man heil froh, beständig ein Schutzschild zugeteilt zu bekommen. Zahlreiche Kurse gilt es zu meistern und die Karriere ist umfangreicher wie jeder Mario Kart Ableger es war. Mit der Zeit ist die Konkurrenz auch wahrlich kein Zuckerschlecken mehr. Nicht selten hauen uns die CPU-Kollegen kurz vor der Ziellinie die Raketen um die Ohren oder werfen uns anderweitig aus dem Rennen. Schadenfreude demjenigen, dem solche Kunsttücke gelingen, Frust auf der anderen Seite, weil das Rennen wiederholt werden muss. Gefühlt liegt der Glücksfaktor in Beach Buggy Racing recht hoch und nur auf Dauer erkennt man, dass auch mit Können wirklich was zu reißen ist.

Denn sobald man in die höheren Geschwindigkeitsklassen vorrückt, offenbaren die Kontrahenten immer wieder gewiefte Abkürzungen und man lernt nach und nach die etlichen Pisten erst so richtig zu schätzen. Ob nun am Strand durch eine verstecke Kanalisation, durch geheime Höhlen, die erst mal aufgesprengt werden müssen, Sprungschanzen deren Ende per Schalter geöffnet wird oder Gletscherspalten, welche bis zu drei unterschiedliche Pfade zum Ziel offenbaren: Zahlreiche Wege führen sprichwörtlich nach Rom. Jede Strecke hat ihre Geheimnisse und den Entwicklern ist es wirklich gelungen, spannende und kurvenreiche Pisten zu entwerfen, die auch optisch einiges her machen. Trotz der Herkunft, denn die ursprüngliche Version ist noch für Smarthphones entwickelt worden, vermag das Spiel durchaus zu gefallen. Man darf natürlich keine bombastische Grafik erwarten, aber mit Details wurde nicht gespart. Die Pilzgrotte, auch Mushroom Grotto genannt, verzaubert zum Beispiel mit vielen Pflanzen, die Karts machen das Fahrzeuglicht an, sobald sie in den Tunnel einfahren und die Wassergischt begeistert mit Partikel in der Luft. Dazu noch einen orangeroten Sonnenuntergang am Strand und die Idylle ist perfekt. Einzig allein die musikalische Untermalung fällt dürftig aus. Der Countrysong im Menü ist unpassend und auch während der Rennen würden sich karibische Klänge wohl besser anhören.

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Kein Ende in Sicht

Als Solist ist man in Beach Buggy Racing gut und gerne 40-50 Stunden beschäftigt, um allein die Karriere und die zusätzlichen Cups ordentlich zu absolvieren. Innerhalb der Karriere trefft ihr immer wieder auf einen Boss, der euch nach einigen erfolgreichen Rennen und gesammelten Sternen zu einem knallharten Duell herausfordert. Unterliegt der Fahrer, dürft ihr fortan mit ihm ins Rennen gehen. So arbeitet man sich durch einige Rennserien, um alle Fahrer zu bekommen. Diese unterscheiden sich dahingehen, dass jeder einmal im Rennen einen Special einsetzen kann. So besitzt der eine einen Turbo, der andere lässt seine Tiki-Tacka Masken kreisen und andere werfen frech mit Karotten um sich. Ganz ernst nimmt sich Beach Buggy Racing also ebenfalls nicht.

Innerhalb der Karriere werden aber nicht nur simple Rennen ums Treppchen gefahren, hin und wieder gibt es auch gesonderte Herausforderungen: Zeitrennen, Eliminierung, Zerstörungs-Rennen und weitere Varianten sorgen für reichlich Abwechslung. Der Titel ist zudem nicht unbedingt einfach. Nur mit Übung, leider aber auch einer gehörigen Portion Glück, ist alles zu meistern. Abseits der Karriere sorgen tägliche Herausforderungen für Motivation und es gibt auch einzelne Cups, die ähnlich der Mario Kart Spiele aufgebaut sind. Diese werden ebenfalls in unterschiedliche Fahrzeugklassen eingeteilt. Die Boliden können dabei aufgerüstet und verbessert werden und sind alle Attribute auf dem Maximum, reicht ein wenig Münzgeld aus, um die Kiste in die nächst höhere Klasse zu bringen. 

Beach Buggy Racing bietet somit schier unendlich viele Spielmöglichkeiten für den Solisten, auch wenn einzelne Rennen vielfache Einstellmöglichkeiten zur Personalisierung der Rennen missen lassen. Dasselbe gilt auch für den Mehrspielermodus. Dieser bietet einen erstaunlichen Splittscreen für bis zu sechs Teilnehmer gleichzeitig an. Einen riesigen Fernseher sollte dazu aber das heimische Wohnzimmer zieren, denn ansonsten fallen die einzelnen Spielfelder doch arg winzig aus. Schade auch, dass der Entwickler sich gegen einen Onlinemodus entschieden hat. Dieser hätte uns durchaus gefallen und hätte sich auch positiv auf das Endresultat ausgewirkt.

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Unser Fazit

79 %

Zugegeben, Beach Buggy Racing ist in aller erster Linie nichts anderes als ein typischer Mario Kart Fun-Racer Klon. Doch während zahlreiche andere Kopierer nur mäßige Kost ablieferten, schafft es Entwickler Vector Unit tatsächlich, ein unterhaltsames und wirklich gelungenes Spiel auf die Beine zu stellen. Witzige Charaktere preschen über durchdachte und äußerst abwechslungsreiche Pisten, werfen sich gut abgestimmte Items um die Ohren und kämpfen um jeden Meter auf dem Weg zum Siegertreppchen. Eine gehörige Portion Glück gehört dazu, doch hält sich die Frustration über unfaire CPU-Kollegen noch einigermaßen in Grenzen. Ab und an muss man halt verlieren, weil einem die Raketen um die Ohren knallen. Wahrlich erstaunlich ist der Spielumfang. Allein die Karriere wird zahlreiche Spielstunden einnehmen und dann kann man sich noch mit täglichen Herausforderungen und einzelnen Cups beschäftigen. Höhepunkt ist natürlich der Mehrspielerdmodus. Was für eine Gaudi, wenn sich gar bis zu sechs Freunde im heimischen Wohnzimmer einfinden – entsprechend riesigen TV vorausgesetzt. Ein heutzutage seltenes Ereignis, so dass der Verzicht auf einen Onlinemodus doch ein wenig schmerzt.

Pro

  • + Sehr gutes Streckendesign (mit variantenreichen Abkürzungen)
  • + Optisch sicherlich keine Augenweide, aber hübsch und abwechslungsreich anzusehen
  • + Extrem umfangreicher Karrieremodus mit etlichen Stunden Spielspaß
  • + Auto-Tuning und unterschiedliche Fahrer
  • + 6-Spieler-Splittscreen-Modus

Kontra

  • - Fehlender Onlinemodus als weitere Option für den Mehrspielermodus
  • - Teilweise verliert man kurz vor knapp aufgrund der Items der Gegner
  • - Die Musik fällt eher nervtötend aus. Da hätte man sich mehr Mühe geben können

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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