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Binary Domain – Test / Review

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Veröffentlicht 4. April 2012 | 18:52 Uhr von David

Letzte Änderung 12. April 2012

Binary Domain_SEGA_150x150

Was kommt dabei heraus, wenn man Gears of War nimmt, die Locust entfernt, Roboter hinzufügt und das alles in das futuristische Japan anno 2080 katapultiert? Richtig, der Third-Person-Shooter „Binary Domain“ aus dem Hause SEGA. Schon das erste Bild- und Videomaterial ließ auf einen eher durchschnittlichen 08/15-Shooter a lá Bodycount oder The Syndicate schließen – nur halt mit Roboter anstelle der menschlichen Widersacher. Doch Binary Domain kann man hingegen schon fast als „Geheimtipp“ bezeichnen…

Wir schreiben das Jahr 2080…

… und der Klimawandel hat sich bemerkbar gemacht; der Meeresspiegel stieg deutlich an und so mussten sich die Metropolen der menschlichen Zivilisation statt in die Breite in die Höhe ausweiten, so auch Japans Hauptstadt Tokio, in welcher der Shooter stattfindet. Anfangs schien ja auch alles normal; die Menschen haben sich mit dem Wechsel in die Höhe abgefunden und leben nun normal weiter. Die ärmeren Schichten leben nach wie vor in den Slums Tokios, Dank eines riesigen Damms geschützt vor den Wassermassen. Auch die Technik hat sich weiterentwickelt und Roboter besiedeln die Straßen. Ob im Haushalt, als bewaffnete Sicherheitstrupps oder Arbeiter – die „Blechbüchsen“ (wie sie der Protagonist Dan Marshall gerne zu nennen pflegt) eignen sich zu fasst allem. Der führende Hersteller in Sachen Robotik ist der japanische Konzern „Amada“.

Die Geschichte beginnt inmitten des Hauptgebäude des Konzerns, als ein Mann hineinspaziert und sich einen Teil seines Gesichts abzieht um sein Metallskelett zu enthüllen. Er ist ein sogenannten „Seelenloser“, eine Mischung aus Mensch und Maschine. Das Problem bei der Sache ist wie folgt: Paragraf 21 der neuen Genfer Konvention verbietet die Erschaffung solcher „Wesen“. Ihr schlüpft in die Haut des Soldaten Dan Marshall, welcher Teil einer Rost-Crew ist. Eine kleine Armee Soldaten der westlichen Regierung um gegen Verstöße der neuen Genfer Konvention vorzugehen. Insbesondere im Verstoß gegen Paragraf 21.

Die Story kostet euch rund sieben Stunden und bietet einige spannende Story-Twists, liebevolle Charaktere und gut inszenierte Action. Hier hat SEGA einen guten Job geleistet.

 

Große Roboter und kleine Grafikmacken

Auch im grafischen Bereich muss sich SEGA’s Third-Person-Shooter nicht vor der großen Konkurrenz verstecken. Von den teils weitläufigen Spielarealen bis hin zu den Charakteren sowie Robotern und Waffen ist alles gut designet und überzeugt mit einigen hübschen Texturen.  Doch auch die Grafik hat ihre Schattenseiten. Nicht selten bilden sich Treppcheneffekte und gelegentliche Slow-Downs sind keine Seltenheit. Jedoch vergisst man solche Kleinigkeiten, wenn man im Sekundentakt von Horden an Robotern durch die Slums Tokios gehetzt wird, man von einer riesigen Roboterspinne zerquetscht werden will und rund herum Gebäude bis auf ihre Grundmauern niedergerissen werden bleibt einem schon mal der Atem weg. Dazu sind die Zwischensequenzen immer passend mit den In-Game-Sequenzen vermischt, wie man es aus Gears of War oder Dead Space kennt mag. Binary Domain ist optisch zwar nicht perfekt aber ein netter Lichtblick aus der grauen Masse.

Soundtechnisch schwimmt der Titel ungefähr auf derselben Wellenlänge. Die Sprachausgabe ist nicht schlecht aber auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Der Soundtrack hingegen ist typisch japanisch. Etwas Elektro hier, dann etwas Rock da und zum Schluss eine nette Prise von klassischer Musik. Hier wird eurem Ohr etwas Gutes getan und die Effekte sind bombastisch.

Das Gears of War-Feeling perfekt adaptiert

Schon nach den ersten actionreichen Gameplay-Szenen wird eines deutlich: Gears of War stand hier Vorbild. Vom Waffensystem, der Steuerung bis hin zu dem Waffenbalancing werden sich Gears-Veteranen ab der ersten Sekunde an wie auf dem Planeten Sera fühlen. Gameplaytechnisch gibt’s wirklich nichts zu meckern. Die Kämpfe sind abwechslungsreich und spannend gestaltet. Auch taktisch wird einiges geboten. Vor allem die „Zerstückelung“ der Roboter kann auf höheren Schwierigkeitsgraden einen enormen Vorteil bringen. Eure Schießeisen könnt ihr ebenfalls aufrüsten, euren Teamkollegen könnt ihr auch Upgrades kaufen. Um das Gameplay noch ausgewogener zu machen gibt es eine eigene Sprachsteuerung. Zwar steuert sich damit nicht das ganze Spiel, dafür dürft ihr mit euren Teamkollegen quatschen und ihnen Befehle erteilen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten funktioniert auch diese tadellos.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit sich mit anderen Spielern online zu bekriegen, des Weiteren könnt ihr auch im Koop spielen. Der Multiplayer ist zwar lange nicht so umfangreich wie der von Gears of War aus dem Hause Epic, ist für zwischendurch aber ziemlich unterhaltsam. Wo wir schon bei Vergleichen mit Gears of War sind: Einen „Horden-Modus“ gibt es ebenfalls, jedoch ist er bockschwer, oft unfair und ziemlich langweilig im Vergleich mit dem Modus aus dem “Vorbild”.

Unser Fazit

80 %

Man hätte es nicht glauben können, aber Binary Domain ist richtig gut geworden. Gut der Ersteindruck trübte etwas, doch spätestens beim Abspann werdet ihr euer investiertes Geld nicht bereut haben. Auch wenn der Titel nicht perfekt ist, für ein freies, nicht verplantes Wochenende werdet ihr bestens unterhalten. Vor allem weil ihr noch mit einem Freund kooperativ spielen könnt. Der Multiplayer- und Horden-Modus sind auch nicht das beste was man heutzutage kennt, für ein paar Stunden genügt es jedoch. Alles in Allem können wir den Titel wärmstens weiterempfehlen, ein echter Geheimtipp!

Pro

  • interessantes, fast unverbrauchtes Setting
  • spaßiges, abwechslungsreiches Gameplay
  • aufrüstbare Waffen
  • Spracherkennung funktioniert fast reibungslos
  • nette Optik

Kontra

  • etwas flache Charaktere
  • unbefriedigendes Ende
  • schmales Waffenarsenal
  • Multiplayer ohne wirkliche Motivation
  • wenig Wiederspielwert

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
80 %

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