Black Ops 2 - Megatest zum neuen Teil des Bestsellers - insidegames

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Black Ops 2 – Megatest zum neuen Teil des Bestsellers

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Veröffentlicht 13. November 2012 | 9:05 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 18. März 2013

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Ist man regelmässig im Internet unterwegs und besucht Foren oder Seiten die sich mit unserem liebsten Hobby beschäftigen, könnte man fast den Eindruck bekommen das die ganze Welt Call of Duty hasst und das sich niemand den nächsten Teil mehr kaufen wird. Jährlich brechen jedoch die Verkaufszahlen neue Rekorde und ständig prall gefüllte Online-Server zeugen ebenfalls von einer massiven Basis an regelmässigen oder gelegentlichen Spielern.

Nachdem im letzten Jahr Infinity Ward mit Modern Warfare 3 ihren Zug gemacht haben (und dabei den sicheren Weg einer einfachen Fortsetzung gewählt haben), ist jetzt wieder Treyarch am Zug. Mit Black Ops 2 wollen sie jedoch einiges anders machen. Eine noch interessantere Story mit mehreren Enden, abweichenden Storyverläufen und mehr Freiheit soll Einzelspieler länger bei der Stange halten. Im Mehrspielermodus wird die Erstellung von eigenen Klassen komplett neu aufgebahrt, Killstreaks sind auch zum ersten Mal wirklich anders und viele neue Online-Features sollen auch hier für noch mehr Langzeitmotivation sorgen. Zu guter Letzt präsentieren die Entwickler einen frischen Zombie-Modus mit mehr Hintergrundgeschichte, mehr Statistiken und einer grossen Karte mit miteinander verbundenen Abschnitten. Versprechungen können jedoch viele Entwickler machen, halten können sie nur wenige.

Wir haben uns Black Ops 2 in der Xbox 360 Version angesehen. Wir haben uns auf die Jagd nach dem grössten Terroristen aller Zeiten gemacht, sind online gegen den Rest der Welt angetreten und fast das erste Mal die höchste Levelstufe erreicht und hunderten, wenn nicht tausenden Zombies den Gar aus gemacht. Hat uns Black Ops 2 aber auch gefallen? Nun… Erfahrt mehr in unserem ausführlichen Test!

Eine Reise durch die Zeitpunkten

James Woods, Kampfgefährte von Alex Mason, dem Hauptprotagonisten aus Black Ops, geniesst so gut er kann seinen Lebensabend. Von der Umwelt abgeschottet und immer unter Bewachung wartet er auf sein Ende. Doch eine letzte Aufgabe steht im noch bevor: er muss dem Sohn von Alex, David Mason, seine Geschichte zu Ende erzählen. Wie er mit dem älteren Mason auf den aufstrebenden Drogenbaron und Terroristen Raul Menendez traf und wie es zu den Ereignissen im Jahr 2025 kommen konnte. Denn Black Ops 2 spielt nämlich in der Zukunft und bietet zwei verschiedene Storyfäden. Einerseits kämpft man mit Alex Mason und James Woods in den 70ern und 80ern in Angola oder Afghanistan. Andererseits übernimmt man die Rolle von David Mason in der Zukunft, wo es nach L.A. oder in den Yemen. Obwohl die beiden Geschichten anfangs wenig gemeinsam haben, entpuppen sich nach und nach in sich verflechtenden Ereignissen und Figuren.

Einer der grössten Pluspunkte innerhalb der Storyline von Black Ops 2 ist der interessante, geniale und oft brutale Antagonist Raul Menendez. Er ist eine konstante Bedrohung, er ist dem Spieler immer einen Schritt voraus und dennoch ist er menschlich. Er zeigt Emotionen und ist nicht der typische böse Bube den man sonst aus der Call of Duty Reihe kennt. Dank den wechselnden Storymissionen die zwischen der Vergangenheit und der Zukunft wechseln bekommt man es mit einigen 2_cod_black-ops-ii_screenshot_harper unterschiedlichen Gruppierungen und wichtigen Charakteren zu tun. Die Figuren und Kameraden auf der eigenen Seite sind ebenfalls interessant und gut aufgebaut, dennoch läuft alles immer wieder auf Menendez hinaus. Den charmanten, grössenwahnsinnigen und intelligenten Bösewicht.

Die Story an sich wird oft durch die häufigen Flashbacks und Wechseln in der Zeit ein wenig unübersichtlich und kompliziert. Das ist schade, denn dank der spannenden Figuren und gut gemachten Zwischensequenzen bietet Black Ops 2 die spannendste und beste Geschichte in der Geschichte der ganzen Serie. Ausserdem wurden unterschiedliche Storyverläufe und Enden versprochen. Das klingt jetzt nach viel, ist aber eher minimal. An gewissen Punkten im Spiel muss man Entscheidungen treffen, welche kleinere Auswirkungen auf gewisse Szenen haben können. Es spielt jedoch nicht wirklich eine Rolle was man macht, die Enden bleiben jedoch immer gleich, abhängig von der letzten Entscheidung welche man im Spiel trifft.

Abwechslung im alt bewährten Stil

Wer bereits einmal eines der vielen Spiele der Reihe gespielt hat, weiss auch etwa was ihn im neusten Teil erwartet. Aus der Ego-Perspektive ballert man sich durch zum grösstenteils geradlinige Levels, erledigt Unmengen von Gegnern und versucht das ganze so unbeschadet wie möglich zu überleben. Und an diesem Basisprinzip ändert sich auch in Black Ops 2 nicht wirklich etwas. Man kämpft in der Vergangenheit in Afghanistan an der Seite der Paschtunen gegen eine riesige russische Streitmacht oder schleicht sich in der Zukunft mit Hilfe von High-Tech Gadgets wie einem Tarnanzug der einen unsichtbar macht in eine Waffenfabrik von Terroristen. Mit Sturmgewehren, Schrotflinten oder Pistolen kämpft man dabei in der Regel an der Seite von einigen computergesteuerten Squadmitgliedern gegen eine schiere Übermacht an stumpfen, aber oft treffsicheren, Gegnern. An sich gewinnt dieses Spielprinzip nicht einmal einen Blumentopf. Hier kommt aber die altbewährte CoD-Formel zum Zug, welche ein seichtes Gameplay zu viel Spielspass transformieren kann. Ein grosser Pluspunkt ist das schnelle, saubere und spassmachende Handling der Waffen. Egal welche Waffe man aufnimmt, man hält ein virtuelles Tötungswerkzeug in den Händen mit welchem man in den nächsten Minuten ordentlich Arbeit leisten wird. Im Gegensatz zu beispielsweise Modern Warfare 3 sind die Levels, obwohl immer noch absolut geradlinig und schlauchig, nicht mehr nur Korridore. Es werden einem offenere Areale und ein wenig mehr Spielraum gegeben, was besonders auf höheren Schwierigkeitsgrad sehr angenehm ist. Unendlich respawnende Gegner gibt es in Black Ops 2 übrigens auch nicht. Das grosse Waffenarsenal macht einen Teil des Spasses aus. Ist man in den 80er Jahren unterwegs greift man selbstverständlich auf zeitgemässe Ausrüstung zurück. Man ballert mit AK-47′s die Ausschlagen wie Pferde, schnappt sich eine altmodische Armbrust um Feinde lautlos zu erledigen oder erledigt ganze Trupps mit RPG’s oder Splittergranaten. Richtig spannend wird es jedoch in den Zukunftsszenarien. Dort greift man auf futuristisch anmutende Knarren zurück. Das bedeutet jedoch nicht das man mit Laserkanonen oder ähnlichem hantieren darf. Viel mehr sind es moderne Variationen von heute benutzten Schiesseisen, wodurch die Waffen durchaus glaubhaft erscheinen. Doch viel spannender sind Gadgets wie ein Pfeilschussgewehr, welches 3-er Salven von explodierenden Pfeilspitzen verschiesst welche mächtig Schaden anrichten können. Zusätzlich greift man auf verschiedenste Drohnen zurück welche man auch selbst steuern kann um den Feinden Saures zu geben. Toll ist die Tatsache das man nun auch in der Kampagne vor jeder Mission selbst entscheiden kann welche beiden Waffen, was für Granaten und welche Fähigkeiten man mitnehmen will. Wer bereits einmal einen aktuellen Shooter im Mehrspielermodus gezockt hat, der wird das System kennen. Interessant ist dabei ein Ausrüstungssets, durch welches man Zugriff auf spezielle Bereiche oder Kisten hat, welche man ohne die Ausrüstung nicht öffnen kann. Dadurch erhält man oft neue Waffen oder mehr Munition welche zwar nicht spielentscheidend sind aber einem einen grossen Vorteil bringen können. Alternativ greift man auf andere Dinge wie beispielsweise schnellere Nachladezeiten zurück.

Neben dem breiten Arsenal an Waffen und Ausrüstung ist jedoch der Spielverlauf an sich einer der grössten Pluspunkte. In Black Ops 2 jagt ein Höhepunkt den nächsten. Man kämpft in einer überfluteten Stadt gegen Trupps an Gegnern, wenn plötzlich einige laufende Panzer zur Unterstützung kommen und einem den Hintern retten. Bald darauf müssen diese jedoch eine alternative Route nehmen, wodurch man selbst alleine auf den Strassen verbleibt. Doch was ist das? Tödliche Flug- 4_cod_black-ops-ii_screenshot_quadrotor Drohnen patrouillieren über dem Gebiet und man muss schleichend von Deckung zu Deckung kommen, denn wird man von einem Scheinwerfer erfasst ist man hinüber. Kurz darauf hin muss man einen Gegner per Abhörgerät aushorchen, wenn plötzlich die Hölle um einen herum einbricht und man wieder gegen eine halbe Armee kämpfen muss. Zu guter Letzt muss man mit einem gestohlenen Fahrzeug versuchen zu entkommen, während man selbst die Kontrolle über das Auto hat. Oft wird im Zusammenhang mit der Serie mit Begriffen wie Achterbahn umher geworfen, doch eigentlich bietet Black Ops 2 nur eine Aneinanderreihung von vielen Höhepunkten die kein Ende zu nehmen scheinen.

Eingreiftruppe ist zur Stelle

Obwohl man in den Storymissionen Abwechslung und unterhaltsames Gameplay geboten bekommt, ist doch eigentlich alles beim Alten geblieben. Wer einen der Vorgänger gespielt hat, der wird wohl kaum überrascht werden durch die konstante Action. Ganz neu hingegen sind sekundäre Missionen die unter dem Namen Eingreiftruppe laufen. Abgesehen von der ersten dieser Missionen muss keine zwingend gemacht werden, sie bringen jedoch durchaus Vorteile im weiteren Storyverlauf. In diesen Missionen übernimmt man für einmal nicht die Kontrolle über eine bestimmte Figur, sondern gleich über eine ganze Truppe. Die meisten Missionen finden dabei in Levels statt die man aus dem Mehrspielermodus kennt und bieten prinzipiell einfache Missionsziele. Mal müssen mehrere Ziele in einer Basis beschützt, ein anderes Mal muss ein Konvoi sicher durch ein feindliches Gebiet geleitet und ein anderes Mal muss man ein feindliches Territorium erobern. Der Clou hier ist, das man keinen einzelnen Soldaten steuert. Statt dessen verbringt man die meiste Zeit wie in einem Strategiespiel in der taktischen Ansicht. In dieser sieht man all seine Soldaten, Drohnen und Geschütze aus der Vogelperspektive. Dort kann man sie zu bestimmten Punkten senden, wobei die Einheiten selbst auf Feinde schiessen. Man kann durchaus auch selbst die Kontrolle über eine einzelne Einheit übernehmen und in dieser Ansicht auch Befehle erteilen, das ist jedoch schwieriger als aus der Perspektive von oben. Ein weiterer wichtiger Punkt in diesen Missionen ist das man sie auch versieben kann und man sie nicht einfach wieder von vorne anfangen kann. Hat man erst einmal versagt, dann verliert man z.B. eine wichtige Basis an einer Grenze oder eine ganze Gruppierung schliesst sich den Feinden an wodurch zukünftige Missionen noch schwerer werden können. Die Idee dahinter ist zwar frisch und interessant, die Umsetzung ist jedoch mangelhaft. Die strategische Steuerung ist einfach zu simpel. Man kann keine Einheiten speziell gruppieren, man kann einzelne Soldaten in einer grösseren Gruppe aus einem Dutzend ausschliesslich aus der taktischen Sicht direkt anwählen und besonders auf den höheren Schwierigkeitsgraden ist die K.I. der eigenen Truppen furchtbar. Sie schiessen gar nicht, folgen nicht den gesetzten Wegpunkten und werden wie Lämmer auf der Schlachtbank am laufenden Band erledigt. Nur auf den einfacheren Schwierigkeitsgraden wird einem hier auch effektiver Spielspass geboten, was ziemlich schade ist.

Eine weitere Neuerung ist das man für abgeschlossene Missionen Punkte erhält welche auf einer Rangliste eingetragen werden. Je mehr Gegner man erledigt, vorzugsweise mit Kopfschüssen oder im Nahkampf, je schneller man ist, je höher der Schwierigkeitsgrad und je mehr Herausforderungen man abschliesst, desto mehr Punkte gibt es auch. Denn jede Mission bietet auch jeweils ein ganzes Sortiment an speziellen Herausforderungen. Man muss geheime Informationen finden, eine bestimmte Anzahl an Gegnern mit einer bestimmten Waffe erledigen, darf in den Missionen der Eingreiftruppe ausschliesslich die taktische Sicht nutzen oder in einem Level überhaupt nicht sterben. Dieses Punktesystem, die Herausforderungen und die Online-Rangliste in welcher man sich mit seiner Freundesliste vergleichen kann, sorgen für viel Langzeitmotivation und Spielspass. Wer sich nicht darum kümmert, der kann es einfach auf der Seite liegen lassen, denn zwingend erfüllt werden muss gar nichts.

Gehiiiiiiiirne…

Im Laufe der Zeit wurde seit Call of Duty: World at War der Zombiemodus immer weiter und weiter ausgebaut. Anfangs noch als kleiner Gag eingebaut, entwickelte sich der endlose Kampf gegen die Horden der Untoten zu einem echten Favoriten unter den Spielern. In Black Ops 2 treibt es Treyarch auf die Spitze mit einer gigantischen Karte die aus mehreren Teilabschnitten besteht. Ein Bus verkehrt zwischen diesen Abschnitten und bis zu vier Spieler können darin eine verzwickte Call of Duty Black Ops 2 - Zombie-Mode Aufgabe erfüllen um mehr zur Hintergrundgeschichte zu erfahren. Das Spielprinzip an sich bleibt jedoch gleich. Man erledigt Zombies, erhält dafür Punkte welche man dann wiederum in Waffen, Munition, Fähigkeiten oder Upgrades investieren kann. Dem ganzen Modus wurde jedoch viele Neuerungen eingepflanzt. In den verschiedenen Abschnitten lassen sich Gegenstände finden, welche man zu grösseren Dingen zusammenbauen kann. Damit kann man sich z.B. einen Schild bauen welchen man den Zombies um die Ohren hauen kann. Das Ende des Zombiemodus ist wenn alle Spieler erledigt sind, was bei einer eingespielten Gruppe auch schon Mal mehrere Stunden dauern kann.

Selbstverständlich sind auch wieder kleinere Levels vorhanden in denen es ganz einfach nur darum geht so lange wie möglich zu überleben und dabei so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Man kämpft gegen Welle um Welle an Zombies, rüstet seine Waffen aus und versucht einfach am Leben zu bleiben. Im neuen Schmerz Modus wird das ganzen Prinzip jedoch auf den Kopf gestellt. Noch immer geht es darum so lange wie möglich zu überleben. Jetzt befinden sich aber zwei Teams mit jeweils vier Spielern auf der Karte. Die Ressourcen werden dadurch noch mehr begrenzt und es gewinnt das Team, welches am Ende noch überlebt. Man kann seinen Gegnern jedoch direkt nichts anhaben, wodurch man als Team zusammenspielen muss um einfach lange genug zu überleben. Man kann aber durchaus eine ganze Zombiehorde zur Position eines einsamen Gegners locken wodurch dieser komplett überrannt wird, was für intensive Matches sorgen kann.

Wer in Black Ops schon Freude mit dem Kampf gegen die Horden der Untoten hatte, wird auch hier nicht enttäuscht. Viel Inhalt, viele Levels und ein neuer kompetitiver Modus sorgen für viele schlaflose Stunden im Kampf gegen die Untoten. Levels wollen erkundet und Geheimnisse entdeckt werden. Dank ausführlichen Ranglisten die einem jede Kleinigkeit anzeigen, von den Anzahl der gefeuerten Kugeln über die getöteten Zombies bis zur gelaufenen Distanz, gibt es noch zusätzlichen Anreiz sich gut zu schlagen die Horden zu bezwingen. Wer jedoch bisher noch nichts mit dem Modus anfangen konnte, der wird auch jetzt kaum Freude daran bekommen.

Level-Up bis zum Maximum

Für viele ist es der Modus schlechthin: der Online-Mehrspielermodus! Bis zu 18 Spieler bekämpfen sich auf 14 verschiedenen Karten (plus einer zusätzlichen welche es als Downloadcode für alle Erstkäufer gibt) und versuchen dabei möglichst viele Erfahrungspunkte zu sammeln. Mit den gesammelten Erfahrungspunkten steigt man im Level auf, wodurch man neue Waffen, Perks oder Scorestreaks freischalten kann. Das schnelle, leicht zugängliche und sehr actionreiche Gameplay von Black Ops 2 ist wohl einer der stärksten Punkte weshalb der Online-Modus sehr viel Spass machen kann. Die ständig verdienten Punkte durch welche man im Level aufsteigt und neue Dinge freischaltet können schnell süchtig machen, wodurch man durchaus aufpassen muss das man seine Arbeit oder seine Liebsten nicht anfängt zu vernachlässigen. In unseren ersten zehn bis fünfzehn Stunden Online-Spiel scheint das ganze ziemlich gut ausbalanciert zu sein. Es gibt durchaus gewisse Waffen die besser bzw. schlechter sind, aber nicht was das Spiel komplett aus den Bahnen wirft. Es ist jedoch schwer zum jetzigen Zeitpunkt ein finales Urteil darüber abzugeben. Bei Black Ops hat das Entwicklerteam jedoch schon bewiesen das sie durchaus auf das Feedback der Community hören. Falls sich etwas also als zu stark oder zu schwach herausstellt, darf man fest damit rechnen das daran geschraubt wird was ein gutes Zeichen ist.

Treyarch hat jedoch massiv am Spiel geschraubt und etliche Änderungen vorgenommen. Die zwei grössten Änderungen sind im Klasseneditor und in den Killstreaks zu finden. Das Klassensystem wurde komplett umgekrempelt. Das neue hört auf den Namen Pick-10. Was bedeutet das? Nun, pro Klasse kann man genau zehn Sachen auswählen die man mit in den Kampf nehmen will. Dazu zählen Primär- und Sekundärwaffen, drei Perks sowie Granaten oder Ausrüstung. Wer sich jetzt aber dafür entscheidet das er gar keine Sekundärwaffe mitnehmen will, der muss das auch nicht machen. Entscheidet man sich dafür keine mitzunehmen hat man einen Punkt mehr welchen man sonst irgendwo investieren kann. Will man lieber noch ein Zielvisier auf die Primärwaffe platzieren? Kein Problem! Zusätzlich gibt es noch die so genannten Wildcards. Diese geben einem noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten. Mit ihnen kann man z.B. gleich zwei Primärwaffen einpacken, bis zu drei Aufsätze pro Waffe anbringen oder zwei Handgranaten mit in die Schlacht nehmen. Das hat jedoch ihren Preis, denn schlussendlich hat immer nur seine zehn Punkte zur Auswahl. Das Pick-10 System mag anfangs überwältigend und undurchsichtig sein, hat man sich jedoch erst einmal eingearbeitet und die Facetten durchschaut, gibt es einem unglaublich viele Möglichkeiten seinen eigenen Spielstil an die vorhandenen Möglichkeiten anzupassen was schlichtweg genial ist. Wer seine Granaten sowieso nie braucht, muss auch nie mehr welche mit in den Kampf nehmen und kann statt dessen etwas anderes nützliches einpacken. Faszinierend!

Eine weitere grosse Änderung sind die Scorestreaks. Bisher war es immer so das man als Spieler wenn man pro Leben mehrere Gegner erledigt ohne selbst ins Gras zu beissen Belohnungen erhält. Je mehr Gegner man erledigt, desto bessere Call of Duty: Black Ops 2-04 Belohnungen gibt es. Aufklärungsdrohnen markieren die Gegner auf dem Radar des eigenen Teams, Helikopter geben automatisch Unterstützung aus der Luft und Vorräte versorgen einen mit einer zufällig ausgewählten Belohnung. Black Ops 2 wirft dieses Konzept jedoch über den Haufen und führt die Scorestreaks ein. Jetzt werden nämlich auch Spieler belohnt welche Ziele erfüllen, also Gebiete einnehmen, Bomben platzieren oder Hundemarken einsammeln, mit noch mehr Punkten als man für Kills bekommt. Dieses System wurde beispielsweise schon in Medal of Honor vor zwei Jahren genutzt, wobei Black Ops 2 es deutlich verfeinert. Wer darauf aus ist möglichst viele Kills zu machen und die Aufgaben des Spielmodus seinem Team überlässt, der muss viel mehr arbeiten als alle anderen. Ziele zu erfüllen belohnt einen nämlich mit massiven Punkten für die eigenen Scorestreaks, was perfekt ist für alle Spieler die gerne gewinnen und nicht nur die persönlichen Statistiken im Kopf haben. Schon jetzt ganz zu Anfang des Online-Modus zeigt sich das die Spieler und Spielerinnen dieses System auch akzeptieren, denn oft wird, zumindest augenscheinlich, mehr das Ziel des jeweiligen Modus gespielt was auch verständlich ist. Wer sich einfach und alleine auf sein Talent an der Waffe verlässt, wird wohl enttäuscht sein durch die wenigen Punkte welche Kills einem geben.

Die Levels im Mehrspielermodus sind gut designt, auch wenn es in vielen doch ein wenig zu viele Sachen gibt welche im Level herumstehen. Überall liegt Schutt oder anderer Kram welcher einfach nicht unbedingt sein müsste. Dennoch sind die eher kleineren Level im Vergleich zum direkten Vorgänger symmetrisch und bieten selten einer Seite effektiv Vorteile gegenüber den Anderen. Partyspiele kehren auch in Black Ops 2 zurück. Wer also das Waffenspiel, Stock und Stein, Scharfschütze oder Eine im Lauf aus dem ersten Teil in Modern Warfare 3 vermisst hat, wird hier wieder damit verwöhnt. Diese Modi machen besonders mit einer Gruppe die man kennt unglaublich viel Spass, können für Einzelgänger jedoch schnell langweilig werden. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit auch im Online-Modus gegen Bots anzutreten, was jedoch nur sehr wenig oder gar keine Erfahrung ins eigene Konto spült. Neben dem normalen öffentlichen Spielmodus ist jetzt auch ein Ligamodus vorhanden. In diesem sind sämtliche Waffen und Aufsätze schon von Anfang an freigeschaltet, es gibt also auch keine Belohnungen. Hier geht es weniger um den simplen Spass am Spiel, sondern um den ersten Kampf um bessere Platzierungen in den Online-Ligen. Je besser man selbst oder das eigene Team abschneidet, desto höher steigt man auch auf. Spielt man zunächst in den Anfänger-Ligen gegen andere Neulinge, kann man bis in die Ränge der Profis aufsteigen und sich mit Spielern des eigenen Niveaus messen was sehr spannend sein kann. Auch hier ist es noch zu früh ein finales Urteil abzugeben, das Treyarch jedoch auch an die eher wettbewerbsorientierten Spieler denkt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Neu ist auch die Möglichkeit das man auch online zusammen mit anderen Spielern gegen Bots kämpfen kann um so die Levels oder den Umgang mit bestimmten Waffen zu üben. Das letzte erwähnenswerte Feature ist CoDTV. Ligaspiele kann man direkt aus dem Spiel heraus über YouTube streamen, wodurch man sein Können vor tausenden Zuschauern im Internet unter Beweis stellen kann. Eine im Spiel integrierte Funktion gibt sogar Kommentatoren die Möglichkeit direkt das Spiel zu kommentieren, dabei sogar den Online-Chat der Spieler zu übertragen oder die Karte einzublenden. Dieses Feature konnten wir jetzt selbst noch nicht ausprobieren. Wir versuchen jedoch in Zukunft noch ein wenig mit den Möglichkeiten zu herum zuspielen und halten euch darüber auf dem Laufenden!

Zwischen Übelkeit und Staunen

Ein im Internet oft genannter Punkt wieso Call of Duty einfach nur Mist sein soll ist die Technik. Seit Jahren wird die selbe Grafik-Engine verwendet, was korrekt ist, und wieso die Grafik deshalb grottenschlecht sein soll, was nicht immer korrekt ist. Doch gehen wir genauer darauf ein. Es gibt in der Kampagne und auch im Online-Modus viele Sachen die trist, billig und ziemlich schlecht aussehen. Besonders wenn man in die Ferne schaut sieht es oft einfach gar nicht gut aus. Aber es gibt 9_call-of-duty-black-ops-ii_e3-screenshot_singapore_focus-fire auch Momenten in denen das Spiel wirklich brilliert. Viele Details in der Spielwelt, realistisch wirkender Regen und speziell die detaillierten, echt aussehenden Gesichter der Hauptfiguren können überzeugen. Und der grösste Vorteil der doch veralteten Engine ist das das Spiel einfach zu jedem Zeitpunkt butterweich läuft. Die Framerate geht, egal wie viel Action nun auf dem Bildschirm abläuft, nie in die Knie. Und bei dem Feuerwerk das besonders in der Kampagne abgefeuert wird, ist das beachtlich. Zudem sind die Ladezeit kurz, weshalb man nie wirklich warten muss bis es weiter geht. Die Zwischensequenzen welche die Story vorantreiben und teilweise mit kurzen Ausschnitten aus der echten Welt gespickt sind, sehen gut aus und der gealterte Woods sieht doch ziemlich mitgenommen aus, was für die Qualität der Optik spricht.

Der Sound ist auch ziemlich gut ausgefallen. Die Hintergrundmusik passt zu den Sequenzen der Kampagne, die Waffengeräusche sind gut, wenn auch nicht umwerfend, und alles in Allem gibt es wenig über das man sich wirklich beklagen kann. Die deutsche Sprachausgabe ist auch gut, wenn auch oft überhaupt nicht lippensynchron. Oft wirkt sie zudem einfach zu gestellt, was aber wohl Geschmackssache ist.

Die Online-Verbindung ist bisher absolut einwandfrei. Das Spiel sucht automatisch nach Spielern die in der Nähe der eigenen Konsolen leben, wodurch wir in unseren Testsessions in der Regel mit Spielern aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich spielen durften. Da es aber keine dedizierten Server gibt und alles über die Verbindung eines Spielers läuft, kann es ab und zu zu Schwankungen kommen. Diese halten sich jedoch in Grenzen und bis jetzt scheint das Spiel gute Arbeit zu leisten den Spieler mit der besten Verbindung für alle Teilnehmer zu wählen. Verlässt der Host jedoch doch einmal das Spiel, wird in kürzester Zeit ein neuer Host gewählt und das Spiel kann am gleichen Punkt fortgesetzt werden.

Unser Fazit

84 %

Ob man die Call of Duty Serie nun mag oder nicht, man kann der Qualität von Black Ops 2 wenig entgegensetzten. Eine Kampagne mit einer spannenden, oft leider zu unübersichtlichen Geschichte, voller Höhepunkten, ein Zombiemodus der einen tagelang zum entdecken von Geheimnissen und dem erreichen neuer Highscores motivieren kann sowie ein umfangreicher, völlig umgekrempelter Mehrspielermodus bieten viel Umfang und Spielspass für den Preis den man für die Disc bezahlt. Wer aber bisher nicht viel mit der Serie anfangen konnte, der wird auch mit Black Ops 2 wohl nicht warm werden können. Es hat sich wenig getan an der eigentlichen Formel, was jedoch nicht zwingend negativ ist. Die Technik hat, trotz einiger richtig guter Momente, inzwischen doch einmal einen Neuanfang verdient und trotz einiger neuen Ideen sowie Neuerungen bleib vieles beim Alten.

Pro

  • Spannende Geschichte mit genialem Antagonist
  • Abwechslungsreicher Spielverlauf mit vielen Höhepunkten
  • Offenere Levels als in Vorgängern
  • Interessanter Ansatz mit Missionen für Einsatzgruppen
  • Spassige Gadgets im Zukunftsszenario
  • Glaubwürdige Darstellung der Zukunft
  • Besserer, grösserer und umfangreicherer Zombiemodus
  • Pick-10 System und Scorestreaks grossartige Neuerungen
  • Flüssiger, gut gemachter Mehrspielermodus

Kontra

  • Story kann schnell zu unübersichtlich werden
  • Einsatzgruppen-Missionen bieten zu wenigen taktische Möglichkeiten
  • KI der Kameraden strunzdoof und unfähig
  • Überholte Grafikengine die oft ziemlich durchschnittlich aussieht
  • Vieles bleibt beim Alten ohne grosse Neuerungen
  • Wer Black Ops oder Modern Warfare nicht mochte, wird auch hier wenig Freude haben

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
87 %
Steuerung
 
89 %
Gameplay
 
88 %
Multiplayer
 
95 %
Spielspaß
 
85 %

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Autor: Fabrice

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Kommentare

  • Furz2505 sagt:

    Sehr ausführlicher Test MrNice!
    Vll hohl ich es mir auch noch, weil es Kumpels von mir haben und wir letztens so viel Spaß im Splittscreen “Eine im Lauf” und “Waffenspiel” hatten.

  • youmanbo2 sagt:

    naja in einem punkt habt ihr nicht recht.. auch in mw3 konnte man killstreaks erreichen durch zerstören feindlicher ausrüstung , flaggen erobern ubd auch assists zählen zum teil zur killstreak (hardliner pro) des weiteren find ich den miltiplayermodus zu einfach.. es geht nich drum wer genauer schiesst sondern wer schnellet is ( auch black ops 1) freue mich schon auf mw4 :)

  • Fabrice sagt:

    Das stimmt so aber eben auch nicht wirklich.

    Ja, wenn du bei Dom. eine Flagge eingenommen hast oder eine Killstreak zerstört hast, hast du durchaus einen Punkt bekommen. Und mit Harldliner Pro gabs auch für jeden zweiten Assist nen Punkt für die Killstreak. Soweit hast du auch absolut recht, keine Frage.

    Nur haben alle anderen Dinge nichts gebracht. Dogtags bei Kill Confirmed aufnehmen? Einen Angreifer bei Dom erledigen? Einsatz von UAV’s oder C-UAV’s? Genau, das hat einem nicht wirklich etwas im Bezug auf die Killstreaks gebracht.

    Aber nehmen wir jetzt grade Kill Confirmed als Beispiel. Ein Kill bringt dir magere 50 Punkte für deine Streak. Sammelst du jedoch ein Dogtag ein gibt das doppelt so viele Punkte für deine Killstreak. Ebenso zählen eigene Dogtags die du somit dem Gegner verwehrst 25 Punkte. Das ist zwar nicht viel im grossen und ganzen aber schlussendlich musst du nur zwei Kills verwehren und bumm, schon hast du gleich viel Punkte gemacht wie bei einem Kill.

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