Blades of Time - Test/Review - insidegames
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Blades of Time – Test/Review

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Veröffentlicht 31. März 2012 | 11:49 Uhr von Lucardis

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Bereits in X-Blades konnte man die leichtbekleidete Amazone Ayumi auf ihren Schatzjäger -Abenteuern begleiten, allerdings hatte der Titel damals nur mäßigen Erfolg, viele klagten über öde Gegner, langweilige Umgebungen und mäßige Optik. Ob mit dem neusten Ableger Blades of Time nun alles besser wird und die Entwickler aus ihren Fehlern gelernt haben, erfahrt ihr hier in unserem Test.

ps3_bladesoftimea Wie sich sicher viele schon gedacht haben, schlüpft man als Spieler in die Haut von Ayumi, welche wie im ersten Teil, dem Beruf der Schatzjägerin nachgeht. Ayumi landet in diesem Abenteuer in Dragonland, einer anderen Welt in der es von Monstern und anderen Gefahren nur so wimmelt, allerdings soll dort auch irgendwo auch riesiger Schatz verborgen sein, den sich Ayumi natürlich nicht entgehen lassen will. Das war es in Sachen Story eigentlich auch schon und man darf sich auf den Weg machen, den Schatz zu finden und natürlich nach einer Möglichkeit zu suchen wieder von Dragonland zu entkommen, denn das haben wohl noch nicht allzu viele geschafft.

Auf unserem Weg begegnen uns natürlich, wie es sich für ein Hack’n’Slay gehört, diverse Gegner, die von uns über den Jordan geschickt werden wollen. Um sich zur Wehr zu setzen ist Ayumi mit 2 Schwertern ausgerüstet und hat außerdem stets ein Gewehr bei sich. Die Tasten X und Y dienen zum Nahkampf-Angriff und nimmt man noch die B-Taste dazu, lassen sich mächtige Kombos oder auch Zauber ausführen und Gegner beispielsweise einfrieren, in Brand setzen oder auf andere Weise ordentlich zusetzen. Das Gewehr wird mit dem rechten Trigger abgefeuert, wobei man vorher natürlich noch manuell das Ziel erfassen muss, was manchmal sehr schwierig sein kann, da die Gegner teilweise sehr stark sind und wir mit jedem feindlichen Treffer neu anlegen müssen. So etwas wie Blocken kann Ayumi nicht, dafür hat sie die Fähigkeit zu gleiten. Durch drücken des rechten Triggers bewegt sich die Amazone in einem Rutsch blitzschnell über den Boden und entkommt so den Angriffen der Widersacher.
Hat man einen Kontrahenten lange genug bearbeitet kann man ihm mit einem finalen Angriff über den rechten Button den Rest geben.
ps3_bladesoftimeb Jeder Besiegte Gegner hinterlässt kleine Seelenkugeln, die automatisch eingesammelt werden und man sich dafür am nächsten Altar, den man findet, neue Zauber & Kombos kaufen kann. Leider weiß man nie genau, ob man jetzt viel gesammelt hat, oder wenig, da man eigentlich immer 2 neue Boni bekommt.
Generell ist das Kampfsystem solide und macht Spaß, allerdings sind die Feinde, die im übrigen recht abwechslungsreich gestaltet sind, an manchen Stellen etwas zu stark geraten und man sieht den Game Over Bildschirm öfter, als einem lieb ist und das bereits auf der Schwierigkeitsstufe „Normal“. Am schlimmsten sind noch die fliegenden Gegner, die oft nur durch das Gewehr erledigt werden können, allerdings schwer anzuvisieren sind und wenn man es dann geschafft hat wird man auch schon wieder von einem Geschoss ihrerseits getroffen, verliert nicht gerade wenig Lebensenergie und man muss nach kurzem taumeln erneut anlegen, wobei einen auch schon das nächste Geschoss trifft und Ayumi das zeitliche segnet.

ps3_bladesoftimec Sehr gelungen sind jedoch die Bossgegner, die einen am Ende eines jeden Abschnitts erwarten. Hier hilft meist nicht einfaches draufhauen, man sollte auch den einen oder anderen Gedanken an eine Taktik verschwenden, denn jeder Boss erfordert ein bestimmtes Vorgehen. Hier haben die Entwickler in Sachen Gameplay und Optik einiges an Einfallsreichtum bewiesen und angenehme Abwechslung ins Spiel gebracht.
Des Weiteren kommt hier oft ein besonderes Feature des Spiels zum tragen: Der Zeitsprung. Durch gedrückt halten des linken Buttons kann man die Zeit zurückspulen und so eine Kopie von Ayumi erstellen. So kann man den Feind dann quasi doppelt angreifen, da man selbst eine Ayumi steuert und eine Ayumi-Kopie, die von selbst das Muster abspult, dass man zuvor selbst gespielt hat. Dadurch kann man nicht nur Gegnern doppelt, dreifach oder auch vierfach zusetzen, sondern auch etliche Rätsel lösen, wie 2 Schalter gleichzeitig aktivieren, oder schnell durch ein Tor zu laufen, welches eigentlich nur ganz kurz geöffnet bleibt.

ps3_bladesoftimed Doch zu so einem Boss oder auch interessanten Rätseln, die das Gameplay auflockern muss man erstmal hinlaufen und so führt uns unser Weg durch recht lineare Spielabschnitte, in denen man sich eigentlich gar nicht verlaufen kann. Manchmal muss man erst in einem Raum einen Knopf drücken, um im anderen Raum weiterzukommen, aber Probleme gibt es bei der Wegfindung an keiner Stelle. Zudem hat Ayumi noch einen mehr oder weniger praktischen Kompass dabei, welcher einem stets die richtige Richtung weist und außerdem auch eine Nadel für Schätze hat, der man einfach nur folgen muss um die Truhe zu finden und so neue Ausrüstungsgegenstände zu ergatten. Allerdings ist das häufige benutzen des Kompass‘ eher lästig und unpraktisch. Doch allein auf den eigenen Entdeckerinstinkt kann man sich bei der Schatztruhensuche auch nicht verlassen, denn im Spielverlauf gibt es zunehmend unsichtbare Truhen, die man wirklich erst sieht, wenn man schon fast darüber stolpert.

Neben der Tatsache, dass die Level fast schlauchartig daherkommen sind sie aber eigentlich recht hübsch anzusehen. Man hat sich von der Cel-Shading Grafik aus X-Blades abgewandt und sich für eine realistische Darstellung entschieden, wodurch man sich auf Dragonland in wunderbar designten Dschungellandschaften mit lechtenden exotischen Pflanzen wiederfindet, oder beispielsweise auch durch etwas düstere Gemäuer schleicht. Die Umgebungen bieten also einiges an Abwechslung und Details, auch wenn man zugegebenermaßen öfter die gleichen Blumen zu Gesicht bekommt.
Grafisch kann Blades of Time in Sachen Umwelt also durchaus überzeugen, auch wenn man hier wahrlich keine Perfektion erwarten sollte, da bei genauerem hingucken Steinwände und Lava doch reichlich verschwommen aussehen.

ps3_bladesoftimef Ganz und gar nicht gelungen ist dagegen das Charakterdesign. Ob einem Ayumi nun gefällt bleibt natürlich jedem selbst überlassen, doch auf technischer Seite kann Sie und auch alle anderen Besucher von Dragonland keineswegs überzeugen. Neben absolut hölzernen und unnatürlichen Bewegungen In-Game, die wirklich schon an den Entwicklern zweifeln lassen, bekommt man auch in Zwischensequenzen nur minimal besser animierte Charaktere zu Gesicht, wobei hier die
Absolut vorsintflutlichen Gesichtsanimationen wirklich den Vogel abschießen. Gesprochenes und Lippenbewegungen passen Vorne und Hinten nicht zusammen, was leider völlig die Atmosphäre kaputtmacht und man sich eigentlich nur auf die unglaubliche Asynchronität von Sprache & Animation konzentriert, anstatt die wohlverdiente Zwischensequenz zu genießen.

Hinzukommt noch die grenzwertige Synchronisation aller Personen. Manchmal waren die Sprecher wohl völlig übermotiviert und machen dadurch nicht gerade einen glaubwürdigen Eindruck. Des Weiteren wundert man sich zu Anfang über Ayumis teilweise wirklich naiv-dummen Kommentare, die sie da von sich gibt. glücklicherweise nehmen diese völlig unpassenden Sprüche im weiteren Spielverlauf etwas ab und sie gibt auch mal etwas Sinnhaltiges von sich.

Unser Fazit

75 %

Blades of Time ist im Großen und Ganzen ein durchaus solides Hack’n’Slay, welches keinen großen Wert auf Story legt. Die Kämpfe sind zwar oft sehr fordernd, gehen aber im Allgemeinen gut von der Hand und bieten viel spaßige Action. Zahlreiche verschiedene Gegner, der Zeitsprung und auch die einfallsreichen Endbosse lockern das Gameplay auf und bieten dem Spieler Abwechslung. Auch die linearen Areale, die man mit Ayumi durchstreift sind schick anzusehen und durchaus zweckmäßig, doch machen die schlechten Animationen und die leider auch nicht gut gelungene Synchronisation vieles kaputt. Wer Lust hat ein paar Gegnerhorden zu vermöbeln und ein kleines Schatzsucher-Abenteuer zu erleben, der sollte Blades of Time eine Chance geben, denn nach einigen Startschwierigkeiten macht der Titel durchaus Laune.

Pro

  • einfallsreiche Endbosse
  • viele Kämpfe
  • recht viele verschiedene Gegner
  • Zeitsprung
  • solides, spaßiges Kampfsystem

Kontra

  • hölzerne & unnatürliche Animationen
  • Synchronisation
  • zu Anfang nervige naive Sprüche
  • Sprache & Animation völlig asynchron

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
62 %
Steuerung
 
79 %
Gameplay
 
77 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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