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Bladestorm: Nightmare – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 17. August 2015 | 19:01 Uhr von Fabrice

Bladestorm-Nightmare

Endlich ist es da! Mit Bladestorm: Nightmare ist endlich die wohl meisterwarteste Neuauflage auf der aktuellen Konsolengeneration angekommen!

Bitte was? So gut wie niemand hat wirklich darauf gewartet? Aber wie dem auch sei, da ist die Neuauflage trotzdem. Deshalb haben wir uns Bladestorm: Nightmare auf der Xbox One geschnappt um es zu testen.

Der Hundertjährige Krieg

Im 14. und 15. Jahrhundert tobte zwischen den Engländern und den Franzosen der Hundertjährige Krieg. Er bildet das Setting für Bladestorm. Spannend dabei ist, dass man sich weder für die eine noch die andere Seite entscheiden muss.

Statt dessen erstellt man seinen eigenen Söldner, der an keine Fraktion gebunden ist. Statt dessen wählt man welche Schlachten man für welche Seite ausfechten will. Das ist gleichzeitig ein Vor- und ein Nachteil. Cool ist, dass man auf diese Weise beide Seiten des Konflikts miterleben kann. Man trifft auf historische Figuren beider Parteien, kämpft an richtigen Schauplätzen um die Kontrolle von noch immer existierenden Regionen. Negativ ist, dass man dadurch nie wirklich Einfluss auf die Geschichte hat. In einer Missionen erobert man für die Franzosen ein Gebiet. In der nächsten Mission kämpft man für die Engländer, also die Gegenseite, und das was bisher passiert ist spielt überhaupt keine Rolle mehr.

Wem diese Geschichte historisch zu akkurat ist, der kann sich in die Nightmare Kampagne stürzen. Dazu sollte aber schon ein hoch gelevelter Chrakter aus der normalen Kampagne bereit stehen, sonst könnte das ganze Unternehmen einen Ticken zu schwer werden.

In diesem Alptraum stehen die eigentlich verfeindeten Parteien auf der gleichen Seite. Ihnen gegenüber steht eine grauenvolle Armee, die aus einem Fantasy-Roman entsprungen sein könnte. Angeführt von einer besessenen Jeanne d’Arc, kämpfen Engländer und Franzosen gegen Drachen, Kobolde und anderes, dämonisches Gesocks. Später darf sogar selber die Kontrolle über diese Truppen übernommen werden, was ziemlich cool ist. Eigentlich sind sie genau gleich wie die normalen, menschlichen Truppen aber Dämonen machen trotzdem alles besser!

bladestorm-nightmare-screenshot-1

 

Mehr Taktik und weniger Buttonmashing

Auf den ersten Blick, scheint auch Bladestorm nur ein weiterer Klon der hauseigenen Dynasty Warriors Serie zu sein. Diese Ersteindruck täuscht jedoch. Das Grundprinzip bleib ähnlich. In riesigen Levels kämpft man gegen Hunderte Fußsoldaten, besiegt deren Offiziere die ein wenig mehr aushalten und nimmt durch gewonnene Kämpfe Festungen ein. Abgesehen von kleineren Variationen, ist das auch alles was man in beiden Kampagnen macht. Mit einer gesamten Spiellänge von weit über 150 Stunden, kann das sehr schnell, sehr repetitiv werden.

Das eigentliche Gameplay unterscheidet sich jedoch sehr von Dynasty Warriors. Die eigene Spielfigur ist eigentlich nie alleine unterwegs um die Gegner zu dezimieren. Statt dessen, wählt man einen verbündeten Truppenverband aus und agiert als Einheit. Man muss nicht auf den Buttons herum hämmern um Angriffe auszuführen. Hält man die Angriffstaste gedrückt, greifen alle Soldaten inklusive der eigenen Spielfigur automatisch an.

Die taktische Komponente kommt durch verschiedene Elemente. Es ist wichtig, für welchen Truppenverband man sich entscheidet. Bladestorm folgt dabei einem relativ simplen Schere-Stein-Papier Prinzip. Nahkampf ist stark gegen Fernkampf, Fernkampf ist stark gegen Kavallerie und Kavallerie ist stark gegen Nahkampf. In den Schlachten selbst, wird das durch verschieden farbige Symbole über den Verbänden selbst dargestellt. Dadurch sieht man schnell, ob sich ein Kampf wirklich lohnen wird. Außerdem verfügt jeder Truppentyp über mehrere Spezialfähigkeiten. Verheerende Attacken oder Werte verbessernde Manöver, können einen verloren geglaubten Kampf schnell wenden.

Diese Elemente greifen sehr gut ineinander und sorgen dafür, das die Kämpfe auch über lange Zeit hinweg unterhaltsam sein können. Wer einen Buttonmasher erwartet, wird hier wohl bitter enttäuscht. Statt dessen bietet es deutlich mehr Tiefe.

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Die leeren Weiten

So taktisch die Kämpfe selbst sein können, so langweilig kann alles andere werden. Die Levels sind unglaublich weitläufig. Weitläufig ist oft das falsche Wort dafür. Ist man mit einer Einheit unterwegs, die nicht auf Pferden reitet, dann dauert es oft sehr lange um von einem Punkt zum nächsten Punkt zu gelangen. Unterwegs trifft man auch nicht viel an. Die Landschaft ist eigentlich auch ziemlich schön gestaltet, sogar Wildtiere sind darin unterwegs. Das macht die lange Fussmärsche aber nicht kürzer.

Technisch ist Bladestorm: Nightmare auf der aktuellen Konsolengeneration gar nicht gut ausgefallen. Es ist nicht allzu detailliert, die Weitsicht lässt zu wünschen übrig und trotzdem bricht die Bildrate oft zusammen. Der Soundtrack wiederum ist gut gelungen, während die Sprachausgabe nicht mehr als durchschnittlich ist. Sie ist zwar nicht schlecht, jedoch wiederholen sich die Ausrufe der wichtigeren Charaktere auf dem Schlachtfeld sehr oft.

Neu ist außerdem ein kooperativer Modus für zwei Spieler. Dieser kann nur online gespielt werden und wer keine bestimmte Person hat um das Spiel gemeinsam zu spielen, könnte ziemliche Probleme bekommen jemanden zu finden. Startet man die Spielersuche und es wird kein Partner gefunden, bricht die Suche ab und man muss sie neu starten. Zumindest soweit ich gesehen habe, gibt es keine Lobbies oder etwas ähnliches das man erstellen kann. Man kann ausschließlich nach einem beliebigen Partner suchen und wenn sich niemand findet, muss man diese Suche immer und immer wieder wiederholen bis man vielleicht jemanden findet. Was aber in der von uns getesteten Version nie der Fall war.

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Unser Fazit

61 %

Wer sich diesen Test durchliest, wird wahrscheinlich denken, das Bladestorm: Nightmare ziemlich schlecht ist. Was so aber eigentlich gar nicht der Fall ist. Es ist korrekt das es viele Kritikpunkte hat, dennoch kann es richtig viel Spaß machen. Obwohl es vom Gameplay her viel Abwechslung zu z.B. Dynasty Warriors bietet, kann es ein ähnliches Suchtpotential entfalten. Wer jedoch schon mit der Dynasty Serie nichts anfangen konnte, wird auch hier keinen Spaß finden.

Pro

  • + Enorme Spielzeit
  • + Taktische Kämpfe
  • + Frisches und unverbrauchtes Setting

Kontra

  • - Repetitiver Spielablauf
  • - Viel zu große Levels
  • - Online-Multiplayer ist jetzt schon ausgestorben
  • - Sich wiederholende Sprachausgabe

Unsere Bewertung

Grafik
 
52 %
Sound
 
68 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
50 %
Spielspaß
 
65 %

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