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Bombing Busters – Review / Test

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Veröffentlicht 31. März 2017 | 19:16 Uhr von Marcel

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Es wird wieder gezündelt und gesprengt. Die Bombermänner sind unterwegs, wenn auch in einer Kopie des beliebten Spielprinzips. Jedoch scheint die Methode, besser abgeschaut als neu erfunden ein recht einleuchtendes Prinzip zu sein. Kann der Download-Titel einigermaßen überzeugen oder lässt man den Titel besser links liegen?

Bombing Busters ist in allen Zügen ein nahezu klassisches Bomberman. Ein kleiner Roboter wird durch ein Labyrinth in einer quasi isometrischen Draufsicht bewegt, Bomben gelegt und damit Blöcke sowie Feinde erlegt. Manchmal taucht aus dem zerstörten Levelinventar das eine oder andere hilfreiche Power-Up auf, um die Sprengkraft zu erhöhen oder einfach mehr Explosives in die Welt zu setzen. Ziel ist ist, sämtliche Gegner auf dem Bildschirm auszuschalten, bevor die Zeit abläuft. Damit unterscheidet sich der Titel nur unwesentlich vom original Bomberman, auch wenn es letztendlich auf die Details ankommt, zum Beispiel im Abenteuermodus für Solisten. Hier folgt man einer mäßigen Geschichte und ballert sich quer durch fünf unterschiedliche Welten.

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Ohne Power-Ups wie die Hand zum werfen, dem Kick um Bomben über den Boden schlittern zu lassen oder die Möglichkeit, Bomben auf Knopfdruck zu sprengen, fühlt man sich nach nur wenigen Kapiteln jedoch völlig hilflos. Bereits im zweiten Bereich, der Eiswelt, wurden alle Gegner mit einer ziemlich öden und einfallslosen, aber perfekten Intelligenz ausgestattet. Diese flüchten immer unheimlich zielsicher aus dem Gefahrenbereich und wenn sie dabei in einer Sackgasse einfach auf der Stelle treten, bis die Feuersbrunst an ihnen vorbei gerauscht ist und der Weg wieder gefahrlos betreten werden kann. Nur selten können diese Biester dann mit einfachen Bombenreihen noch erwischt werden, da stellt man sich eher selber eine Falle und darf alles neu beginnen. Tricks sind von Nöten. Bomben, die auf die Köpfe der Feinde geworfen werden oder man überrascht diese dank eines beherzten Kicks gegen die explosive Kugel.

Ärgerlichen zudem das strenge Zeitfenster. Beständig sitzt die tickende Uhr im Nacken und dauert der unsägliche Kampf zu lange, entscheidet das Spiel sehr negativ über euer Schicksal. Wer zudem alle Sterne (und Erfolge) kassieren möchte, muss darüber hinaus besonders flink seine Explosionen auslösen und dabei alle Feinde vernichten. Ansonsten bekommt man eine nur eher mäßigere Endwertung und muss den Level gegebenenfalls wiederholen. Wiederholung ist zudem auch das Stichwort für die sehr eintönige Musik. Manchmal meint man ein wenig Mario heraus zu hören, in anderem Abschnitten klingt es verdächtig nach Vivaldi. Jedoch erklingen die Melodien in einer öden Dauerschleife, vor allem wenn der kleine Bombermann immer und immer wieder das Zeitliche segnet.

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Ganze fünf Welten warten auf den Abenteurer, welche in jeweils ein unterschiedliches Thema verfrachtet wurden und somit auch neue kleine Gemeinheiten auf Lager haben. Im Eis brechen manche Böden auseinander, in der Feuerwelt brodelt die Lava. Ein jedes Thema wird zu guter letzte mit einem mächtigen Boss abgeschlossen. Diese halten durchaus so einige Treffer aus und haben fiese Tricks auf Lager. Während in der Feenwelt nur Pilze sprießen, vermag das Feuermonster mit großen Explosionen und über die Ufer tretender Feuerwellen einen ganz schön ins Schwitzen zu bringen. Alles in allem gehört Bombing Busters nicht zu den einfachsten, jedoch zu den für Solisten eher langweiligeren und dank der feigen Feinden frustrierenden Spiele.

Wer das Abenteuer scheut, wird zumindest im klassischen Multiplayer fündig, der immerhin bis zu acht Pyromanen auf dem Schlachtfeld zulässt. Vier davon dürfen gerne auch mit Freunden aufgefüllt werden, denn mit einigen Kumpels im heimischen Wohnzimmer macht das zündeln doch viel, viel mehr Spaß. Zu viele Teilnehmer rauben auf den kleine Spielbrettern jedoch ganz schnell die Übersicht und so manches Duell ist daher bereits innerhalb von wenigen Sekunden bereits bestritten. Vor allem dann, wenn die typischen Zusatzregeln eingeschaltet werden. Gestorbene können von außen weiterhin mit Bomben in das Geschehen eingreifen oder ein beliebter Virus geht um, der sämtliche Aktionen unterbindet. Nichts, was erfahrene Bombermänner nicht schon seit Jahren kennen und leider aufgrund nur weniger Level auch recht dünn präsentiert wird. Dennoch dürfte der Mehrspielermodus das Beste an Bombing Busters sein, auch wenn selbst dieser Modus nur mäßig zu überzeugen weiß.

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Unser Fazit

55 %

Bombing Busters ist ein klassisches Bomberman mit allem, was man aus dem Genre kennt. Die einzelnen Themenwelten offenbaren die eine oder andere Gemeinheit, letztendlich ist aber die feige künstliche Intelligenz das Hauptproblem für Solisten. Die Gegner weichen immer genau den Feuerexplosionen aus, es sei denn man kann diese mit Power-Ups austricksen. Dieses sturer Verhalten ist ärgerlich. Der Spaß beginnt erst mit weiteren Spielern. Hier mangelt es jedoch an Abwechslung und Feinabstimmung, um das Ruder noch herum reißen zu können. Tatsächlich kann man den Titel daher auch links liegen lassen und wartet lieber auf eine weiter Kopie.

Pro

  • + Mehrspielermodus für 4 plus weitere CPU Teilnehmer
  • + Fiese Bosskämpfe sorgen für Herausforderungen
  • + Mehrere Themenwelten

Kontra

  • - Nervige KI die immer ausweicht führt zu Frust
  • - Zu wenig Abwechslung im Mehrspielermodus
  • - Eintönige Musik

Unsere Bewertung

Grafik
 
40 %
Sound
 
35 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
40 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
45 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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