Borderlands Game of the Year Edition - Der Testbericht - insidegames

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Borderlands Game of the Year Edition – Der Testbericht

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Veröffentlicht 9. Dezember 2010 | 22:41 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. März 2011

borderlandstitel

Genre-Mix der Sonderklasse

Pandora ist ein ziemlich spärlich besiedelter Planet. Die, die sich dennoch dort niedergelassen haben sind nicht mehr als Abschaum, Banditen oder Mörder. Das hat auch einen guten Grund, denn das Leben auf Pandora ist hart und verlangt viele Entbehrungen. Eine Legende besagt es gibt eine Kammer die Macht, Reichtum und sogar endlos viele Frauen verspricht. Viele Abenteurer haben sich auf die Suche gemacht, sind aber niemals zurück gekehrt. Als einer von vier Charakteren macht sich der Spieler selbst auf die Suche nach dem grössten Schatz aller Zeiten.

Willkommen auf Pandora und willkommen bei unserem Review.

Pandora’s Kammer

Gearbox liefert mit Borderlands einen Genremix der ersten Güteklasse ab. Es vereint das klassische, actionlastige Gameplay eines rasanten Ego-Shooters vor dem Hintergrund eines Rollenspiels, tausende von Schiesseisen inklusive. Der Einstieg ins Spiel an sich ist typisch für die beiden erwähnten Genres. Aus vier verschiedenen Figuren kann man sich seinen Favoriten auswählen, da jeder seine ganz eigenen Stärken aber auch Schwächen besitzt. Der Soldat ist der typische Allrounder, der mit allen Waffen gut umgehen kann und einen automatischen Geschützturm als Spezialfähigkeit besitzt. Der Jäger ist der Fernkämpfer, der auf grosse Distanzen auf sein Scharfschützengewehr vertraut und im Nahkampf mit einem Revolver ordentlich austeilen kann. Seine Spezialfähigkeit ist der Bloodwing, ein Vogel der sich auch um Feinde kümmern kann die sich in Deckung befinden. Brick ist der Mann für die schweren Waffen wie den Raketenwerfer. Seine Spezialfähigkeit ist der Berserkermodus, in welchem er heftigen Nahkampfschaden austeilen kann. Zu guter Letzt kommt mit Lillith die einzige Frau des illustren Quartetts, die aber nicht minder schlagkräftig ist. Ihre Stärken liegen bei den bei den Maschinenpistolen und bei anderen Waffen die Elementarschäden verursachen. Ausserdem hat sie den Phasewalk zur Verfügung, der es ihr erlaubt, sich blitzschnell zu bewegen und noch mehr Schaden zuzufügen. Selbstverständlich kann jeder Charakter alle Waffen benutzen, passende, ausbaufähige Fähigkeiten sich jedoch klassenabhängig. Bei Borderlands hat jede Klasse drei Skill-Bäume für unterschiedliche Spielweisen. So kann der Soldat als Infanterist wie eine Ein-Mann-Armee an vorderster Front kämpfen oder als Unterstützungs-Soldat für die Teamkameraden Munition und Energie bereitstellen.

Im Gegensatz zu Spielen wie Fallout 3 oder New Vegas welche Rollenspiele mit Shooter-Elementen sind, ist Borderlands eigentlich das Gegenteil. Im Prinzip ist der Titel nämlich ein Ego-Shooter mit ein paar Elementen des Rollenspiel-Genres. Aus der First Person Perspektive ballert man sich mit den unzähligen Waffen über Pandora, während die Steuerung genauso funktioniert wie bei beispielsweise Call of Duty. Was bei Borderlands aber höchste Suchtgefahr auslösen kann, sind RPG typische Inhalte. Zum einen gibt es einen kooperativen Spielmodus für bis zu vier Spieler (oder zwei Spieler lokal an einer Konsole), zum anderen gibt es schier unzählig viele Waffen zu finden. Gibt es anfangs nur ein paar normale Knarren, ohne tolle Zusatzeffekte, hat man später meist die Qual der Wahl zwischen den unterschiedlichsten Waffen. So gleicht sich eigentlich keine Knarre der anderen. Beim ersten Mal hat das eine Maschinengewehr beispielsweise extra Feuer-Schaden, um den Feinde ordentlich einzuheizen. Beim nächsten Mal wenn dasselbe Modell gefunden wird,  verursacht das Schiessen mit der „selben“ Waffe weniger Rückstoss oder die Knarre hat eine höhere Präzision. Items und Geld werden von besiegten Feinden fallen gelassen, wer jedoch ein bisschen sucht und stöbert findet viele Waffenkisten, Müllhaufen oder andere Behälter die sich plündern lassen. Neben den Waffen lassen sich auch die sogenannten Mods finden. Diese sind jeweils auf eine der Klassen zugeschnitten und bieten entsprechende Vorteile. Dazu gehören die automatische Regeneration von Munition oder gratis Skillpunkte für bestimmte Fähigkeiten. Für das erledigen von Feinden oder Aufträgen gibt es nämlich Erfahrungspunkte, die den Charakter aufsteigen lassen sobald genug davon gesammelt sind. Für jeden Levelaufstieg gibt es Skillpunkte, die man in einem der drei Klassenbäume verwenden kann. Zwar ist das Skillsystem nicht allzu komplett, die eigene Spielfigur lässt sich jedoch dezent in eine gewünschte Richtung richten.

Wie anfangs schon erwähnt, ist Pandora extrem dünn besiedelt. Es ist aber so wenig los, das selbst die wenigen Bewohner als nichts Weiteres dienen ausser um dem Spieler neue Aufgaben zu geben. Die wenigen Städte und Siedlungen wirken so extrem trist und ausgestorben. Die Leute stehen immer auf ihrem genau gleichen Fleckchen, lassen nicht mit sich plaudern oder sonst irgendwie interagieren. Das trifft auch auf die gesamte Spielwelt zu, die nicht wirklich abwechslungsreich ausfällt. Egal ob alte Müllhalde, Ganovensiedlung oder unterirdische Höhle, alles ist abwechslungsarm und öde. Borderlands setzt ganz auf das Prinzip des Itemsammelns und dem Aufleveln des eigenen Charakters.

Wenig Übersicht und viele, viele bunte Gegner

Auch wenn das eigentliche Spielgeschehen problemlos verläuft, ist die Steuerung im Menü ein wenig hakelig. Die Liste mit den Waffen und Gegenständen die man bei sich trägt ist nicht wirklich übersichtlich. Ausserdem ist es schwer zwei Waffen miteinander zu vergleichen, hier wirkt das Menü einfach zu wenig aufgeräumt. Die Karte die man aufrufen kann ist zwar hilfreich, aber auch dabei fehlt ein wenig die Übersicht. Was ebenfalls ein wenig sauer aufstossen kann, ist das Wiederbelebungssystem. Fallen sowohl die Schildenergie als auch die eigene Gesundheit auf null, geht man zu Boden und hart dort noch ein wenig Zeit Schaden auszuteilen. Schafft man es in diesem Moment einen Gegner zu töten, steht man mit einem kleinen Teil der Energie wieder auf und kann weiterkämpfen. Ist man mit Freunden unterwegs, können auch diese den Job überleben und den Kumpel einfach wiederbeleben. Ist es jedoch nicht möglich wiederbelebt zu werden, egal ob auf Solo- oder Koop-Pfaden wird man an einer New-U Station wiederbelebt. Für einen kleinen Geldbetrag erscheint man wieder putzmunter auf der Bildfläche. Die bisher verbrauchte Munition ist aber weg, was bei härteren Kämpfen ziemlich mühsam werden kann. So steht man irgendwann vielleicht ohne Geld und Munition da, während man einen heftigen Gegner ausschalten sollte. Geübten Spielern sollte es aber eigentlich möglich sein nicht in so eine Situation zu kommen.Auch wenn der Spielablauf eigentlich offen ist, lädt die frei begehbare Spielwelt nicht wirklich zum erforschen ein. Aussergewöhnliche Waffe oder Schilde lassen sich auch einfach während des normalen Durchspielens finden.

Grafisch setzt Gearbox bei Borderlands auf den comichaften Cell-Shading-Look. Der Stil gefällt wohl nicht jedem, wie schon so oft ist der grafische Look Geschmacksache. Die Grafik vermag es nicht Bäume auszureissen, doch schlecht sieht sie keineswegs aus. Die Texturen sind zwar relativ detailarm, fangen das apokalyptische Endzeitszenario auf Pandora aber gut ein. Toll ist auch das Gegnerdesign, besonders die kleinen Banditen die es bei jedem Schuss aus ihrer Schrotflinte auf den Rücken haut sind genial. Die Framerate bleibt immer stabil, egal wie viele Feinde auf dem Schirm sind und wie viel Action abgeht, ausser einem kleinen Ruckler hier und da gibt sich Borderlands hier keine Blösse. Die deutsche Sprachausgabe ist erstklassig, denn viele bekannte Synchronsprecher wurden engagiert um das Spiel entsprechend zu vertonen. Die Waffensounds klingen satt und die musikalische Untermalung passt immer.

Achtung Suchtgefahr

Der Gerne-Mix von Borderlands verspricht eigentlich nicht allzu viel Spass. Die Spielwelt wirkt leer, die Aufträge wiederholen sich ständig die Rollenspielanteile sind nicht wirklich tiefgründig. Nichts desto trotz schafft es Borderlands den Spieler vollkommen in die Spielwelt hineinzuziehen. Das wohl jedem Zocker bekannte „Nur noch schnell ein Level-Up“ Gefühl stellt sich schon nach wenigen Minuten ein und lässt einen nicht mehr los. Die Story ist nicht weiter erwähnenswert, was es verschmerzbar macht das die stupiden Aufträge wie „Hol diesen Gegenstand“ oder „Töte jenen Gegner“ nicht schlimm auffallen. Besonders mit einem, zweien oder drei Freunden im kooperativen Modus kann Borderlands seine Trümpfe ausspielen. In der aktuellen Game of the Year Edition gibt es ausserdem Downloadcodes für alle vier erhältlichen Downloadinhalte sowie einen früheren Zugang zur kommenden Demo von Duke Nukem Forever.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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