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BoxVR – PSVR Test/Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 15. Oktober 2019 | 16:46 Uhr von Alexander Winkel

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Noch immer der Winterspeck vorhanden (oder Angst vor dem nächsten?), doch das Fitness Studio klingt auf euch einfach nicht sonderlich einladend? Mit BoxVR schnellt euer Puls ordentlich in die Höhe und angetrieben von treibenden Beats und passenden Schlagkombinationen werden so einige Kalorien abgebaut. Wir haben uns ins virtuelle Trainingsstudio begeben und uns einige Tage richtig ins Zeug gelegt – auch auf längerer Sicht ein sehr gelungener Fitness-Spaß.

Auf dem ersten Blick wirkt BoxVR eher wie ein Guitar Hero mit fetzigen Songs, die gerne mal elektronische Beats liefern, jedoch auch jede Menge Pop- und Rockmusik in der Jukebox haben. Die Auswahl ist gigantisch, denn über einhundert Titel wurden in Dutzenden Workouts verarbeitet und sorgen so für Abwechslung. Passend zu den Beats fliegen ähnlich der Musikspiele Symbole auf euch zu und ihr müsst dementsprechend dazu die Fäuste schwingen. Entweder einfache Schläge mit der Rechten oder der Linken, oder aber schwungvolle Seitenhiebe bzw. Uppercuts werden gefordert. Dies erfordert den Einsatz der PlayStation Move Controller. Ab und an tauchen auch Balken auf, die euch in den Squat zwingen. Folgen nun Schläge und Schquats in hoher Frequenz, schnellt der Puls unweigerlich in die Höhe und manch einer wird am Folgetag bezüglich Muskelkater jammern. Ein tatsächliches Boxtraining sollte man jedoch nicht erwarten. Davon ist der Titel dann doch weit entfernt.

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Auch wenn BoxVR offensichtlich viel mit Guitar Hero gemeinsam hat und vielleicht auch ein wenig an das äußerst beliebte VR-Spiel Beat Saber erinnert, merkt man den eigentlichen Fitness-Hintergrund dem Boxspaß deutlich an. Die Songs wurden von professionellen Trainern in Workouts zusammengepackt, die man in täglichen Trainingssessions angehen kann. Ihr könnt dabei die gewünschte Trainingszeit pro Tag genauso einstellen, wie Gewicht und Größe bezüglich der Berechnung der verbrauchten Kalorien beim schweißtreibenden Sport. Wer sich einige Tage mit BoxVR auseinandersetzt, stellt zudem unweigerlich fest, dass die zu erledigenden Folgen selbst auf hohem Niveau keine unmenschliche Auffassungsgabe und Umsetzung verlangen – nicht wie zum Beispiel gewisse Bosssongs in Guitar Hero. Vielmehr legt der Titel wert auf Ausdauer und Training, somit mehr körperlicher Anstrengung, zum Beispiel auch dank der zerrenden Squats.

Dementsprechend gibt es auch keinen Rüffel, wenn man Schlagfolgen verpasst. Es gibt auch keine Energieleiste wie in Beat Saber, welche ein unsägliches Aus provozieren kann. Ihr werdet für Fehler nicht wirklich bestraft und könnt das Workout einfach bis zum Ende weitermachen. Dennoch bieten Highscores und Combozähler auch den spielerischen Anspruch und die Möglichkeit, Verbesserungen festzuhalten. Passende Ringe und Werte hinter jedem Workout zeigen auf, wie treffend die beste Session war. Wer darüber hinaus eigene Workouts erstellen möchte, kann die einzelnen Songs nach Belieben kombinieren und einen Schwierigkeitsgrad einstellen. Somit findet das Training nach ganz individuellen Wünschen statt, wobei leider die Choreographien nicht ganz so gelungen scheinen, wie bei den offiziellen Workouts. Darüber hinaus kann das Boxstudio gegen eine spacige Weltraumvariante und einer weiteren Location getauscht werden, wobei man während des Trainings ehrlich gesagt kaum Zeit für die Hintergründe hat.

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Technisch ist das Spiel sauber ausgearbeitet und bietet schicke, wenn auch schlichte Umgebungen, die ihren Zweck jedoch bestens erfüllen. Die einzelnen Workouts sind solide umgesetzt und lassen sich mit den Bewegungscontrollern nahezu perfekt spielen. Einige Songs machen mehr Spaß wie andere, was zum Teil an der Musik liegt, jedoch auch teilweise an den Box-Choreographien. Diese sind mal mehr, mal weniger gelungen, jedoch insgesamt immer unterhaltsam und auf dem höheren Niveau auch sportlich fordernd. Der Mehrspielermodus hat bei uns leider nicht funktioniert und die grandiose Idee der ursprünglichen PC-Variante, auch eigene Songs in das Training zu integrieren, wurde auf der PlayStation letztendlich nicht realisiert. Dies sind Wermutstropfen, in dem einen Fall zwar schade, dass man mit Freunden nicht trainieren kann, jedoch verschmerzbar. In dem anderen Fall fehlt ein Feature, welches nur wenigen sicherlich optimal getaugt hätte.

 

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Bild 1 von 5

 

Getestete Version: Playstation 4 / PSVR

Unser Fazit

88 %

BoxVR wirkt auf dem ersten Blick wie ein Musikspiele, im Kern ist es aber ein schweißtreibendes Fitness-Programm garniert mit viel Spielspaß. Passend zu den Beats werden Crosses, Uppercuts und Schläge verteilt sowie Squats hingelegt, und das alles ohne nervige Tadelung bei Fehlern. Was zählt ist das körperliche Training von Ausdauer und ein wenig Muskelaufbau. Vor allem die Squats können ziemlich Muskelkater verursachen. Das Spiel funktioniert tadellos, hat eine motivierende Art bei Laune zu halten und einen ordentlichen Umfang an Trainings. Wer also ein wenig Speck abarbeiten sowie Kalorien verbrauchen möchte, kommt voll auf seine Kosten.

Pro

  • + Unkomplizierter Box-Spaß mit Trainingseffekt
  • + Richtig schweißtreibend, obwohl die Choreographien nie überfordern
  • + Umfangreiche Liste an Workouts und Songs
  • + Die Steuerung mit den Move-Controllern ist nahezu perfekt umgesetzt

Kontra

  • - Etwas triste und einfache Präsentation, wobei man eh kaum Zeit für Details hat
  • - Wer ein reines Musikspiel bzw. Boxspiel erwartet, wird enttäuscht
  • - Multiplayermodus hat bei uns leider nicht funktioniert
  • - Keine eigenen Songs

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
95 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
-- (hat nicht funktioniert) %
Spielspaß
 
90 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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