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Bridge Constructor Stunts – Test / Review

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Veröffentlicht 28. August 2017 | 16:14 Uhr von Alexander Winkel

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Brückenbauer und Konstrukteure sind wieder gefragt, um jede Herausforderung in Bridge Constructor Stunts zu bewältigen. Jedoch wird neben einem Studium der Architektur auch noch das können der Stunt-Fahrer benötigt, um im neusten Ableger wirklich Land zu sehen. Eine Mischung des bekannten Brückenbaus mit den gewieften Geschicklichkeitseinlagen von Trials treibt den Schwierigkeitsgrad in die Höhe. Steigert sich dadurch auch der Spielspaß?

Wieder einmal heißt es herzlich willkommen, liebe Jung-Ingenieure. Das Fachwissen über Statik und gewiefte Brückenkonstruktionen ist gefragt, um die Herausforderungen der Kampagne von Bridge Constructor Stunts zu meistern. Die neueste Schöpfung vereint jedoch das bekannte Spielprinzip des Vorgängers mit der Möglichkeit, selber hinter dem Steuer der LKWs zu sitzen und mit viel Spaß und Schabernack das Ziel zu erreichen. Nicht immer ist es die schwarz-weiß karierte Fahne, die das Meistern der Herausforderung markiert. Im Laufe des Abenteuers müssen noch zahlreiche weitere Bedingungen ebenso gemeistert werden. Sammelt unterwegs Sterne oder Schrauben ein, vollführt bestimmte Stunts bzw. sammelt eine geforderte Anzahl an Punkte, welche die Highscore mimen.

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Spielte sich der Vorgänger schlichtweg passiv, da man nur an der Brückenkonstruktion feilen und die Stabilität dieser gewährleisten musste, steigert sich der Schwierigkeitsgrad in Bridge Constructor Stunts ungemein durch die aktive Teilnahme an der Fahrt durch den Level. Ihr setzt euch also hinter das Steuer, bedient das Gas- und Brems-Pedal und schaut genau darauf, mit wie viel Geschwindigkeit eine Rampe oder ein Hügel angepeilt wird. Im Gegensatz zum Vorgänger gilt es ähnlich der Trials Spiele diverse Rampen und Sprungschanzen zu bauen, um das Gefährt von A nach B zu bringen und dabei diverse Objekte einzusammeln oder Stunts zu vollführen. Ihr könnt zum Beispiel die weiten Sprünge mit Vorwärts- und Rückwärtssaltos garnieren, um mehr Punkte zu kassieren.

Die Level fangen jedoch recht gemächlich an. Das Spiel unterstützt noch jeden Schritt, damit man auch genau mitbekommt, wie der Hase läuft. So werden Brückenkonstruktionen teilweise noch vorgegeben, wie Hinweise für die rasante Fahrt gegeben. Dennoch ist es auch hier bereits ein wenig knifflig, das Bauvorhaben mit dem tatsächlichen abfahren der Konstruktion zu vereinen. Schnell wird es schwierig, die vielen Hürden zu meistern. An manchen Stellen darf man nicht bauen, ganz klassisch gilt es Brücken innerhalb des Budgets zu planen und zudem soll die Konstruktion letztendlich auch Sprünge und ähnliches aushalten – sprich stabil sein, wenn ein Laster darauf landet. Dass zusätzliche Bauten und explosive Fässer das Ganze noch kniffliger gestalten, macht die Lage nicht einfacher.

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Mit der Zeit bekommt ihr zudem, wie bereits im Vorgänger von Bridge Constructor Stunts, weitere Materialien bereitgestellt. Stahlseile können an Träger befestigt werden und lange Strecken überwinden. Stahl als Konstruktionsmaterial ist grundsätzlich teuer, hält dafür vieles aus. Der Clou bei Bridge Constructor Stunts liegt nicht darin, eine vollständige Brücke zu bauen, sondern einen Weg zu ebnen, der mit einem Fahrzeug genommen werden kann. So sorgen eben Sprünge dafür, dass weite Abgründe überwunden werden können und so manche Rampe lässt einen auch mit Salto rückwärts auf eine erhöhte Plattform springen. Die Entwickler haben sich durchaus einiges in den über vierzig Missionen einfallen lassen.

Während man anfänglich jedoch nahezu durch jeden Level rauscht, wird es gegen Ende hin dann sehr frustrierend. Wie auch schon beim Vorgänger werden die Konstruktionen immer kniffliger. Die Handhabe mit einem Controller im Baumodus ist zwar recht gelungen und jeder Griff nach kurzer Eingewöhnung nahezu Routine, doch gilt es unglaublich viel an der Statik zu feilen, damit die Fahrzeuge auch den gewünschten Weg nehmen können. Fährt man dann selber über die Konstruktion, reicht der geringste Fehler am Steuer schon für ein Scheitern aus. Stellt sich letztendlich did alles entscheidende Frage, ob es an der Geschwindigkeit und dem Fahrkönnen lag, oder ob die Konstruktion das Ergebnis nicht bringen kann. Etwas, was auf Dauer sehr frustrierend sein kann. Die Kombination aus Bauen und Geschicklichkeit beim Abfahren der Pisten ist komplex – so komplex, dass der Frust durchaus bei dem einen oder anderen überwiegen könnte.

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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

65 %

Bridge Constructor Stunts vereint das Prinzip seines Vorgängers, gewiefte Brücken zu bauen und zu testen, mit den herausfordernden Geschicklichkeitseinlagen eines Trials. Nach getaner Arbeit an der Konstruktion fährt der LKW nicht mehr automatisch von A nach B, sondern wird auch noch von euch direkt gesteuert. Fuß auf das Gaspedal und mit Karacho über die gebauten Schanzen, um tiefe Abgründe und unwegsames Terrain zu meistern. Hier zählt letztendlich Fingerspitzengefühl beim Vollführen der Stunts und und am Gaspedal. Die Kombination klingt gut, jedoch muss man beide Varianten mögen, um nicht frustriert den Controller in die Ecke zu pfeffern. Vor allem in späteren Abschnitten wird es schwierig festzustellen, ob es an Fahrkönnen mangelt oder die Konstruktion einfach nicht das ermöglicht, was für die Lösung der Aufgabe nötig ist. Leider geht dadurch der Spielspaß doch ein wenig flöten.

Pro

  • + Durchaus ein interessanter Mix aus Bau und Stuntspiel.
  • + Handhabe im Baumodus ist durchaus gelungen für eine Konsolenumsetzung.
  • + Akzeptabler Spielumfang, der aber schnell durchgeackert ist.
  • + Kniffliges Spiel wo der Bau die eigenen Möglichkeiten beim Fahren beeinflusst.

Kontra

  • - Letztendlich sorgt die Kombination für Frust, da man nicht genau erkennen kann, wo der Fehler liegt (Fahrverhalten oder Konstruktion).
  • - Viele der anfänglichen Level sind jedoch recht schnell erledigt.
  • - Simple und zweckmäßige Optik und Soundtrack.

Unsere Bewertung

Grafik
 
55 %
Sound
 
40 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
65 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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