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Bridge Constructor – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 3. September 2015 | 17:15 Uhr von Alexander Winkel

Bridge-Constructor-Screen

Das ist die Chance für alle Hobby-Brückenbauer: Nach iOS, PC und anderen Varianten vor allem für Smartphone/Tablet ist ein Release des Bride Constructors auf Microsofts Xbox One erfolgt. Knifflige Konstruktionen und durchaus gewiefte Herausforderungen liefern einen Knobelspaß für kurze Häppchen zwischendurch.

Herzlich willkommen auf der Insel Camatuga. Ein gar malerisches Eckchen auf Gottes Erde mit Sandstränden, rauen Gebirgshänge und ein paar recht belebten Städte. Ihr seid nun der Baumeister und Architekt für sämtliche Brücken von Camatuga, die nach einer Naturkatastrophe zerstört worden sind. Das Ziel ist so einfach wie auch simpel erläutert: Nutzt die gegebenen Baumaterialien von Holz, über Stahlbalken und Beton bis hin zu strammen Stahlseilen, um Abgründe, Flüsse und Gebirgstäler zu überwinden. Dazu begibt man sich in den Simulator und bastelt an ausgefeilten Brückenkonstruktionen. Ein Raster im Hintergrund hilft, die einzelnen Balken miteinander zu verbinden und eine passende Straße von A nach B zu bauen. Ausgangspunkt sind stets vorgegebene Szenarien, die mit einer festen Anzahl an Befestigungsmöglichkeiten daher kommen. Mal sind es Pfeiler, die aus dem Fluss ragen, mal nur die Enden der Brücke, so dass man gewiefte Gegengewichte konstruieren muss. Ab und an dürfen auch Betonpfeiler aus dem Boden gestampft werden.

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Der Clou am Bridge Constructor sind die die fixen Vorgaben. Das Material wird vorab bestimmt. Mal hantiert man nur mit Holz, später dann kommen die anderen Materialien mit ins Spiel. Diese haben aber ihren stolzen Preis und schmälern im Handumdrehen das vorhandene Budget, während das einfache aber weniger stabile Holz recht günstig zu haben ist. Das Budget muss man stets im Auge behalten, denn auch dieses ist stark limitiert. Was auf dem Papier und Reißbrett keine Kunst darstellt, wird in den 40 Hauptmissionen auf Dauer zur wahren Herausforderung. Das Geld reicht hinten und vorne nicht, um wirklich stabile Konstruktionen aufzustellen und man ist gezwungen, seine Brücken möglichst raffiniert aber mit wenig Mitteln zu errichten. Wir hatten zu Beginn die wildesten Konstruktionen doch bald lernt man gewisse Techniken zu schätzen und bekommt vor allem auch ein Gefühl für die Statik der Brücken. Das ist ganz wichtig, um auch die dicken LKWs und Trucks über die Brücke zu bringen.

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Der Editor lässt sich auch auf der Xbox One sehr gut bedienen, wobei eine gewisse Eingewöhnung dennoch von Nöten ist. Der Wechsel der Materialien ist mit zwei Handgriffen erledigt und die Balken, Straßen und Stahlträger sind schnell ausgelegt. Zwei Stufen eines Grid lassen auch feinere Abstimmungen in den Konstruktionen zu. Leider rastet der Cursor aber nicht immer exakt dort ein, wo man diesen zum Bau gerne hätte und muss daher ein wenig mit den Sticks herum experimentieren. Letztendlich gewöhnt man sich aber an das Manko und genießt alsbald den Knobelspaß. Sobald die Konstruktion steht, kann man PKWs, LKWs oder gar Trucks über die Brücke schicken. Anhand der Verfärbung der Materialien von grünlich in leuchtend rot ist schnell zu erkennen, wo die Bruchstellen sind und welche Bereiche der Konstruktion raffinierter und stabiler gebaut werden müssen. Denn das Ziel ist stets, die Fahrzeuge rüber auf die andere Seite zu bringen, ohne dass diese durch einen Bruch in der Konstruktion in die Tiefe stürzen.

Die ersten Brücken sich schnell gemeistert, doch es dauert nicht lange, bis Bridge Constructor das Können der Baumeister ordentlich auf die Probe stellt. Je nachdem wie geschickt man sich anstellt, ist man gut und gerne 8-10 Stunden für den ersten Durchlauf beschäftigt und muss anschließend alle Brücken auch noch sicher für einen extrem schweren Truck machen. Integriert in den Download ist zudem das Zusatzpaket SlopeMania, welches weitere 24 Herausforderungen offeriert. Diese Brücken müssen dann etwas schräger gebaut werden, um zum Beispiel Höhenunterschiede und ähnliches auszugleichen.

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Unser Fazit

75 %

Eines kann man dem Bridge Constructor durchaus attestieren: Eine gewisse Suchtgefahr besteht bei diesem Knobelspaß. Das liegt sicherlich an den leicht zu erlernenden Kernelementen, welche gekonnt durch Limitierung des Budgets und den Vorgaben der Baumaterialien recht anspruchsvoll kombiniert werden. Es macht durchaus Laune und sorgt für Kurzweil, hier und da mal eine Brücke zu konstruieren und darüber nachzudenken, wie die Statik denn aussehen muss, damit auch schwerere Fahrzeuge sicher auf der anderen Seite ankommen. Der Spielumfang ist für das schmale Geld zudem recht üppig und sorgt für viel Unterhaltungswert, auch wenn die Technik, vor allem die Optik wohl aufgrund der Herkunft des Spiels recht mager ausfällt. Wer aber schon immer mal Brücken bauen wollte, ist mit diesem Titel sehr gut bedient.

Pro

  • + Irgendwie steckt da doch ein wenig Suchtpotenzial in diesem Knobelspaß
  • + Einfach zu erlernen, dank Limitierungen aber knifflig zu meistern
  • + Insgesamt 40 Missionen, die nochmals mit erschwerten Bedienungen gemeistert werden wollen
  • + Das Addon SlopMania ist zudem mit 24 weiteren Herausforderungen vorhanden
  • + kurzweilig immer wieder unterhaltend

Kontra

  • - Die Handhabe des Cursors ist nicht immer optimal und auch die Menüs benötigen etwas Eingewöhnung
  • - Simple, zweckmäßige Optik deren Ursprung auf den Smartphones etc. nicht zu übersehen ist
  • - PS: Der Sound ist standardmäßig abgeschaltet! Den muss man erst im Hauptmenü einschalten!
  • - Manchmal klappt eine Brücke, beim zweiten Anlauf bricht sie. Die Physik ist nicht immer eindeutig.

Unsere Bewertung

Grafik
 
55 %
Sound
 
40 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
75 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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