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The Bunker – Test / Review

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Veröffentlicht 14. Februar 2017 | 17:22 Uhr von Fabrice

The-Bunker-Artwork

Vor mehreren Dekaden war es ein großes Ding, heute wird es kaum noch genutzt. Die Rede ist von Full Motion Video (oder kurz FMV). Darunter versteht man heute hauptsächlich noch echte aufgenommene Schauspieler, die Szenen spielen, mit welchen man in einem Spiel interagieren kann. FMVs wurden in der Regel in ein paar Point & Click- vorzugsweise aber in Abenteuer-Spielen oder als Zwischensequenzen verwendet und waren vor allem Mitte der 90er-Jahre recht verbreitet.

Im letzten Jahr ist mit The Bunker ein Adventure-Game erschienen, dass genau diesen Stil benutzt. Eine Mischung aus Spielfilm und Videogame, angesiedelt in einer Welt, die vor vielen Jahren von Atombomben verwüstet wurde. Wie sich ein Spiel wie The Bunker in der heutigen Zeit schlägt, haben wir auf der Xbox One herausgefunden.

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John ist der letzte Überlebende in einem Atombunker in England. Dort wurde er geboren und hat seit ganzes Leben verbracht. Seine Mutter war die letzte weitere Überlebende, bevor auch sie verstarb. Das einzige, was John noch am Leben hält, ist ein klar definierter Tagesablauf. Medikamente, Test auf Verstrahlung, eine genaue Menge an Nahrung. Eines Tages fängt ein Alarm an diesen Tagesablauf komplett auf den Kopf zu stellen. John muss, völlig auf sich allein gestellt, versuchen sich selbst und den Bunker der ihn schützt, zu retten.

Die größten Stärken von diesem Leben-in-einem-Bunker-Simulator liegen in der Story und der Präsentation. In die Haut von John zu schlüpfen und in diesem Bunker gefangen zu sein kann durchaus echte Gefühle auslösen. Es fühlt sich eng an. Beklemmend und einsam. Die ganze Ausstattung des Bunkers, eine Zeitkapsel aus den 80er-Jahren und die schauspielerischen Leistungen sind erstklassig. Allen voran Adam Brown als John, welcher die Rolle eines Jungens. der im Körper eines Erwachsenes eingesperrt ist, mit Bravour auf die virtuelle Leinwand bringt. Auch die restlichen Nebenfiguren verdienen ein Lob, denn sie tragen ebenfalls viel zur ganzen Atmosphäre bei.

bunker_screenshot_02

Leider kann das Gameplay überhaupt nicht mithalten. Alles was geboten wird, ist ein sehr simples Point & Click Adventure, welches niemanden fordern wird. Es müssen Schlüssel für Türen gefunden und ein paar Schalter gedrückt werden. Ansonsten bewegt man John einfach nur durch den verlassenen Bunker. Unterwegs kann man noch verschiedene Sammelobjekte einstecken, welche die Geschichte noch ein wenig ausführlicher erzählen können. Dies hat auch zur Folge, dass The Bunker keinen wirklichen Wiederspielwert hat. Hat man John einmal durch sein Abenteuer begleitet, hat man wirklich alles schon gesehen. Daran ändern auch zwei verschiedene Enden gar nichts. Mit einer Spielzeit von gerade einmal zwei Stunden ist der Umfang ebenfalls sehr eingeschränkt. Dies fällt besonders bei seinem regulären Preis auf, der bei 19,99 Euro bzw. CHF 19,00 liegt auf der Xbox One.

bunker_screenshot_03

 

Unser Fazit

66 %

Wer sich darüber im Klaren ist, auf was er sich mit The Bunker einlässt, wird eine geniale Zeit haben. Die schauspielerischen Leistungen, die Geschichte selber und die Ausstattung der Sets sind exzellent. Spielerisch ist es dafür eher mager. Es ist eine toller, interaktiver zweistündiger Film. Wer mehr involviert sein möchte oder für wen der Preis dafür zu hoch ist, der sollte sich entweder vom Spiel fernhalten oder auf eine Aktion warten. Denn für einen schmaleren Preis, sollte man sich The Bunker auf keinen Fall entgehen lassen!

Pro

  • + Spannende Geschichte
  • + Gute schauspielerische Darstellungen
  • + Sehr atmosphärisch

Kontra

  • - Nur knappe 2 Stunden lang
  • - Spielerisch langweilig
  • - Wiederspielwert gleich null

Unsere Bewertung

Grafik
 
00 %
Sound
 
82 %
Steuerung
 
74 %
Gameplay
 
41 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
68 %

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