Burger Time World Tour - Review/Test - insidegames

insidegames

Burger Time World Tour – Review/Test

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 7. März 2012 | 22:34 Uhr von Goreminister

Letzte Änderung 27. April 2015

burgertimeworld-150x150

Remakes zu alten Klassikern stehen hoch im Kurs und von Pac-Man über Time Pilot bis hin zu Bionic Commando haben wohl schon gefühlte 90% aller Spiele eine Runderneuerung verpasst bekommen. Doch was kommt, nachdem man die „großen Klassiker“ abgehakt und kosmetisch auf HD-Niveau angepasst hat? Richtig, man schnappt sich die B-Garde der Old School Spielchen, wie zum Beispiel DataEasts Burger Time. In diesem Falle dachten die Entwickler aus dem Hause MonkeyPaw Games, dass es eine hervorragende Idee wäre ein entsprechendes Arcade-Spiel zu schnitzen, um Chefkoch Peter Pepper erneut gigantische Burger formen zu lassen. Aber lohnt sich die „Weltreise“ durch Städte wie New York, Paris, oder Tokio oder investiert man die fälligen 800 Microsoft-Points, bzw. 10 Euro lieber in einen realen Burger bei einer Fastfoodkette seiner Wahl.

Aus simpel mach schlimm
Im Burger Time des Jahres 1982 musste der gute Chefkoch in der guten, alten 2D-Ansicht in verschiedenen Stockwerken über diverse, gigantisch große Burger Zutaten laufen, damit diese am unteren Bildschirmrand den fertigen Burger formen. Dabei wurde der arme Mann immer wieder von verrückten Pfefferstreuern oder anderen Küchengeräten verfolgt, die einem das Leben bei der Zubereitung schwer machten. Oftmals gestaltete sich das Ganze als einziger Geschicklichkeitstest, bei dem schnelle Reaktion und Denkvermögen gefördert wurden.

Burger Time – Original Gameplay (DataEast/1982):

In der Neuauflage hingegen bekommt der Burgerkoch ein paar Hilfestellungen. So gibt es nun diverse Power-Ups und die Möglichkeit zu springen, weswegen sich der Kampf in der Küche nicht ganz so schwierig gestaltet wie im Original. Lähmungspfeffer und Jetpacks erleichtern Peter das Leben und lassen Burger Time World Tour um einiges einfacher werden. Um die Sache etwas schwierig zu gestalten dachte man sich aber wohl, dass eine ungenaue Kollisionsabfrage von Nöten ist. Zudem besitzen einige Gegner eine Art unfreiwilligen „Tarnschild“, da bei der Farbgebung nicht darauf geachtet wurde, diese etwas besser vom Hintergrund abzuheben. Da das ganze Spektakel nun auch unbedingt dreidimensional gestaltet werden musste führt zu weiterer Frustration. Läuft man im, sich drehenden, Burgerkessel umher sieht man einige Gegner einfach zu spät um die Kurve kommen und latscht natürlich unweigerlich in diese hinein. Bämm! Das kleine Einmaleins der Videospiele wurde hier schlichtweg mit Füßen getreten oder steckt doch Absicht dahinter? Das wagen wir an dieser Stelle einfach mal zu bezweifeln.

Unterm Strich bietet Burger Time World Tour einen annehmbaren Umfang mit bis zu sieben Spielstunden. Ebenso bekommt man einen Multiplayer-Modus geboten, in dem bis zu vier Mitspieler an der Burgerbraterei teilnehmen können. Scheinbar gibt es aber derart wenige Käufer, so dass es schwer wird in eine Multiplayer-Session einzusteigen. Gesetzt den Fall man findet genügend Mitspieler, so kann man sich zu viert das Leben schwer machen und die Kontrahenten durch geschickte Manöver daran hindern, ihre Burger fertig zu basteln.

Burger Time World Tour – Remake Gameplay (MonkeyPaw Games/2011):

Grafisch lahm und musikalisch öde
Grafisch gibt sich Burger Time World Tour sichtlich bedeutungslos. Neben der schlechten Farbgebung kommt hinzu, dass man es mit ziemlich generischen Gegnern und Level zu tun bekommt. Zwar unterscheidet sich das Bild in den jeweiligen Städten leicht voneinander, doch wirkliche Abwechslung bekommt man nicht geboten. Da helfen auch die eingestreuten Bosskämpfe nicht, die es im Original übrigens gar nicht gab. Muss man denn auf Biegen und Brechen Bossfights in einem solchen Spiel unterbringen, um neu und „up-to-Date“ zu wirken? Nicht wirklich, oder?

Ebenso öde und fad ist die Musik, die genauso austauschbar klingt wie beinahe alles andere an diesem Spiel. Warum zum Teufel hat man sich nicht am guten 2D-Spielprinzip von einst orientiert und musste unbedingt „höher, schneller und weiter“ hinaus, nur um dann unsanft auf die Fresse zu fallen? Zu viele Änderungen und zu wenig Einfallsreichtum in Sachen Sound tun einem Remake selten gut.

Unser Fazit

35 %

Die belanglose Optik, eine ungenaue Kollisionsabfrage, zu viele Gimmiks und das neue 3D-Spielprinzip tun Burger Time World Tour gar nicht gut. Mit Burger Time World Tour beweisen die Entwickler nämlich eindrucksvoll, dass man nicht alles mit Hilfe von Power-Ups und 3D-Optiken erneuern und vor allem verbessern kann. Wer unbedingt in die Rolle des Burgerchefs schlüpfen möchte, der sollte sich das Original mittels Emulator zu Gemüte führen, denn wirklich glücklich wird man mit diesem Remake nicht. Burgerfans investieren die 10 fälligen Euronen also lieber beim King, wenn ihr wisst was wir meinen…

Pro

  • Ordentlicher Umfang

Kontra

  • Ungenaue Kollisionsabfrage
  • Bedeutungslose Grafik
  • Lahmer Sound
  • Unnötige Bossfights
  • Rotierendes 3D-Gameplay
  • Kaum Spieler im Multiplayer

Unsere Bewertung

Grafik
 
50 %
Sound
 
45 %
Steuerung
 
40 %
Gameplay
 
40 %
Multiplayer
 
45 %
Spielspaß
 
30 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • burger time original
  • burger time test
  • burger time world tour tropHaen
  • burger time world tour review
  • burgertime original sound
  • burgertime trophäe leitfaden
  • <>burger time world tour test
  • burgertime world tour review


- ANZEIGE -


*