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Call of Duty: Black Ops Declassified – Auf dem Prüfstand (Test / Review)

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Veröffentlicht 30. Dezember 2012 | 20:07 Uhr von Marcel

Call of Duty: Black Ops Declassified

Mit Call of Duty kommt die grösste Shooter-Franchise auf den mobilen Handheld. Die Entwicklung übernahm nicht etwa Treyarch oder Infinity Ward, nein, nein, wir haben es hier mit einem altbekannten Gesicht zu tun, dass die Spieler schon mit Resistance: Burning Skies beglückt hat. Zumindest kamen damals alle eingefleischten Platin Trophäen Sammler auf ihre Kosten. Die Rede ist hier von Nihilistic Software. Ob das ein ein gutes oder auch schlechtes Omen für den Titel ist? In unserem Testbericht erfahrt ihr mehr über Call of Duty: Black Ops Declassified. 

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Einmal Spiel ohne Story bitte!

Wie der Titel es schon ein wenig erahnen lässt, soll der erste Call of Duty PlayStation Vita Wurf an das erste Call of Duty: Black Ops auf der Konsole anknüpfen. Die Entwickler haben sich alle Mühe gegeben um keine 1:1 Umsetzung zu produzieren, was ihnen recht gelungen ist. So schlüpft der Spieler in die Rolles eines unbekannten Soldaten.

Im Einzelspieler-Modus hat der Spieler die Qual der Wahl zwischen drei verschiedenen Spiel-Modi. Die Operationen ist eine Art “Kampagne”, die auf drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gespielt werden können. Jede Operation wird von einer kurzen Zwischensequenz eingeleitet und danach heisst es in schlauchartigen Arealen das Ziel zu erfüllen, respektive lebend zu erreichen. Der niedrigste Schwierigkeitsgrad stellt keine besondere Herausforderung dar. Ihr könnt diverse Treffer lässig einstecken, während auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad schon 2-3 Volltreffer zum virtuellen Bildschirm-Tod führen. Das wird auf Dauer in Zusammenhang mit der hakeligen Steuerung und den fehlenden Checkpoints zum echten Spiessrutenlauf.

Die Missionen sind jeweils nicht sonderlich lang geraten und oftmals in wenigen Minuten erledigt. So verwundert es auch nicht weiter, dass der Kernpunkt auf dem Erreichen von Highscores und deren Vergleich mit Freunden basiert. Für jeden Abschluss gibt es wertvolle Erfahrungspunkte, mit denen ihr jedoch nichts wirklich machen könnt. Die tickende Uhr am unteren Bildschirm baut zusätzlichen Druck auf und motiviert, um eine Mission möglichst schnell abzuschliessen. Noch besser ist es natürlich, wenn die Zeit von einem Freund gleich mitunterboten wird und so ein regelrechtes Highscore-Rennen beginnt.

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Ein Leben auf Zeit

Neben den Operationen kann sich der Spieler im Modus Zeitattacke austoben. Eingefleischte Call of Duty Veteran kennen diesen Modus sicherlich. Ihr hetzt durch einen Parcour hindurch und schiesst auf alle feindliche Kartonfiguren, um eine neue Bestzeit aufzustellen. Wer auf Zivilsten schiesst, kriegt eine böse Zeitstrafe aufgebrummt. Die fünf spielbaren Levels unterscheiden sich leider kaum voneinander. Wer auf die drei Sterne aus ist, braucht ein wenig Routine und dann ist die Sache relativ schnell erledigt.

Dafür ist der dritte und letzte Modus, Feinde, entsprechend gelungen. Ihr seid in einem begrenzten Gebiet und es rücken immer stärker werdende Gegnerwellen an. Nach jeder erfolgreichen Runde erhält der Spieler eine Kiste, die eine neue Waffe oder ein Spezial-Gadget, wie zum Beispiel ein Geschützturm oder Mörserschlag, enthält. Die einzelnen Feinde bieten ein Verhalten, dass zwischen dumm und clever anzusiedeln ist, an. Manche suchen Schutz hinter einer Deckung, andere wiederum rennen ins offene Feuer. Der Feinde-Modus macht definitiv Spass und ist eine gelungene Erweiterung. Der viel gespielte Zombie-Modus fehlt in der mobilen Fassung leider vollständig.

Alle Spiel-Modi lassen sich gut unterwegs spielen, sofern ihr nicht gerade auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad unterwegs seid, denn da braucht es Ruhe und völlige Konzentration. Leider bietet der Singleplayer-Modus nicht sonderlich viel Langzeitmotivation und Spielpass. Bereits nach wenigen Stunden hat man die Schnauze voll, weil die Abwechslung viel zu kurz kommt. Wer auf die Platin-Trophäe aus ist, wird sicher länger an den Bildschirm gefesselt sein, weil die Missionen auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad kein Zuckerschlecken sind. So etwas Unfaires gab es schon lange nicht mehr. Die Gegner sind knallhart und treffen relativ präzise. Als wäre das noch nicht das höchste der Gefühle, spielt oftmals noch ein hässlicher Zeitdruck mit. Allerdings weckt das wiederum den Ehrgeiz!

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Technisch durchwachsen

Aus optischer Sicht macht Call of Duty: Black Ops Declassified einen soliden Eindruck. Das Spiel läuft stets stabil, die Texturen sind für einen Handhelden ganz okay. Die meisten Levels wirken oftmals einfach nur einfallslos und beliebig austauschbar. Ein wenig mehr Liebe zum Detail hätte dem Spiel sicherlich gut getan. Die Waffen-Geräusche sind allesamt stimmig und die Hintergrundmusik stammt aus der Konsolen-Fassung.

Die Touchscreen-Funktion, wie zum Beispiel das “Messern”, geht durch einen Druck auf den Bildschirm mehr schlecht als recht von der Hand. Nur ist das ein wenig gewöhnungsbedürftig, da der Spieler so für kurze Zeit handlungsunfähig ist und möglicherweise über den Haufen geballert werden kann. Es wäre viel einfacher gewesen, wenn man nur aufs hintere Touchpad drücken müsste. Auch das Granaten werfen ist nicht viel besser gelungen und gleicht einer Lotterie.

Der Multiplayer-Modus ist trotz zwei erschienen Patches nicht spielbar. Wie es andere Magazine geschafft haben, diesen Modus zu testen, müssen wir an dieser Stelle schlicht  – sagen wir – in Frage stellen!?

Unser Fazit

56 %

Call of Duty Black Ops: Declassified ist ein zweischneidiges Schwert. Für eine Handheld-Version ist es ein durchaus solider Shooter. Zwar bietet der Einzelspieler-Modus nur einen sehr geringen Umfang und wenig Abwechslung, dafür ist es eine richtige, kurzweilige Herausforderung die Platin-Trophäe freizuspielen. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad treffen die Feinde erstaunlich zielsicher und sorgen schon nach kurzer Zeit für grossen Unmut. In Zusammenhang mit fehlenden Checkpoints und den knallharten Schlauchlevels ist das ein nervenaufreibender Cocktail. Leider war und ist der Multiplayer-Modus noch immer unspielbar, obwohl in der Zwischenzeit zwei Patches veröffentlicht worden sind die je 400 MB schwer waren. Warum wir trotzdem noch Call of Duty Black Ops: Declassified spielen? Ehrlich gesagt keine Ahnung. Zum Vollpreis-Spiel ist der Titel eine vollständige Enttäuschung und unverschämt teuer. Wer noch ein wenig auf den Preiszerfall wartet, kann zu einem späteren Zeitpunkt einen ordentlichen Shooter für wenig Geld erstehen.

Pro

  • + kurzweilige Kampagne
  • + drei verschiedene Spielmodi
  • + cooler Feinde-Modus mit versch. Gegnerwellen

Kontra

  • - keine Checkpoints in den Operationen
  • - Zu kurze Kampagne ohne Story
  • - Schwierigkeitsgrad übertrieben und unausgewogen
  • - Multiplayer-Modus funktioniert nicht
  • - Touch-Steuerung etwas missraten

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
64 %
Gameplay
 
64 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
61 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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