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Call of Duty: Black Ops – Der XXL-Test!

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Veröffentlicht 30. November 2010 | 21:38 Uhr von Daniel

Letzte Änderung 3. Mai 2015

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Lange musstet ihr warten, hier ist er, unser Test zu Call of Duty: Black Ops!

Bei der Call of Duty-Serie scheiden sich in der Spielwelt die Geister. Die eine Gruppe steht voll und ganz hinter den Entwicklern und deren Publisher, während die anderen hinter der Ein-Jahres-Masche reine Geldabzockerei sehen. Außer Frage steht jedoch, dass Call of Duty immer für packende Inszenierung in der Kampagne und einen herraus ragenden Multiplayer steht. Ebenfalls ein Klischee der Serie war das Szenario des Zweiten Weltkrieges, welches ganze vier Spiele der insgesamt acht-teiligen Serie umfasste. Mit Teil vier verließ Infinity Ward vertraute Gewässer und begann die Moderne Kriegsführung. Auf diesen Teil lieferte man dann von Seiten Treyarchs einen erneuten, sogenannten WW2-Shooter ab, welche zwar inszenierungstechnisch hervorragend wie eh und je war, aber dennoch einen bitteren Nachgeschmack aufgrund des mehrfach verbrauchten Settings. Mit Teil sechs der Reihe spendierte uns Infinity Ward erneut eine Präsentation der Sonderklasse, welche aber größtenteils durch die maue Story wieder niedergemacht wurde. Nichts destotrotz hielt man an den Grundsteinen fest: Multiplayer und Inszenierung.
Nun steht der siebente Ableger in den Regalen des Händlers euren Vertrauens und hört auf den Namen Call of Duty: Black Ops. Was wurde uns versprochen? Das Übliche mit einer intensiveren Handlung und neuen Möglichkeiten im Mehrspielermodus sowie brandneue Spielmodis. Treyarch war diesmals am Shooter beteiligt und ob man sich erneut auf einen Kauf einlassen darf, oder vielleicht in eine Falle tappt, lest ihr in unserem Review zum vielleicht heißesten Blockbuster des Jahres.

Ich, ich, ich kriege diese Zahlen nicht mehr. Aus. Meinem Kopf!

Das Menü lässt es schon andeuten, dass es diesmals hart zur Sache geht. In ihm könnt ihr per rechten Analogstick, die verschiedenen Monitore, welche euch offenbart werden betrachten. In ihnen vernehmt ihr die einzelnen Spielmodi und könnt in diversen Optionsdisplays, den Bildschirm, etc. ganz nach euren Wünschen anpassen. Richtet ihr euren Blick nach unten, seht ihr auch die Beine des Hauptcharakters und dessen blutverschmierte und zerkratze Arme. Er ist sichtlich komplett am Ende und wurde an einen Stuhl gefesselt. Seltsame Stimmen in seinem Kopf sagen irgendetwas, dann ertönt die Stimme des Folterknechts, welcher euch immer und immer wieder Fragen stellt.
Ihr habt die Wahl zwischen der Kampagne, dem Multiplayer und dem Überlebensmodus oder auch einfach nur Zombie-Modus genannt.
Nun gehen wir aber genauer auf die Kampagne des Action-Shooters ein.
Ihr seid Alex Mason. Gefangengenommen von einer mysteriösen Person. Ihr erhaltet Stromschläge. Werdet mit Fragen wie mit Projektilen durchlöchert und weiter malträtiert. Ihr antwortet zügig, denn es soll aufhören. All das soll aufhören!
Direkt aus der Folterkammer schaltet ihr in eine Bar auf Kuba. Ihr seid in einem Gespräch um mit eurem Kollegen und Freund Woods und dem Barkeeper, der auch eurer Einheit. Gemeinsam habt ihr Pläne geschmiedet. Während den Schmiederein werdet ihr jedoch von der kubanischen Polizei unterbrochen. Sie verlangen, dass ihr euren Namen preisgebt. Woods gibt ein Zeichen und schon landet eine messerschafte Klinge in der Hand des aufständigen Gesetzteshüters. Mit einem raschen Pistolenzug, platziert ihr ein Geschoss aus eurer 9mm Handfeuerwaffe zwischen den Augen, einer der Wachen. Schneller als erwartet kommen auch schon sämtliche Polizeiwagen der Gegend angerollt um euch den Garaus zu machen.
Der Keeper wirft euch anstatt eines kühlen Drinks ein Sturmgewehr mit montiertem Granatwerfer zu. Los gehts auf die Straßen um Castro zu eliminieren.

Nach beinahe zu jeder einzelnen Mission springt ihr zurück in den Verhörsaal. Erneute Stromschläge und Fragen. Die Antworten erhält der Fremde von euch, in Flashbacks, die ihr spielen müsst.

Gewohnter Augenschmaus?

Nicht nur mit der Inszenierung und dem Multiplayer haben sich die kreativen Köpfe hinter der Marke Call of Duty einen Namen gemacht. Auch die allgemeine Grafik, sowie die Texturarbeit trugen einen Großteil dazu bei, wo Treyarch und Infinity Ward heute stehen. Doch hat man auch im Jüngstlingwerk eine so hervorragende Arbeit geleistet wie zuvor? Meine Meinung dazu ist teils ja und teils nein. Wo sich die Charaktermodelle verbessert haben, hat sich die Texturqualität erheblich gesenkt. Meistens (besonders auffällig in der Kampagne!) laden Hintergrund- sowie Waffentexturen erst nach wenigen Sekunden komplett. Hoffentlich bringt Treyarch alsbald einen Patch herraus, welcher diese Macken beseitigen wird. Dafür bekommt man Charaktermodelle sowie Animationen geboten, welche wie 1:1 von einer realen Person übernommen worden zu sein. Die Protagonisten blicken misstrauischen mit den Augen auf die eine Seite und auf die andere. Sie heben und senken die Waffen bei jedem Mucks. Es sieht einfach super aus. Im Mehrspielermodus sind diese Lader eher seltener und somit auch unauffälliger. Levelmäßig haltet man sich erneut bescheiden… Wie in einem Schlauch rennt ihr schon seit 2003 durch die Schlachtfelder des Krieges, und bis heute hat sich daran nichts verändert. Natürlich seit ihr nicht ganz an den vorgebenen Weg gebunden, dennoch kann das Spiel nicht verschweigen, dass die Kampagne eher auf eine klasse Präsentation und eine fesselnde Story setzt, als auf weitreichende Areale. Ob man das nun als negativ oder als positiv auffasst, bleibt jedem Spieler selbst überlassen, aber langsam wird es echt Zeit, dass die Call of Duty-Macher etwas neues liefern, sonst werden ihnen womöglich in ein paar Jahren die Spieler davon laufen.
Unterm Strich wird aber sehr viel geboten im Bereich Grafik. Soviel sei gesagt.

Packende Inszenierung gehört einfach zu jedem Call of Duty dazu

Gameplay-Neuerungen oder gewohnter Umfang?

Oft greifen Shooter auf die altbewährten Mehrspielermodi (Team-)Deathmatch, Capture the Flag, Suchen und Zerstören und anderen zurück, wobei oft auch gerne ein Begriff vorne angehängt wird um die Vielfalt nahe zu unzählbar erscheinen zu lassen, aber im Ganzen betrachtet sind alle Varianten der Online-Schlacht ziemlich ähnlich. Hat Treyarch auch hier einen frischen Wind in die Serie gebracht? Ja. Das stimmt. Die Modis sind diesmal abwechslungsreicher und sind von der Spielbarkeit besser als in den anderen Teilen der Shooter-Serie, welcher auf dem Thron des gesamten Genres der Ego-Shooter verweilt und so schnell wohl auch nicht wieder davon zu stürzen ist.
Sei es nur ein Modus in dem mit nur einem einzigen Pistolenschuss im Magazin auf einer riesigen Karte zerstreut sein Unwesen treiben darf. Erwischt ihr einen Gegner, erhaltet ihr Erfahrungspunkte sowie eine neue Kugel mit der ihr anderen vorraus seit. Benutzt sie aber mit Bedacht! Auch der Modus Stock und Stein ist eine spaßige Sache. Ihr setzt wie bei Eine im Lauf eure Call of Duty-Points. Entweder 30, 1000, oder 10000. In der Lobby habt ihr die Möglichkeit euren Einsatz zu verdoppeln, wenn andere Spieler das auch machen. Dann verdreifacht sich die Belohnung sogar! Viel Suchtpotenzial kann man da entwickeln, und leider auch Frostpotenzial, wenn man zu oft stirbt, und seinen Einsatz in Höhe von mehreren Tausend Punkten verliert. Oder man gedemütigt wird, und man alle seine Punkte verliert, und von Rang 1 in der Partie, auf Rang 6 zurückfallen kann.
Diese sogenannten Call of Duty-Points können in allerlei Equipment investiert werden, wie etwa eine Juggenaut-Panzerung, neue Granaten oder einfach nur in Schießeisen. Diese diversen Kategorien gilt es allerdings erst freizuspielen, ehe ihr daran denken könnt eure Punkte einzulösen. Dieses Währungssystem verpasst dem Spiel seinen eigenen Reiz und besonders auf die optischen Kleinigkeiten sollte man aufpassen. Habt ihr eine Juggernaut-Rüstung erworben, hat euer virtuelles Ich diese auch an, welche dann auch den Panzerungswert erheblich steigert und ihr damit resistenter gegen die verschiedensten Angriff seit.

The Zombies are coming, the Zombies are coming!

Wie bereits am Anfang des Testberichts erwähnt, können diesmal sogar deutsche Spieler und sämtliche andere Besitzer des geschnittenen USK-Version auf Zombiejagd gehen. In diesem Spielmodus geht ihr alleine oder mit bis zu drei Freunden on- oder offline in einer weitläufigen Map spazieren, in der allerlei Waffen mit Punkten freigekauft werden können. Das Prinzip ist simpel. Überleben!
Je mehr Spieler unterwegs sind umso mehr Untote wollen sich an eurem Fleisch ergötzen. Ihr dürft dies aber nicht zulassen und müsst euch mit Händen und Füßen wehren. Dabei können Barrikaden, welche von den Zombies zerstört wurden bei dem Versuch in das Gebäude zu gelanden, erneut aufgebaut oder einfach neue Wege eröffnet werden. Langatmig ist dieser Modus zu Beginn jedoch nicht, da man sich anfangs nur auf eine Karte beschränkte und zwei freizuspielen sind. Käufer der Hardened bzw. der Prestige Edition des Spiels haben es gut, da ihnen ein Code für vier aus Call of Duty: World at War bekanntgewordenen Karten beigelegt wurde. Dieser kann kostenlos heruntergeladen werden, sobald die 16-stellige Zahlen- und Buchstabenkombination eingetippt wurde.
Aber für Zwischendurch wenn man mal eine schlechte Phase im Multiplayer hatte oder im Singleplayer aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades festsitzt.

Und täglich grüßt die Zensurenschere…

Das deutsche Spieler immer wieder auf zensierte Ware zurückgreifen müssen, ist ja nicht erst seit gestern so. Schon seit Jahren werden hiesige Spieler von der BPjM und der USK eingeschränkt und bevormundet. Doch was genau hat man dieses Jahr wieder entschärft bzw. entfernt? In der USK gebrandmarkten Fassung wurde auch dieses Jahr das Blut um einiges heruntergeschreibt. Auch die Möglichkeit euren Kontrahenten mit entsprechendem Kaliber Arme und Beine abzutrennen wurde gestrichen. Der Multiplayer blieb von den Zesuren unangetastet, da er auch ohnehin ohne Blut- und Verstümmelungseffekten auskommen musste. Die Schnitte würden nicht wirklich stören, wenn sie optisch wären. Aber durch das ganze Szenenabmildern ging auch ein Charme der Atmosphäre flöten. Und was sind denn bitteschön Zombies ohne Arm oder Kopf… Pardon. Was ist ein Zombie denn schon MIT Kopf oder Arm. Ein Schnitt ist besonders unverständlich… Bei einer Bootsfahrt, würde im Hintergrund ‘Sympathy for the Devil’ von den Rolling Stones zu hören sein, in der deutschen Version hat man den Song einfach…Entfernt.

Auch die Version, welche österreichische Spieler serviert bekommen ist nicht ganz mit. Die verfassungsfeindliche Symbolik im Zombie-Modus, sowie in einer Mission in der Kampagne wurde entweder entfernt, oder wurden durch Eiserne Kreuze ersetzt. Es stört nicht wirklich, dennoch leidet die Atmosphäre ein bisschen darunter.

Geheimtipp!

Wenn ihr im Hauptmenü seit und schnell RT und LT drückt, befreit ihr euch aus dem Sessel. Geht dann zu dem sich hinter euch befindenen Computer und tippt DOA ein.
Damit schaltet ihr den Dead Ops Arcade Modus frei!
Was genau er ist, findet selber herraus, ich möchte euch nicht den Spaß verderben.


Unser Fazit

88 %

Ich denke man hat es sich schon seit Ankündigung von Call of Duty: Black Ops denken können. Es wird einschlagen wie eine Bombe. Und zwar wie eine große! Wieder einmal ein spannender und mitreißender Kampagnenmodus, ein verdammt großer Multiplayer mit weitläufigen und abwechslungsreichen Maps, sowie ein amüsanter Zombie-Modus als nette Beigabe. Leider leidet das Spiel auch an grafischen Kinderkrankheiten, welche wirklich nicht sein mussten. Immer wieder sehr spät ladende Texturen gibt es einmal an Wänden, dann an Fahnen oder einfach an der Waffe. Und auch die Schlauchlevels sollten nach zehn Jahren der Geschichte angehören, sind bei Call of Duty wie es scheint aber bis heute 'Pflicht'. Diese Macken werden aber von den unglaublich realistischen Gesichtsanimationen und den Animationen der Charaktere wieder wett gemacht. Wenn Treyarch da noch schnell einen Patch nachschiebt, haben wir das der zurzeit am besten aussehende Call of Duty. Und mit der Inszenierung des Einzelspielermodus und dem enormen Multiplayer haben wir alles was ein gutes Call of Duty auszeichnet, aber auch niedermacht. Für mich eines der Top-Spiele dieses Jahres, ohne Frage! Aber nächstes Jahr dann doch bitte mit weniger Schlauch und besserer Texturarbeit...

Pro

  • Atemberaubende Präsentation
  • fesselnde Kampagne
  • süchtigmachender Multiplayer
  • Zooo00mbiEsss!

Kontra

  • oft verwaschene Texturen...
  • Schlauchlevels én Masse

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
100 %
Spielspaß
 
80 %

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