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Call of Duty: Ghosts – Xbox 360 Test / Review

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Veröffentlicht 25. November 2013 | 16:47 Uhr von Mucho Sicko

Call-of-Duty-Ghosts

Die Singleplayer Kampagne von Call of Duty: Ghosts ist ein actiongeladenes Spektakel, bei dem man sich gerne das Popcorn nur so hineinschaufeln würde, hätte man nur nicht das lästige Gamepad in der Hand.

Nach dem zugegebener Maßen imposanten und auch Gänsehaut auslösendem Intro, das leicht an den Vorspann eines moderneren James Bond Films erinnert, und nach einem kurzen Ausflug zur elterlichen Scholle findet sich der Spieler im Weltraum schwebend. Man genießt die prachtvolle Aussicht auf Mutter Erde und eine Super-High Tech Weltraumstation. Wir sind also erst mal ein Astronaut und erledigen unsere Astronauten Aufgaben, bis plötzlich die mit nicht näher erklärten “Erdbeben kinetischen Raketen” bestückte Raumstation ODIN auf der wir arbeiten von südamerikanischen Terroristen-Astronauten überfallen und gekapert wird. .. ? .. !
Nach ein wenig herum schweben in der Schwerelosigkeit und wilden Feuergefechten rund um und in der ODIN Station, müssen wir mit ansehen, wie die Raketen, die eigentlich für den bösen Feind reserviert waren, nun leider Kurs auf die USA nehmen. Heldenhaft, wie wir sind, opfern wir die ODIN und auch unser Leben um die Station funktionsunfähig zu machen … Zu spät, die USA werden zum Großteil durch starke Erdbeben durchgeschüttelt und die Großstädte dem Erdboden gleich gemacht. Zum Glück hat Good Guy Amerika aber darauf verzichtet Nuklearwaffen im All zu stationieren, sonst hätte das Spiel ab dieser Stelle evtl. einen ganz anderen Verlauf genommen.

Call of Duty: Ghosts

 

Zwei Brüder und der Hund

Ab jetzt übernehmen wir die Kontrolle über Logan Walker, der zusammen mit seinem Bruder David (Hesh) in den Resten von San Diego auf der Flucht ist vor den einschlagenden Raketen.
Nach diesem furiosen Start geht es erst mal zurück in die Zukunft.
10 Jahre um genau zu sein. Die südamerikanische Föderation hat nach den Raketenangriffen damit begonnen, die  USA mit allem was sie hat anzugreifen. Noch halbwegs intakte  US-Truppenverbände können jedoch die Stellung halten. Die Walker Brüder gehören mittlerweile zu einer Einheit der US-Army unter Führung ihres Vaters Elias. Ab jetzt bleibt man, bis auf 2-3 Ausnahmen, bei Logan als Protagonisten, später schließen wir uns dann den berühmt-berüchtigten Ghosts an, einer geheimnisumwitterten Elite Spezialeinheit von Söldnern und lernen auch endlich “Riley” kennen.

The CoD Dog

Riley ist gleich nach der ersten Ankündigung von Ghosts zur Internetlegende gewordene “CoD Dog”. Was haben wir alle gelacht damals, wollten aber trotzdem sehen wie sich so ein Hund als “Teamkamerad” schlägt und ihn evtl. auch mal selber steuern. Was soll ich sagen, der Hund kommt nur sehr selten im Spiel zum Einsatz und man darf nur an zwei Stellen selber mal mit Riley durchs Gebüsch kreuchen und ein paar Gegner beißen. Die sterben in aller Regel schon beim ersten Biss, was ich als Hundebesitzer aber ziemlich unrealistisch finde. Wie dem auch sei,  eine richtige Beziehung kann man zu dem Hund nicht aufbauen, manchmal ist er da und manchmal eben nicht. Er stört zwar niemanden, aber seinem anfänglichen Hype wird er nicht gerecht…. Sitz!

Ab dieser Stelle macht man in Call of Duty: Ghosts das, was man auch in den anderen Call of Duty Spielen gemacht hat. Man rettet mit Waffengewalt die freie Welt. Wir schießen uns durch insgesamt 18 Missionen und dürfen hier und da mal wieder die Kontrolle über Fahrzeuge, wie einen Panzer und einen Hubschrauber übernehmen. Die Arcade-lastige Steuerung und das Herumballern mit den Bordgeschützen macht zwar richtig Laune, ist aber nur von recht kurzer Dauer. Auf etwaige “Skandal-Missionen” wie in den Vorgängertiteln hat man bei Ghosts verzichtet. Zumindest ist mir keine aufgefallen.

Call of Duty: Ghosts

 

Der Multiplayer

Kommen wir nun zum für viele Gamer interessanteren Teil, dem Multiplayer von Call of Duty: Ghosts.

Im Grunde genommen wurde der Multiplayer von Modern Warfare 3 übernommen und nur um ein paar Änderungen bereichert, so gibt es etliche neue Killstreaks die man für erspieltes Ingame-Geld in einer Art Shop erstehen kann, die Spielfigur lässt sich durch verschiedene freispielbare Outfits und Gesichter individualisieren. Im Zeichen der Geschlechter Gleichberechtigung darf man in Ghosts nun auch eine Frau verkörpern. Den beliebten Spielmodus “Suchen und Zerstören” gibt es jetzt als abgeänderte Version “Suchen und Retten” bei dem man nicht wie zuvor bei einem Kill aus der Runde fliegt sondern durch einen Teamkameraden wieder zurück auf die Map geholt werden kann, wenn er das liegengebliebene Dog-Tag des Gefallenen aufsammelt.  Auch neu ist der Modus “Aufgeputscht” bei dem nach einem Abschuss ein 30 Sekunden Timer einsetzt, während dieses Countdowns bewegt man sich schneller durch das Kampfgeschehen, man ist quasi “Aufgeputscht”. Tötet man vor Ablauf der 30 Sekunden weitere Gegner, läuft der Timer weiter und Killstreaks  werden freigegeben. Geht der Countdown auf null, …. dann explodiert man, logisch oder?

Streaks & Perks

Killstreaks sind die Abschussbelohnungen die ja auch aus den Vorgängern von Ghosts bekannt sein dürften; schafft man drei Abschüsse hintereinander schaltet man das sog. SAT-COM frei, ein Radarsystem, das die gegnerischen Bewegungen im HUD sichtbar macht. Je mehr SAT.COM‘s auf der Map verteilt werden, desto zuverlässiger arbeitet das System. Bei fünf Abschüssen begleitet euch für kurze Zeit der aus dem Singleplayer bekannte Hund Riley, er warnt euch vor nahenden Gegnern und beißt auch schon mal tüchtig zu. Für den neunten Treffer werdet ihr zum Juggernaut und könnt blitzschnell mit dem Messer angreifen, für Abschuss Nr. 10 wird  eine lasergesteuerte MAAW-Rakete freigegeben. Und, und, und…
Die Perks, die es Euch erlauben eine gewisse Zahl von Punkten auf euren Soldaten zu verteilen um euch z.B. schneller ziehen, schneller rennen lassen oder eure Waffe resp. Rüstung zu verstärken sind größtenteils aus Modern Warfare 3 übernommen worden.

Call of Duty: Ghosts

 

Die Maps

Die Maps von Call of Duty: Ghosts zeigen euch das aus vielen Shootern gewohnte Bild, verfallene Innenstadtbereiche, ein Wüstenszenario, einen Militärkomplex im Schnee usw.. Aufgefallen ist uns sofort, dass manche Maps ziemlich groß geraten sind und man einiges an Lauferei auf sich nehmen muss, um mal einen Gegner vor das Visier zu bekommen. Dies ist zum Beispiel auf der Karte “Stone Haven” der Fall, einer recht riesig ausgefallenen Map im Look einer verfallenen Burgruine im pittoresken Schottland-Ambiente,  zugegeben, sehr schön anzusehen aber bei Matches 6 vs. 6 einfach viel zu groß. Die angekündigten “Zufallsevents” wie Erdbeben oder Fluten usw. sind gar nicht so zufällig, sie können ausgelöst werden wenn man z.B. eine 25er Trefferserie erlangt. Gesehen haben wir beim Test nicht so viele von derlei Ereignissen aber es soll sie geben. Von einer zerstörbaren Umgebung war auch nicht so viel zu sehen, der Spieler kann mal hier eine Tankstelle hochjagen oder durch einen umgeschossenen Baum einen neuen Weg freimachen, richtig nützlich oder besonders cool sind diese Features aber nicht und eher als eine Art nett gemeinter Gag anzusehen. Soweit macht der Multiplayer wieder nichts falsch, bahnbrechende Neuerungen sind aber nicht zu erkennen.

Der Squad Modus und die Aliens

Eine wirkliche Neuerung gegenüber den älteren Call of Duty Teile ist aber der “Squad-Mode”. Hier könnt Ihr Euch einen Trupp zusammenstellen aus KI-Kumpeln oder echten Menschen, die dann gegen die Trupps anderer Spieler in zahlreichen Missionen gegeneinander antreten. Die KI stellt sich dabei gar nicht so dumm an, kann aber einen echten Mit- oder Gegenspieler nicht ersetzen.
Mit dem “Extinction” Modus bekommt man einen, vom eigentlichen Multiplayer losgelösten Koop Fun-Shooter an die Hand bei dem man nicht mehr den Zombies Einhalt gebieten muss, sondern fiesen Aliens in einer Art “Horde-Modus” den Garaus macht. Extinction ist eine launige Abwechslung zum harten Soldatenalltag, an die Zombiehatz eines Black Ops reicht es aber nicht heran.

Unser Fazit

80 %

Remember remember, es ist wieder November... Der alljährliche Call of Duty Aufguss macht nicht viel falsch, erfindet das Shooter-Rad, wie zu erwarten war aber auch nicht neu. Die angekündigten Neuerungen entpuppten sich als marginales Beiwerk oder als mehr oder weniger nützliche Gadgets. Der Hund ist leider kein echtes Teammitglied geworden und die Multiplayermaps, sind auch ein kleines Bisschen weniger interaktiv als erwartet. Ghosts ist ein kurzweiliges Abenteuer, ein Trip mit viel Pathos, Explosionen und einer recht wackeligen Hintergrundstory. Ganz genau wie ein richtig guter Action Film, mehr nicht .... aber ganz bestimmt auch nicht weniger. Call of Duty: Ghosts macht Spaß und das ist doch die Hauptsache bei einem Game.

Pro

  • + abwechslungsreiche Schauplätze und Multiplayer Maps
  • + Fahrzeug-Passagen und Welraumeinlagen im Singleplayer
  • + gute Sound-Untermalung
  • + zahlreiche Perks & Streaks
  • + Individualisierung der Spielfigur (Multi)
  • + zuschaltbare Bots
  • + motivierendes Rang- & Levelsystem

Kontra

  • - dünne, zuweilen B-Movie Story
  • - Schlauch-Levels
  • - Der Hund; kann nicht viel, sieht aber nett aus
  • - Multiplayer-Karten sind weniger interaktiv als angekündigt
  • - Perks sind teilweise schlecht ausbalanciert
  • - es stirbt sich viel zu schnell im Multiplayer
  • - teilweise sehr große Karten mit zuwenigen Mitspielern

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
75 %

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