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Cars 3: Driven to Win – Test / Review

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Veröffentlicht 26. Oktober 2017 | 18:08 Uhr von Alexander Winkel

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Zuletzt raste Lighning McQueen 2011 über die Pisten und rettete in einem actionreichen Spektakel die Welt. Sechs Jahre danach gehört der ehemalige Rennwagen fast schon zum alten Eisen und wird entsprechend von der modernen Konkurrenz auch fertig gemacht. Doch aufgeben kann der rote Flitzer nicht und möchte in Cars 3: Driven to Win nochmals beweisen, dass er noch lange nicht auf den Schrottplatz gehört. 

Bereits zum dritten Mal schicken Disney und Pixar den roten Flitzer Lighning McQueen auf die Kinoleinwand und begeistern mit flotten Sprüchen und wilden Rennen jung und alt. Selten genug in der heutigen Zeit, beschert uns Avalanche Software eine passende Filmumsetzung für die gängigen Videospiel-Konsolen (inklusive der letzten Generation mit Xbox 360 und PlayStation 3). Dort begebt ihr euch hinter das Steuer des Helden, seiner Freunde, aber auch den ärgsten Kontrahenten im Showbusiness und lasst alsdann ordentlich die Reifen qualmen.

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Der Entwickler war bereits vor sechs Jahren für die Kinoumsetzung von Cars 2 zuständig. Von daher ist die frappierende Ähnlichkeit zum Vorgänger nur kaum verwunderlich. Zu Beginn wird wild mit dem Gaspedal gespielt, um einen Superstart hinzulegen, auf den unterschiedlichen Pisten rund um Radiator Springs wird mit Stunts, Drifts und wilden Fahrten rückwärts wie auch auf zwei Rädern der Turbo geladen und wenn die Konkurrenz nicht hören will, muss sie Dank der Rammattacke einfach mal fühlen lernen. Spielmechaniken, die nahezu identisch aus dem Vorgänger übernommen wurden, wie auch die eine oder andere klassische Strecke. Manch einer wird sich an die gefährliche Piste auf dem Flughafenfeld erinnern, wo landende Flugzeuge ein zusätzliches Problem darstellen. Somit fühlt sich Cars 3: Driven to Win sehr vertraut an, auch das Handling am Steuer und das Fahrverhalten der Boliden hat sich nur kaum verändert.

Eingangs präsentiert ein Interview zwischen Lightning McQueen und Chick Hicks die grundlegende Hintergrundgeschichte zu Cars 3: Driven to Win, welche letztendlich im Spiel aber nicht weiter verfolgt wird. Ihr betretet über ein schlichtes Menü die Pisten, versucht erfolgreich den Abschluss zu finden und schaltet so weitere Events und neue Spielmodi frei. Anfänglich stehen nur Rennen zur Verfügung, schnell fügen sich Kampfrennen, die Stunt-Show, der K.O. Wettkampf, Zeitrennen und Meister-Events hinzu und bereichern damit die Vielfalt an Modi. Vor allem die kämpferischen Events sorgen mit viel Action und zusätzlicher Power-Ups für einen explosiven Spielinhalt und auch die Stunts fordern den Spieler auf völlig andere Weise. Hier müsst ihr Sprungschanzen finden und diese optimal nutzen, um anschließend mit Saltos und Rollen in der Luft ordentlich zu punkten.

Leider wird die komplette Karriere eher schlicht präsentiert und anspruchsvolle Spieler merken recht schnell, dass es letztendlich ein stures Abarbeiten aufeinander folgender Events ohne spektakulärer Ereignisse ist. Der Spielumfang ist jedoch nicht gering ausgefallen. Ihr werdet so einige Stunden damit verbringen, sämtliche Siege einzufahren. Darüber hinaus sorgt die Ruhmeshalle mit über 130 Herausforderungen für zahllose weitere Anforderungen, die parallel in den Rennen gemeistert werden müssen. Holt diesen oder jenen Sieg, vollführt diesen oder jenen Stunt und fahrt eine gewisse Zeit im Drift, auf zwei Rädern oder rückwärts – um nur wenige Beispiele zu nennen. Es ist also viel zu tun, um in Radiator Springs wieder alle Auszeichnungen zu erhalten.

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Kommentatoren tuen dabei ihr Bestes, um die jeweiligen Rennen und Ereignisse entsprechend nach Abschluss Revue passieren zu lassen und sorgen durchaus für witzige Momente. Auch die insgesamt über zwanzig Autos sorgen mit ihren typischen Kommentaren und Sprüchen für Unterhaltung. Beides jedoch auf längere Spieldauer besehen, sich oftmals wiederholend. Immerhin sorgen Turniere (auch selbst erstellte) und die Möglichkeit, den Titel wieder zu viert vor dem heimischen TV spielen zu können, für eine familientaugliche Unterhaltung. Vor allem jüngere Spieler kommen dabei auf ihre Kosten, da Cars 3: Driven to Win einen eher gemäßigten Schwierigkeitsgrad aufzuweisen hat.

Die jeweiligen Strecken fallen vor allem optisch, aber durchaus auch spielerisch sehr abwechslungsreich aus und bieten oft zahllose Wege, um das Ziel zu erreichen. Wer die Augen offen hält, findet abseits der offensichtlichen Piste grandiose Möglichkeiten, abzukürzen. Da die Konkurrenz keinesfalls vor einer Schummelei zurückschreckt, gilt es einfach deren Reifenspuren zu folgen. Wirklich anspruchsvoll sind die knapp über zwanzig Strecken jedoch nicht und schnell merkt man, dass selbst gekonntes Kurvenfahren nur selten wirklich einen Vorteil bringt. Dank starkem Gummiband-Effekt bleibt das Rennen stets spannend, da man selten alleine Voraus fahren kann. Gurkt man dagegen auf den hinteren Plätzen herum, bremsen die Mitfahrer und sorgen dafür, dass man in Nullkommanichts auch wieder auf einer Spitzenposition landet.

Anfangs fühlen sich die verschiedenen Flitzer ja doch sehr schwammig an. Vor allem Driften will gelernt sein, da die Schnauze meist zu stark einlenkt und Kurven damit zu eng geschnitten werden. Daher gilt es die Balance zwischen Gegensteuern und „um die Kurve fahren“ zu finden. Wirklich schade auch, dass sämtliche Fahrzeuge sich eigentlich gleich anfühlen. Egal ob ihr nun mit dem betagten Lightning McQueen, dem rostigen Abschleppwagen Hook, dem Schulbus oder den modernen Rennflitzern unterwegs seid, jeder hat gleiche Chancen auf den Sieg. Im Gegensatz zu Cars 2 besitzen diese auch keinerlei unterschiedliche Eigenschaften mehr, ihr könnt sie dafür aber mit neuen Stickern und anderen Effekten ausstatten und somit ein wenig individualisieren.

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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

68 %

Die Filmumsetzung Cars 3: Driven to Win ist eine absolut grundsolide Umsetzung geworden, die spielerisch keinen Makel hat und auch technisch außerordentlich gut funktioniert. Optisch mag der Titel etwas altbacken aussehen, liegt aber sicherlich auch an der gleichzeitigen Entwicklung für die letzte Konsolengeneration. Der Spielumfang ist sehr gut und der Titel bietet auch viele unterschiedliche Modi. Trotz allem will sich die Abwechslung nicht wirklich einstellen. Insgesamt richtet sich der Titel jedoch an jüngere Spieler und Cars-Fans, denen es eher um die Lizenz geht und die auch nicht so anspruchsvoll bezüglich dem Gameplay sind. Wirklich schwer sind die Rennen nicht und dank des Gummiband-Effekts kommt es auch nicht unbedingt auf Können an, um einen Sieg zu erringen. Letztendlich ist Cars 3: Driven to Win kein wirklich grandioser Fun-Racer, aber eben auch keine wirklich schlechte Umsetzung und reiht sich daher eher mittig ein.

Pro

  • + Über 20 Fahrzeuge und Pisten fangen das Cars Flair ein
  • + Sehr hoher Spielumfang mit zahlreichen unterschiedlichen Events
  • + Zusätzliche Herausforderungen die parallel zu meistern sind
  • + Witzige Kommentatoren und Sprüche der Fahrer

Kontra

  • - Karriere wird schlicht präsentiert und ist nicht sonderlich motivierend
  • - Alle Fahrzeuge fühlen sich nahezu identisch an, die haben keine unterschiedliche Eigenschaften mehr
  • - Nicht sonderlich anspruchsvoll und auch nicht mit Können zu meistern (Thema Gummiband)
  • - Trotz unterschiedlicher Modi und Pisten will nur bedingt Abwechslung aufkommen
  • - Kommentare wiederholen sich leider recht schnell

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
69 %
Spielspaß
 
67 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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