Castlevania: Lords of Shadow 2 - Test / Review - insidegames

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Castlevania: Lords of Shadow 2 – Test / Review

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Veröffentlicht 25. Februar 2014 | 0:00 Uhr von Erzgebirgskind

Letzte Änderung 3. März 2014

Castlevania-Lords-of-Shadow-2-Screenshot

Ganze dreieinhalb Jahre ist es her, dass Castlevania Lords of Shadow erschien und sich in die Herzen einer großen und beständigen Fangemeinde spielte. Die tragische Geschichte um den Belmont-Clan überzeugte und auch die restlichen Zutaten für eine große Portion Abenteueraction rundeten ein gelungenes Comeback der Castlevania Reihe ab. So verwundert es nicht dass der soeben erschienene Nachfolger Castlevania Lords of Shadows II sehnsüchtig erwartet wird und viele Spieler sich eines der Highlights für das Frühjahr 2014 erhoffen. Ob sich der Umstieg auf eine blutreichere Kost für die nächste Zeit lohnt erfahrt ihr in unserem Test. 

Vom Leben, dem Tod und dem Bösen

Die Geschichte von Castlevania LoS II schließt nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Die Gehilfen des Satans sind bereits munter am Werk, um ihren Herrn und Meister zurück in diese Welt zu holen, was den Vampirjäger Zobek veranlasst Dracula alias Gabriel Belmont zu finden und aufzuwecken. Nämlich nur der dunkle Fürst selbst ist in der Lage den Satan zu besiegen, und stellt sich Dracula dieser Aufgabe so verspricht ihm Zobek im Gegenzug dafür einen richtigen ewigwährenden Tod. Diese Aussicht erscheint Dracula erstrebenswert genug sich auf diesen Deal einzulassen und es beginnt die Suche nach den Dienern Satans um diesen mal so gehörig die Suppe zu versalzen.

Dracula, durch die jahrhundertelang währende Ruhe stark geschwächt und mit wenig Leben und ohne nennenswerte große Fähigkeiten und Zauber ausgestattet, muss sich zuerst um sich selbst kümmern damit der in Aussicht stehende Megafight gegen Satan kein Reinfall wird. Der Fürst der Finsternis findet sich zu Beginn in einer ultramodernen Stadt wieder, welche auf den Resten seiner alten Burg gebaut wurde. Überraschenderweise erhält er Hilfe von seinem jungen Sohn Trevor, der es ihm ermöglicht mit Hilfe eines Amuletts zwischen den beiden Zeitebenen (die der modernen Stadt und die der alten Burg) zu reisen. Trevor ist allerdings nicht wirklich erfreut sondern sogar ausgesprochen sauer auf Dracula, weil dieser beruflich bedingt als dunkler Herrscher seinen erziehungspädagogischen Pflichten wenig bis gar nicht nachgekommen ist. Spontan entdeckt Gabriel seinen Familiensinn wieder und versucht Trevor von seinen elterlichen Qualitäten zu überzeugen. Und weil er schon mal dabei ist kümmert er sich auch gleich um die Rettung seiner Frau Marie, sonst wäre ja auch die Familie nicht wirklich komplett.

Und so versucht Dracula seine Ausrüstung und seine Fähigkeiten wiederzuerlangen, arbeitet gleichzeitig als liebevoller Familienvater an einer Rettung und Réunion seiner Familie im Burgbereich während er als in Szene gesetzter knallharter Anti-Held an der mindestens genauso komplexen Rettung der Welt zusammen mit Zobek teilnimmt und Jagd im modernen Stadtbereich auf die Diener Satans macht.

Castlevania: Lords of Shadow 2

 

Der Weg zu Satan ist weit und verwirrend

Das hört sich ziemlich inkompatibel an? Ist es auch. Nach einer Tutorial- und Einführungssektion nimmt eine holprige Story Fahrt auf. Außer der Tatsache, dass man das dunkle Gefühl nicht los wird viele der handlungsbezogenen Ideen schon mal irgendwo gesehen zu haben, entwickelt die Geschichte auch immer weitere seltsame Facetten. Schnelle und actionreichere Passagen mit kurz hintereinander folgenden Bossen wechseln sich ab mit öden Erkundungsbereichen, in denen man stupide sein Umgebungsinventar zerschlägt um wenigstens so an Erfahrungspunkte zu kommen. Ist jemand ohne Vorkenntnisse zu Castlevania zumindest noch am Anfang stark gefordert alle neu gewonnenen Informationen zum Gameplay erfolgreich umzusetzen, um in der Story voranzukommen, so ist auch dieser Effekt nach einiger Zeit schlicht und ergreifend abgenutzt. Hat man einmal verstanden wie die Spielmechanik tickt sind die Lösungen der Rätsel genauso offensichtlich wie die deutlich gekennzeichneten Wegverläufe. Das Ganze kippt zu guter Letzt auch noch etwas in Richtung Unfairness, wenn offensichtliche Rätsellösungen nur durch extremst gutes Timing umgesetzt werden können.

Es holpert und ruckelt auf dem Weg zu Satan, so dass man sich nach geraumer Zeit wünscht möglichst schnell eine Abkürzung zu finden. Unterbrochen wird der Spielverlauf auch immer wieder – und für manchen Geschmack zu häufigen – geskripteten Szenen. Eigentlich will man schnell noch mal da um die Ecke schauen, löst aber unabsichtlich einen Trigger aus und ist schon wieder wo ganz anders. Ein plötzlich auftretendes und stupides Minispiel und auch das Einzige im ganzen Spiel sorgt eher für Erstaunen als für Abwechslung. All das wirkt bruchstückhaft ohne großen erzähltechnischen Zusammenhalt zwischen den einzelnen Spielelementen.

Zwar kann man jederzeit wieder in die bereits absolvierte Gebiete zurück, um mit neu erworbenen Fähigkeiten übrig gebliebene Rätsel zu lösen, jedoch schränkt das Spiel im Vorwärtsverlauf den Spieler sehr arg in seinen Entscheidungen und der Vorgehensweise ein. Man meint fast so etwas wie Angst zu verspüren, dass wichtige Story- oder Spielinhalte verpasst werden und dadurch ein gewisses spielerisches Missfallen auftreten könnte. Dabei wirkt das ganze Spiel zusammenhangslos, und sollte die Idee dahinter sein einen zerrissenen Helden zwischen Familiensinn und seiner dunklen Seite zu zeigen so ist das gründlich danebengegangen. Zwar ist die grundsätzliche Idee und deren Umsetzung einer Zwei-Welten-Ebene sehr gut, jedoch ist das Potential für den Einbau von attraktiveren Rätseln und Storywendungen fast komplett verschenkt worden.

Castlevania: Lords of Shadow 2

 

Let’s get ready to rumble

Das Kampfsystem von LoS II ist: Schnell, schneller, am schnellsten. Und das macht Spaß. Neben der standardmäßigen Blutpeitsche stehen auch noch das Schwert der Leere sowie die Chaoskrallen als Hauptwaffen zu Verfügung. Jeder der Waffen verfügt über zwei Standardangriffe und über einer großen Anzahl Fähigkeiten die gegen Erfahrungspunkte freigeschalten werden können. Auch sehr schön ist, dass man Fähigkeiten durch häufige Benutzung beherrschen also sozusagen noch mal aufleveln kann. Hinzu kommen einige Fähigkeiten als Zweitwaffe und Relikte die man im Kampf ebenfalls entsprechend nutzen kann. So entsteht eine fast unendliche Möglichkeit an Kombinationen die unter Garantie keine Langeweile aufkommen lassen. Gerade bei den Bosskämpfen ist das auch dringend notwendig, sonst droht schnell Klopfe und K.O. Auch das obligatorische Blocken sollte man oft genug einsetzen denn die Kontermöglichkeiten sind nicht zu verachten und sorgen des Öfteren für ein hämisches Rachegrinsen im Gesicht. Quick Time Events sind im Übrigen im Spiel zwar vorhanden, können aber ausgeschaltet werden, wenn man so überhaupt keine Lust auf Buttonsmashing hat. Etwas vermisst wurde die Möglichkeit einzelne Gegner bei Bedarf anzuvisieren, das ist aber eher spielstilabhängig und gibt nicht grundlegend Anlass zur Kritik.

castlevania-lords-of-shadow-2-screenshot-01

 

Die Macht der Bilder

Die uninspirierte Geschichte und Inhalt von LoS II ist umso mehr schade, da gerade das komplette Spielsetting so richtig gut geworden ist. Castlevania ist sicher keine Grafikbombe aber sorgt zu jedem Zeitpunkt mit seinem schaurig schönen und düsteren Vampirsetup für die richtige Atmosphäre im Spiel. Der Stil ist durchaus gelungen genauso wie die Hintergrundmusik. Diese ist da wenn sie da sein sollte und trägt genauso ihren Teil zur Spielstimmung bei. Einzig und allein bei den Kämpfen ist das Timing schlecht: Die Kampfmusik hört nicht auf wenn der letzte Gegner besiegt ist sondern erst einige Sekunden später was öfters dazu führt dass man sich auf die Suche nach Gegnern begibt aber keine mehr findet.

Unser Fazit

76 %

Castlevania Lords of Shadows 2 leidet am Fluch eines Sequels. Der Anspruch einen würdigen oder gar besseren Nachfolger zu produzieren scheitert an der Tatsache, dass ein Mix von bereits bekannten Zutaten keine Garantie dafür ist. LoS II macht hierbei nicht alles richtig aber auch nicht alles verkehrt. Heraus kommt dabei ein Spiel, welches inhaltlich nicht überzeugt, aber das durch actionreiche Kämpfe teilweise wieder wettmacht. Es ist zu keinem Zeitpunkt zu erkennen wo das Spiel den Spieler gefühlsmäßig abholen will. Fans der Serie wird dies sicherlich nicht vom Kauf abhalten und soll es auch nicht. Durch New Game+ sowie den wieder vorhandenen Herausforderungsmodus ist auch ein gewisser Wiederspielwert vorhanden. Ob dieses Spiel Erstkäufer überzeugt sich auch den Vorgänger zuzulegen ist mehr als fraglich.

Pro

  • + Fettes Grafiksetting
  • + Schöner Hintergrundsound
  • + QTE Events abstellbar
  • + News Game+
  • + Gutes und actionreiches Kampfsystem

Kontra

  • - Holprige Story
  • - Wenig Spielfreiheiten
  • - Teilweise anspruchsloses Gameplay

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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Jung gebliebenes Spielekind, zockt meist alles was bis Drei! nicht aus der Konsole springt. Im wahren Leben als Jacqueline Track unterwegs ....

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