Charlie Murder - Xbox Live Arcade Test / Review - insidegames

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Charlie Murder – Xbox Live Arcade Test / Review

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Veröffentlicht 17. August 2013 | 9:48 Uhr von Fabrice

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Nach dem tiefgründigen Brothers – A Tale of Two Sons in der letzten Woche, geht der Summer of Arcade diese Woche in eine komplett andere Richtung. Diese Woche erwartet uns mit Charlie Murder das neue Spiel aus den SkaStudios, welche bereits die grossartigen The Dishwasher: Dead Samurai und dessen Nachfolger Vampire Smile auf Xbox Live Arcade veröffentlicht haben.

Charlie Murder ist ein 2D Action-Rollenspiel für bis zu vier Spieler. Nicht nur visuell ist es anders als viele andere Spiele, ganz allgemein folgt der Titel dem Geist des Punk Rocks. Reicht das für einen verdienten Platz im Summer of Arcade 2013? Wir haben es für euch versucht heraus zu finden!

Die Rache des Verstossenen

Das man seine Bandmitglieder nicht verärgern sollte, lernt Charlie, Sänger der Band Charlie Murder, auf die richtig harte Tour. Nachdem er ein ehemaliges Mitglied einfach sitzen gelassen hat, ist Charlie Murder erst so richtig durchgestartet. Statt seinem eigenen Weg zu folgen, hat das den ausgestossenen Paul erst so richtig angepisst. Er ist sogar so angepisst, das er zum dunklen Lord Mortimer wird und gleich die Apokalypse herauf beschwört. Zum Glück können die Mitglieder von Charlie Murder nicht nur mit ihren Instrumenten umgehen, sondern auch kräftig Schläge austeilen.

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Charlie Murder ist äusserlich ein ziemlich gewöhnlicher 2D Brawler. Mit bis zu drei Mitspielern, on- oder offline, kämpft man gegen jede Menge Gegner. Dabei greift man auf leichte und schwere Nahkampfangriffe zurück. Diese reichen in der Regel aus um normale Gegner wie Hexen, Ninjas, Teufelchen oder Zombies zu verkloppen. Es lässt sich aber effektiver kämpfen, wenn man eine der vielen, überall verstreuten, Waffen einsammelt. Mit Keulen, Streitäxten oder Zombiearmen lässt sich im Nahkampf gleich noch mehr Schaden austeilen. Pistolen oder Flinten sind, logischerweise, für den Fernkampf gedacht, auch wenn deren Munition stark begrenzt ist. Am mächtigsten sind aber die Anar-Chi Angriffe. Diese entsprechen, mehr oder weniger, Zaubern die mit Instrumenten ausgeführt werden. Ob Heilung, Schockwelle oder erhöhte Verteidigungswerte, das Repertoire ist breit gefächtert.

Wo stecken die Kontrollpunkte?

Das Kampfsystem ist zwar wenig ausgefallen, macht dank den vielen vorhandenen Möglichkeiten aber doch ordentlich Spass. Zombies mit ihren eigenen Armen die Köpfe zu entfernen, hat einfach etwas an sich. Weil es viele unterschiedliche Gegnertypen gibt, ist auch immerzu für Abwechslung gesorgt. Aufgelockert wird das Gameplay durch kurze, knackige Fahrzeugpassagen in denen es automatisch vorwärts geht, während man mit Fernkampfwaffen die Gegner gleich dutzendfach erledigt. Auch Bossgegner lassen sich sehr häufig blicken. Obwohl sie optisch sehr ausgefallen sind, bieten sie spielerisch nicht viel anderes als normale Gegner mit fast gigantisch viel Lebensenergie.

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Besonders im späteren Spielverlauf kann das für Einzelspieler extrem frustrierend werden. Gepaart mit den eher inkonsistenten Kontrollpunkten, kann das schnell den ganzen Spielspass killen. Den gleichen, 10-minütigen Abschnitt immer und immer wieder zu spielen, um dann inner Sekunden von einem Bossgespann erledigt zu werden, ist einfach mühsam. Auch wenn das Spiel den Fokus auf den kooperativen Modus setzt, sollten Einzelspieler nicht vergessen werden.

Nehm ich lieber die Leatherfacemaske oder doch ein Beanie?

Unter all der Prügelei versteckt sich auch noch ein richtiges Rollenspiel. Jeder der Charaktere verfügt über ganz eigene Stärken und Anar-Chi Angriffe. Um neue Anar-Chis freizuschalten, müssen beim Tätowierer die hart verdienten Dollars für neue Tätowierungen ausgegeben werden. Dieses Geld kann auch für neue Kleidung ausgegeben werden, auch wenn diese natürlich auch bei besiegten Gegnern gefunden werden kann. Jede neue Jacke, Mütze oder Paar Handschuhe hat unterschiedliche Werte. Einige bieten einfach erhöhte Abwehr, doch bald gesellen sich auch bestimmte Statuseffekte dazu. Je nach dem werden alle Nahkampfangriffe durch Säure verstärkt oder man kann die Anar-Chis öfter ausführen. Diese Kleidung gibt es oft zu finden, weshalb man sich auch oft in den Menüs wieder findet. Das kann den Spielfluss ein wenig zum stocken bringen, besonders in kooperativen Runden mit vier Mitspielern die alle zu anderen Zeitpunkten per Windows Phone ihre Kleidung auswechseln. Dennoch macht es richtig Bock sich neue Kleider zuzulegen, da sie die eigenen Spielfigur äusserlich auch stark verändern.

Ausserdem lässt sich im Spiel mit gefundenen Zutaten Bier brauen. Dieses kann, je nach gewählten Ingredienzen, verschiedene Statuseffekte haben. Steht man eher auf erhöhte Nahkampfangriffe oder will doch mehr aushalten? Es ist eine coole und ausgefallene Mechanik, welche auch richtig gut zum Stil des Spiels passt.

Er hat ein Spiel mit Zombies gemacht…

Optisch ist Charlie Murder extrem ausgefallen. Es erinnert, ganz zurecht, an die beiden The Dishwasher Titel welche aus dem selben Entwicklerstudio stammen. Der Comic Look steht dem Spiel richtig gut, wodurch das ganze Punk-Rock Thema exzellent repräsentiert wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Soundtrack (der übrigens komplett gratis als Download zur Verfügung steht), welcher intern beim Studio aufgezeichnet wurde. Ob Rock oder sogar die gelegentliche Rapeinlage, der Soundtrack passt. Sowohl bei der Grafik als auch beim Sound ist klar, das die Entwickler enorm viel Wert aufs Detail gelegt haben. Etwas das sich auch absolut auszahlt, denn es ist wirklich gelungen.

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Erwähnenswert ist das zum jetzigen Zeitpunkt, kurz nach der Veröffentlichung des Spiels, die Server ziemlich überlastet erscheinen. Immer wieder fliegt man aus Spielen raus oder bekommt die Meldung das man auf Xbox Live angemeldet sein muss um online zu spielen, obwohl man doch eigentlich in einer Party schon mit seinen Kumpels redet. Es ist jedoch sicher anzunehmen, das diese Probleme in Kürze behoben sein werden!

Unser Fazit

83 %

Wer als Einzelspieler an Charlie Murder heran geht, wird wohl früher oder später von einem krassen Schwierigkeitsgrad Anstieg übermannt werden. Die manchmal viel zu selten platzierten Kontrollpunkte, können in dem Zusammenhang für viel Frustration sorgen. Doch gerade wer mit einem oder mehreren Freunden spielt, der wird mit dem Spiel richtig viel Spass haben. Das Kampfsystem ist mehr als solide, das Rollenspielsystem süchtig machend und der Stil sowie die Liebe zum Detail sind einzigartig! Zum günstiger Preis von 800 MSP ist Charlie Murder eine richtig, richtig gute Investition für alle die gerne mit ihren Kumpels los ziehen und alle möglichen Gegner verdreschen wollen, während man ein Bierchen zischt und im Spiel gleich auch noch eins braut!

Pro

  • Viel Abwechslung
  • Lustiges Kampfsystem dank einer Vielzahl an Gegnern
  • Einzigartiger Stil
  • Toller Soundtrack
  • Viel Liebe zum Detail
  • Vier Spieler on- und offline Koop

Kontra

  • Für Einzelspieler zu schwer
  • Kontrollpunkte oft zu sporadisch
  • Menüs ein wenig zu unübersichtlich
  • Server momentan noch nicht ganz stabil

Unsere Bewertung

Grafik
 
89 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
88 %
Spielspaß
 
81 %

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