insidegames

Cobalt – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 30. Januar 2017 | 18:09 Uhr von Marc Wunder

cobalt-artwork

Wir haben Cobalt auf Herz und Nieren getestet. Action in Form von Rollen, Schießen und SlowMo wartet auf euch. Ob das ganze Spiel etwas taugt, verraten wir im Test zum Spiel.

Fans von klassischen Twin-Stick-Shootern merken bei Cobalt gleich sehr schnell, dass hier alles anders ist. Zielt man bei allen anderen Modernen 2D-Platformern mit dem rechten Stick, so geschieht dies bei Majong’s (Minecraft) neustem Spiel automatisch – sofern man sich duckt – oder schleicht – oder den Stick nach oben drückt. Klingt kompliziert? Ist es auch zunächst. Man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran. Dann vollführt man eine Rolle vorwärts, stößt ein paar feindliche Geschosse zurück und schießt dazu auf den Gegner, während das Geschehen stylisch in Zeitlupe abläuft. Dabei ist das Schießen mit allerlei Ballermännern nur eine der drei Angriffsmöglichkeiten. Außerdem könnt ihr noch mit Fäusten oder diversen Schlaginstrumenten auf Gegner einprügeln oder verschiedenste Gadgets wie Bomben, Minen und Blendgranaten durch die Gegend werfen.

Alle Objekte regieren dabei physikalisch korrekt auf euch und die Trägheit der Umwelt. Wie ein Schuss reflektiert wird und auf welche Weise Gegner und Objekte auf Treffer regieren wird haargenau berechnet. Somit kann man auch wunderbar mit der Umgebung experimentieren, um z.B. Feinde unter herabfallenden Objekten zu begraben.

cobalt-screenshot-01

Der letzte Cybor

Der Einzelspielermodus (wahlweise auch zu zweit spielbar) dreht sich um einen kleinen Cyborg, der sich nach einem Funkspruch auf den Weg zu einer Weltraumkolonie macht. Die Menschen haben die Station verlassen und nun spielen die Sicherheitssysteme verrückt. Auf der Suche nach dem Grund dafür, durchkämmt man die Station, vermöbelt massenweise Wachroboter, sammelt Items und öffnet Türen und Terminals per Minispiel. Ab und an trifft man auf gesprächige Aliens, welche Hinweise auf geheimnisvolle, verstreute Artefakte geben. Die Gespräche finden leider ausschließlich in Textboxen statt. Zwischendurch motzt man im Raumschiff die Gliedmaßen seines Roboters auf oder besucht eine Aliensiedlung.

Insgesamt merkt man jedoch sehr deutlich, dass der Storymodus nur „on top“ ist, da sowohl ein professioneller Levelaufbau als auch Motivation zum weiter spielen kaum vorhanden ist. Alles wirkt sehr lieblos.

Deutlich besser präsentiert sich da der Herausforderungsmodus, den man auch kooperativ angehen kann. Hier hat man die Wahl zwischen Wettrennen, Puzzles, Akrobatik-Parkours oder auch Geiselrettungen, die man schleichend absolvieren kann. Dann kann man seinen Highscore mit denen von Freunden oder der ganzen Welt vergleichen.

Im Zentrum stehen aber eindeutig die launigen Mehrspielergefechte, in denen sich bis zu acht Spieler prügelnd, schießend und rollend in kleinen Arenen gegenüber stehen. Hier kommen auch ganz gut die Eigenarten der Physikengine zum Tragen. Schüsse lassen sich zum Beispiel reflektieren oder Granaten zurück schleudern. Zur Not hilft einem auch die Bullettime aus der Patsche, die jedoch mit einer Blendgranate unterbunden werden kann. Zur Wahl stehen klassische Team-Deathmatches, KO-Runden oder eine Art Handballmodus, die sich alle noch durch allerlei Regeln und Modifikationen anpassen lassen.

Der Grafikstil bietet extrem schwankende Qualität. Während Gras feingliedrig und flauschig wirkt, sind Gebäude direkt daneben sehr kahl und detailarm. Manche Charaktere sind sehr detailliert in allen Einzelheiten gezeichnet, während manche Gegner mit so grobschlächtigen Outlines versehen sind, als würden sie direkt einem schlecht gezeichneten Comicbuch entspringen. Musikalisch bekommt man passend zum Thema eher minimalistische elektronische Klänge auf die Ohren.

cobalt-screenshot-02

 

Unser Fazit

67 %

Als Mehrspieler-Spaß ist Cobalt durchaus zu gebrauchen und strotzt nur so vor coolen Manövern und spannenden Runden – wenn man denn mal Spieler findet. Leider wirkt der Storymodus arg aufgesetzt und die Steuerungstechnik ist derart eigenartig und schwierig erlernbar, dass man sich erst einige Stunden rein arbeiten muss.

Pro

  • + Spaßiger Mehrspielermodus
  • + Coole Manöver
  • + Packende Gefechte

Kontra

  • - Storymodus langweilig
  • - Schwer erlernbare Steuerung
  • - Schwankende Grafikqualität
  • - Kein motivierendes Fortschrittssystem

Unsere Bewertung

Grafik
 
55 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
82 %
Spielspaß
 
75 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Hier im Forum als RONIN unterwegs. Seit über zwei Jahrzehnten leidenschaftlicher Gamer. Als Multiplattformer auf jedem System zuhause.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


Es ist noch kein Keyword vorhanden

- ANZEIGE -


*