Create - Der Test - insidegames
- ANZEIGE -

insidegames

Create – Der Test

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 11. Januar 2011 | 22:05 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

create4

Die Macht der Fantasie

Quasi jeden Monat erscheinen neue Actionspiele, vom First Person Shooter über Sandbox Spiele mit Ballereinlagen bis zu klassischen Action-Adventures. Wenige Titel kommen gänzlich ohne Gewalt aus, denn selbst bei Arcade-Rennspielen geht es rabiat zur Sache und auch bei Strategiespielen geht es selten ohne Gewalt. Create ist da das absolute Gegenteil. Hier werden die grauen Zellen der Spieler richtig gefordert. Ausserdem können sich kreative Personen austoben und alles dekorieren, bemalen und verschönern. Ist Create eine ausgefallene Alternative zu den inzwischen ausgelutschten Genres? In unserem farbenfrohen Test erfahrt ihr es! Unser Dank geht an unseren Partnershop www.gcshop.ch der uns freundlicherweise eine Testversion zur Verfügung gestellt hat.

Denksport für zwischendurch

In Create dreht sich alles um die Funken. Für das Lösen von verschiedenen Aufgaben gibt es als Belohnung die funkelnden Dinge, wodurch sich weitere Level und Dekorationsobjekte  freischalten lassen. Je besser die Aufgaben gelöst werden, desto mehr Funken gibt es auch. Create ist im Prinzip in zwei verschiedene Bereiche eingeteilt: das Lösen von Herausforderungen und das dekorieren von Umgebungen. Der erste Bereich macht dabei aber deutlich mehr Spass als der zweite. Von den Herausforderungen und Aufgaben selbst gibt es ein paar unterschiedliche Typen. So müssen beispielsweise Objekte von Punkt A nach Punkt B gebracht werden. Der Weg dorthin ist aber nicht so einfach, denn es müssen Hindernisse oder Abgründe überwunden werden. In einer anderen Aufgabenstellung geht es darum, eine Kettenreaktion aufzubauen, um z.B. ein Geschenkpaket in einer markierten Zielzone landen zu lassen. Dazu befestigt man z.B. ein Ballon am Geschenkballon und platziert Ventilatoren um den Ballon anzutreiben. Damit das Paket wieder herunterfällt, platziert man über der Zielzone einen anderen Ballon mit einer stacheligen Kugel am Ende, um damit den ersten Ballon zum Platzen zu bringen. Hier stehen aber jeweils nur einige vorgegebene Gegenstände und Objekte zur Verfügung. Ausserdem gibt es eine vorgegebene Obergrenze an nutzbaren Objekten und wer so wenige wie möglich braucht, erhält auch eine grössere Belohnung. Die letzte Art an Herausforderung setzt hingegen keine Vorgaben an nutzbaren Elementen, es geht nur darum möglichst viele Punkte zu erzielen. So fährt in einer der ersten Aufgaben ein Go-Kart von links nach rechts. Je mehr Objekte wie Rampen, Ballons oder Raketen man einbaut, desto mehr Punkte gibt es. Zudem befinden sich noch Juwelen im Level, welche den Punktemultiplikator in die Höhe treiben. Diese sind meist aber nicht einfach erreichbar und verlangen ordentlich Tüftlergeist. Besonders im späteren Spielverlauf werden die Aufgaben ziemlich herausfordernd und verlangen einiges an Hirnschmalz. Das ausprobieren, verändern und neu probieren bei den Herausforderungen machen den eigentlichen Reiz des Spiels aus, denn es ist einfach unglaublich befriedigend wenn man eine schwere Challenge mit einer sauberen Lösung mit Höchstpunktzahl beenden kann.

Der andere Anteil des Spiels ist jedoch gar nicht so spannend und herausfordernd. Um zusätzliche Funken zu sammeln, kann man nämlich die Areale in denen man die Herausforderungen löst verschönern und dekorieren. So klebt man Sticker auf die Gebäude, sprüht Blumen auf den Boden und verpasst dem Weg einen Backsteinlook. Wirklich Spass macht es nicht und es ist gestaltet wie ein Kinderspiel. Ich denke nicht das viele ältere Zocker hier Freude haben werden, denn es lassen sich nicht wirklich allzu tolle Ergebnisse erzielen und das Ganze wirkt einfach extrem kindisch. Allgemein fehlt dem Spiel ein durchgehendes Konzept. Das dekorieren und gestalten ist wohl stark auf sehr junge Semester zugeschnitten. Die Rätsel, besonders in späteren Levels sind aber knüppelhart und sind wohl nichts für jüngere Spieler und Spielerinnen.

Was dein ist, ist auch mein

Create bietet keinen klassischen Mehrspielermodus, weder online noch lokal. Stattdessen setzten die Entwickler ganz auf den Community Aspekt wie beispielsweise Little Big Planet. Online lassen sich die selbst erstellten Levels und Herausforderungen von anderen Spielern herunterladen, bewerten und durchspielen. Auch vom Entwickler selbst gibt es downloadbare Inhalte. Zudem gibt es immer wieder Communityherausforderungen. Momentan gibt es zur Jahreszeit passend eine Aufgabe, bei der es darum geht ein Level im einem Schlitten zu erstellen. Online lassen sich einige wirklich tolle Kreationen finden, allzu viel Auswahl gibt es jedoch nicht. Nichts desto trotz macht es Spass diese Inhalte auszuprobieren und wer selbst kreativ genug ist, kann auch seine eigenen Kreationen online einsenden.

Ein wichtiger Punkt bei einem Spiel dieser Art ist die Steuerung. Diese ist nicht allzu einfach zu verstehen, es stehen doch einige Funktionen zur Verfügung. Meist sind die Tasten auch mit mehreren Möglichkeiten gleichzeitig versehen, was es nicht einfacher macht. Nach den ersten 60 – 90 Minuten sollte die Steuerung aber gut von der Hand gehen, denn sie ist zwar nicht allzu intuitiv, aber dennoch gut gelöst.

Grafisch gibt sich Create sehr puristisch. Allzu viele Effekte oder grafische Rafinnessen kann man bei dieser Art von Spiel aber auch nicht erwarten. Der Look ist jedoch wohl eher nicht jedermanns Ding, denn alles wirkt extrem süss, bunt und kindlich. Im Prinzip könnte die gesamte Kulisse aus einem Zeichentrickfilm für kleine Kinder entsprungen sein. Der Sound fällt hingegen nicht weiter auf und dümpelt seicht im Hintergrund vor sich hin.

Unser Fazit

60 %

Idee: gut! Umsetzung: geht so! Die verschiedenen Herausforderungen bei Create machen richtig Spass und fordern den Spieler teilweise ganz gewaltig. Es macht einfach unheimlich viel Freude die verschiedenen, knallharten Aufgaben zu knacken. Überhaupt nicht gelungen ist der Aspekt des Dekorieren und Gestalten. Das macht nämlich überhaupt keinen Spass und passt so gar nicht zum Rest des Spiels. Technisch bietet der Titel nicht allzu viel, was aber nicht wirklich wichtig ist. Alles in allem macht Create Spass, hätte jedoch viel mehr Potential gehabt. Wer jedoch auch auf den grossen Konsolen nicht auf dieses Genre verzichten kann, wird viel Spass haben.

Pro

  • Spannende Herausforderungen
  • Erfordert viel Erfindungsreichtum
  • Online Community Aspekte
  • Gelungene Umsetzung eines vergessenen Genres

Kontra

  • Kindliche Umsetzung
  • Unnötiges Dekorieren und Umgestalten der Umgebung
  • Durchschnittliche technische Umsetzung die nicht allzu starkt auffällt

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
60 %

- ANZEIGE -


Kategorien:
Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


Es ist noch kein Keyword vorhanden

- ANZEIGE -


*