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Crysis 3 – Review / Test (Testbericht)

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Veröffentlicht 27. Februar 2013 | 18:15 Uhr von Sandra

Crysis 3_Crytek_Electronic Arts_PS3_Xbox 360_PC_Screen4

Ihr kennt das Sprichwort „außen hui und innen pfui“? Ja, dieser geflügelte Ausspruch kommt uns angesichts Cryteks neusten Streich Crysis 3 durchaus in den Sinn. Und nein, wir wollen damit nichts unterstellen, nicht vorschnell ein Urteil abgeben oder durch die Blumen ein indirektes Urteil abgeben. Aber genau wie ihr wissen wir von denen sich in den Weiten der Spiele-Welt tummelnden „Grafikblender“, die da munter ohne schlechtes Gewissen zu beweisen ihr Unwesen treiben: Äußerlich einem Model gleich das Blaue vom Himmel versprechen und sobald die Hüllen fallen und es ans Eingemachte geht, den wahnsinnig spannenden Charme von Hausstaub offenbaren und attraktiv wie Fußpilz jeden noch so guten Spielwillen im Keim ersticken. Was wir damit sagen wollen ist, dass es für uns zu klären galt, ob auch Crysis 3 nur golden glänzt oder auch schwergewichtig mit inneren Werten überzeugen kann.

 

Es war einmal die Benchmark …

… die oft und gerne in Gestalt von Cryteks Crysis Shooter-Reihe neu am Markt erscheinenden PC-Komponenten das Fürchten lehrt. Eine dicke Lippe riskieren Prozessoren, Grafikarten und Co. gerne einmal und bekanntlich ist Papier geduldig – aber was passiert, wenn Crysis kommt und den Bauteilen alles abverlangt? Ja genau, dann fangen die Teile das Schwitzen an! Crysis gilt, neben Kollege Metro 2033, als eines der Spiele, welche – salopp formuliert – saumäßig hungrig sind; Genauer gesagt „leistungshungrig“. Höher, schneller, weiter ist die Devise und bis heute gilt Metro und vor allem die Crysis-Teile als mehr oder weniger heimlicher Champion, der bis dato noch so gut wie jeder neuen PC-Komponente das technische Ende der Fahnensteige deutlich vor Augen geführt hat. Das heißt zwar nicht, dass die entsprechenden PC-Parts schlecht sind, sie haben einfach nur einen Meister gefunden, mit dem die Hersteller entsprechender Teile herausgefordert sind, ihren Status Quo nochmals zu überarbeiten. Vorsprung durch Technik, wenn man so will. Doch was heißt das für die Konsolen, im Speziellen für Playstation 3 und Xbox 360! Was können zwei, die als Multimedia-Fun-Stationen ausgerichtet seit mehreren Jahren auf dem gleichen Stand der Zeit dümpeln, da noch bieten, geschweigen denn mithalten. Darauf antworten wir für den Moment einfach mal nur: Crytek weiß durchaus sehr, sehr genau was sie tun.

 

Was bisher geschah …

Crysis 3 - Dambusters Canyon Vista Angefangen auf einem mehr oder weniger idyllischen Eiland in der Südsee (Crysis), mit anschließendem Zwischenstopp in einem gegenwärtig anmutendem New York (Crysis 2) beschert die Zukunft, ergo Crysis 3, eine Kombination aus beidem: Wildwuchs, karibisches Flair, Urwald-Ampeln und tropischer Look in den einstigen Skyscraper-Schluchten des Big Appel. Eine Ceph-Invasion, eine Menschen verzehrende Epidemie und 20 Jahre später hat C.E.L.L. die Reste der einstigen Weltmetropole im Liberty Doom eingeschlossen und den Leuten wird erzählt, dass es ihnen innerhalb der Kuppel gut geht und Gefahren jeglicher Form draußen bleiben werden.

Prophet, euer alter Ego und ein Stück weit fragwürdiger Held aus Crysis 2, fristete ein recht einsames Dasein in einer Eiskammer der C.E.L.L. Organisation, während diese wiederum eifrig die Hinterlassenschaften der Ceph-Aliens für sich zu nutzen weiß. „Weltherrschaft ick hör‘ dir trapsen“ – einfach die Bevölkerung in friedlicher, jedoch arg trügerischer Sicherheit wiegen und so ganz nebenbei mithilfe der unbegrenzt vorhandenen Ceph-Energie die Menschen in die totale Abhängigkeit zwingen. Anlehnungen oder Parallelen zu Ereignissen in der Realität sind rein zufällig und entbehren jeglicher Logik – dies sei am Rande notiert. Davon abgesehen, die meisten Bewohner im Liberty Dome merken nichts davon, dass sie sich in einer Art Beziehung befinden, aus der sie so leicht nicht mehr raus kommen. Aber immerhin gibt es eine paar Querdenker, die ihre Oberstubenfähigkeiten noch gebrauchen und sich auf ihr Bauchgefühl verlassen, denn die C.E.L.L. Sache stinkt bis zum Himmel und es gilt den Machenschaften Einhalt zu gebieten bevor alles zu spät ist.

Einer der Rebellen, die ganz gewaltig etwas gegen die Weltherrschaftspläne der C.E.L.L. haben ist Psycho, der ganz nebenbei auch noch ein alter Kumpel von Eisfach-Prophet ist und ihn kurzerhand aus der Kühlung holt. Während Psycho sicher ist mit Prophet aufs richtige Pferd im Kampf gegen die C.E.L.L. gesetzt zu haben, hält sich die Freude ob des Auftauchens von Prophet bei den Rebellen sehr in Grenzen. Allerdings ändert dies nichts daran, dass Prophet sozusagen visionär und recht schnell spannt, dass es mit der Ceph-Energiequelle weit mehr auf sich hat als die Organisation bekannt gibt – vor allem aber sieht Prophet ganz deutlich, dass die Bedrohung durch die Außerirdischen noch lange nicht gegessen ist.

 

Geschichten erzählen will gekonnt sein

Crysis 3 - Hunter Prey 3 Man muss es den Script-Schreibern von Crysis einfach lassen, sie verstehen ihr Handwerk. Böse Zungen mögen unken, dass sich die Shooter-Trilogie gesamt als ein müder, ausgelutschter B-Movie Klon gebärdet, aber im Gegenzug sei die Frage erlaubt, warum sich die Story-Macher die Blöße geben sollten etwas schlecht neu zu erdenken. Das Prinzip bekannte Elemente einfach neu zu mixen, mit etwas Humor als auch unerwarteten Wendungen zu garnieren und vor allem den Action-Pegel hoch zu halten, was einem Ego-Shooter mit SciFi-Grundzutat sehr gut zu Gesicht steht, ist eine runde Sache. Im Fall der Crysis-Serie auch konstant von Anfang bis Ende durchgezogen. Die Geschichte hat Hand und Fuß und durch ein paar gut gemachte Änderungen, welche den Übergang von Crysis 2 zu Crysis 3 weitaus smoother, logischer als auch zugänglicher machen, im Vergleich zum Übergang Crysis zu Crysis 2, bekommen sogar selbst Neueinsteiger alles mit auf den Weg was sie brauchen, um das Finale der Crysis-Trilogie genießen zu können. Und Genuss steht definitiv auf dem Programm.

Neben eurem maschinellen, aber durchaus empathischen alter Ego Prophet ist Psycho sowas wie die wandelnde Emotion des Geschehens. Okay, sein Name lässt nicht zwingend drauf schließen und sein Verhalten ist alles andere als lammfromm, aber Psycho ist durch und durch Mensch! Zwischen Wahnsinn und Vernunft angesichts der Geschehnisse auf der Erde ist Psycho nichts desto weniger der Kerl, den ihr an eurer Seite wissen wollte, wenn es brenzlig wird – Nano-Suit 2.0 hin oder her. Es darf darüber gestritten werden, ob man Psycho hätte noch mehr ausbauen können, noch emotionaler, nachdenklicher, verrückter oder, oder, oder hätte machen können. So wie Psycho in die Geschichte geschrieben wurde, auch und gerade mit seinen Erfahrungen, auch an der Seite von Prophet, geht das abgelieferte Material mehr als in Ordnung.

Das gilt ohnehin für den gesamten Plot, der mit Crysis 3 abgeliefert wird. Die Abhandlung ist schlüssig, solide, passend – was will man mehr. Die Crysis Trilogie darf sich allen Unkenrufen zum Trotz mit Stolz auf die Fahnen schreiben sich selbst nicht nur treu geblieben zu sein, sondern auch inhaltlich konsequent geblieben zu sein und zwar von Anfang bis jetzt zum Endpunkt markierenden Crysis 3.

 

Große kleine Welt

Crysis 3 - Hunter Prey Während die Aufgabenstellung an euch als Spieler in Gestalt von Nano-Suit Träger Prophet simple und banal erscheinen, haben es die Ausführungen in sich. Folgt der Geschichte, helft den Rebellen, versucht die C.E.L.L. Organisation an der Übernahme der Weltherrschaft zu hindern und, nicht zu vergessen, vernichtet ein für alle Mal die mächtige Alien-Energie Ceph. Klingt einfach, aber täuscht euch nicht, ihr habt gut zu tun. Allein das gewandelte New York, bzw. die Bruchstücke und Ruinen, die noch vorhanden sind, verlangen euch einiges ab. Dicht, oft unwegbar und vor allem unüberschaubar ist aus dem Beton-Dschungel mit seinen Häuserschluchten ein grüner, lebendiger und gefährlicher Pflanzen-Dschungel geworden. Dabei ist Crytek ein weiteres Kunststück, wenn man so will, gelungen. Nachdem, wie ihr sicher wisst, Crysis eine Art Open-World-Shooter gewesen ist, schrumpften die Areale in Crysis 2 zusammen. Gesamt stand dies den Geschehnissen durchaus gut zu Gesicht, nutzte man dies beim Entwickler auch dafür aus, dass die Ereignisse straffer, dichter, voller erzählt und geboten werden konnte. Auf diese Weise fiel das fehlen der „offenen Welt“ nicht weiter auf. Ein Prinzip, dass auch in Crysis 3 Anwendung findet, und ihr damit sozusagen von Sequenz zu Sequenz, von Interlude zu Interlude, von Script zu Script geschleust werdet. Das Besondere dabei ist, dass ihr das nicht merkt, denn zu sehr seid ihr damit beschäftig auf euren Wegen die Umgebungen im Auge zu behalten, Gefahren aufzuspüren und euch diesen zu stellen. Die gebotene Mixtur ist spannend und solide genug, so dass ihr gar nicht erst groß auf die Idee kommt die mehr oder weniger strikten Pfade verlassen zu wollen. Ein Grund dafür dürfte auch sein, dass die Areale, die ihr abzugrasen habt, nicht nur optisch einen meistens steten Wechsel bieten, auch die jeweilige Größe der Gebiete wurde variiert und liefert damit ein kleines, aber effektives Element, wie man den Spieler trotz extrem vorgefertigter Fährte gut bei Laune halten kann.

 

Indianischer Rambo

Crysis 3 - Prophet the Hunter In Sachen Spielmechanik bietet euch Crysis 3 vertraute Kost. Es liegt an euch wie ihr eventuell die Umgebungen für euch nutzen wollt – mit oder ohne Nano-Suit Upgrades, die es natürlich auch wieder zu ergattern gibt. Habt ihr das Bedürfnis die virtuelle Sau raus zu lassen, stellt euren Nano-Suit auf maximale Schildkraft ein und holst alles nieder, was vor eurer Flinte auftaucht. Je nach persönlichem Gusto könnt ihr auf konventionelle sowie außerirdische Schießprügel zurückgreifen und fröhlich um euch ballern. Das kann garantiert Spaß machen, ist aber nicht der einzige Weg, den ihr wählen könnt. Alternativ nutzt ebenfalls die Fähigkeiten eures Nano-Suits und macht euch unsichtbar. Verschmelzt mit der Umgebung, nutzt diese aus und fallt euren Feinden ins Kreuz. Fast alle Waffen lassen sich ergänzend mit Schalldämpfer ausstatten, so dass ihr recht unbesehen die gegnerischen Linien ausradieren könnt. Überaus hilfreich ist der neue und damit definitiv das Waffenarsenal bereichernde futuristische Bogen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil des Bogens ist der, dass man während der Nutzung weiterhin unsichtbar bleiben kann. Auf diese Weise könnt ihr somit Widersacher ausspähen, anpeilen, niederschießen, Standort wechseln, neue Opponenten ausschalten, weiterziehen, usw. – solange eben, bis der Nano-Suit die Energie fürs Unsichtbar sein aufgebraucht hat und eine gewisses Maß an Zeit zum Reload braucht. Als Tipp geben wir mit auf den Weg, damit ihr nicht irgendwann vor dem Problem steht keine Pfeile mehr zu haben – selbige lassen sich aus erlegten Gegner mühelos wieder raus ziehen und mit diesem Verfahren sorgt ihr dafür, dass euch die Munition nicht so schnell ausgeht. Auch die verschiedenen Pfeil-Arten sind für ein durchaus vielseitiges Töten gut. In Kombination mit der Umgebung ist die richtige Wahl des Pfeil-Munition hin und wieder ein Garant dafür, dass ihr nicht nur einen Gegner ausschaltet, sondern – wenn ihr gut seid – mehrere Widersacher in die virtuellen Jagdgründe schicken könnt. So zum Beispiel Gegner, die sich die Füße im feuchten Nass abkühlen mit Elektro-Pfeilen ausgeschaltet werden. Auf weiter Flur lassen sich gern auch Opponenten dabei ertappen, wie sie ihre Köpfe Gruppenweise zusammenstecken. Zieht einen Explosionspfeil und haltet drauf.

 

Dumm ist nur, wer Dummes tut …

Crysis 3 - Dambusters Cell Dam … das wusste seinerzeit schon die Filmfigur Forrest Gump und der Bursche hat damit gar nicht einmal so unrecht. Wirklich dumme, kapitale Fehler könnt ihr als Spieler in Crysis 3 nicht begehen. Das mag sicher mit der Struktur zusammenhängen, die euch Crytek anbietet, da gewisse Formen der Darbietung als auch Handlungen keinen Schritt nach links oder rechts zulassen. Nichts desto weniger gibt es die „wenn“ und „dann“ Optionen, die eine Gerade alsbald zur Serpentine werden lassen. Nicht unerheblich ist hierbei Prophets Nano-Suit. Wir könnten jetzt lamentieren, dass es schade ist, dass der mechanische Anzug keine klare Richtungsforderung hat, von wegen dass ihr gezwungen werdet euch für eine Spezialisierung zu entscheiden, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Der Nano-Suit ist ein Multitalent und damit von euch je nach Situation einsetzbar – was wir als die bessere Lösung betrachten.

Der Grund dafür ist einfach wie gelungen, denn Crytek hat die KI in Crysis 3 verdammt schlau gestaltet. So könnt ihr zwar, wie beschrieben Indianer gleich versuchen unentdeckt und klammheimlich gegen die C.E.L.L. als auch die Ceph vorzugehen, aber eure Gegenspieler sind nicht dumm. Hohes Gras kann euch auch in unsichtbarem Zustand verraten, ebenso sind durch euch verursachte Kringel, die sich im Wasserbett bilden mehr als verräterische Indizien. Eure Umgebung ist nicht nur schönes, schmückendes Beiwerk, sondern nachhaltig auch für euren Erfolg ausschlaggebend. In Kombination mit euren Nano-Suit sowie den euch zur Verfügung stehend Waffen bekommt ihr eine grundsolide als auch sehr ordentliche Basis serviert, auf der es Spaß macht zwischen Rambo und Schleichfuß-Indianer hin und her zu wechseln. Und das dies funktioniert, auch weil die Gegner sehr auf hab Acht Stellung gepolt sind, ist euer Nano-Suit ein Multifunktionalteil, so dass ihr vom unsichtbar sein auf Dauerschutzschild in Null-Komma-Nichts wechseln könnt. Das ist nicht selten überlebenswichtig! Um euren Nano-Suit formvollendet nutzen zu können, haltet die Augen nach Upgrade-Modulen auf, findet selbige, sammelt diese ein und baut die Upgrades mit dem Erledigen von Aufgaben sowie Zielerfüllungen auf. È voîla, fertig sind nützliche Anzug-Gimmicks.

 

Alle schieben Optik!

Crysis 3 - Dambusters Assess Adapt Attack Machen wir uns nichts vor, am Ende ist Crysis 3 auch nur ein weitere Ego-Shooter – nicht mehr, nicht weniger. Das große Aber ist jedoch nicht nur mit der gekonnten Erzählweise begründet, sondern und insbesondere auch durch die fantastische Darstellung. Egal, dass Crysis 3 einmal mehr PCs und ihre Leistungsfähigkeit an den Rand des Wahnsinns bringt – viel elementarer ist, was Crytek mit den Konsolenablegern gelungen ist. Wir könnten jetzt auf hohen Niveau rum jammern und euch erzählen, dass Crysis 3 auf dem Computer ach so toll ausschaut und die Konsolen nur neidisch drein schauen können. Mitnichten ist dies jedoch der Fall, auch wenn die Konsolen (PS3, Xbox 360) klar hinter den Fähigkeiten eines Rechenknechtes anstehen. Bedenkt man jedoch wie alt die Konsolen sind und sieht dazu gleichzeitig, welche Leistung die Herrschaften bei Crytek abgeliefert haben, kann man sich den Vergleich PC vs. Konsole in die Haare schmieren. Gleichermaßen liefern PS3 und Xbox 360 in Sachen Optik ein mehr als nur ordentliches Ergebnis auf den heimischen Bildschirm. Die Grafik ist schlicht außergewöhnlich und obendrein noch ein Beweis dafür, dass die betagten Geräte zu einigem fähig sind, wenn die Spiele-Macher eben einfach mal gewillt sind zu beweisen, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

Für unseren Test konnten wir eine Xbox 360 Version ausgiebig unter die Lupe nehmen und wir haben keine Mühen gescheut uns das grafische Material auf verschiedenen Ausgabegeräten (TVs, Monitoren) zu Gemüte zu führen. Und was sollen wir sagen? Schlichtweg geil war und ist es sich Crysis 3 anzusehen. Während unserer Test-Sessions haben wir keine Pop-Ups erspähen können, dazu stets knackige, sauberere Texturen – ohne nachladen der selbigen, kein Tearing, keine Treppchen-Effekte – schlicht eine, in dem Fall verdient bezeichnete Bombastgrafik! Das wir diesen Eindruck gewonnen haben liegt auch sicher mit an dem sagenhaften Großstadt mutiert zur Wildnis Aussehen, gespickt mit zahlreichen Details, vielen Bewegungen und Effekten, die es zu bestaunen gibt. Abgerundet mit tollen Wasserbewegungen, sich wiegende Grashalme, wahrlich rauchenden Colts, stimmige Mündungsfeuer und gewaltige Explosionen sowie – in diesem Fall – herrlicher Regen. Oft geschundenes Zocker-Auge, was willst du mehr?

Hinzu kommt, ob der herrlichen Umgebungen sämtlich vorhandenen Soundfiles sowie Untermalungen und Ergänzungen das Gesamtbild stimmig, atmosphärisch unterstützt. Je nachdem wie ihr spielt, deutsche oder englische Sprachausgabe, werden eure Ohren mit genussvollem akustischem Sound beschallt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es einfach nur die Umgebungsgeräusche selbst sind, die Explosions- oder auch Schussgeräusche oder die ambitionierten sowie bekannte Sprecher. Im Deutschen bekommt ihr viele bekannte Stimmen zu hören; Ein durchaus prominentes Beispiel ist Franziska Pigulla (Synchronstimme von u.a. Gillian Anderson – Akte X). Aber auch die anderen Stimmgebenden Akteure sind aus Funk und Fernsehen bekannt – hier wurde wahrlich nicht gekleckert, sondern geklotzt. Was auch für die englische Vertonung gilt und z.B. einen Psycho mit sehr, sehr britischem Akzent serviert. Alles in allem eine sehr runde, geschmackige Angelegenheit, an der sich die Konkurrenz gerne einmal eine Scheibe anschneiden darf!

In Sachen Physik können wir ebenfalls nur Bestnoten ausstellen, denn so gut wie alles in dem grünen Stadt-Dschungel kann zerstört und/oder durch die Gegend geschleudert werden. Besonders gefällt uns auch die hervorragende Kollisionsabfrage, die vor allem im verstecken arbeitenden Naturen sehr entgegen kommt – anvisieren und treffen selbst durch den minimalsten Spalt hindurch funktioniert einwandfrei und macht einfach Spaß. Weder Pfeile noch Munition prallen an imaginären Wänden ab oder bleiben hängen – sei der Spalt noch so klein. Da macht das Schleichen und Indianer mit den Aliens und C.E.L.L. Truppen gleich nochmal so viel Spaß. Dazu passt auch, dass die Steuerung ideal aufs Joypad angepasst wurde. Intuitiv, eingängige, leicht zu erlernenden gehen – dank auch einem vor dem Spiel enthaltenen Tutorial – die verschiedenen Befehle wahrlich „easy going“ in Fleisch und Blut über.

Unser Fazit

90 %

Ja, Shooter gibt es wie Sand am Meer und mal mehr, mal weniger mit spitzen Steinen und Muscheln versehen. Crysis 3 ist, um in diesem Bild zu bleiben, fast sowas wie ein Rundum-Sorglos-Paket, in dem alles drin ist, was für uns einen durchaus sehr guten Ego-Shooter ausmacht. Abgesehen von der Optik, die schlichtweg auch auf Konsole hervorragend geraten ist sowie der guten Handhabung, ist es vor allem das Interagieren in der Rolle des Prophet, was Crysis 3 zu einem sehr guten Shooter- Erlebnis macht. Drauf gepfiffen, dass der rote Faden recht strickt erscheint, gleichwohl er seine Knotenpunkte sowie Irrungen und Wirrungen hat, es sind die Möglichkeiten, die ihr ganz persönlich nach eurem Gusto ausnutzen könnt. Ab durch die Mitte ohne Rücksicht auf Verluste oder heimlich hinten rum mit’m Messer durchs Auge oder doch eine Mischung aus beidem? Es liegt an euch. Na ja, der Schwierigkeitsgrad hat auch noch ein Wörtchen mitzureden und je höher, desto anspruchsvoller. Wobei schon auf Normal einiges geboten ist und ihr nicht einfach mal so durch spazieren könnt. Und genau das ist es was es ausmacht! Das Genre Ego-Shooter muss sich nicht neu erfinden. Vielmehr geht es darum vorhandenes Potential zu nutzen, besser zu machen, die Grenzen zu erweitern und das ist Crytek mit Crysis 3 zweifelsohne gelungen. Damit ist Crysis 3 nicht nur eine durchaus formvollendete Abschlusskundgebung in Sachen Crysis-Trilogie, sondern auch ein Sahnehäubchen, ein „i“-Tüpfelchen im großen Teich der Ego-Shooter, das man – unabhängig ob man die Vorgänger gespielt hat oder nicht – definitiv haben und zocken muss! Für uns ist Crysis 3 auf jeden Fall das Spiel des Monats - Oorah!

Pro

  • + optimale Kollisionsabfrage
  • + packende Atmosphäre
  • + bombastische Grafik
  • + sehr gelungene Soundkulisse
  • + ambitionierte Synchronsprecher
  • + tolles Story-Telling
  • + sehr gute, aufmerksame Gegner-KI
  • + fordernde Schwierigkeitsgrade
  • + sehr gut funktionierende Steuerung
  • + Bogenwaffe sehr gut integriert & eine gute Alternative
  • + jeder Abschnitt kann verschieden erledigt werden
  • + ordentlicher Umfang
  • + gut integrierter Multiplayer-Modus
  • + motivierendes Gameplay

Kontra

  • - deutsche Verkaufsversion ohne englische Sprachoption
  • - manche Abschnitt wirken zu kurz („wie, schon vorbei?“
  • - Gegner wirken manches Mal zu intelligent – „sehen einen, obwohl sie einen gar nicht sehen können“

Unsere Bewertung

Grafik
 
87 %
Sound
 
88 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
83 %
Spielspaß
 
90 %

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Kommentare

  • buu sagt:

    endlich mal wieder ein Test hier :P aber 90%? ein wenig von der Grafik blenden lassen? :D

  • Sandra sagt:

    Da bist gewaltig auf dem Holzweg – wenn du den Text richtig gelesen hättest, hättest das erfahren – wohl nur auf die Wertung gespickert – wa?! :P

  • buu sagt:

    nönö der Text wurde schon gelesen, aber die Optik wird ja oft genug erwähnt :P und wenn Frauen erstmal mit “ach ist das schee” anfangen, ists oftmals schon gelaufen! :D

  • Sandra sagt:

    Tja .. blöd dass ich keine “ach ist das schee” Tante bin xD ;) das überlass ich anderen *gg*

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