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Cubic Ninja für den 3DS im Test

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Veröffentlicht 5. Juli 2011 | 18:55 Uhr von Daniel

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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Ubisoft unterstützt zurzeit das wohl größte Line-Up für den Nintendo 3DS und umfasst einen Großteil der Genres. Shooterfans greifen zu Splinter Cell 3D, Strategie-Fans zu Ghost Recon und Rennspiel-Fans zu Asphalt 3D. Richtige Knobelspiele für Nintendos neuen Handheld blieben jedoch aus – bis vor kurzem. Mit Cubic Ninja hat Publisher Ubisoft nun auch ein Puzzlespiel in Petto, dass nicht nur eure Reaktionszeit, sondern auch euer Denken auf verschiedenen Ebenen auf die Probe stellt. Auf den ersten Blick könnte man meinen, man hätte einen klassischen Jump ‘n Run-Puzzler in den Händen doch bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, das da noch mehr dahinter steckt, als es scheint. Aber wie hat Entwickler AQ Interactive das umgesetzt?

Rette die Prinzessin – Auf die andere Weise…

In Cubic Ninja müsst ihr eine Prinzessin aus den Fängen der Bösen retten und um die holde Maid wieder zurückzuholen müssen sich der kleine Ninjawürfel CCM (ratet dreimal wofür das steht!) und seine Ninjakollegen auf ein waghalsiges Abenteuer begeben. Klingt alles sehr ernst, allerdings nimmt das Spiel die Handlung alles andere als ernst. Anstatt der quadratförmige Ninja – in dessen Inneren ein tapferes Kubusherz schlägt – allerlei Strapazen auf sich nimmt um an Informationen den Aufenthaltsort der laborkitteltragenden Schufte zu gelangen, sucht er sie sich einfach aus dem Internet – wieso schwer wenn es auch einfach geht? Und anstatt man sich durch düstere Dungeons schlägt und man sich mit den gerissensten Kreaturen herumschlagen muss, muss man lediglich dafür sorgen verschiedene Testkammern in allen Würfeln… ähm, Teilen wieder zu verlassen und unterschiedliche Hindernisse überqueren, wie sollte es in einem Knobelspiel auch anders sein.

Wo gehts denn hier zur Toilette?!

Die Kampagne besteht aus fünf unterschiedlichen Kapiteln in denen jeweils in einem anderen Gebiet gespielt wird. Anfangs in sterilen, kalten Betonarealen kommt man später an die frische Luft und auch heißere Orte sind an der Reihe, in denen man sich mit Flammen auseinandersetzen muss. Jedes Kapitel umfasst exakt 20 Kammern wo ihr euer Geschick ausspielen müsst um heil den Ausgang zu erreichen um in die Nächste vorzuschreiten. Diese sind recht fordernd eingerichtet und nur selten unfair. Solltet ihr doch einmal feststecken helfen euch die Power-Ups – nein, kein Riesen-Pilz – aus der Patsche. Habt ihr unterwegs in den Levels genügend Schriftrollen aufgesammelt könnt euch euren Hals aus der Schlinge ziehen in dem ihr eine von vier verschiedenen Helferchen zu eurem Vorteil einsetzt. Da gäbe es die Verkleinerungstechnik bei der ihr wie der Name schon sagt schrumpft, um Hindernissen leichter ausweichen zu können. Eine weitere Fähigkeit ist die Schalterfähigkeit bei deren Benutzung alle Schalter im Level umgelegt werden, was euch besonders später einen Großteil der Arbeit abnimmt. Die vorletzte Technik sind die Wurfsterne, bei denen euer Würfel-Freund Shuriken in alle Richtungen schleudert um die euch gegenüberstehenden Feinde mit einem Haps auszuschalten. Last but not least ist die Schild-Technik mit der ihr einen Schutzschild um euch herumzaubert der euch vor jeglichem Schaden bewahrt – aber nicht immer. Nach mehreren Treffern gibt selbst der tapferste Ninja einmal auf. Manchmal in den Levels verteilt findet ihr auch Toiletten auf den ihr eine kurze Pause einlegen und ein zufälliges Extra erhält, je nachdem ob euch das Glück wohlgesinnt ist oder nicht. Manchmal geht ihr auch mit leeren Händen aus. Trotzdem lohnt es sich am stillen Örtchen nachzusehen. Sonst muss man zugeben, dass die Levels recht trist wirken und keinen wirklichen Augenschmaus darstellen. Von Kantenglättung scheinen die Entwickler anscheinend ebenso wenig gehört zu haben, als von grafischer Abwechslung. Auch das Leveldesign ist alles andere als fair. Es gibt durchaus Stellen, an denen ihr hängt und dann gibt es keinerlei Möglichkeit unterdessen zu speichern, was auch bei Bosskämpfen zur Qual wird.

Create and share!

In Cubic Ninja könnt ihr nicht nur die vorgegebenen Levels spielen sondern auch eure eigenen kreieren. Denn alle fünf Areale ungefähr erhaltet ihr neue Objekte für den Level-Editor, solltet ihr selber neuen Objekten wie zum Beispiel Blitzfallen oder Flammenwerfern begegnet sein. Diese könnt ihr dann in euren Custom-Maps unterbringen. Bis ihr den Abspann laufen seht ihr noch sehr viel ungewöhnliche Dinge die ihr dann nutzen könnt um euren Freunden Kopfzerbrechen zu bereiten. Da gäbe es Roboter, automatische Fallen, die klassischen Stacheln oder die bereits genannten Flammenwerfer um eurem Würfel kräftig einzuheizen. Unerwarteterweise funktioniert das Basteln der Karten relativ gut, die Objekte lassen sich schnell drehen und gut platzieren. Lediglich das Verschieben auf andere Ebenen will nicht so rund laufen. Hie und da bleiben die Sachen wie Schilder dann einfach in der Luft hängen oder das Ausgangsschild lässt sich nicht passend in die andere Richtung drehen. Im Großen und Ganzen jedoch hat mich der Editor ziemlich überrascht. Kreative Köpfe können auf ihre Kosten kommen.
Über QR-Code lassen sich die Karten dann mit anderen teilen und verbreiten, da kein Wi-Fi angeboten wird um die Karten geordnet hochzuladen was ziemlich schade ist, da man online sicher einige nette Kreationen geboten bekommt. Ebenfalls bemängelt werden muss, dass man lediglich drei Areale abspeichern kann.

Dilemma: Steuerung

Der wohl größte Schwachpunkt am gesamten Spiel ist die Steuerung, die wirklich umständlicher kaum sein kann. Mit der Gyrosensor-Steuerung kommt man kaum zurecht, lediglich die Pad-Steuerung ist zu empfehlen und mit ein bisschen Übung kommt man auch durch knifflige Levels.

Mithilfe des Pads schwebt ihr durch die Areale und mit dem Halten von X schwebt der Ninja an den Bildschirm und so kann auch hinter Wände und Säulen gelangt werden, um den Ausgang zu erreichen. Trotz allem werden selbst eingefleischte Spieler irgendwann einmal frustriert sein und den 3DS für eine Weile beiseite legen, unter anderem auch weil es schwer möglich ist, sich zu bewegen und sich gleichzeitig noch in die vorderen Ebenen zu bewegen. Der 3D Effekt spielt auch keine entscheidende Rolle und lässt nicht wirklich das Gefühl aufkommen, man bewege sich “hinter den Kulissen”. Ebenfalls auf eine anständige Tiefenwirkung hat man verzichtet – man bekommt davon kaum was mit. Der einzige 3D-Hingucker ist der Moment wenn man einen der Bossgegner besiegt hat und sie mit einem Karacho gegen den Bildschrim krachen. Das wars dann aber auch. Aber welche Steuerung ist nun für mich geeignet? Das solltet ihr am besten selber herausfinden. Reibungslos funktioniert leider keine der beiden, aber die Pad-Steuerung ist durchaus komfortabler.

 

Unser Fazit

62 %

Cubic Ninja für den Nintendo 3DS hat gute Ansätze einen gelungen Puzzle-Plattformer darzustellen, bei dessen Ausführung AQ Interactive allerdings geschlampt hat, was besonders der Steuerung anzumerken ist, die gerade bei einem Spiel wie Cubic Ninja flüssig von der Hand gehen sollte. Die Technik ist nicht gerade prickelnd und der 3D Effekt erfüllt seinen Zweck eine besondere Tiefenwirkung in den Levels zu erstellen nicht. Auch die Sounduntermalung ist dürftig und lässt zu wünschen übrig. Man kann zwar mehrere verschiedene Würfelninjas durch das Beenden von Kapiteln freischalten, aber allein das und neue Objekte für den Leveleditor reichen als Motivation alleine nicht, sich durch die 100 Levels zu schlagen und die Handlung um die entführte Prinzessin ändert daran auch nichts. Wer um jede Mittel sein Repetoire an 3DS-Titeln aufstocken möchte darf zugreifen oder auch Knobelfreunde können einen Blick darauf werfen - es wird im Großen und Ganzen aber recht wenig fürs Geld geboten.

Pro

  • 100 Levels...
  • stellenweise unterhaltsam
  • Leveleditor
  • verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten

Kontra

  • ... die allesamt sehr schnell erledigt sind
  • wenig Umfang
  • schnell ernüchternd
  • Steuerung lächerlich
  • mäßige Technik
  • 3D-Effekt ungenutzt
  • Kein Speichern unter den Levels möglich

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
35 %

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