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Cubot: The Complexity of Simplicity – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 27. Januar 2016 | 17:15 Uhr von Alexander Winkel

Cubot-Artwork

So unglaublich einfach sich das Spielprinzip auch gibt, so extrem komplex gestaltet sich die Lösung. Cubot – The Complexity of Simplicity macht seinem Namen alle Ehre. Das kleine Knobelspiel von NicoplvGames ist unglaublich pfiffig und seinen Preis definitiv wert. Wer ohne Hilfe an die 80 Level ran geht, wird für das schmale Geld von 1,99 € bzw. 1,80 CHF unglaublich viel Spielspaß als Gegenleistung erhalten.

Auf dem ersten Blick ist Cubot ein äußerst minimalistisches Puzzlespiel. Nicht nur die extrem schlichte, klinisch reine Optik mit weißen Hintergründen und der schwarz-weiß Spielfläche wirkt anfänglich sehr minimalistisch, auch das Gameplay ist extrem einfach gehalten. Auf dem Spielfeld befindet sich ein oder mehrere Würfel, welcher mit dem linken Stick meist in alle Richtungen gekippt und somit ein quadratisches Feld weiter befördert werden kann. Ziel ist es, diesen farbigen Würfel genau auf die Rasterfläche des Level zu befördern, welche der Kolorierung des Würfels entspricht. Im ersten Abschnitt wird das Objekt also zweimal gen Ziel bewegt und schon ist der Level gemeistert.

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Schneller Erfolg! Das Prinzip hat man also bereits verstanden und schon schiebt man munter fröhlich die Würfel durch die Gegenden. Anfänglich werden die Level noch mit Randleisten begrenzt. An diesen kann man den Würfel nicht weiter kippen. Das muss später auch ausgenutzt werden, sobald mehrere Würfel gleichzeitig bewegt werden. Schiebt man diese in eine Ecke, kann man zum Beispiel einen oder mehrere für eine gewisse Richtung festhalten und unbewegt lassen, während andere weiterhin über das Spielfeld geschoben werden. Irgendwann kommen dann auch unterschiedliche Farben hinzu, Würfen werden über den Rand einer Fläche geschoben oder mit Fahrstühlen auf höhere Plattformen gehievt. Weitere Möglichkeiten die Kolorierung zu ändern, Würfel durch Teleporter zu jagen und diese gar übereinander zu stapeln, sorgen für viel, viel Komplexität.

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Das Problem ist dabei, dass ein jeder Level nur dann gelöst wird, wenn mit einem letzten Zug alle Würfel gleichzeitig auf den jeweiligen Zielfeldern zum Stehen kommen. Dabei muss man mit einrechnen, dass andersfarbige Würfel zum Teil nicht nur ein Feld hüpfen, sondern mehrere und manch andere wiederum sich entgegen der Bewegungsrichtung des Sticks bewegen. Cubot ist letztendlich extrem einfach zu erlernen, aber auf Dauer unglaublich schwer zu meistern und daran werden die meisten Spieler vermutlich dann auch verzweifeln. Viele der späteren Abschnitte sind derart komplex, dass man kaum mehrere Schritte voraus denken kann. Es gibt zu viele Variablen, die durch einen einzigen Schritt gleichzeitig verändert werden und dass alles im Kopf zu haben, ist kaum mehr möglich.

cubot-screenshot-3

Das wiederum sorgt aber auch dafür, das die insgesamt 80 Level einen ordentlichen Spielumfang liefern. Mit jeden achten Abschnitt kommt zudem ein neues Spielelement hinzu wodurch man mit einer leicht abgewandelten Denkweise an die neuen Abschnitte heran gehen muss. Meist werden die ersten Level dazu verwendet, das jeweilige Element kennenzulernen. Die letzteren dann kombinieren altbekanntes mit Neuem und werden daher wieder kompliziert. Einen gewaltigen Haken hat Cubot dennoch: Hat man einen Level gemeistert, wird man wohl kaum jemals wieder daran knobeln wollen. Es gibt zwar einen Highscore, wie viele Schritte man zur Lösung benötigt hat, doch auch dies kann nicht wirklich mehr dazu motivieren, den Level nochmals zu starten. Daher ist Cubot letztendlich ein einmaliges Erlebnis, weil man es einmal komplett durchspielen wird, aber auch weil es seinen eigenen Charme hat.

cubot-screenshot-4

 

Unser Fazit

82 %

Der Name ist Programm, denn Cubot – The Complexity of Simplicity offeriert uns tatsächlich ein äußerst anspruchsvolles und komplexes Puzzle-Erlebnis in einer regelrecht simplen Aufmachung. Nicht nur die klinisch reine und simple Optik muss dazu erwähnt werden, auch das äußerst schnell zu erlernende Gameplay. Die Einfache Handhabe und die minimalistische Darstellung stehen aber einem clever durchdachten Spieldesign gegenüber, in dem man alsbald um zig Ecken denken und viele Variablen gleichzeitig beachten muss. Da es nie ein Aus gibt und jeder Schritt rückgängig gemacht werden kann, wird es aber nie frustrierend. Für das extrem schmale Geld vom 1,99 € bzw. 1,80 CHF bekommt man also sehr viel geboten.

Pro

  • + Sehr leicht zu erlernendes Spielprinzip
  • + Extrem einfache Steuerung / Handhabe
  • + Äußerst simples, aber sehr effektives Design
  • + Sehr geringer Preis für das was man bekommt!

Kontra

  • - Wer es einmal durch hat, wird es nie wieder anfassen. Kein Wiederspielwert!

Unsere Bewertung

Grafik
 
40 %
Sound
 
20 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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