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Damage Inc. Pacific Squadron WWII – Test/Review

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Veröffentlicht 31. Oktober 2012 | 7:27 Uhr von Fabrice

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Wenn man den Namen MadCatz hört, denkt man als erstes wohl an Peripherie für Konsolen. Die US-Firma ist heutzutage aber auch als Publisher tätig. Das Spiele-Portfolia ist aber nicht allzu umfangreich und auch nicht allzu erfolgreich. Der neuste Eintrag in ihre Sammlung ist Damage Inc. Pacific Squadron WW II. Es handelt sich dabei um einen im 2. Weltkrieg angesiedelten Flug-Simulator.

Passenderweise hat MadCatz als Peripherie-Spezialist auch gleich noch einen Flight-Stick für die Xbox 360 und die PS3 veröffentlicht, welcher gleich zusammen mit Damage Inc. gekauft werden kann. Das Spiel lässt sich natürlich eben so mit einem gewöhnlichen Controller spielen, was wir in unserem Test der 360 Version auch gemacht haben. Doch ohne den Stick selbst getestet zu haben, ist klar das Damage Inc. so oder so ein furchtbar mieses Spiel ist. Wieso? Das erfahrt ihr in unserem Test!

Wie der 2. Weltkrieg gewonnen wurde

Die Geschichte von Damage Inc. befasst sich mit den realen Ereignissen der Pazifik-Kampagne des 2. Weltkriegs. Angefangen vom japanischen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor, über die Invasion von Wake Island, die Schlacht um Guadalcanal bis zum U.S. Triumpf auf Iwo Jima. Dieser Teil der Geschichte wird noch halbwegs interessant und sogar einigermassen lehrreich präsentiert. Logischerweise ist die Präsentation sehr pro-amerikanisch, für uns Europäer fast schon überheblich patriotisch und auf Grund der extremen Einseitigkeit der Sichtweise schon grenzwertig rassistisch. Zusätzlich gibt es noch eine weitere Komponente in der Geschichte: dieser Teil dreht sich um zwei Brüder. Als Spieler übernimmt man die Rolle von Bobby, dem Piloten. Sein kleiner Bruder Jimmy gehört zur Infanterie und wird beim Angriff auf Pearl Harbor von einem japanischen Flieger-Ass getötet. Bobbyy schwört Rache und wenn sich das langweilig geklungen hat, dann ist es im Spiel doppelt so langweilig, öde und furchtbar mies umgesetzt.

Anvisieren, schiessen, töten, wiederholen

Damage Inc. versucht sich als Flugsimulation zu geben, was aber nur bei einem sehr kläglichen Versuch bleibt. Trifft man die Wahl zwischen dem Arcade- oder dem Simulations-Modus sind die einzigen Unterschiede das man im Simulations-Modus auf die Cockpit-Perspektive beschränkt ist und merkwürdigerweise die Tasten auf dem Controller anders belegt sind als bei der Arcade-Variante. Das Gameplay an sich ist jedoch auf übertriebene Action, extreme Flugmanöver und eine schier unendliche Anzahl an Feinden beschränkt. In viel zu sehr in die Länge gezogenen Missionen macht man immer die genau gleichen Aufgaben. Man erkundet als Aufklärer ein bestimmtes Gebiet, wirft Bomben auf Bodenziele ab oder schiesst ps3_damageinca japanische Flieger in der Luft ab. Immer und immer weider. Die Action an sich ist dabei auch unglaublich zäh. Man sucht sich mit der automatischen Zielerfassung, welche oft das absolut falsche Ziel am anderen Ende des Schlachtfelds auswählt, einen feindlichen Flieger, begibt sich hinter ihn und ballert ihn zu Schrott. Leider ist die Steuerung der Flugzeuge ähnlich miserabel ausgefallen. Es ist schwer wirklich feinfühlig mit ihnen zu fliegen obwohl man die waghalsigsten Manöver problemlos ausführen kann. Dafür gibt es jedoch den so genannten Reflex-Modus, wodurch man die Zeit verlangsamen kann um platziertere Angriffe zu fliegen. Einen wirklichen Vorteil bringt einem dieser Modus jedoch nicht. Man kann ihn zwar unbegrenzt nutzen, selbst im Simulations-Modus, aber ohne ihn ist man genau so gut oder eher schlecht dran wie zuvor. All die im Spiel präsentierten grossen Schlacht, sei es nun gegen angreifende Kamizejäger in Pearl Harbor oder gegen eine ganze japanische Flotte auf hoher See, immer wieder macht man genau das gleiche ohne allzu viel Spass zu haben. Obwohl man eine grosse Auswahl an originalgetreuen Flugzeugen hat, welche man auch mit Upgrades verbessern kann, fühlen sich eigentlich alle gleich an. Ob nun ein wendiger kleiner Jäger für den Luftkampf oder ein schwerer Bomber um Flugfelder zu zerstören, alles fühlt sich viel zu gleich an. Ein weiteres Problem sind die viel zu selten vorhandenen Kontrollpunkte. Einige Missionen ziehen sich locker über 30 bis 40 Minuten hin, wobei man maximal zwei oder drei Kontrollpunkte in der ganzen Zeit hat. Kombiniert mit der Tatsache das die eigene Flugstaffel, von welcher man der Anführer ist, absolut unbrauchbar ist und einem einfach überhaupt nicht zur Seite steht kann das für extrem frustrierende Momente sorgen. Muss man die selben 15 Minuten von Langeweile ein zweites oder eventuell sogar ein drittes Mal spielen muss, dann kotzt es wohl bald selbst den Härtesten Kampfpiloten an.

Das Spiel bietet ausserdem auch einen Online-Modus. In diesem kann man entweder kooperativ zusammen die Kampagne spielen oder gegeneinander Gefechte austragen. Wie es bei der Qualität des Spiels jedoch nicht weiter verwunderlich ist, spielt niemand online. Je nach dem kann man stundenlang warten ohne eine einzige andere Person zu treffen. Der kooperative Modus sieht nicht anders aus. Hat man jedoch einen Partner für die Missionen sind diese ein wenig erträglicher, da man sich einfach gemeinsam über all die viele Probleme lustig machen kann.

Eine (negative) Reise in die Vergangenheit

Sieht man das Spiel zum ersten mal in Aktion kann man seinen Augen wohl kaum trauen. Denn es sieht absolut schrecklich aus. Man hat das Gefühl mit einem schlechten Spiel aus der letzten Konsolengeneration zu tun zu haben. Während die ps3_damageincg Flugzeuge noch halbwegs passabel aussehen und mit ein wenig Liebe gestaltet wurden, sieht es mit Fahrzeugen, Schiffen, Gebäuden, der Umgebung und Gebäuden anders aus. Selbst aus einer grossen Distanz sieht der Boden unter einem furchtbar aus. Eine matschige, grün-braune Pampe welche lieblos dahin geklatscht wurde. Gebäude sehen aus wie Klötze, wobei ein Turm aus Lego-Steinen im eigenen Wohnzimmer noch realistischer aussieht als das was Damage Inc. einem vorsetzt. Auch Explosionen von Flugzeugen oder Schiffen sind kaum anzusehen. Versenkt man ein Schiff sieht man zwar Explosionen auf dem Deck, wirklichen Schaden gibt es aber nicht zu sehen. Sind die Explosionen erst einmal abgeklungen, sinkt das Schiff wie ein Stein und verschwindet innerhalb weniger Sekunden von der Oberfläche. Der ewig gleiche Soundtrack ist nervig und die englische Sprachausgabe erscheint so unmotiviert und lieblos, das man nicht selten Lust bekommt die Synchronsprecher zu schlagen. Ein weiterer Indikator für die offensichtlich billige Produktion des Spiels ist die deutsche Übersetzung. Das Spiel wirft nur so um sich mit unsinnigen oder nicht übersetzten Begriffen. Einige Beispiele gefällig? Eine Aufgabe in einer Mission lautet PT-Boot zerstören begleitet. Ein anderes tolles Beispiel ist auch in der Liste der Erfolge und Trophäen zu finden. Um eine dieser Auszeichnungen freizuschalten muss man nämlich folgende Aufgabe bewältigen: Zerstöre einen feindl. Jet, targeting ist Kameraden im Visier haben, im Koop-Kampagnenmodus. Zusätzliche bekommt man immer wieder Wörter wie Revange oder Elimanation an den Kopf geworfen, was einfach nur lächerlich ist.

Unser Fazit

19 %

Was bleibt nach diesem Test noch zu Damage Inc. Pacific Squadron WWII noch zu sagen? Kauft es nicht! Spielerisch langweilig und repetitiv mit einer rassistischen Geschichte die furchtbar präsentiert wird sowie mit einer schrecklichen Grafik und Sprachausgabe versehen welche auf der letzten Konsolengeneration schon unterdurchschnittlich gewesen wäre, ist das Spiel einfach für überhaupt niemanden geeignet. Das jemand so ein Spiel überhaupt veröffentlicht ist schon fast eine Zumutung, weshalb wir davon nur abraten können!

Pro

  • Halbwegs detailgetreue Flugzeugmodelle
  • Die Befriedigung sich über ein so furchtbares Spiel lustig zu machen
  • Ziemlich simple Erfolge?

Kontra

  • Unterirdische Grafik
  • Hakelige Steuerung
  • Furchtbare Sprachausgabe
  • Zu lange, viel zu repetitive Missionen
  • Immer der selbe Missionsaufbau
  • Rassistische anmutende Geschichte
  • Langweilige Umsetzung des 2. WK
  • Toter Mehrspieler-Modus
  • So ziemlich alles wenn wir ehrlich sind ...

Unsere Bewertung

Grafik
 
23 %
Sound
 
18 %
Steuerung
 
34 %
Gameplay
 
23 %
Multiplayer
 
20 %
Spielspaß
 
19 %

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