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Dark Souls 3 – Test / Review

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Veröffentlicht 18. Juli 2017 | 19:02 Uhr von Marc Wunder

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Nebel wabert unheildrohend durch dunkle Sümpfe, die Zinnen düsterer Gemäuer erstrecken sich am Horizont – willkommen in der mittelalterlichen Welt von Dark Souls 3!

Entwickler From Software nimmt uns mit in das Land Lothric. Dieses steht kurz vor dem Untergang. Dunkle Horden überrennen das Land und nur ihr könnt die Welt noch retten. Und so schnappt man sich abermals Schwert, Schild und Bogen und rüstet sich zum Kampf. Im Großen und Ganzen bleiben die Entwickler dem allgemeinen Gamedesign der Reihe treu. Ihr durchstreift also wieder einmal Burgen, Verliese, Sümpfe und Ruinen, bei denen an jeder Ecke der Tod lauern kann. Und dies ist nicht nur so daher gesagt. Kenner der Serie wissen: der Tod gehört zum Spielprinzip dazu. Er ist Hindernis und Motivationsfaktor in einem und trennt die Spreu der Casualgamer von den Coreplayern. Man muss ständig auf der Hut sein, denn selbst ein Standardgegner kann euch binnen Sekunden erledigen.

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Jeder Feind benötigt andere Herangehensweisen und verfügt über unterschiedliche Angriffsmuster, die es zu erlernen gilt. Natürlich kämpft man nicht mit bloßen Händen (außer man will es so), sondern hat eine Vielzahl an Waffen zur Verfügung. Von der klassischen Kombination von Kurzschwert und Schild über Zweihänder bis hin zu Spießen und Wurfwaffen ist so ziemlich jede mittelalterliche Waffe vertreten.

Im Gegensatz zu den Vorgängern wirkt der Protagonist diesmal auch schneller und wendiger. Anscheinend hat From Software viele Ideen aus ihrem PS4-Exklusivspiel Bloodborne in Dark Souls 3 einfließen lassen. So auch das Gegnerdesign. Gerade die Bosse waren schon seit Demons Souls ein Aushängeschild der Serie. Noch mehr hier. Die Entwickler haben auf die Kritik der Spieler gehört, die den großen Anteil der humanoiden Bosse aus dem Vorgänger bemängelten. Diesmal sind wieder mehr Bestien im Repertoire .Und nicht nur das. Einige Bosse machen während des Kampfes eine Mutation durch und erhalten somit nicht nur ein grässlicheres Aussehen, sondern teils auch neue Angriffs- und Bewegungsmuster.

Positiv ist auch, dass es die Entwickler diesmal fast unmöglich gemacht haben, die feige 1000-Pfeile-Taktik anzuwenden, bei der man sich an einen gut geschützten Punkt stellt und den Boss ungefährdet mit Fernangriffen eindeckt. Jeder Obermotz hat nun entsprechende Gegenmaßnahmen gegen so eine Art des Kampfes.

Kernpunkte des Gameplays sind wie gehabt: Angriffe Blocken (oder per Rolle ausweichen), dabei immer auf die schwindende Ausdauer achten, Schwachpunkte suchen, den perfekten Zeitpunkt auswählen und zuschlagen. Hört sich einfacher an, als es schlussendlich ist. Wie gesagt: ihr werdet abermals 1000 Tode sterben.

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Business as Usual

Ansonsten bleibt vieles beim Alten. Die düstere, melancholische Atmosphäre passt perfekt zum Setting, die Setpieces sind schön designt und das Gameplay auf Messers Schneide zwischen Euphorie und Frust motiviert wie gehabt. Wenn auch nicht ganz so stark wie früher. Auch die Vernetzung der einzelnen Areale hätte besser sein können. Fand man im Erstling noch jede Menge Wege und Geheimgänge, die in früherer Areale zurück führten und die gesamte Spielwelt zu einem großen, vernetzten Spielplatz ala Metroid oder Castelvania formten, so sind die einzelnen Abschnitte – auch wenn sie für sich betrachtet viel Platz für Erkunden lassen – lieblos aneinander gereiht. Dies wirkt weit weniger natürlich, als in den Vorgängern. Will man zu einem früheren Abschnitt zurück, nutzt man bequem den Teleport an den viel zu großzügig verteilten Lagerfeuern. Dies wirkt wie ein Zugeständnis an den Massenmarkt. Insgesamt ist Dark Souls 3 auch der leichteste Teil der Reihe – das schnellere Bewegungstempo des Helden macht hier schon viel aus. Wobei der Begriff „leicht“ hier immer noch mit Vorsicht zu genießen ist. Auch Fanservice wird genug geboten: Kenner freuen sich auf ein Wiedersehen mit dem Zwiebelritter oder Andre, dem Schmied.

Negativ – gerade im Kontext mit den schnellen Toden – fällt jedoch die mangelhafte Kollisionsabfrage auf. Mehr als einmal bin ich gestorben, weil ein Gegner durch Wände oder Objekte durchschlagen konnte. Es ist einfach frustrierend, wenn man gerade an einem Gebäude eine Leiter hoch klettert und ein Gegner einen VON INNEN von selbiger herunter in den Tod stößt. Oder das die Monsterkrabben in den Sümpfen locker durch den Baum hindurch schlagen, während man selbst nur das Objekt an sich trifft. Bei solchen Gliches kommt einen das Wort „unfair“ nur allzu leicht über die Lippen.

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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

83 %

Dark Souls 3 macht keine großen Experimente und bietet genau das, was Fans erwarten. Leider tritt es dabei zu viel auf der Stelle und entwickelt sich nicht weiter. Die vielen kleinen Verbesserung bringen es vom Gamplay her mehr in die Richtung Bloodborne, aber der uninspirierte Weltaufbau macht dies auch schon wieder zunichte. Leider ist so langsam die Luft raus. Das ewig gleiche Spielprinzip hätte eine Erfrischungskur gut gebrauchen können. Trotz all der Kritik ist es ein überdurchschnittlich gutes Spiel und auch wenn es zum Teil einsteigerfreundlicher geworden ist als die Vorgänger, so ist es immer noch bockschwer. Fans sollten auf jeden Fall zugreifen.

Pro

  • + Tolles Artdesign
  • + Taktische Kämpfe
  • + Schöne Sets
  • + Geniale Bosskämpfe
  • + Happiger Schwierigkeitsgrad

Kontra

  • - Nervige Glichtes
  • - Uninspiriertes Leveldesign
  • - Teleports und hohe Lagerfeuerdichte

Unsere Bewertung

Grafik
 
72 %
Sound
 
92 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
83 %

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Hier im Forum als RONIN unterwegs. Seit über zwei Jahrzehnten leidenschaftlicher Gamer. Als Multiplattformer auf jedem System zuhause.

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