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DARK – Test / Review

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Veröffentlicht 25. Juli 2013 | 15:33 Uhr von eJUNKI3

DARK

Kennt Ihr diese Momente, in denen Ihr im Fernsehn, bei Freunden oder im Internet eine interessante Sache seht und Euch denkt, das könnte ich auch mal ausprobieren. Oftmals versucht man diese Sache dann selbst mal in die Hand zu nehmen und stellt später frustriert fest, dass diese Idee wohl gänzlich dumm war. Mit dieser Erkenntnis bricht man sein Vorhaben ab und genau hier befinden wir uns an dem Punkt, an dem Dark Entwickler Realmforge Studios wohl trotz alledem weitergemacht hat.

Mann beißt sich so durch

Unser Ego Eric Bane startet seine Tour in einem Nachtclub. Er leidet allem Anschein nach an einer Amnesie, denn er weiß nicht, wieso, weshalb und warum er überhaupt in dieser Zappelbude steht. Wahrscheinlich ist die eintönig klingende Musik nicht mal sein Geschmack, was man ihm wirklich nicht verübeln kann. Nachdem wir ein paar Selbstgespräche führen und eine Engelsvision und heimsucht, klappern wir nach und nach erste Missionsziele ab.

Nachdem wir uns durch das Gewusel aus ebenso knapp bekleideten wie auch animierten Frauen kämpfen und auf Rose treffen, klärt uns die Besitzerin des Schuppens langsam auf. Natürlich kommt es häufiger vor, das jemand uns erklärt wir seien ein Vampir. Aus diesem Grund reagiert unser Protagonist auch mit enormer Gelassenheit und einer Eiseskälte auf diese Botschaft. Was soll schon groß daran sein, für den Rest seines Daseins das Blut aus den Körpern anderer Menschen zu schlürfen?! Ein kurzes Tutorial, welches durch die typischen gehe hierhin, rede mit dem und dem und mache das und das Aufgaben in MMORPG Manier in die Länge gezogen wurde, bereitet uns auf den bevorstehenden Kampf gegen Super-Vampire vor.

DARK

 

Sind sie zu stark, bist Du zu…

Mit dem Balancing eines Spiels steigt und fällt auch meist der Erfolg des Titels. Auffällig ist, dass wir auf der Schwierigkeitsstufe normal, doch gut frustresistent sein sollten. Unsere Gegner scheinen, ob nun menschlicher Natur oder nicht, ein überdurchschnittliches Gehör zu haben und nerven uns tierisch bei den Schleicheinlagen. Entscheidet man sich jedoch für ein leichtes Spielerlebnis, bekommt man es mit einem Schwierigkeitsgrad zu tun, welchen man durchaus schon als normal bezeichnen könnte. Hä? Wtf!?

Hat man diese Tatsache erstmal geblickt, fängt man mit dem Spiel frohen Mutes erneut an, um sich den nächsten Herausforderungen zu stellen. Von Rose wissen wir, dass wir noch kein richtiger Vampir sind und wir uns in einen leichenfressenden Guhl verwandeln werden, wenn wir nicht den Vampir finden, der uns gebissen hat. Alternativ dazu können wir uns auch mit einem Super-Vampir an die Köppe kriegen und saugen uns mit dessen Blut auch gleich ein paar neue Fähigkeiten in die Ärmel. Auf dem Weg zu diesem Super-Vampir nimmt die Geschichte genau eine Wendung, denn dieser wurde quasi vor unseren Augen entführt. Suchen, finden, aussaugen … so lautet nun unser weiteres Vorgehen.

Ich bin ein Stein

Jetzt wo wir wissen, was wir machen müssen und wohin die Reise geht, freuen wir uns auf die Schleichaktion. Diese Vorfreude wurde im Vorfeld von den Entwicklern ordentlich geschürt. Schade nur, dass aus dem Entwicklerteam scheinbar niemand Splinter Cell, Hitman oder Thief gespielt hat. Dem geübten Gamer sind die typischen Regeln natürlich direkt klar. Die Dunkelheit ist Dein Freund, nutze Gegenstände wie Kisten, Müllcontainer oder Vasen als Deckung und halte deinen Arsch unten. Mit diesem grundsoliden Fachwissen aus jahrelanger Videospielerfahrung, versucht man sich an seine Gegner zu schleichen, um diese wie einen Softdrink zu leeren.

Doch was ist das?! Warum können mich die Gegner in der dunkelsten Ecke sehen? Egal ob wir von kaltem Licht aus Neonröhren angestrahlt werden, wir uns in der seichten Dunkelheit der Dämmerung, oder im diffusen Licht bewegen – Protagonist Eric scheint ein Elefant im Porzellanladen zu sein und ist stets gleich sichtbar. Lediglich auf zwei Dinge ist zu achten, damit unsere Gegner uns nicht wahrnehmen können. Greife stets von hinten an und versuche nicht bis auf 10 bis 15m in das Sichtfeld der Patrouillen zu gelangen. Somit wäre dann der Drops gelutscht und der Spielspaß im Sack.

DARK

 

Alles hat ein Ende

Unabhängig von dem Einband eines Buches, ist es die Story und der Umfang, welche es erst lesenswert machen. Doch Dark ist leider Gottes nicht nur optisch Pfui, sondern auch inhaltlich. Kämpft man sich durch die stellenweise unfair platzierten Gegner durch und grast seine Missionen nach und nach ab, hat man das Spiel nach gefühlten 5 Missionen durch. Das ist auch gut so! Spätestens jetzt sollte jedem ambitionierten Gamer klar sein, dass dieses Stück Software wirklich eine ganz miese Partie ist.

Sämtliche Missionen bzw. Level ähneln sich. Das Ziel bleibt stets das Gleiche. Wir kämpfen uns durch Gänge, dunkle Gassen und teilweise riesige Räume, welche scheinbar durch Copy and Paste mit Gegnern bestückt wurden. Das sogar im wahrsten Sinne des Wortes, denn abgesehen von der Umgebung, welche stets gleich aussieht, gibt es auch nicht grad viele Charaktermodelle in dem Spiel. Gleich zu Beginn in dem Nachtclub drängt sich die Frage auf, ob man hier vielleicht in einem Swingerclub für Zwillinge gelandet ist.

Soviel zum Einband des Buches, doch auch die Story endet zumindest gedanklich rasant schnell. Das Spiel schafft es in keinster Weise, zwischen Spieler und Protagonisten eine emotionale Bindung aufzubauen. Eric Bane ist uns vom Start weg vollkommen egal und dient lediglich als Marionette unserer Willkür. Auch die marginalen RPG-Elemente schaffen es nicht, den Spieler an das Ego zu binden. Die abgedroschene Story von Super-Vampiren ist wirklich äußerst flach. Inhaltlich könnte man das Script zu dem Spiel auf einem Bierdeckel festhalten, eine DIN-A5 Seite wäre dazu schon überdimensioniert.

Unser Fazit

53 %

Es klang so schön! Ein Schleichspiel mit Vampiren, welche sich ähnlich gut wie Zombies verkaufen. Ein Titel, aufgrund dessen man allein schon auf Stealth Aktion hoffen durfte und dann das. Ein reines Debakel aus Bits und Bytes. Man weiß, nicht wo man anfangen soll. Bei der schlechten Steuerung, dem Balancing, Schwierigkeitsgrad, der stümperhaften Story oder, oder, oder... Hätte man sich ein wenig Mühe gegeben und die Story etwas ausgebaut. Hätte man Eric Bane charakterliche Züge zugeschrieben und so, wenn auch nur ansatzweise eine Bindung zum Spieler aufgebaut. Hätte man das Spiel um ein paar RPG-Elemente erweitert und der Dunkelheit einen Nutzen mit Nährwert verliehen. Hätte man den durchaus ansprechenden Cel-Shading-Look durch mehr Texturen und Abwechslung erweitert. Tja, hätte man... dann wäre DARK mit Sicherheit ein brauchbarer Titel. Für ambitionierte Leisetreter ist DARK nicht zu empfehlen, selbst eingeschworenen Vampirfreunden sei der gute Rat ans Herz gelegt, sich nach einem anderen Schleichspiel umzuschauen.

Pro

  • + Schöner Cel-Shading-Look
  • + Maus, Tastatur & Gamepad möglich
  • + Gute Sprachausgabe

Kontra

  • - Schlechte Animationen
  • - Zu statische Ausleuchtung
  • - Magerer Sound
  • - kein Wiederspielwert
  • - flache Storyline
  • - null Spannung

Unsere Bewertung

Grafik
 
54 %
Sound
 
51 %
Steuerung
 
52 %
Gameplay
 
52 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
56 %

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Kommentare

  • räuber hotzenplotz sagt:

    Test kommt zu spät… ^^
    kann man so unterschreiben…is nich so der burner und selbst leicht total frustierend…
    das ende werd ich wohl nie erleben…schad drum…naja

  • eJUNKI3 sagt:

    Da muss man sich erstmal durchquälen durch das Game. ;)

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