Das Testament des Sherlock Holmes - Test/Review - insidegames
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Das Testament des Sherlock Holmes – Test/Review

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Veröffentlicht 23. Oktober 2012 | 11:34 Uhr von Lucardis

Testament-des-Sherlock-Holmes

Der gute alte Sherlock Holmes wurde schon mit einigen Spiele-Adaptionen geehrt, doch mit „Das Testament des Sherlock Holmes“ darf man nach “Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper” auch auf Xbox 360 und sogar Playstation 3 mal wieder in die Haut des Meisterdetektivs schlüpfen.  Ob es sich aber auf der Couch genauso gut ermitteln lässt, wie auf dem PC-Stuhl und ob das neuste Abenteuer dem Namen Sherlock Holmes überhaupt gerecht wird, haben wir wortwörtlich unter die Lupe genommen…

Das Testament des Sherlock Holmes Zu Beginn wird man mit einem recht banalen Fall bedacht: Dem Marquis von Conyngham ist eine äußerst wertvolle Perlenkette gestohlen worden, welche er natürlich unbedingt wieder haben möchte und wer wäre besser dafür geeignet das mysteriöse Verschwinden des Schmuckstücks aufzuklären, als Sherlock Holmes höchstpersönlich?!

Alles gar kein Problem für den Star-Ermittler und im Nu ist das gute Stück wieder aufgetaucht und an den rechtmäßigen Besitzer ausgehändigt. Doch am nächsten Tag entdeckt Dr. Watson einen reißerischen Artikel über Holmes in der Tageszeitung, welcher ihn  als Dieb darstellt, denn die Kette, die er gestern noch auf Echtheit geprüft und dem Marquis zurückgegeben hat wurde heute als Fälschung erkannt und Holmes war auch noch der letzte, der sie gestern in den Händen hatte… So gerät der Meisterdetektiv dieses mal selbst in Verdacht.

Die Probleme müssen also gelöst werden, doch auch einem Meisterdetektiv fällt nichts einfach zu und so müssen zunächst einmal Hinweise gesucht werden. Gesteuert wird Sherlock (manchmal leider etwas hakelig), mit dem linken Stick aus der 3rd Person-Perspektive, wobei sich die Sicht auch auf 1st Person umschalten lässt, wenn man sich etwas genauer betrachten möchte. Von der Point & Click Methode mit Standbild hat man bei diesem Ableger für die Konsolen Abstand genommen, wodurch die Bedienung vergleichbar ist wird mit dem Genre-Kollegen L.A. Noire, wobei man im London des 19. Jahrhunderts deutlich weniger Action erwarten darf, wenn auch ungleich mehr Rätsel, aber dazu später mehr.

Das Testament des Sherlock Holmes Während man sich also durch den Raum bewegt erscheinen an zu untersuchenden Orten kleine Lupen, welche sich anwählen lassen und Informationen und Hinweise dem Notizbuch hinzufügen. Bestimmte Objekte und Beweismittel lassen sich sogar aufheben und später in der Bakerstreet 221b, am hauseigenen Chemielabor, in einer Art Minispiel oder auch Mini-Rätsel, untersuchen lassen, um weitere Schlussfolgerungen zu ermöglichen und der Polizei ins Handwerk zu pfuschen.

Die Gespräche mit Zeugen oder anderen anwesenden Personen geben einem zwar ebenfalls reichlich Informationen, sind aber leider wenig interaktiv. So hat man zwar verschiedene Möglichkeiten, was man den Gesprächspartner als nächsten fragen möchte, aber theoretisch hätte man den „Dialog“ auch  automatisch in eins durchlaufen lassen können, da man eh jedes vorgeschlagene Thema ansprechen sollte, um nichts zu verpassen. Hier hätte ich mir etwas „mehr“ gewünscht. Reaktionen der NPCs, je nachdem wie man eine Frage stellt wären vielleicht eine Möglichkeit gewesen oder, dass man selbst feststellen muss, ob man gerade anflunkert wird wäre auch interessant gewesen, nur um hier vielleicht nochmal auf L.A. Noire zu verweisen, denn dort hatte man wesentlich mehr Interaktion in den Gesprächen, wodurch sie schlicht und einfach etwas spannender wurden.

Das Testament des Sherlock Holmes In Sachen Rätselkost hat man sich bei diesem Titel allerdings nicht Lumpen lassen und dem Spieler allerlei gehirnzermürbende Aufgaben gestellt. Von einfachen Dingen, wie einen Draht in eine vorgegebene Form zu biegen, um eine Tür zu öffnen, bis zu etwas härteren Nüssen, wie mit einer Schachfigur ein bestimmtes Muster auf dem Schachbrett abzulaufen um noch genau ein Feld übrig zu haben wird einem hier einiges an Abwechslung geboten, die Rätseleinsteigern sicher öfter mal den Kopf rauchen lässt.

Ein weiteres schönes Feature ist die „Deduktion“, hier werden alle Fakten aufgelistet, die man bereits beim untersuchen des Tatorts entdeckt hat. Nun lässt aber meist jeder Fakt auch eine Schlussfolgerung zu, oft auch in Verbindung mit anderen Fakten, die man gefunden hat. Beispiel: Verbrecher haben den Bischof übel zugerichtet und umgebracht. Es wurde aber nichts entwendet, alles ist noch da. Ergo wollten sie etwas bestimmtes und waren nicht auf Geld aus, haben also eventuell sogar im Auftrag von jemanden gehandelt…  So sind manche Schlussfolgerungen sehr einfach und logisch, bei einigen muss man allerdings auch mal etwas herum probieren, bis das komplette Schema vom Spiel als richtig akzeptiert wird.

Das Testament des Sherlock Holmes Doch was wäre ein Spiel mit Sherlock Holmes als Hauptperson ohne seinen besonderen Charme, den dieser Titel sehr gut zu übermitteln weiß. Legt man das Spiel ein, hat man das Gefühl wirklich gerade im London des 19. Jahrhunderts zu ermitteln und auch der Charakter des Sherlock Holmes und auch der des Dr. Watson werden unglaublich gut vermittelt, sodass sicher alle Fans des Meister-Ermittlers ihre helle Freude an der Atmosphäre haben werden.

Auch die Synchronisation trägt natürlich nicht unwesentlich zur Atmosphäre bei. Zwar hätte ich mir die Möglichkeit gewünscht, auf die englische Sprachausgabe umschalten zu können (wir sind ja schließlich in London unterwegs!), doch auch auf Deutsch wurde hier professionelle Arbeit geleistet. Die Grafik kann sich auch durchaus sehen lassen. Die Schauplätze sind „liebevoll“ gestaltet und bieten viele Details und die Umgebung generell weiß den Flair der Zeit zu vermitteln, sodass es hier eigentlich kaum was zu meckern gibt.

Unser Fazit

70 %

Das Testament des Sherlock Holmes lässt den Spieler in ein neues Abenteuer des kultigen Detektivs eintauchen und bietet diverse abwechslungsreiche und oft auch fordernde Rätsel, detailreiche Tatorte und authentische Charaktere, aber noch etwas, was den Titel davor bewahrt „einfach nur irgendein“ Detektiv-Game zu sein: Den speziellen Sherlock Holmes-Flair, welcher einfach einen unglaublich authentischen Meisterdetektiv erschafft und auch das ganze drumherum zu einer ganz eigenen Welt werden lässt. Fans des kultigen Ermittlers werden in Sachen Atmosphäre also sicher ihre Freude haben, aber auch alle, die sich nicht besonders mit Sherlock Holmes auseinandergesetzt haben werden gut unterhalten sein, wenn es auch Genre-Kollegen gibt, die deutlich abgedrehtere Charaktere bieten, wie beispielsweise Ace Attorney oder auch mehr Wert auf Action gelegt haben, wie das im Test schon öfter erwähnte L.A. Noire aus dem Hause Rockstar. Wer aber einfach nur gemütlich Rätseln und die besondere Sherlock-Atmosphäre auf sich wirken lassen will ist mit diesem Titel gut beraten.

Pro

  • authentisches Sherlock Holmes-Feeling
  • viele Rätsel
  • unterhaltsame, mysteriöse Story
  • gute Synchronisation

Kontra

  • Steuerung manchmal bockig
  • wird auf Dauer etwas eintönig
  • Wenig Interaktion in Dialogen

Unsere Bewertung

Grafik
 
79 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
71 %
Gameplay
 
71 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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