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Dead or Alive 5 Ultimate – Test / Review

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Veröffentlicht 6. Oktober 2013 | 19:39 Uhr von Sandra

Dead or Alive 5 Ultimate

Die Dead or Alive-Prügelreihe ist schon so etwas wie eine Traditionsreihe, deren Anfänge in die Mitte der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück reichen. Seither haben sich viele Fans unter dem DOA-Banner vereint. Natürlich ist DOA nicht der Weisheit letzter Schluss und für Street Fighter-, oder Tekken-Fans und auch eventuell diejenigen, die mit dem Gerne generell nichts anfangen können, ist DOA nicht selten ein Blender, mehr Schein als Sein und nicht zuletzt ein Button-Masher. Angeblich sei es möglich DOA mit simplen, wenig koordiniertem Tasten drücken zu spielen und dabei könne man sogar erfolgreich sein. Mit Dead or Alive 5 Ultimate schickt sich der zuständige Entwickler Team Ninja, zugehörig zu Tecmo Koei, an erneut den Beweis anzutreten, dass ich gepflegt auf die Fresse kloppen nicht immer so einfach ist, wie es gerne hin stellt.

Ein paar DOA-Fakten zum Einstieg

Dead or Alive 5 Ultimate, erschienen für Playstation 3 und Xbox 360, ist keine – wir sagen einmal – „echte Neuentwicklung“. Vielmehr hat sich Team Ninja das Gerüst von Dead or Alive 5 (2012), im Übrigen der erste Teil der Serie, an dem Serie-Erfinder Tomonobu Itagaki nicht mehr mitgewirkt hat, geschnappt und daraus eine erweiterte, überarbeitete Fassung gemacht. Spieler bekommen somit einmal Dead or Alive 5, dazu einige Features, welche es in der PS Vita-Version (Dead or Alive Plus) schon zu bestaunen gab, ein bisschen neuen Content sowie neue als wiederkehrende Figuren aus der Ninja Gaiden-Welt. So weit, so gut … Bleibt noch schnell die Frage nach der Story offen, die wir so beantworten wollen: Wofür braucht es beim sich gegenseitig in Grund und Bogen prügeln eine Geschichte? Okay, die Entwickler haben es versucht, aber wir hüllen den Mantel des Schweigens darüber. Verbuchen wir den Versuch als eben genau solchen ab und wir empfehlen euch, schaut euch die Sequenzen ab, amüsiert euch dann und wann – ja, es hat einige gute Momente, die mehr als zum Schmunzeln taugen – und fragt nicht nach Zusammenhängen, Sinn oder gar Logik. Manche Dinge nimmt man einfach besser so hin, wie sie sind – denn auch das kann durchaus der richtige Weg sein bzw. ist im Falle von Dead or Alive 5 Ultimate und seinem kuriosen Story-Telling-Exkurs auf jeden Fall.

Dead-or-Alive-5-Ultimate-Screenshot-EIN-VS-HITOMI-2

 

Zwei rechts, zwei links, eine(n) fallen lassen

Auch der mehr oder weniger neuste Teil der DOA-Reihe setzt wie gehabt das gezielte Einsetzen von Konter sowie einem gesamt schnellen Kampfsystem. Dead or Alive-Spiele sind eigentlich immer ein gutes Training für all jene, die sich schon immer mal vorgenommen haben ihre Reaktionszeit auf Vordermann zu bringen. Der Einstieg funktioniert leicht, auch die Steuerung erweist sich – oberflächlich betrachtet – als ‚easy going‘ in der Handhabung. Das – wenn es blöd läuft – böse Erwachen gibt es, wenn DOA fix anzieht und es ans Eingemachte geht. Wir raten daher an dieser Stelle die angebotene, endlich ausführliche Trainingsoption zu nutzen, da ihr euren Charakter kennen- als auch zu nutzen lernt. Angriffe, Konter, Würfe, damit kann man schon mal Stunden verbringen die damit verbundenen Techniken zu verinnerlichen. Auch ist es immer gut verschiedene Prügelknaben als auch Damen Probe zu spielen, um raus zu finden, welche vorhandene Technik, welcher Stil euch am meisten liegt. Allein das zu wissen und zu erleben wird helfen in den Kämpfen nicht immer als Bodendekoration zu enden. Die sogenannte Lernkurve ist auch in DOA 5 Ultimate verdammt steil – aber jeder Sieg, jeder Triumph schmeckt in diesem Kontext nochmal so gut.

Immer gut ist auch, wenn ihr in den Kämpfen – sei es gegen die KI oder auch menschliche Gegner – vor Augen führt, wie dieser vorgeht (Stil, bevorzugte Kombis). Auch wenn viele Aktionen wie Einzelschläge, Tritte und Co. wirken, es ist am Ende das Zusammenspiel genau dieser Elemente, mit denen euch der Widersacher auf die Matte schicken will. Kommt ihm zuvor und nutzt z.B. den neuen Power Blow. Dieser eignet sich für vor allem für jene Kämpfer, die gerne ihre Opponenten wie Pizzateig behandeln wollen. Einmal abgehoben und richtig genutzt, wird euer Gegner kein Land mehr sehen. Alternativ nutzt den Power Launcher – wobei dieser generell gekonnt eingesetzt werden sollte, da er pro Fight nur einmal zur Verfügung steht.

Dead-or-Alive-5-Ultimate-Screenshot-JACKY-VS-CHRISTIE-2

 

Voll auf die Zwölf

Dead or Alive 5 Ultimate mag man vielleicht viel vorwerfen, aber dem Umfang des Spiels als auch die kleinen, aber feinen Veränderungen verdienen das definitiv nicht. Anders als beispielsweise bei Konkurrent Capcom müsst ihr nicht für weitere Spielmodi (Off/Online) blechen. Diese sind in vollem Umfang und einwandfrei funktionierend, wie es sich gehört, möchte man sagen, auf der Disc enthalten. Story-Modus, bereits beschriebene Trainingsabteilung, den obligatorischen Movie-Mode, ein Arcade-Modus sowie verschiedene grundlegende Modi-Versionen (Attack, Survival, Tag-Team) warten darauf von euch gespielt zu werden, wahlweise Off- oder Online, je nach Modus und ganz wie ihr wollt.

Wie eingangs schon erwähnt, sind knapp ein halbes Dutzend neue Fighter, hinzu gestoßen, die den Weg aus dem Ninja Gaiden- sowie Virtua Fighter-Universum in DOA 5 Ultimate gefunden haben. Viele neue Titel, die sich erspielen lassen, ergänzen das Treiben ebenso wie fünf neue Stages und Zack’s Island bieten sich ebenfalls in der DOA 5 Ultimate-Auswahl an.

Wie es sich für die DOA-Reihe gehört, darf das Styling nicht fehlen. Alle Charaktere haben neue Kostüme spendiert bekommen, die ihr wahlweise freispielen oder auch kaufen könnt (Echtgeld). Begrüßt haben wir auch, dass die Funktion der PS Vita-Fassung, da man seine favorisierte Musik zur Stage und/oder zum Charakter anpassen kann, den Weg ins Spiel gefunden hat. Außerdem wurden die Musiktitel in ihrer Anzahl nochmals erhöht.

dead-or-alive-ultimate-screen-02

 

Alt trifft neu und umgekehrt

Auch DOA, generell ein Garant für durchaus überzeugende „optische Argumente“, gerne mal auf als Pärchen auftretend und nett in die Kamera wippend weibliche Attribute reduziert, ist vor dem Altern nicht gefeit. Auf der einen Seite besticht das kämpferische Treiben nach wie vor, muss sich sicher nicht verstecken, schon gar nicht vor der Beat’em Up-Konkurrenz, und doch nagt der Zahn der Zeit am Geschehen. Während die Charakter-Modelle so weit detailliert als auch sehr gut animiert („wie eh und je bis auf die starren Gesichter“) daher kommen, fallen die gerne auch mal mehrstöckigen Stages auf, die Hintergründe, die per se auch gelungen und ordentlich sind. Aber am Ende sind es die Details, denn auch Pixel können Schwund erleiden. Kantenflimmern ist uns aufgefallen, dazu gern auch mal die eine oder andere verwaschene Textur stechen in Zeiten immer besser werdender Grafik direkt ins Auge. Auf jeden Fall dürfte auch einmal die Kollisionsabfrage auf den Prüfstand gestellt werden, die hin und wieder mit unschönen Aussetzern brilliert hat und damit den Kampf hat weniger zu einer Könner-, denn mehr zu einer Glückssache hat werden lassen.

Unser Fazit

82 %

Dead or Alive 5 Ultimate ist ein guter Prügler – Punkt! Mit diesem Satz wäre und ist generell als Fazit alles gesagt. Okay, das Teil hat seine Schwächen, „ist ja auch schon älter“, aber hey, die Dinge, die funktionieren müssen, tun dies auch. Die Steuerung ist gewohnt intuitiv, ebenso das Kampfsystem und wer seinen Fighter aus dem FF beherrschen will, der fühle sich frei zu trainieren, bis die Finger abfallen. Es sind am Ende partielle Aussetzer, die dem Sieg im Weg stehen, und dann schon mal für Frust sorgen können, aber grundlegend funktioniert das sich auf die virtuelle Fresse kloppen, egal ob Off- oder Online, einwandfrei und wer Spaß am Vermöbeln hat, wird mit DOA 5 Ultimate auf jeden Fall gut bedient werden. Größtenteils stimmt die Optik, ebenso die zugehörige Sounduntermalung, so dass Teilzeit-Klitschkos als auch Vollzeit-Rambos immer wieder genug zu tun haben.

Pro

  • + ordentlicher Umfang (Chars, Stages, Modi)
  • + intuitives Kampfsystem
  • + einfach zu erlendende Steuerung
  • + wahlweise japanische od. englische Sprachausgabe
  • + deutsche Untertitel
  • + detaillierte und gut animierte Charakter

Kontra

  • - Kollisionsabfrage setzt manches Mal aus
  • - starre Gesichter
  • - partiell altbacken wirkende Optik
  • - wirre Story
  • - Kantenflimmern und Texturschwächen

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
85 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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