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Dead Rising 2: Case Zero Review

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Veröffentlicht 7. September 2010 | 13:20 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. März 2011

Die Untoten sind wieder da

Capcom geht mit dem Dead Rising 2 Prolog, welcher auf den Namen Case Zero hört, einen gewagten Schritt. Im Grunde bietet der Arcade-Titel einen tollen Ausblick auf Dead Rising 2. Im Gegensatz dazu ist der Umfang sehr überschaubar und viele sahen in Capcoms Plan, den ersten Schritt in Richtung „Bezahl-Demo“. Obwohl die Vorgeschichte mit einigen Mängeln zu kämpfen hat, bietet sie einen guten Überblick über die Neuerungen gegenüber dem Vorgänger sowie einige der neuen Features.

*stich stich*

*stich stich*

Willkommen in Still Creek

Chuck Greene ist ein bekannter Motocrossfahrer, doch auch er hat ein grosses Problem. Seine Tochter Katey wurde von einem Zombie gebissen und infiziert. Nur das experimentelle und somit sehr teure Medikament Zombrex kann die endgültige Verwandlung verzögern. Als die beiden im überschaubaren Örtchen Still Creek anhalten um zu tanken, wird ihnen der Pickup quasi unter dem Hintern weggestohlen. Leider befand sich im Wagen auch der ganze Vorrat an Zombrex. Als wäre das nicht genug, erscheinen auch noch unzählige Zombies. Für das Multitalent Chuck ist das aber auf keinen Fall eine aussichtlose Situation. Bereit alles zu tun um das Ende seiner Tochter abzuwenden, schiesst, schlitzt und schlägt er sich durch das einst so friedliche Dörfchen.

Wie schon beim ersten Teil besteht die vorrangige Aufgabe darin während eines bestimmten Zeitraumes die Untote Plage zu überleben. Was aber schlussendlich gemacht wird während dieses Zeitraumes, liegt ganz in den Händen des Spielers. Neben diesem eigentlich trivialen Ziel gibt es aber noch einige andere Aufgaben zu erledigen. Dazu gehört das retten von anderen Überlebenden, das bezwingen von Psychopathen (diese dienen bei Dead Rising als Bossgegner) sowie das lösen von story bezogenen Hauptaufgaben. Nebenbei gilt es natürlich so viele Zombies auf möglichst erfinderische Art und Weise um die Ecke zu bringen. All dies und auch Teil der neuen Features kann in Case Zero entdeckt werden. Es gibt einen verrückten Mechaniker der als Boss dient, eine Handvoll Überlebende gilt es zu retten und die Hauptaufgabe, mehrere Motorradteile zu finden, um das Zweirad wieder zusammenzuflicken um vor dem anrückenden Militär zu flüchten. Natürlich liegt es im Ermessen von jedem selbst, was er zu welchem Zeitpunkt erledigen will. Einige unterschiedliche Endsequenzen sorgen dafür, dass jeder bekommt was er verdient. Während Frank West in Dead Rising Reporter und Fotograf war, ist Chuck Greene ein Extremsportler und Bastler. Erhielt der gute Frank Erfahrungspunkte für gelungene Fotos, ist die herraustechendste Eigenschaft von Chuck das er aus zwei alltäglichen Gegenständen, verheerende Waffen basteln kann. Das ganze System basiert auf den so genannten Combo Cards. Entweder ihr lasst eurer Kreativität freien Lauf und versucht selbst herauszufinden was es für Kombinationsmöglichkeiten gibt oder aber ihr greift auf die Combo Cards zurück. Diese findet ihr entweder oder erhaltet sie bei einem Level aufstieg. Erst wenn ihr diese habt, entfalten die Waffen ihre volle Wirkungskraft. So kombiniert ihr munter Kettensägen mit Paddeln für die tödliche Paddelsäge oder aber ihr präpariert einen Baseballschläger mit Nägeln. Diese Waffen sind sehr stark, nutzen nicht zu schnell ab und bringen euch ordentlich Erfahrungspunkte ein.

Einige der Negativpunkte des Vorgängers wurden bei den Entwicklern wahr genommen, weshalb das Spielgefühl bei Case Zero um einiges flüssiger ist als bei den Vorgängern. Beispielsweise haben sich die anderen Überlebenden im ersten Teil verhalten, als hätten sie gar keine Intelligenz. Unbewaffnet versuchten sie ganze Zombiehorden zu erlegen, blieben an Objekten hängen oder gingen einfach nicht dorthin wo man sie hinhaben wollte. Inzwischen verhalten sie sich viel schlauer, folgen einem oder können sogar einigermassen kämpfen, je nach Figur. Ebenfalls verbessert wurde der Umgang mit Schusswaffen. Während des Zielens kann sich Chuck nun auch bewegen, was dazu führt das Schusswaffen effektiv genutzt werden können. Geblieben ist das Speichersystem, welches wohl gewisse Leute zur Verzweiflung treiben wird. So könnt ihr nur speichern wenn ihr euch auf eine Toilette begebt, welche nicht immer gleich um die Ecke ist. Ausserdem vergisst der von Autosave und Checkpoints verwöhnte Spieler von heute wohl schnell einmal das manuelle Speichern. Meiner Meinung nach macht das System aber durchaus Sinn, es sorgt für zusätzliche Spannung und zwingt den Spieler dazu, konzentriert zu spielen, falls der letzte Speicherstand vielleicht schon eine Stunde zurück liegt. Selbstverständlich gibt es nach dem Beenden der Hauptquest auch immer wieder Möglichkeit zwischen zu speichern.

Combo Waffe

Combo Waffe

Lange Ladezeiten und Sprung-Probleme

Doch nicht alles bei Dead Rising: Case Zero ist schön und neu. Die Grafik wird insgesamt nicht allzu bahnbrechend. Besonders Chucks Standardfrisur sieht echt übel und hässlich aus. Nein, ich meine nicht den Haarschnitt, sondern die Qualität der Grafik. Ansonsten hat das Spiel mit langen Ladezeiten zu kämpfen, wenn man sich eine Zwischensequenz angeschaut hat oder mal schnell ins Savehouse will. Die Steuerung funktioniert relativ gut, man metzelt sich flott mit Breitschwert und Schrotflinte durch lahme Zombiehorden. Schwächen zeigen sich erst bei dem Versuch von Dach zu Dach zu hüpfen oder beim Bosskampf. Bei den Plattformeinlagen ist das Problem, das Chuck nicht unbedingt der agilste ist und die Steuerung nicht so sensibel ist, präzise Sprüngen hinzulegen. Bei dem Bosskampf offenbart sich, dass die Steuerung gegen schnelle Gegner nicht komplett überzeugen kann. Zu ungenau und hakelig gestaltet sich die ganze Angelegenheit. Ansonsten ist die Technik gut, aber nicht atemberaubend. Die englische Sprachausgabe passt, die Grafik wirkt vielleicht leicht überholt, hat jedoch kaum mit Slow-Downs zu kämpfen und lästiges Tearing konnte ebenfalls nicht ausgemacht werden.

Weiter so Capcom!

Mit Case Zero hat Capcom einen gewagten Versuch gestartet, der sich aber meiner Meinung nach voll auszahlt. Für billige 400 Microsoftpoints erhält der Spieler die perfekte Einstimmung auf Dead Rising 2 das Ende Monat auf den Markt kommen wird. Wer sich nicht sicher ist ob das Spiel etwas für ich werden wird, braucht sich nur Case Zero zuzulegen und man bekommt alles, was den Vollpreistitel ausmachen wird in kurzer, knackiger Form präsentiert. Zwar hat es mit einigen Kritikpunkten zu kämpfen, doch einen perfekten Vorgeschmack auf Dead Rising 2 bietet es trotzdem. Combo Waffen, coole Fights mit abgedrehten Psychopathen sowie jede Menge Zombiegeschnetzeltes bieten Spass und Motivation zum mehrmaligen Durchspielen.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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