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Dead Rising 2: Review

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Veröffentlicht 22. September 2010 | 4:53 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. März 2011

Dead Rising 2 hat unser Testlabor verlassen. In unserem Review erfahrt ihr wie gut das Spiel abgeschnitten hat!

Zombies, Glücksspiel und American Gladiators

Vor nicht allzu langer Zeit gab es hier ein Review zum XBox 360-exklusiven Dead Rising 2 Prequel Case Zero. Neben kleineren technischen Mängeln konnte das Gameplay überzeugen und Lust auf mehr machen. Nachdem wir also das kleine Örtchen Still Creek für euch abgeklappert haben, haben wir uns, diesmal auf der PS3, in das grosse Fortune City gewagt um den Helden Chuck Greene und seine Tochter Katey auf ihrem mehrtägigen Höllentrip durch die Glücksspielmetropole zu begleiten.

Zombrex, das Medikament von Morgen

Fünf Jahre sind vergangen seit dem grauenhaften Zombie-Ausbruch in Willamette, Colorado. Verantwortlich für den Zwischenfall war ein gewisser Carlitos, der die Plage aus Rache auf die amerikanische Bevölkerung losgelassen hat. Ausserdem hat sich am (richtigen) Ende von Dead Rising herausgestellt, dass Carlitos mehrere infizierte Waisenkinder über ganz Amerika platziert hat, um die als lebendige Ausbruchsherde zu missbrauchen. Inzwischen hat sich einiges getan, denn die Seuche ist wieder ausgebrochen und bedroht verschiedene Teile der Vereinigten Staaten. Nachdem sich der Reporter Frank West im ersten Teil auf kreative Art und Weise durch Zombiehorden gekämpft hat, heisst der neue Held von Dead Rising 2 Chuck Greene. Chuck ist Extremsportler, Mechaniker und fürsorglicher Vater zugleich. Denn als die Zombies Las Vegas übernahmen, hat sich seine Frau infiziert, verwandelt und im Anschluss ihre gemeinsame Tochter Katey gebissen. Glücklicherweise gibt es seit dem Willamette-Zwischenfall ein experimentelles Medikament, das den Vorgang der Zombiefizierung kurzfristig verhindern kann. Um das Geld für das Medikament „Zombrex“ aufzubringen, nimmt Ex-Motocrosschampion Chuck in Fortune City am abstrusen Reality-TV Event „Terror is Reality“ teil. Doch nicht nur Kateys ständiger Bedarf nach Zombrex ist ein Problem, denn in der Stadt der Spieler (Las Vegas existiert ja nicht mehr nicht), Fortune City, wurden die Zombies der TiR Show von jemandem befreit. Alle Hinweise deuten auf Chuck, sogar im Fernsehen gibt es Berichte darüber, dass er der Hauptschuldige ist. Nun liegt es an Chuck, innerhalb von 72 Stunden denn dann kommt das Militär zur Säuberung, Zombrex für Katey aufzutreiben und Beweise zu finden die seine Unschuld beweisen.

Grösser, umfangreicher und vor allem schräger

Im Prinzip unterscheidet sich Dead Rising 2 nicht gross von seinem Vorgänger. Allerlei Gegenstände werden als Waffe gebraucht, Zombies werden auf lustige Art und Weise erledigt, Überlebende werden gerettet und Psychopathen stellen gelegentliche Bosskämpfe dar. Aber in all diesen Bereichen wurden etliche Neuerungen implementiert, die das Spiel noch interessanter und angenehmer gestalten. Der grösste Unterschied ist wohl die Tastsache, dass Chuck im Gegensatz zu Frank West nicht nur in einer grossen Mall unterwegs ist, sondern in einer kleinen Stadt. Und in dieser gibt es einiges zu entdecken und auch ihre Ähnlichkeiten zum realen Las Vegas sind unverkennbar. Die markantesten Gebäude sind nämlich die verschiedenen Casinos, wie z.B. eines mit einem Unterwasserthema. Natürlich gibt es neben den Casinos die Ein-Armige-Banditen und andere Minispiele bieten, auch eine grosse Anzahl von Läden die eine schier endlose Anzahl an Waffen und Kleidungsstücken in ihrem Sortiment haben. Vom Messerladen, der diverse schneidende Argumente führt über das Spielzeuggeschäft bis hin zum Waffenladen findet sich wohl für jeden Shopaholic etwas. Die Auswahl an Mordwerkzeugen ist enorm, angefangen von einfachen Holzstücken, über Baseballschläger, Macheten bis zu Feuerwaffen. Richtig spannend wird es mit den Combo-Waffen, die quasi den Ersatz zum Fotoapparat von Frank West darstellen. Überall über das Spielgebiet verteilt befinden sich Wartungsräume, in denen sich jeweils eine Werkbank befindet. Waffen, die beim aufheben mit einem Schraubenschlüssel gekennzeichnet sind, lassen sich mit dem einen oder anderen Gegenstand kombinieren. Die Paddelsäge (Paddel + Kettensäge) ist wohl schon aus dem Prequel oder vielen Trailern bekannt, das fertige Spiel bietet jedoch so viele andere Kombinationen. Beispiele gefällig? Da gibt es den portablen Rasenmäher (Rasenmäher +Holzlatte) mit dem man munter den Zombies die Gesichter wegschnetzeln kann oder die Sägeblattkanone (Sägeblätter + Laubbläser). Gegenüber dem Vorgänger gibt es jetzt sogar noch mehr Zombies gleichzeitig auf dem Bildschirm, um die vielfältigen Kreationen auch auszuprobieren. Und die Entwickler haben nicht zu viel versprochen, denn es sind wirklich viele und sie scheinen auch etwas gelernt zu haben. Gelernt wäre vielleicht etwas übertrieben aber man sollte ihnen schon mehr Beachtung schenken als noch in Dead Rising. Sie sind teilweise überraschend agil und eines ganz besonders: aggressiv. Wie auch schon beim Vorgänger gibt es diesmal ebenso ein Levelsystem, welches pro Level Verbesserungen oder neue Angriffe bereit hält. Entweder gibt es Status-Verbesserungen wie mehr Gesundheit, höhere Angriffsstärke oder das Limit für tragbare Gegenstände erhöht sich. Ausserdem gibt es immer mal wieder neue Angriffe, wie den Sprung-Kick, die euch einen Vorteil gegenüber den Untoten bietet. Erfahrungspunkte, hier Prestigepunkte (kurz PP) genannt gibt es für alle möglichen Aktionen. Wer Überlebende sicher zum Safe-House begleitet erhält z.B. pro Person einen fetten Bonus. Für das benutzen der Combo-Waffen gibt es ebenfalls viele PP, weshalb diese so oft wie möglich angefertigt werden sollten. Für alle 50 erledigten Zombies gibt es auch einen kleinen Bonusbetrag. Neben den verschiedenen Nebenaufgaben wie das erledigen der Psychopathen oder dem retten der Überleben, gibt es aber auch noch die Case Files. Wie bei Dead Rising üblich, läuft die Zeit im Spiel mit und Chuck hat nur 72 (Ingame-) Stunden Zeit um seine Unschuld zu beweisen. Zu den Case Files gehört es alle 24 Stunden Zombrex für Katey zu organisieren und es ihr immer zwischen 07.00 und 08.00 Uhr zu geben. Das ist aber nicht alles, denn zu den Hauptaufgaben gehört noch das Aufdecken des Komplotts, wo es zu Beginn beispielsweise die Aufgabe ist eine Reporterin zu finden und zu treffen. Wie immer ist es nicht eine absolute Pflicht jede Aufgabe auch erfolgreich zu erledigen, je nach dem ist das Spiel aber zu Ende, je nach dem wie es in der Geschichte weitergeht. Wir wollen nichts verraten, aber Vorsicht ist auf jeden Fall geboten. Die Nebenaufgaben müssen aber nicht alle erledigt werden, wer keine Lust hat die Überlebenden zu retten, muss das also nicht machen.

Erwähnenswert ist ausserdem das, für heutige Zeiten, eher ungewöhnliche Speichersystem. Ausser nach dem Abschluss von den Case Files, also der Hauptstory kann nur innerhalb von Toiletten gespeichert werden. Heutzutage ist so ein System nicht mehr wirklich üblich und wird wohl dem einen oder anderen Spieler sauer aufstossen. Das macht das Spiel aber nur interessanter, denn es wird so wichtig immer aufzupassen, sich nicht erwischen zu lassen und immer Heilgegenstände (Essen und Getränke) bei sich zu tragen.

Win Big!

Neu in Dead Rising 2 ist der kooperative Spielmodus in der Kampagne. Zu jeder Zeit kann ein weiterer Spieler beitreten und mitkämpfen. Leider geht der Storyfortschritt nur beim Host voran, der andere erhält nur PP und gefundene Combo Cards. Trotzdem macht das Spiel im kooperativen Modus mit einem Freund gleich doppelt so viel Freude. Genau so interessant ist der online Mehrspielermodus Terror is Reality. Genau die Reality-TV die aus der Kampagne bekannt ist, kann online gegeneinander bestritten werden. Es stehen 9 verschiedene Mini-Spiele bereit, aus denen pro Runde jeweils vier Stück ausgewählt werden. Das ganze wird in Form einer Gameshow präsentiert, mit dem aus dem Singleplayer bekannten Gamemaster Tyrone „TK“ King. Da gehört natürlich auch eine ordentliche Siegerehrung für den Gewinner dazu, inklusive Geldregen und einem Flirt mit einem sexy Zwillingspärchen. Wer jedoch regelmässig online spielt, wird sich vielleicht nach einer Zeit mit den wenigen Minispielen und den immer gleichen Zwischensequenzen langweilen. Der Mehrspielermodus ist aber sehr amüsant und immer für eine Runde zwischendurch gut. Das aber vielleicht wichtigste ist die Tatsache, dass jeder verdiente Punkt in der Online-Show in Geld umgewandelt wird, das man in der Kampagne dann nutzen kann. Also wenn Geldmangel besteht, einfach ein paar erfolgreiche Onlinerunden absolvieren und das Konto ist wieder prall gefüllt.

Technisch wirkt Dead Rising 2 irgendwie leicht veraltet. Es werden sehr viele Zombies gleichzeitig dargestellt und egal wie munter man sich durch sie hindurch metzelt, das Spiel läuft immer flüssig und sauber. Auch die Grafik an sich ist schön, weist viele tolle Details auf aber trotzdem wirkt sie irgendwie angestaubt. Da das Spiel auch bei uns nur komplett in Englisch erhältlich ist, bekommen wir eine tolle englische Sprachausgabe geboten. Der Soundtrack ist ebenfalls gut gewählt: Beim Kampf in der Mall dudelt gemütliche Fahrstuhlmusik aus den Boxen, während bei den Bosskämpfen harte Gitarrenriffs dominieren. Sehr negativ fallen die unglaublich langen Ladezeiten auf, die immer nach Zwischensequenzen oder beim Betreten eines neuen Gebietes zu sehen sind. Diese ziehen sich wirklich hin, was in der heutigen Zeit wirklich nicht mehr schön ist.

Schlussendlich ist es noch ganz wichtig zu erwähnen das Dead Rising 2 nicht in die Hände von Kindern gehört. Das Blut spritzt in Fontänen herum, mit Breitschwertern werden Zombies in der Mitte gespalten und auch die Psychopathen sind meist sehr merkwürdig und angsteinflössend. Doch bei all dieser Härte nimmt sich Dead Rising 2 niemals zu ernst. Zum einen dominieren helle und warme Farben die Umgebungen und das gesamte Spiel. Die Fahrstuhlmusik die in der Mall vor sich hin dudelt während man den Zombies die Köpfe abschlägt, unterstreicht das ganze nur noch mehr. Zudem gibt es viele Anspielungen auf bekannte Filme oder Videospiele. Wer mit dem Küchenmesser eine starke Attacke ausführt, sticht den Zombie mehrmals in die Brust, während im Hintergrund ein bekanntes Musikstück zu hören ist, Alfred Hitchcocks Psycho lässt grüssen.
Zombie-Wahnsinn für kreative Spieler

Dead Rising 2 sieht irgendwie aus wie der Vorgänger, spielt sich wie der Vorgänger, hat fast die gleiche Hintergrundgeschichte wie der Vorgänger, macht aber auch viel mehr Spass als der Vorgänger. Das Spiel wurde in vielen Bereich angenehmer und umfangreicher gemacht. Die Combo Waffen bieten viel Raum zum tüfteln und ausprobieren, etliche Kostüme wollen anprobiert werden (eines lächerlicher als das andere, z.B. ein bauchfreies Top und Hot-Pants) und Überlebende gerettet werden. Dead Rising 2 nimmt sich in keinem Moment zu ernst, bietet viel Spass und Anspielungen auf die Pop-Kultur wirkt aber in vielen Bereichen leicht veraltet. Die Grafik ist schon leicht angestaubt und die Ladezeiten sind extrem lang. Der Mehrspielermodus ist toll aber bietet zu wenig Abwechslung für ordentlichen Langzeitspielspass. Wer Zombies mag, kommt um Dead Rising 2 nicht herum, denn es macht eigentlich alles richtig und sorgt für verdammt viel Spass.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

  • admin sagt:

    Tolles Review Fabi. Ich hoffe meine UK Version trifft demnächst ein. Wie schon dein Dead Rising: Case Zero Review, haut mich auch das hier um!!!

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