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Deadfall Adventures – Test / Review

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Veröffentlicht 13. November 2013 | 10:00 Uhr von Ronny

Deadfall Adventures - Cover Xbox 360

Begleitet in Deadfall Adventures den noch jungen Abenteurer James Lee Quatermain bei seiner Suche nach dem Herzen von Atlantis. Wem beim Namen Quatermain die Alarmglocken schellen, denen sei versichert, dass es sich hier um den Urenkel des weltbekannten Allan Quatermain handelt. Allan Quatermain ist ein fiktiver Charakter, geschaffen von H.R. Haggard. Er gilt ausserdem als Begründer des Lost World-Genres. Auch soll er als Inspiration für die Charaktere des Indiana Jones und Lara Croft gedient haben. Wer ihn nicht aus Büchern kennt, dann vielleicht aus dem Film Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen. Hier wird der Charakter des Allan Quatermains durch Sean Connery in Szene gesetzt. Mit Deadfall Adventures soll sich James Lee dem Vermächtnis seines Urgrossvaters stellen, auch wenn ihn selbst das Abenteuerfieber noch nicht gepackt hat. Wie sich der noch junge Quatermain in seinem ersten Abenteuer schlägt und ob der Mix aus First-Person-Shooter und Action-Adventure gelingt, erfahrt ihr in unserem Test.

Zum Abenteurer geboren

Wir schreiben das Jahr 1938. James Lee Quatermain, Urenkel des weltberühmten Abenteurers Allan Quatermain, ist ein Mann mit vielen Talenten, doch der richtige Umgang mit Geld gehört nicht dazu. Als er seine Ex-Kollegin Jennifer Blake, eine amerikanische Agentin, auf einer Reise zu einer ägyptischen Tempelanlage begleiten soll, um dort nach einem Artefakt – dem Herz von Atlantis – zu suchen, hält sich seine Begeisterung in Grenzen. Quatermain glaubt weder an die angeblich belebenden Kräfte, die dem Artefakt zugeschrieben werden, noch schert ihn im Geringsten, dass auch die auf das Okkulte spezialisierte Nazi-Einheit Ahnenerbe hinter dem Herz her ist. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, und schon bald findet sich Quatermain in einer nervenaufreibenden Jagd rund um den Globus wieder – von den stürmischen Wüsten Ägyptens über die eisigen Untiefen der Arktis bis in die subtropischen Dschungel Guatemalas. Die längst vergessenen Tempel wecken in Quatermain den wahren Abenteurer, und gemeinsam mit Jennifer versucht er Nazis und Russen auf der Jagd nach dem Herz von Atlantis stets eine Nasenlänge voraus zu sein. Tief in den Tempelanlagen, wo jahrhundertealte Wächter aus ihrem ewigen Schlaf erwachen, erkennt James schon bald, dass in den Geschichten seines Urgroßvaters mehr Wahrheit steckt, als er bislang für möglich hielt. Denn alle Dinge leben ewig, wenn sie auch bisweilen schlafen und in Vergessenheit geraten …

Fremde Welten, Schätze und Mumien … Bitte? Mumien?!?

Wie in allen Lost World-Geschichten lässt sich euer Ziel recht kurz zusammenfassen: “Findet ein uraltes Relikt”. In diesem Fall ist dies das Herz von Atalantis. In Zwischensequenzen wird uns ein Grossteil der Geschichte erzählt, während wir in den Levels den Abenteurer in uns raushängen lassen können. Es gibt im Ganzen in nur einem Levelabschnitt nur sehr wenige bis gar keine Zwischensequenzen. Unser erstes Setting führt uns zu einer Ausgrabungsstätte im alten Ägypten. Wir übernehmen zum ersten Mal Kontrolle über James Lee Quatermain. Das Spiel lässt sich am besten als ein Mix zwischen First-Person-Shooter, Action- und Point’n Click-Adventure beschreiben.

Schon in den ersten Sekunden fühlt es sich an als würde man einen Shooter spielen. Die Grundmechaniken bauen auf einer standardisierten Steuerung für Ballerspiele auf. Das Spiel selbst ist alles andere als eine reine Ballerorgie. So werden zwar die Schießeisen des Öfteren gezückt, auch wenn es nur darum geht ein Rätsel zu lösen. Die Momente, in denen ihr auch auf Gegner schießen müsst, sind sehr kurz dafür aber intensiv gehalten. Sind die Gegner anfangs menschliche Gegenspieler, gesellen sich später noch Gegner von übernatürlicher Herkunft zum Sammelsurium der Widersacher hinzu.
Nun aber zum Extra-Equipment, mit welchem unser Held unterwegs ist und das Spiel zu einem Abenteuer auffrischen, welches zum Erkunden und Schätze plündern einlädt. Nebst den zahlreichen Pistolen, Maschinenpistolen oder Schrottflinten befinden sich noch eine Taschenlampe, ein Kompass und das Tagebuch eures mittlerweile verstorbenen Urgroßvaters in eurem Besitz. Letzteres beinhaltet das Wissen, welches sich Allan Quatermain auf seinen Reisen angeeignet hat. Es hilft uns, wenn wir mit Rätseln nicht mehr weiterkommen. So erfahren wir die richtige Kombination, um eine Türe zu öffnen, von einem Übersetzungsblatt im Notizbuch. Die Taschenlampe fungiert anfangs wirklich als simpler Lichtspender. Sobald man aber auf die ersten Mumien trifft, wird sie eure Allzweckwaffe gegen die Untote Plage, denn unser Urgroßvater hatte ebenfalls schon Kontakt mit diesen Biestern und aus diesem Grund diese Taschenlampe entworfen. Per Knopfdruck bündelt eine Linse das Licht aus der Taschenlampe und ermöglicht so die Mumien zu schwächen oder gar ganz zu grillieren (hierfür ist aber meist nicht genügend Akku vorhanden).

Der Kompass ist das Werkzeug zum Auffinden von verschollenen Schätzen. In jedem Level-Abschnitt gibt es noch diverse versteckte Schätze, die es zu finden gilt. Dabei hilft uns der Kompass. Dieser schlägt aus, sobald wir uns in der Nähe eines Schatzes befindet. Leider funktioniert der Effekt auch durch Wände und Decken, sodass ein paar Schätze vergessen werden oder schlichtweg am falschen Ort gesucht werden. Nichts desto trotz jagt man den Schätzen gerne hinterher, denn diese Schätze ermöglichen uns, James mit Upgrades zu versorgen. Es gibt drei Typen von Schätzen: “Der Weg des Lichts” (Taschenlampen-Upgrades), “Der Weg des Kriegers” (Upgrades zum Waffenhandling) und “Der Weg des Lebens” (Upgrades zur Lebensverbesserung). Hat man einige Schätze gefunden, kann man James an großen leuchtenden Steinen mit Upgrades versehen. Leider fallen diese nicht wirklich umfangreich aus. So gibt es auf dem Weg des Lebens nur 4 verschiedene Attribute, welche verbessert werden können. Diese besitzen dafür 2 Stufen. Für den Weg des Kriegers gilt dasselbe und auf dem Weg des Lichts gibt es ganze 2 Dinge, die man verbessern kann (natürlich mit der 2. Stufe).

Gespickt werden die Levels nun also mit vielen versteckten Schätzen, tödlichen Fallen, vielen Gegner, die auftauchen, wahlweise von menschlicher sowie mumifizierter Gestalt, Unmengen von Rätseln (welche mit dem gewählten Schwierigkeitsgrad an Intensität zulegen) und einem lebendigen Setting. So viel Spaß die Erkundungstour auch macht, gewisse Checkpoints nehmen einem die Freude daran. Stirbt man, müssen alle in der Zwischenzeit aufgenommenen Artefakte erneut eingesammelt werden und das birgt das Risiko, dass man mal einen Schatz zurücklässt. Als Beispiel befindet sich ein Schatz auf der anderen Flussseite. Nun tauchen nacheinander Objekte aus dem Wasser auf, welche man kurzzeitig als Brücke benutzen kann, um zum Schatz zu gelangen. Das Timing lässt fast keinen Spielraum für Fehler zu und die Spielfigur wechselt von alleine die Sicht, sobald man auf einem Objekt steht. Nachdem wir also rund 20 Mal abgesoffen sind, bevor wir diesen Schatz erreichen konnten, mussten wir feststellen, dass nun wieder ein verkorkster Pfad zurückgenommen werden muss. Da man nun Sprungweite und Timing erneut hätte rausfinden müssen, haben wir uns natürlich mit dem ersten Sprung selbst wieder in den Untiefen versenkt. Demotivierte ließen wir diesen Schatz vorerst zurück. Falls ihr euch nun fragt, ob Quatermain nicht schwimmen kann, so können wir euch dies mit einem „ja“ bestätigen. James Lee Quatermain, seines Zeichens Abenteurer und Archäologe, kann nicht schwimmen.

Multiplayer und Überlebensmodus

Zum Zeitpunkt des Tests war der Online-Modus noch nicht aufgeschaltet, wir werden aber hierzu noch einen Test nachreichen.

Aufgesetzt trotz guter deutscher Synchronisation

Zu Soundtrack und Grafik lässt sich weder übel schimpfen noch Lobreden verfassen. Während in der Ego-Perspektive die Umgebung schön wirkt, die Ruinen zerfallen und das Wasser auch ein gutes Bild abgeben, versagt die Mimik der Gesichter. Auch wenn die Gesichter meist nur in Zwischensequenzen sichtbar sind, so trübt dies unser Charakterbild erheblich. Vor allem wenn man Emotion in der Stimme hat, aber die puppenhaften Hauptcharaktere diese Emotionen nicht wiederspiegeln können. So stürzt Jennifer in der Geschichte in eine Falle und klammert sich dort an der Steinkante fest. Unser Gesicht würde jetzt das blanke Entsetzen wiederspiegeln, nicht so Jennifer! Diese lächelt während wir sie aus ihrer Lage befreien. Wir finden es schade, denn so kommt der kecke und vorlaute Charakter Quatermains nur schleppend in die Gänge und auch wenn gewisse One-Liners viel Potenzial hätten, nimmt man es dem Protagonisten leider selten ab.

Unser Fazit

78 %

Deadfall Adventures erfindet in keiner Weise das Rad neu und wirkt eher als Zusammenschnitt altbewährter Speilmechanismen. Allem voran die sehr simple (Shooter)-Steuerung. Trotzdem macht das Spiel Spaß und kann jedem Abenteurer bedenkenlos empfohlen werden. Die Geschichte packt einen und fügt sich nahtlos ins Quatermain-Universum ein. Vom Umfang laden die 4 Schwierigkeitsstufen zu einem Re-Run ein oder man versucht sein Glück im Multiplayer oder dem Überlebenskampf.

Pro

  • + viele Rätsel
  • + packende "Lost-World" Geschichte
  • + einfache und intuitive Steuerung
  • + keine reine Ballerorgie / Guter Mix der Genres
  • + gute deutsche Synchro ...

Kontra

  • - ... auf puppenhaften Charakteren
  • - Schatzsuche z.T. demotivierend
  • - zum Teil sehr irreführender Kompass

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
84 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
92 %
Multiplayer
 
%
Spielspaß
 
86 %

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