Deathsmiles - Der höllische XBox 360 Test - insidegames

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Deathsmiles – Der höllische XBox 360 Test

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Veröffentlicht 10. März 2011 | 3:32 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

deathsmilestitel

Im Land der aufgehenden Sonne sind einige Genres, die es bei uns fast nicht gibt, äusserst beliebt. Dazu gehören abstruse Dating-Simulationen und knallharte Shoot’em Ups. Das Entwicklerstudio Cave zählt zu den ganz grossen Namen im Bereich der so genannten Bullet-Hell Shooter. Die meisten Spiele von Cave haben es überhaupt nie zu uns in den Westen geschafft und wenn dann höchstens als teure Importversion. Mit Deathsmiles für die XBox 360 schafft es jedoch auch eines der knüppelharten Spiele von Cave in die hiesigen Händlerregale und sogar von Anfang an zum fairen Budgetpreis. Deathsmiles bietet alles was man von einem typisch japanischen Spiel erwartet: unglaublich viel Feindfeuer, merkwürdig aufreizende Lolita-Mädchen und ein hoher Schwierigkeitsgrad. Für euch haben wir uns in den feindlichen Beschuss geworfen um diesen Test abzuliefern.

Rosa Feuerwerk und eine Riesenkuh

Neben unserer normalen Welt existiert im Universum von Deathsmiles eine Parallelwelt mit dem Namen Gilverado. Mehrere Mädchen aus der realen Welt wurden unter mysteriösen  Umständen in eben diese Parallelwelt gezogen. Dort entwickelten sie magische Kräfte und von diesem Zeitpunkt an dienen die Mädchen dem König von Gilverado um das Böse zu vernichten. Denn die Tore zur Hölle wurden geöffnet und schreckliche, monströse Kreaturen strömen nur so in Scharen aus den Toren um die Bewohner von Gilverado zu terrorisieren. Nun liegt es an den jungen Mädchen mit den grossen Oberweiten und den magischen Kräften um diese Monster zu vernichten.

Im Gegensatz zu den üblichen Shoot’em Ups übernimmt man bei Deathsmiles für einmal nicht die Kontrolle über ein Raumschiff oder ein ähnliches Vehikel. Stattdessen schlüpft man in die Rolle von einem der vier (mit dem Add-On sind es 5, doch dazu später mehr) engelsgleichen Mädchen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Figuren liegen nur in der Art des eigenen Schussmusters. Die eine Figur hat eher eine gerade Linie als Schuss, während eine andere Figur eher so etwas wie ein Streuschuss zum Angriff nutzt. Gefeuert wird entweder in die linke Richtung oder in die rechte Richtung. Die Feinde tauchen hier nämlich von überall auf, auch von unten oder oben. Die Spielfigur ist jedoch nicht alleine unterwegs, sondern hat eine Art Schutzgeist bei sich der ebenfalls angreifen oder verteidigen kann. Erwähnenswert ist auch, dass nicht die gesamte Spielfigur als Trefferbereich gilt, sondern nur das Herz der Figur das sich leuchtend in der Mitte des Charakters befindet. Anders hätte man wohl auch keine Chance, denn der Beschuss der Gegner ist wirklich die Hölle. Die Bezeichnung Bullet-Hell Shooter könnte kaum bezeichnender sein, denn sobald die Feinde erscheinen ist der Bildschirm nur so gefüllt von rosafarbenen Schüssen. Als ungeübter Neuling fällt es da wohl alleine schwer den Überblick zu behalten, so viel ist jeweils auf dem Bildschirm los. Richtig heftig werden aber die Bosskämpfe. Diese haben unglaublich harte Schussfolgen einprogrammiert, die nicht einfach zu umfliegen sind. Ausserdem muss man dabei natürlich noch ständig den Obermotz unter Beschuss nehmen, was zusammen gar nicht so einfach ist. Das Design der Bossgegner ist typisch japanisch. Beispielsweise wird man in einem der Level am Ende von einer Riesenkuh verfolgt, die einen mit Lasern unter Beschuss nimmt. Dann gäbe es noch Bavaria, einen Drachen mit lustigem Namen. Glücklicherweise stehen dem Spieler bei Deathsmiles unendlich Continues zur Verfügung und das ist auch bitter nötig. Denn ob nun Anfänger oder Fortgeschrittener, man wird wohl sogar auf dem tiefsten Schwierigkeitsgrad wieder und wieder sterben. Die Lernkurve ist jedoch fantastisch ausgelegt. Denkt man sich beim ersten Durchspielen noch dass es wohl unmöglich ist diesem ganzen Beschuss auszuweichen, erkennt man schon bei einem zweiten Durchgang gewisse Muster im Schussverhalten der unterschiedlichen Gegnertypen. Man merkt dass die Minotauren eher so schiessen, während die grünen Drachen eher so schiessen… Es ist schon fast eine Wissenschaft, doch von Durchgang zu Durchgang wird man bemerken wie es immer wie besser läuft. Schnell weicht man geschickt hunderten von feindlichen Geschossen aus, während man dabei alles auseinander nimmt das einem unter die Nase kommt.

Ein Durchgang bei Deathsmiles dauert auch für Anfänger nicht viel länger als 30 bis 40 Minuten. Das klingt nach wenig, ist aber nicht weiter schlimm. Denn das Spiel lebt nicht direkt von einer fantastischen Story und beeindruckenden Zwischensequenzen. Vielmehr geht es darum einen möglichst hohen Highscore zu erreichen, was gar nicht so einfach ist. Richtig dick Punkte gibt es nämlich nur wenn man taktisch geschickt vorgeht und seinen Power-Up Modus an den richtigen Stellen einsetzt. Ausserdem stehen einige verschiedene Spielvarianten zur Verfügung. Zum einen kann man die Originalversion aus der Spielhalle spielen. Mitsamt unglaublich pixeliger Grafik und kleinem Bildschirmausschnitt. Ausserdem gibt es eine XBox 360 Version sowie die Version 1.1. das ein paar zusätzliche Features mit ins Spiel bringt. Zudem gibt es das Add-On mit dem Namen „Mega Black Label“ gratis in der Deluxe Version von Deathsmiles dazu. Hier kann man einen fünften Charakter spielen, kann seinen Schutzgeist separat steuern, hat ein Level mehr zur Verfügung sowie ein noch ein teuflischerer Schwierigkeitsgrad für die knallharten Spieler unter den sowieso schon extremen Zockern.

Gothic Lolitas sind nicht jedermanns Geschmack

Bei  Deathsmiles ist immer extrem viel auf dem Bildschirm los. Zumindest in der aufgemotzten 360er Version sehen die Hintergründe aber richtig hübsch aus. Als Spieler hat man jedoch fast keine Zeit diese überhaupt anzusehen, so viel Action geht immer ab. Und das hat auch seinen Preis, denn wenn fast der ganze Bildschirm voll mit Schüssen ist, bricht gerne mal die Framerate ein. Das ist zwar unschön, aber gar nicht so schlecht, da man dadurch den Schüssen vielleicht doch noch in letzter Sekunde ausweichen kann. Ansonsten ist der Stil des Spiels wohl gar nicht der den viele westliche Spieler mögen. Die vier Hauptfiguren sind zwar alle nur zwischen 11 und 17 Jahren alt, dennoch tragen sie aufreizende Netzstrümpfe und haben schier unendlich grosse Ausschnitte. Das kommt irgendwie schräg rüber, da die Figuren jedoch sowieso nicht eine grosse Rolle spielen, wirkt das Ganze nicht allzu merkwürdig. Der Soundtrack ist durchaus gelungen und bietet einige treibende Stücke sowie extrem passende, klassische Musikstücke.

Deathsmiles erscheint jedoch nicht nur als normale Version im westlichen Raum, sondern gleich als so genannte Deluxe Edition. Zum einen ist hier der Mega Black Label Modus wie schon erwähnt gleich enthalten. Zum anderen gibt es auch noch den Soundtrack dazu, sowie eine CD-Rom mit PC Inhalten.

Unser Fazit

80 %

Deathsmiles oder auch Bullet-Hell Shooter im Allgemeinen werden die Spielerschaft wohl bis in alle Ewigkeit in zwei Lager spalten. Die einen lieben sie für den hohen Schwierigkeitsgrad und den hohen Wiederspielwert. Die anderen hassen es genauso für den zu hohen Schwierigkeitsgrad und den fehlenden Umfang. Es ist jedoch wirklich toll zu sehen, dass es das Genre auch einmal in die hiesigen Verkaufsregale schafft. Deathsmiles ist ein grossartiges Shoot’em Up und absolut empfehlenswert. Nur schon um auch einmal ein solches Spiel gespielt zu haben.

Pro

  • Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad...
  • Hoher Wiederspielwert
  • Unglaublich viel Action

Kontra

  • ... der dem normalen Spieler wohl aber zu schwer ist
  • Zu wenig Umfang für einen westlichen Spieler
  • Relativ einfacher, grafischer Stil

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
70 %

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