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Der Gestiefelte Kater – Review / Test

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Veröffentlicht 19. Dezember 2011 | 19:21 Uhr von Goreminister

Letzte Änderung 31. Dezember 2011

ps3_gestiefeltekateri

Wie zu beinahe allen Animationsfilmen der letzten Dekade ist auch zu Der gestiefelte Kater (Originaltitel: Puss in Boots) eine entsprechende Videospielumsetzung erschienen. Hierbei schlüpfen wir in die Rolle des plüschigen Haupthelden und können selber diverse Mantel- und Degenmomente des Kinofilms nacherleben. Normaler Weise haben Lizenzumsetzungen immer einen fauligen Nachgeschmack, doch im Falle dieser Lizenzversoftung erwartet den geneigten Spieler die ein oder andere, kleine Überraschung…

Zorro war gestern
der_gestiefelte_kater-1 Wie zu erwarten erlebt ihr im Spiel die wichtigsten Szenen des Films nach, wobei Handlung vor dem ersten Shrek-Teil angesiedelt ist. Aus dieser Filmreihe kennen wir das Fellknäuel nämlich und nachdem der Kater auf großen Zuspruch seitens der Zuschauer stieß, veröffentlichte Filmstudio Dreamworks nun einen eigenen Kinofilm mit dem Niedlichbomber. So müssen wir nun als Kater in San Ricardo für saubere Straßen sorgen und ganz nebenbei goldene Eier und magische Bohnen zurückerobern. Leider haben die Entwickler bei der Umsetzung der Geschichte auf Szenen aus dem Film verzichtet und setzen anstelle dessen auf Comic-Sequenzen, welche die Story vorantreiben. Passt auch, fällt aber vielleicht nicht ganz so spektakulär aus wie die Filmvorlage.

Kindgerechtes Gameplay für infantile Erwachsene
Wirklich viel Platz zur Entfaltung bietet Der gestiefelte Kater nicht, da man recht linear durch die einzelnen Level geschleust wird. Dabei muss man mittels Move-Controller den Degen schwingen oder kann streckenweise auf unterschiedliche Superkräfte zurückgreifen. Zusätzlich wird das ganze Actionspektakel mit einigen Quick Time Events garniert, doch im Grunde genommen bietet das Spiel wenig Herausforderung für erfahrene Spieler, sondern richtet sich eher an deren Nachwuchs. Die Kleineren können mit Hilfe des Move-Controllers geschmeidige Bewegungen ausführen und die Gegner mit ihrem Degen unschädlich machen oder verschiedene Fallen dazu nutzen um seine Feinde unsanft zu entsorgen. Manchmal zückt unser Held auch die Gitarre um schöne Damen zu bezirzen, wobei die kleinen Spieler dann sicherlich von Mama und Papa wissen wollen, was ein Casanova ist. Viel Spaß bei der Aufklärungsstunde!

der_gestiefelte_kater-4 Die Steuerung im Allgemeinen funktioniert sogar erstaunlich gut, wobei man natürlich auch mittels herkömmlichen Controller agieren kann. Dies macht allerdings nur halb so viel Spaß, da das Spiel in erster Linie auf den bewegungssensitiven Controller ausgelegt wurde. Die Playstation 3-Version ist übrigens auch die einzige Variante bei der man mit einem klassischen Joypad zu Werke schreiten kann. Wer auf der Xbox 360 loslegen möchte, der benötigt hierfür definitiv eine Kinect-Steuerung. Dummer Weise ist das Spielerlebnis viel zu schnell vorbei und in rund drei bis vier Stunden sieht man schon den Abspann über den Bildschirm flimmern. Ob das die Anschaffungskosten von rund 50 Euro rechtfertigt?

Knuddelig und grafisch solide
Sicherlich kann das Videospiel nicht mit einem Blockbuster konkurrieren, in den mehrere Millionen US-Dollar Produktionskosten geflossen sind, doch hat man im Bereich der Videospielumsetzungen bereits weitaus schlimmere Verbrechen vorgesetzt bekommen. Der gestiefelte Kater wurde zufriedenstellend in Szene gesetzt und kann durch passende Szenarien, ansprechende Animationen und diverse Grafikeffekte von sich reden machen. Ein High-End Grafikspektakel sollte man nicht erwarten, doch wurden die entwickler der Vorlage weitestgehend gerecht.

In Sachen Sound und Musik orientiert man sich übrigens ebenfalls an der Filmvorlage und hat die bekannten deutschen Synchronsprecher des Kinostreifens engagiert, um den einzelnen Charakteren des Spiels ihre Stimme zu leihen. Das sorgt für die nötige Atmosphäre und unterstreicht das Filmflair des linearen Actionspiels, in dem es meist darum geht auf vorgegebene Situationen zu reagieren. Wer also wenig nachdenken möchte, der muss seine Gehirnwindungen in Der gestiefelte Kater auch nicht wirklich überstrapazieren.

Unser Fazit

72 %

Der gestiefelte Kater richtet sich eindeutig an die jüngere Spielgemeinde und präsentiert sich optisch durchaus akzeptabel. Nachteilig hingegen ist jedoch der absolut lineare Spielverlauf und die extrem kurze Spielzeit. Das Filmspektakel ist binnen drei bis vier Stunden am Ende angelangt und bietet darüber hinaus nicht wirklich viele Gründe erneut die Krallen auszufahren. Man kann natürlich versuchen alle Sammelgegenstände zu erbeuten, doch an der generellen Spielmechanik oder am Ablauf ändert sich dadurch leider rein gar nicht. Deswegen kann man Der gestiefelte Kater zwar als solide Filmumsetzung erachten, doch sollte nicht unbedingt einen Vollpreis hierfür auf die Ladentheke legen. Am besten warten die Fans eine Weile, bis der Flauschbandit zu einem günstigeren Kurs in den Ladenregalen steht.

Pro

  • Witzige Interaktionen mit den verschiedenen Umgebungen
  • Interaktives Actionabenteuer mit witzigen Ideen
  • Gute Einbindung von Move, bzw. Kinect
  • Grafisch solide Filmumsetzung
  • Bekannte Synchronsprecher

Kontra

  • Äußerst kurze Spielzeit von nur 3-4 Std.
  • Äußerst simples Gameplay
  • Kaum Wiederspielwert
  • Sehr linearer Spielablauf

Unsere Bewertung

Grafik
 
71 %
Sound
 
79 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
76 %

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