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Diablo 3: Ultimate Evil Edition – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 29. Oktober 2014 | 15:34 Uhr von Jan Clement

Diablo-3-Reaper-of-Souls

Der Reaper of Souls – Malthael – hält mit der Ultimate Evil Edition Einzug in Diablo 3 um euch in einem neuen Akt die Seele zu rauben. Wir haben die Neuauflage auf Herz und Nieren im lokalen Koop Modus sowie online getestet und schon viel zu viele schöne Stunden im ewigen Kreislauf aus Level Aufsteigen und Items sammeln verbracht.

Wir fangen komplett bei Null an, da wir keinen Speicherstand von den Old-Gen Konsolen zum importieren hatten und stürzen uns somit zu Beginn in die Kampagne des Spieles. Diese handelt natürlich, wie es für Diablo und das Höllenthema so üblich ist, darüber, dass Gerechtigkeit über die Menschheit kommen wird, während nebenbei der Krieg zwischen Licht und Schatten im Gange ist. Die Geschichte hat im Verlauf des Spieles stets einen sekundären Stellenwert, kann aber dennoch einiges an Inhalt aufbieten. Besonders interessant ist das Sammeln der Bücher, welche überall in der Welt verteilt sind, da diese viele interessante Nebeninformationen zur Welt und den Menschen liefern.

Bei der Charakterwahl haben wir uns für die neue Klasse des Kreuzritters entschieden, welche die Auswahl neben Barbar, Mönch, Dämonenjäger, Magier und Hexendoktor ergänzt. Der Kreuzritter gelangte auf Grund des gefallenen Sternes in die Geschichte von Diablo 3, da er für seinen heiligen Orden auf der Suche nach einem Mittel gegen den Zerfall seines Glaubens ist. Der Kreuzritter spielt sich mit seinem Schild und einer Nahkampfwaffe als Koloss im Kampf, der sehr viel Schaden aushalten kann oder diesen nach Möglichkeit gleich abblockt. So kämpfen wir uns nach und nach durch die ersten vier Akte und sind schon sehr schnell auf dem höchsten, zu diesem Zeitpunkt uns verfügbaren, Schwierigkeitsgrad angelangt. Ein Herrscher der Hölle nach dem Anderen muss samt seiner Untertanen ins Gras beißen, während wir von Akt zu Akt reisen. Die fünf Akte der Kampagne, unterscheiden sich allesamt sehr im Designe ihrer Spielwelt und Orte voneinander, was keine Monotonie im Spielverlauf aufkommen lässt. Bis wir letztlich vor einem der Namensgeber des Spieles stehen, haben wir doch einige interessante Überraschungen in der Story erlebt und Unmengen an Gegenständen gesammelt und Fähigkeitsumstellungen vorgenommen.

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Auf unserem Weg durch die Welt, haben wir auch einige Nebencharaktere getroffen, die uns im Spiel zu gute kommen. So gibt es den Schmied, bei welchen ihr euch neue Gegenstände herstellen könnt, den Juwelenschmied, bei welchem ihr eure Gegenstände mit mächtigen Edelsteinen versehen könnt und auch noch die Mystikerin, bei welcher ihr das Aussehen eurer Ausrüstung ändern könnt oder die Attribute dieser. Zudem gibt es auch drei Begleiter im Spiel, von welchen euch jeweils einer bei euren Abenteuern unterstützen kann, solltet ihr im Einzelspieler alleine ohne andere Mitspieler spielen. Diese sind, nicht nervig und unterstützen euch recht gut im Kampf. Ihr könnt an ihnen nicht hängen bleiben und falls diese selbst mal irgendwo stecken bleiben, teleportieren sie sich nach kurzer Zeit einfach wieder zu euch. Das gleiche gilt auch für den lokalen Koop Modus, bei welchen die weiteren Spieler hinterher gezogen, oder nach teleportiert werden, wenn sie gerade einfach nur in der Gegend herum stehen. Etwas schade ist jedoch beim lokalen Koop, dass immer nur ein Spieler in sein Charaktermenü gehen kann und die anderen solange nichts machen können. Hier hat schon Borderlands vor Jahren gezeigt, dass es doch etwas besser geht, indem jeder seinen Menübildschirm erhält. Denn wenn ein Spieler gerne einmal 15 Minuten an seiner Ausrüstung feilt, bleibt dem anderen nichts weiter übrig als zu warten.

Dazu hingegen ist der Onlinemodus wieder ein reines Juwel für sich, da jeder Spieler komplett eigenständig und unabhängig in der Welt agieren kann. Somit ist man nicht wie im lokalen Mehrspieler darauf angewiesen, dass sich alle Spieler zusammen an einem Ort befinden, sondern kann sich aufteilen. Ein Spieler kann somit in der Stadt seine Ausrüstung bearbeiten, während der andere sich weiter im Level voran kämpft. Auch mit mehreren Spieler zusammen zu spielen, bereitet in so gut wie keinen Fall Probleme. Die Gegner werden etwas stärker, damit der Schwierigkeitsgrad erhalten bleibt, wofür es aber auch wiederum mehr Erfahrung und Gold für die Spieler gibt. Diese bleiben auch nicht aneinander hängen und die fallen gelassene Ausrüstung der Gegner ist den Spielern zugeordnet, so dass keiner die Beute klauen kann.

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Auch wenn es in der Ultimate Evil Edition im Gegensatz zum „normalen“ Hauptspiel einen fünften Akt gibt und das maximale Level auf 70 erhöht wurde, so schaltet ihr doch bereits die höchsten Schwierigkeitsgrade frei, wenn ihr Akt IV abschließt und Level 60 erreicht. Mit höheren Schwierigkeitsgraden werden die Gegner stärker, aber umso besser auch eure mögliche Belohnung von diesen. So habt ihr im Gegensatz zu den 0% Erfahrungs- und Geldbonus auf Normal einen Schub von 1600% Prozent, wenn ihr auf der höchsten Stufe – Qual VI – spielt. Mit den Qual-Stufen wird es euch auch erst möglich sein, bestimmte legendäre Gegenstände der Stufe 70 zu finden. Für Spieler die auf eine besondere Herausforderung stehen, bietet das Spiel dann auch noch den Hardcore Modus an. Hier seid ihr von jeglichen Fortschritten eurer normalen Charaktere abgeschottet und seit für immer und ewig tot, sobald ihr nur einmal das Zeitliche gesegnet habt. Somit fangt ihr mit dem Erreichen von Level 60 und dem Abschließen von Akt IV damit an, euch immer bessere Gegenstände zu erspielen, um mit diesen dann möglichst den nächsten Schwierigkeitsgrad spielen zu können, ohne dabei die ganze Zeit zu sterben. Auf diesem höheren Schwierigkeitsgrad findet ihr dann wieder bessere Gegenstände und könnt wieder einen höheren auswählen und so weiter und so fort.

Das Gameplay funktioniert dabei meist tadellos. Mit dem Controller lässt sich das Spiel sehr gut bedienen und auch die Menüführung stellt keinerlei Probleme da. Wer sich selbst etwas in der Gestaltung der Fähigkeiten seines Charakters ausprobieren möchte, kann auch in den Optionen den Wahlmodus anschalten, bei welchen ihr dann die Tasten selbst mit jeglichen Fähigkeiten belegen könnt. Dies wird dann spätestens nötig, wenn ihr aus eurem Charakter das Maximum herausholen wollt. Lediglich das Erfassen von speziellen Gegnern in größeren Gruppen gestaltet sich schwierig.

Das Spiel ist stets stimmungsvoll, was vor allem an dem großartigen Leveldesigne liegt, welches mit zahlreichen Details aufwarten kann, aber auch an den unglaublich guten Synchro Stimmen. Hier scheint Blizzard keine Kosten und Mühen gescheut zu haben, jegliche bekannten Stimmen zu organisieren und so erkennt ihr immer wieder die ein oder andere Stimme. Etwas negativ fallen die stark linearen Strukturen der Level auf und auch die Cutscenes des Spieles, wollen nach unserem Geschmack stilistisch nicht ganz zum Rest des Spieles passen. Auch wenn Diablo 3 nicht mehr ganz neu ist, so sieht es doch auch den Next-Gen Konsolen schön aus und spielt sich fast durchgängig flüssig und ohne Ruckler.

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Nachdem die normale Kampagne abgeschlossen ist, welche bereits in Diablo 3 gespielt werden konnte, geht es übergangslos weiter in den fünften Akt des Spieles und somit in den neuen Inhalt der Ultimate Evil Edition, nämlich den des Reaper of Souls. Nachdem wir zuvor in den vier Akten auch die letzten Seelen der Herrscher der Hölle in den Schwarzen Seelenstein eingeschlossen haben, wird dieser nun promt geklaut, als er eigentlich in Sicherheit gebracht werden sollte. Dahinter steckt natürlich der Reaper of Souls Maltheal, welcher sich die Macht im Schwarzen Seelenstein zu nutze machen will, um erneut die Menschheit auszurotten.

Der neue Akt des Spieles hat es echt in sich. Er ist nicht nur für eine Erweiterung extrem groß und lang, sondern erweitert noch das Hauptspiel um so einige Inhalte, welche das Spiel bereichern. Dies macht sich vor allem bemerkbar, sobald man die Kampagne abgeschlossen hat und den Abenteuermodus freischaltet, welcher schon als eigentliches Herzstück des Spieles angesehen werden kann. Denn sobald man das maximale Level 70 erreicht und die Kampagne abgeschlossen hat, fängt das Spiel eigentlich erst richtig an. Der Kern des Spieles wird ganz klar nicht durch die Kampagne oder die Charaktere gebildet, sondern durch die ewige Kette aus Looten (Gegenstände erspielen) und Leveln. Wer denkt, mit Level 70 sei der eine Teil schon abgeschlossen, der irrt sich. Denn sobald ihr die obere Grenze der normalen Level erreicht habt, schalten sich die Paragon Level frei. Diese sind ein charakterübergreifendes allgemeines Level, durch welches ihr noch einmal zusätzliche Attributpunkte erhaltet, um euren Charakter weiter zu verbessern. Dieses geht bis zu Level 2000 hoch und wird euch eine Unsumme von Zeit kosten komplett zu erreichen.

Im Abenteuermodus heißt es dann zunächst durch Aufgaben Blutsplitter und Portalsteinfragmente zu sammeln. Diese Aufgaben sind lediglich das Abschließen von Ereignissen oder das Töten von Bossen, wobei ihr pro Akt fünf Aufgaben habt. Durch die Blutsplitter könnt ihr bei der Mystikerin auf gut Glück zufällige Gegenstände einkaufen, während ihr die Portalsteinfragmente dazu benutzt, um Nephalemportale zu öffnen. Die Nephalemportale sind sozusagen Blizzards Lösung für die Monotonie, welche entsteht, wenn ihr immer und immer wieder die gleichen Level und Aufgaben spielt. Denn es handelt sich dabei um komplett zufällig generierte Level, in welchen selbst die Gegnertypen und deren Anzahl zufällig sind. Euer Ziel ist es in einem solchen Portal, eine gewisse Anzahl von Gegnern zu erledigen, wodurch dann der Portalmeister erscheint. Diesen müsst ihr dann erledigen, um einige Belohnungen zu erhalten und das Portal abzuschließen.

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Mit Patch 2.1.0 wurde noch einmal einiges an den Nephalemportalen geschraubt, um diese noch einmal um einiges langlebiger zu gestalten. So könnt ihr jetzt bei den Portalmeistern auch Prüfungssteine erhalten, durch welche ihr euch einer Prüfung unterziehen könnt, in welcher eure Fähigkeit getestet wird. Durch diese erhaltet ihr dann wiederum einen großen Portalstein, welcher eine bestimmte Stufe zugewiesen bekommt, je nachdem wie gut ihr in der Prüfung wart. In diesen großen Nephalemportalen ist es dann noch mal einiges schwieriger zu bestehen, vor allem da der Schwierigkeitsgrad hier auch außer Kraft ist und das Portal an euch speziell angepasst ist. Somit könnt ihr selbst auf Qual VI noch in einem solchen Portal Probleme bekommen, auch wenn ihr ansonsten nur so durch das Spiel fliegt.

Als Belohnung winken euch dann auch neue legendäre Edelsteine, welche ihr durch das abschließen der großen Nepahlemportale auch noch aufleveln könnt, wodurch sich die Effekte dieser noch weiter verbessern. Somit haben auch Spieler die bereits zuvor am Maximum waren, wieder einiges zu tun bekommen und das ganze durch einen Patch, mit welchen neue Portale hinzugefügt wurden.

Unser Fazit

93 %

Blizzard weiß einfach wie man sehr gute Spiele macht! Die Diablo 3: Ultimate Evil Edition ist schon im Verlauf der Kampagne einen purer Genuss, wenn einen das System vom permanenten aufsteigen und verbessern des Charakters packt. Im Abenteuermodus wird das ganze dann noch auf die Spitze getrieben und man kann ewige Stunden damit verbringen, sich immer bessere Gegenstände zu erspielen oder sein Paragon Level noch weiter zu erhöhen. Lediglich Spieler, welchen ein solches Spielprinzip nicht zusagt, werden schon nach einigen Stunden das Handtuch werfen.

Pro

  • + lokaler vier Spieler Koop Mouds
  • + viel Inhalt nach Abschluss der Kampagne
  • + minimale Ladezeiten
  • + ausgeklügeltes System zur Berechnung des Attribute
  • + Hardcore Modus

Kontra

  • - Kampagne erscheint fast irrelevant
  • - genaues Zielen in Gruppen schwierig
  • - teils unübersichtlich wegen zu vielen Effekten
  • - lineare Struktur

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
100 %
Multiplayer
 
95 %
Spielspaß
 
95 %

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