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Diablo 3 – Xbox 360 Test / Review

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Veröffentlicht 18. November 2013 | 19:03 Uhr von Mucho Sicko

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Diablo 3 auf der Konsole geht nicht wurde geunkt, zu groß zu komplex und wie soll man es überhaupt mit einem Gamepad und seinen begrenzten Möglichkeiten adäquat steuern? Aber die Crew von Blizzard Entertainment zeigt allen Zweiflern die lange Nase, und beweist eindrucksvoll das der Herr der Hölle auch auf den Konsolen eine sehr gute Figur macht.

Die Konsolenversion von Diablo 3 basiert auf der letzten gepatchten PC Version, das Auktionshaus wurde zum Glück herausgenommen, eine Onlineverbindung ist auch nicht mehr zwingend notwendig. Der Spaß-Killer “Error 37″ (The servers are busy at this time. Please try again later) bleibt dem geneigten Couch-Helden also glücklicherweise erspart.

Genau wie auf dem PC könnt ihr beim Starten des Spiels zwischen einer von fünf verschiedenen Klassen wählen, wobei zwei Nahkämpfer Barbar und Mönch, und drei Fernkampfklassen Zauberer, Hexendoktor und Dämonenjäger zur Wahl stehen. Bei der folgenden Auswahl des Modus und der Schwierigkeitsgrade, fallen einem die ersten Änderungen auf. Wie auch auf dem PC könnt, beziehungsweise müsst ihr das Spiel mehrfach durchspielen, um nacheinander die Stufen Albtraum, Hölle und Inferno freizuschalten. Zusätzlich dazu stehen euch auf der Konsole neben den Schwierigkeitsgraden Leicht, Mittel und Schwer noch die Stufen “Meister” – 1 bis 5 zur Auswahl, welche die Gegner noch weiter verstärken und ihre Lebenspunkte und Schadenswerte erhöhen. Dem Spieler werden somit insgesamt acht unterschiedliche Härtegrade geboten. Dies kann als Pendant des MP-Systems (Monsterstärke-System) der PC-Version gesehen werden, welches Blizzard bei der PC Version erst recht spät mit einem Patch nachreichte.

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Die Steuerung

Die auffälligste Änderung wird sofort zu Beginn sichtbar, die Spielfigur, die man auf dem PC per Mausklick in die Schlacht führt, wird nun mittels des linken Analogstick direkt gesteuert, das fühlt sich sehr viel direkter und auch actionlastiger an. Zudem wurde dem Spieler eine mit dem rechten Analogstick ausführbare Ausweichrolle spendiert, mit der man sich cool aus der Gefahrenzone hechten können soll, das funktioniert aber leider etwas suboptimal.

Die Fähigkeiten der jeweiligen Spielfigur kann man frei nach Belieben auf die vier Actionbuttons des Gamepads verteilen, wobei euch zusätzlich noch zwei Schultertasten zur Verfügung stehen, um wie bei der PC-Version auf insgesamt sechs verschiedene Skills zu kommen. Auf den übrigen zwei Schultertasten findet man den Heiltrank und die Konsolen-exklusive Zielfunktion. Mit der ist es möglich, bestimmte Feinde anzuvisieren und als Ziel zu behalten, auch wenn ihr beispielsweise gerade zurücklaufen müsst. Der Grundgedanke dieses Systems von Blizzard ist gut gemeint gewesen, in der Praxis kommt diese Funktion jedoch leider viel zu schnell an ihre Grenzen und erweist sich leider des Öfteren mal als unnütz. So kann man beispielsweise keine Gegner anvisieren, die sich hinter euch bewegen, was allerdings meistens der Fall ist, wenn ihr in den düsteren Dungeons vor ihnen davonlauft, außerdem könnt ihr in größeren Gegnergruppen auch nur durch mühsames durchklicken durch die einzelnen Gegner wechseln, indem ihr die Taste immer wieder drückt. Für den Test haben wir diese Funktion daher nur in einzelnen Situationen genutzt, wirklich nötig oder sinnvoll war sie allerdings nicht.

Eine weitere Neuerung zur eigentlich recht gelungenen Steuerung ist der Ausweich-Move, den ihr mit dem rechten Analogstick auslösen könnt. Dabei macht eure Spielfigur (je nach Klasse) eine Rolle oder einen Hechtsprung, oder rutscht in die Richtung in die der rechte Analogstick gedrückt wird, um beispielsweise einem feindlichen Geschoss auszuweichen. Diese Funktion ist aber im Kampfeinsatz eher als nettes Gimmick, und nicht als echte Hilfe anzusehen. Wir hatten ziemliche Probleme mit diesem Feature, so dass wir uns doch lieber auf den linken Daumen und Blockfähigkeiten verlassen haben. Ab und zu mal den Barbaren herum kullern lassen war ja ganz nett, mehr aber auch nicht.

Diablo 3 - Playstation 3 -2

Smart Drop System

Einer der wohl auffälligsten und sinnvollsten Unterschiede zur PC-Version sind die sogenannten Smart-Drops. Smart Drops bedeutet schlichtweg, dass bei jedem Gegenstand eine gewisse Chance besteht, dass die Affixe auf dem Gegenstand eher auf den eigenen Charakter zugeschnitten sind. Somit soll verhindert werden, dass nur Affixe von und für andere Klassen bei den Items zu finden sind, und der Spieler dadurch einen Motivationsverlust erleidet. Spielt ihr zum Beispiel einen Barbaren, werden die meisten Gegenstände die ihr findet, auch vermehrt Schaden haben. Intelligenz und Geschicklichkeit können allerdings trotzdem vorhanden sein.

Dieses System wird auch auf der PC Version mit dem DLC Reaper of Souls nachgereicht.

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Items Items und nochmal Items

Da bei Diablo 3 die Jagd nach neuen und immer besseren Gegenständen wie Waffen, Rüstungen und Schilde (besonders die legendären – orangefarbenen) mit der wichtigste und spaßigste Bestandteil des Gameplays ist, und für enorme Langzeitmotivation sorgt, hat sich Blizzard auch bei den Item-Menüs die richtigen Gedanken gemacht. Findet man einen neuen Gegenstand, erscheint dieser neben dem Gesundheitsbalken und wird mit drei einfachen Icons umschrieben: Schaden, Verteidigung und Leben. Mit roten oder grünen Pfeilen wird euch so auf einen Blick angezeigt, ob ein Gegenstand eine Verbesserung darstellt oder nicht. Im aufgeräumten Ringmenü kann man dann auch recht zügig die richtige Klamotte für seinen derzeitigen Einsatz finden und austauschen.

Doch nicht nur Items lassen die Gegner fallen, sondern auch magische Kugeln, die sogenannten Orbs. Diese leuchtend goldenen Kugeln geben dem Helden für eine kurze Zeit den Stärkungszauber “Ruhm der Nephalem”, der den ausgeteilten Schaden erhöht und euren Angriffe verstärkt. Dieser Effekt ist mehrfach stapelbar und erleichtert den Kampf gegen größere Gegnergruppen erheblich, wenn man Glück hat und eine dieser seltenen Kugeln in einem solchen Moment droppt. Heiltränke sind leider recht spärlich gesät in Diablo 3, aber mit ein “wenig” Gold kann man seinen Vorrat beim Händler seiner Wahl aufstocken.

Multiplayer

Kommen wir nun zum vielleicht wichtigsten Feature von Diablo 3, … dem Multiplayer. Insgesamt vier Spieler können sich dabei auf einer Konsole / Couch oder online zusammentun und sich in den Kampf gegen Diablo und seine Untertanen werfen. Das funktioniert ganz ähnlich wie in der PC-Version, bei der ihr eure Freunde über das Battlenet einladen könnt, um eurem Spiel beizutreten. Schnell haben wir festgestellt das Diablo 3 in einer Gruppe noch einen ganzen Zacken mehr Laune macht als es allein zu zocken. Partystimmung und Kampfgeschrei garantiert.

Selbst bei vier Spielern und mehreren Dutzend Dämonen, Zombies und anderen Kreaturen spielt sich Diablo 3 mit einer recht stabilen Framerate. Auch die sehr kurzen Ladezeiten sorgen dafür, dass der Spielfluss fast gar nicht ausgebremst oder unterbrochen wird.

Unser Fazit

81 %

Gewöhnt man sich erst einmal an die zunächst ungewohnte Steuerung mit dem Gamepad und ohne Cursor, stellt sich das gewohnte Diablo-Feeling schnell wieder ein. Mir machte die actionlastigere Steuerung wirklich Spaß. Besonders für Diablo-Neulinge oder Hack´n Slay-Interessierte unter den Konsoleros ist Diablo 3 definitiv ein gutes Spiel, Beinharte Fans werden aber vermutlich ohnehin schon seit dem letzten Jahr die PC-Version daheim haben, und können prinzipiell auch dabei bleiben. Neue Features wie Ausweichmanöver oder Zielfunktion gehen leider ziemlich am Ziel vorbei, beeinflussen den Spielfluss aber auch nicht negativ. Die Grafik ist mit Sicherheit nicht DAS Highlight der aktuellen / ausgehenden Konsolengeneration, aber dennoch wirkt Diablo 3 insgesamt stimmig und die zahllosen Kampfanimationen und Effekte, die einem im Kampf um die Ohren gehauen werden, lassen etwaige Schwächen schnell verzeihen und vergessen. Die Zwischensequenzen sind wie gewohnt herausragend und wunderschön animiert, treiben die Story aber nur eher mäßig voran.Der Soundtrack und auch die (deutschen) Sprecher schaffen es, der abwechslungsreichen Spielwelt Leben einzuhauchen und jedem einzelnen Abschnitt das gewisse Etwas zu verleihen. Diablo 3 macht einfach Spaß ... In einer gemütliche 4er Runde umso mehr.

Pro

  • + Saubere Kampf-Steuerung
  • + Motivierende Item-Jagd
  • + Sehr gute deutsche Lokalisierung
  • + Übersichtliches Inventar-Menü
  • + Schwierigkeitsgrade von Beginn an auswählbar
  • + Genialer Mehrspieler Koop Modus

Kontra

  • - Recht dünne Story
  • - Komplizierter Item-Tausch in der Gruppe
  • - Ausweichen Feature nahezu nutzlos
  • - Teilweise tritt Tearing auf (selten)

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
85 %

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