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Die Landwirtschaft 2017 – Test / Review

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Veröffentlicht 25. Juli 2016 | 14:28 Uhr von Alexander Winkel

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Einige Jahre nun sorgte der Landwirtschafts-Simulator für unterhaltsame Ausflüge auf den Bauernhof und war als einzige Simulation für Konsolen erhältlich. UIG möchte nun ein Stück vom Kuchen abhaben und schickt ihrerseits einen Titel ins Rennen. Kann Die Landwirtschaft 2017 der Konkurrenz das Wasser reichen?

Das Grundkonzept ist ähnlich des Landwirtschafts-Simulator aus dem Hause Astragon. Ihr schlüpft in die Rolle des Bauern, dürft Felder bestellen und mit Hühnern, Schweinen, Schaffen und Kühen bis zu vier Tierarten hegen und pflegen. Das große Gehöft stellt alles von Anfang an zur Verfügung. Die Ställe sind vorhanden, passende Weiden für das Vieh und sämtliche Getreidesilos und andere Vorratskammern sind bereits an Ort und Stelle. Das einfache Tutorial erläutert, wie man mit dem Traktor und den verschiedenen Werkzeugen zurecht kommt und die Tiere füttert. Wie auch bei der Konkurrenz wirkt die Simulation zunächst recht komplex, dennoch ist Die Landwirtschaft 2017 um einiges einfacher zu handhaben, als der Landwirtschafts Simulator 2015.

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Um die Felder zu bestellen, werden Ackerwerkzeuge an den Traktor angekoppelt, das Feld gegrubbert und für die Saat zurecht gemacht. Anschließend holt man sich das Getreide ab und fährt dieses aus. Die Landwirtschaft 2017 versucht mit Jahreszeiten das Wachstum zu simulieren, in der Praxis wird aber der Kalender verwendet, um entsprechend das Korn wachsen zu lassen. Bereits im Tutorial, aber auch später in der Praxis fällt auf, dass sich die Fahrzeuge und Anhänger nicht optimal bedienen lassen. Beim Ankoppeln kommt es zu ruckartigen, bisweilen gar sprunghaften Bewegungen der Geräte und auch das Rückwärtsfahren gestaltet sich alles andere als intuitiv. So holpert man mehr schlecht als recht über die Felder und Äcker. Spaß sieht wahrlich anders aus.

Das Bestellen der Felder ist auch etwas eigenartig. Mittels einer prozentualen Anzeige wird ermittelt, wann das Feld fertig ist und damit der nächste Arbeitsvorgang ansteht. Vorher kann man nichts weiteres mit dem Acker anfangen. Wie die einhundert Prozent erfüllt werden, ist dabei egal. Man kann die Saat kreuz und quer ausbringen, Schlangenlinien fahren und riesige Lücken auf dem Feld lassen, hinterher steht der Weizen wie mit dem Lineal eingepflanzt auf dem Feld. Von fachmännischer Disziplin und sauerer Arbeit kann hier nicht gesprochen werden. Ärgerlich auch, dass alles manuell gemacht werden muss. Die Traktoren verfügen über keinen Tempomat. Somit muss man immer selber die Bahn halten. Immerhin ist es auch in diesem Titel möglich, Arbeiter einzustellen, die aber ihre eigenen Geräte mit sich bringen und wie Heinzelmännchen unsichtbar ihre Aufgabe erledigen.

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Ein weiteres Problem von Die Landwirtschaft 2017: Die riesige Karte wirkt komplett leblos. Fährt man zum Beispiel in die kleine Stadt, welche mit Marktplatz und Kirchturm durchaus einladen wirkt, wähnt man sich wie in einer Geisterstadt. Keine Menschenseele scheint dort zu leben und auch auf den Straßen begegnet man keinem Einwohner. Völlig ungeniert fährt man daher über die roten Ampeln und kümmert sich nicht um die Straßenverkehrsordnung. Auch auf dem Hof mangelt es an Leben. Zwar hat man einige Tiere und kann denen ein wenig zuschauen, füllt man aber deren Futtertrog nach oder liefert frisches Wasser, verändert sich nichts in den Stallungen und auf den Feldern. Alles sieht wie vom ersten Tag erworben aus.

Die Spielwelt wirkt auf dem ersten Blick riesig, wenn man sich auf der kleinen Minikarte umschaut. Ihr könnt auch zahlreiche weitere Äcker und Felder jenseits des Hofes erwerben, um wesentlich mehr Getreide und Korn zu ernten. Die Wege werden aber durch Ladebildschirmen abgekürzt. Das Spiel wurde in einige Abschnitte eingeteilt, die voneinander getrennt sind. Man fährt in einen Tunnel, dreht anschließend relativ lange die Däumchen und darf dann plötzliche durch die Stadttore fahren. Während man innerhalb dieser dann seine Erzeugnisse verkauft, neue Tiere erwirbt oder gut gemästetes Vieh dem Metzger übergibt, befindet sich etwas außerhalb der Laden für landwirtschaftliche Gerätschaften. Wer bereits den Landwirtschafts-Simulator gespielt hat, wird ziemlich enttäuscht von der Auswahl sein. Nur wenige Traktoren stehen zur Verfügung und bei den Anhängern beschränkt man sich auf jeweils einen pro Arbeitsvorgang. Ihr benötigt Werkzeug zum grubbern, aussähen, Gülle ausfahren und ähnliches. Qual der Wahl gibt es keine und auf Lizenzen hat man fast gänzlich verzichtet.

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Unser Fazit

35 %

Die Landwirtschaft 2017 versucht mit einfacheren Mitteln eine Bauernhof-Simulation darzustellen und würde man viele Dinge konsequenter durchziehen oder zumindest mit etwas mehr Liebe überarbeiten, könnte UIG durchaus auch dem Landwirtschafts-Simulator Konkurrenz machen. Was hier aber unterm Strich übrig bleibt, ist nichts anderes als Trash, welcher auf ganzer Linie enttäuscht. Holprige Handhabe und Kollisionsabfrage, unsinniges Bestellen der Felder und eine vollkommen leblose Welt. Man ackert sich mehr durch Menüs und Zahlen, anstatt die Vorgänge animiert zu erleben und so verliert der Titel ziemlich schnell seinen Reiz. Es steckt Potenzial drin, welches nur noch abgeholt werden muss. So aber sollte man die Finger von dem Titel lassen.

Pro

  • + Ackerbau und Viehzucht vorhanden (bis zu vier Tierarten)
  • + Weniger Komplexität als bei der Konkurrenz und daher auch einsteigerfreundlicher
  • + Große Karte mit vielen weiteren Feldern, die man erwerben kann

Kontra

  • - Extrem holprige Handhabe und miese Kollisionsabfrage
  • - Der Spaß am Bestellen der Felder und der Viehzucht verfliegt nahezu sofort
  • - Absolut leblose Spielumgebung
  • - Mäßige Präsentation

Unsere Bewertung

Grafik
 
45 %
Sound
 
30 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
20 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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