DiRT Showdown - Test/Review - insidegames

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DiRT Showdown – Test/Review

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Veröffentlicht 25. Juli 2012 | 7:19 Uhr von Fabrice

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Vor einer in der Videospielwelt gefühlten Ewigkeit, hat die Colin McRae Rally Serie in der letzten Konsolengeneration ihren Anfang gefunden. In der aktuellen Konsolengeneration wurde daraus dann DiRT. Im ersten Teil noch eine reine Rally-Angelegenheit, wurde das Rennangebot im zweiten Teil massiv erweitert. Neben den klassischen Rally-Etappen, wurden modernere Disziplinen wie Rally-Cross oder Trailblazer hinzugefügt. Der dritte und neuste Teil der letztes Jahr erschienen ist, hat diesen Weg konsequent fortgeführt und dazu noch das populäre Gymkhana ins Line-Up mit aufgenommen.

Codemasters versucht nun auf dem bereits etablierten Markennamen aufzubauen, denn DiRT Showdown trägt zwar den bekannten Namen, hat jedoch kaum etwas mit der Hauptserie zu tun. Es ist viel mehr ein Spin-Off das zwar rein optisch und in kleineren Aspekten an das eigentliche DiRT erinnert, spielerisch aber eine komplett andere Richtung einschlägt. Eine vereinfachte Steuerung und ein viel actionreicheres Renngeschehen, soll offensichtlich ein breiteres Publikum ansprechen als die eigentliche Serie. Wir haben uns DiRT Showdown in der Xbox 360 Fassung angeschaut und können keine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Wieso das so ist, erfahrt ihr in unserem Test!

Recycling erster Klasse

Für Einzelspieler ist die Showdown-Tour der Kern des Spiels. Vier Touren mit jeweils 13 Events die wiederum aus einem bis drei Rennen bestehen können gespielt werden. Das klingt zwar nicht gerade nach wenig, entpuppt sich in der Wirklichkeit aber als ziemlich mager. Selbst auf den höheren Schwierigkeitsgraden und einigen wiederholten Rennversuchen, kann man die ganze Karriere in locker 5 bis 6 Stunden durchspielen und muss dennoch einige Strecken immer und immer wieder fahren. In Sachen Fahrverhalten und Gameplay unterscheidet sich Showdown ziemlich stark von den Vertretern der eigentlichen Serie. Die Autos sind allgemein viel weniger empfindlich was Manöver angeht. Drifts, ps3_dirtshowdowni Donuts oder Spins sind viel einfacher auszuführen als z.B. bei Dirt 3. Das passt so auch zum eher einfachen Spielaufbau, schmälert aber irgendwo den Spielspass doch ein wenig. Zudem gibt es einen Boost, wodurch man logischerweise seine Geschwindigkeit hochschrauben kann. Diese Anzeige füllt sich ganz automatisch, aber sehr langsam auf. Oder man rammt seine Gegner und verschrottet sie, wodurch man die Leiste deutlich schneller füllen kann. Allgemein gehören Crashs mit anderen Fahrern in Showdown zum Alltag und durch die auffüllbare Boost-Anzeige wird man sogar dazu ermutigt Gegner zu rammen. Dadurch ist das Fahrverhalten meilenweit vom Realismus entfernt, was jedoch wie erwähnt nicht zwingend negativ zu werten ist. Schlussendlich ist es Geschmackssache ob man auf das vereinfachte Gameplay steht.

Die Auswahl der Eventarten ist dabei immerhin anständig abwechslungsreich, wobei der Spassfaktor sehr unterschiedlich ausfällt. Am bekanntesten sind mehr oder weniger normale Rennevents, in denen man mehrere Runden auf einem Rundkurs absolvieren muss. Etwas anders geht es in den 8-Ball Events zu und her. Dort sind die Strecken so angelegt, das sie sich die einzelnen Abschnitte immer wieder kreuzen. Dadurch besteht die Gefahr das man von Fahrern die voraus bzw. zurück liegen abgeschossen wird, wodurch die Rennen sehr schnell, sehr chaotisch werden können. In Dominations-Events ist jede Strecke in vier Sektoren aufgeteilt und der Gewinner muss in jedem Sektor versuchen die bestmögliche Zwischenzeit aufzustellen, um so seine Gegner zu dominieren. Auf der anderen Seite gibt es auch Ausscheidungs-Rennen, in welchen der letztplatzierte Fahrer in regelmässigen Zeitintervallen ausscheidet. Es gibt aber auch Events die von dieser Norm abweichen. In Trick-Events müssen in drei Minuten so viele Tricks wie möglich gemacht werden, um so viele wie möglich zu erhalten in dem man seinen Multiplikator oben hält. In Duellen fährt man gegen einen einzelnen Konkurrenten auf einer abgegrenzten Strecke und muss bestimmte Tricks so schnell wie möglich schaffen, damit man eine möglichst niedrige Endzeit schaffen kann. Deutlich rabiater geht es in den Rampage- und Knock-Out-Events zu und her. ps3_dirtshowdownq Hier müssen die anderen Fahrer gerammt und am besten auch gleich zerstört werden um möglichst hohe Punktzahlen zu holen. Knock-Out-Events funktionieren ähnlich, doch die richtig fetten Punkte gibt es wenn man seine Gegner aus der Arena schubst. Diese chaotischen Events machen mächtig viel Spass und bieten viel Action sowie Spannung.

Nicht nur die Eventarten unterscheiden sich schwer in Sachen Spassfaktor, auch die Rennstrecken. Einige davon sind gut gestaltete Arenen oder Strecken, andere jedoch nicht. Auffallend ist das einige Strecken fast schon 1 zu 1 aus Dirt 3 oder sogar Dirt 2 übernommen, mit ein paar zerstörbaren Objekten und Rampen aufgepeppt und hier wieder verwendet wurden. Für Serienveteranen ist das ziemlich langweilig, wer jedoch die beiden genannten Spiele nicht kennt wird sich wohl nicht gross darum kümmern. Auch relativ verschwendetes Potential gibt es in zwei weiteren Bereichen. Einerseits sind das die Autos: in abgeschlossenen Events verdient man Geld um seine Autos zu verbessern. Aber das ist nicht wirklich im Tuning-Bereich, sondern einfach vier Grundparameter die man erhöhen kann. Da die letzten Wagen die man freischalten kann in jeder Kategorie aber sowieso die besten sind, erübrigt sich der ganzen Prozess ziemlich schnell. Ein anderes Problem sind Challenges die man versenden kann. Nach jedem abgeschlossenen Event in der Karriere kann man seine Zeit bzw. seine Punktzahl als Herausforderungen an jemanden in seiner Freundesliste schicken. Das wird zwar gross angepriesen, ist aber ziemlich langweilig und entpuppt sich kaum Spielspassbringer.

Mehrspielerspass der Extraklasse

Obwohl der Einzelspielermodus eher dürftig daher kommt, kann besonders der Online-Mehrspielermodus besonders überzeugen. Auch ein offline Splitscreen-Modus ist vorhanden, in welchem zwei Spieler gleichzeitig mit oder ohne KI-Fahrer um die Wette fahren bzw. sich gegenseitig auf die Hörner nehmen. Doch im Online-Modus kann das Spiel richtig brillieren und für tagelangen Spielspass sorgen. Zur Verfügung stehen Einzel- oder Team-Disziplinen mit den schon aus der Karriere bekannten Events. Aber nicht nur das, es gibt auch neue Events die man als Offline-Spieler nie zu sehen bekommt. Unter anderem eine chaotische aber unglaublich unterhaltsames Capture the Flag Variante mit Autos, ps3_dirtshowdownk welche sehr spassig sind. Herausforderungen, ein Rangsystem und Geld das man verdienen kann, sorgen für weitere Langzeitmotivation. Der Online-Modus läuft flüssig, es sind viele Spieler online und eine tolle Lobby ist schnell gefunden. Doch gerade mit Bekannten fängt der Spass erst richtig an, wenn man lachen und einfach eine gute Zeit haben kann. Und in diesem Bereich ist DIRT: Showdown eine echte Granate.

Codemasters = Meister der Präsentation

Was gleich beim ersten Start des Spiels auffällt, ist die von Codemasters gewohnt geniale Präsentation. Übersichtliche, schön gestaltete Menüs, tolle Hintergrundmusik, hämmernde Fahrzeuggeräusche ergeben eine fantastische Präsentation, die seinesgleichen sucht in aktuellen Spielen. Die Grafik ist zwar nicht eine grosse Verbesserung gegenüber dem indirekten Vorgänger Dirt 3, sieht aber trotzdem gut aus. Wettereffekte, Fahrzeuge und Umgebungen sehen toll aus und sorgen für eine gute Atmosphäre. Vermisst wird eine Cockpitansicht, denn es steht nur eine Fronthaubenansicht zur Verfügung. Das ist nicht wahnsinnig wichtig, könnte jedoch den einen oder anderen Spieler enttäuschen. Es gibt jedoch einen, massiven, Negativpunkt der unbedingt genannt werden muss: der Kommentator. Dieser lässt nervige und unsinnige Sprüche am Laufband vom Stapel, weshalb man ihm schon nach wenigen Events am liebsten an die Gurgel springen möchte. Leider besteht auch nicht einmal die Möglichkeit ihm ganz den Saft abzuwürgen, da man die Lautstärke von ihm nicht komplett runter drehen kann, was sehr schnell, sehr nervig ist.

Unser Fazit

83 %

Alles in allem, ist DIRT: Showdown ein gelungenes Gesamtpaket. Eine gewohnt gelungene Präsentation, eine tolle Technik und ein extrem unterhaltsamer Mehrspielermodus sorgen für ein gelungenes Spielerlebnis. Doch es hat auch seine Schwächen, unter anderem der eher enttäuschende Einzelspielermodus, einige lahme Eventarten oder der nervige Kommentator. Wer jedoch hauptsächlich online spielen will, der wird eine geniale Zeit haben.

Pro

  • Gewohnt gelungene Präsentation
  • Unglaublich unterhaltender Mehrspielermodus
  • Einige sehr spassige Eventarten
  • Einfache, intuitive Steuerung
  • Gute Optik
  • Passender Soundtrack

Kontra

  • Extrem nerviger Kommentator der sich nicht abschalten lässt
  • Magerer Einzelspielerumfang
  • Einige Eventarten sind dafür langweilig und öde
  • Etwas schwacher Splitscreen-Modus
  • Fehlende Cockpit-Ansicht

Unsere Bewertung

Grafik
 
84 %
Sound
 
78 %
Steuerung
 
86 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
88 %
Spielspaß
 
82 %

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