Dishonored - Dunwall City Trials DLC - Test / Review - insidegames
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Dishonored – Dunwall City Trials DLC – Test / Review

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Veröffentlicht 21. Dezember 2012 | 19:56 Uhr von Sandra

Dishonored - Dunwall City Trials

Da ist er nun – der erste Download-Content (DLC) zum Erfolgshit Dishonored: Die Maske des Zorns, getauft auf den Namen Dunwall City Trials. Keinesfalls wird, wie vielleicht angenommen, die Story weiter erzählt oder vertieft. Keine Inhaltsschwangeren Dialoge, recht wenig Story-Atmosphäre … dafür konzentriert spielerische Aufgaben, welche aus dem Hauptspiel noch vertraut anmuten dürften.

 

Neutralität ist die Gunst der Stunde

Für den Anfang steht natürlich immer die ganz persönliche Frage: Was erwarte ich von einem DLC? Hege ich überhaupt Ansprüche? Falls ihr das im Bezug auf Dishonored mit „ja“ beantwortet, stellt sich die erweiterte Frage: WAS wurde erwartet? Sollte eure Antwort dahingehend auf Geschichte, Tiefgang, Konversation in Kombination mit gepflegter Meuchelei lauten … dann, … ja dann müssen wir sagen: Tut uns leid, aber damit bedient Bethesda euch und uns nicht. Sollten wir sagen „leider“? Nein, das sagen wir nicht, auch wenn wir damit bestimmt dem einen oder anderen eventuell aus dem Spielerherzen sprechen würden/könnten …

Abseits aller Vorlieben, Erwartungen und Vorstellungen versuchen wir nichts desto weniger den DLC Dunwall City Trials nüchtern, sachlich und ohne Emotion zu betrachten, um euch ein möglichst schlüssiges Bild zu vermitteln.

Gleichwohl, Miladies und Milords, wer einst gefangen in Dishonored den Tod der Königin zu rächen sich aufgemacht, natürlich auch um sich der eigenen Schuld zu befreien, kann – zusammengefasst – im DLC durchaus mal die Etikette in Urlaub schicken und der dunklen Seite freien Lauf lassen.

Alles wie gehabt .. na ja, fast …

Dishonored - Dunwall City Trials DLC -1 Zugegeben, dass frisch veröffentlichte Add-On mutet winzig an und die dargebotene Kost erscheint zwergenhaft angesichts der grandiosen Hauptstory. Kann das gut gehen? Ja und nein, denn es kommt am Ende auf die Betrachtungsweise an. Unstrittig ist dabei einmal mehr die Inszenierung, da ihr die gewohnt stilsichere Kulisse geboten bekommt, bekannte Levels, die schlicht mit neuen Aufgaben und Herausforderungen gespickt worden sind. Hinzu gesellen sich die nach wie vor stets stimmige FX-Sound-Kulisse sowie die gesamt musikalisch-klassische Untermalung. Last not least präsentiert man euch gewohnt sehr gut funktionierende Steuerungs-Elemente, allesamt gleichfalls aus dem Hauptspiel bekannt/vertraut.

Doch wo ist der Haken? Sofern man die zehn Herausforderungen als solche bezeichnen mag, sind genau jene es, die Dishonored-Fans eventuell nicht schmecken könnten. Wie eingangs erwähnt bekommt ihr keine Story, keine hochtrabenden, mit versteckten Informationen versehene Unterhaltungen und keinen Zusammenhang. Vielmehr sind die Dunwall City Trials sowas wie die olympischen Spiele der Dishonored-Welt. Besteht zehn Aufgaben, kassiert dafür die Erfolge und/oder Trophäen und fertig ist die Laube. Klingt gänzlich und gar unspektakulär, oder?!

Zehn Mal

Na ja, nicht ganz – die zehn Herausforderungen haben sich, wie man so schön sagt, satt gewaschen. Voreilige, unvorsichtige Naturen könnten schnell Frust schieben, denn die Herausforderungen sind mit unterschiedlichen Anforderungen versehen, so dass deren Missachtung oder Überschreitung das Verlieren des betreffenden Trials zur Folge hat. Im Fokus stehen dabei jeweils die Fähigkeiten, die schon aus dem Hauptspiel bekannt sind und zum Erfolg geführt haben. Je nach Herausforderung wird mal die eine, mal die andere Fertigkeit mehr gefragt sein. Je perfekter ihr z.B. einen Trial fast schon unsichtbar passiert, desto höher die Punkte und ein Platz in den oberen Highscore-Regionen wird euch sicher sein. Abgesehen davon, dass die Punkte auch für alle Erfolgs- und Gamerscore- bzw. Trophäenjäger wichtig sind! Wollt ihr den DLC zu 100% beenden und damit alle Punkte oder alle möglichen Trophäen einsammeln, müsst ihr die zehn Aufgaben auf zwei definierten Schwierigkeitsstufen erledigen und (!) jede dieser zehn Trials mit der besten Auszeichnung (= drei Sterne-Wertung) beenden.

Abgesehen von diesem Faktum, der sich unter Umständen durchaus als tricky herausstellen kann, sind vor allem die zehn Herausforderungen an sich schon nicht ohne, zumal kein Trial dem anderen gleicht. D.h. ihr habt nicht nur gesamt diese zehn Aufgaben zu bewältigen, ihr werdet – fast schon im wahrsten Sinn des Wortes – mit einer Art „trial & error“ konfrontiert, denn auswendig lernen und dann die Level mit Bravur meistern ist nicht. Ja, ja, die Welt kann schon grausam sein …

Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt

Dishonored - Dunwall City Trials DLC -5 Generell auf den Punkt gebracht: Ja, wir lieben Herausforderungen und wir sind auch der Meinung, dass diese mit Dunwall City Trials … mmmh, ja … so lala gelungen sind. Es ist eine Art Achterbahnfahrt: Die Auffahrten sind dröge, die Talfahrten der Bringer. Wie lässt sich das auf den DLC umlegen?

Nun, stellt euch vor, da ihr die Aufgabe habt, in der ihr euch nicht erwischen lassen dürft und Gewalt keine Lösung ist. Späher, Wachen, Personen, die euch entdecken können, sind einige zugegen. Unterm Strich bleiben vier Hinweise, mit denen ihr denen auf die Spur kommt, die es zu beseitigen gilt. Diese Tipps jedoch nicht zu benutzen erhöht die Chance auf viele Punkte (und in Folge den Erfolg / die Trophäe). Ganz nebenbei sucht ihr noch nach einer saugut versteckten Puppe. Wie erwähnt, wenn was schief geht, fangt ihr das Ganze von vorne an und sich merken wo was gewesen ist bringt nichts, denn hier greifen Flexibilität und Variablen, die für zusätzliche Spannung sowie Herausforderung sorgen. Ein anderes Mal warten wertvolle Items darauf von euch gefunden zu werden – und ja, auch da gilt das Püppchen nicht zu vergessen. Und wehe ihr werdet drei Mal erwischt, dann ist Schicht im Schacht, bzw. es heißt „zurück, alles auf Anfang mit neuen Vorzeichen“.

Wem das zu seicht-leise ist, versucht sich vielleicht an einer Runde Arena-Kampf, in dem ihr euch so richtig schön austoben könnt. Welle für Welle werdet ihr von Gegnern besucht, die von euch nur eines wollen: Kräftig eins auf die Nuschel bekommen. Zum Abreagieren sicher nicht das Schlechteste. So viel zu den Rollercoaster-Schussfahrten …

Enervierend erscheinen da schon eher die Geschichten, da ihr von Checkpoint-zu-Checkpoint eilen müsst, Zielschießen veranstaltet oder in möglichst kurzer Zeit super viele Gegner ins virtuelle Nirwana schickt. Solche fast schon Minispielchen sind nicht zwingend dafür gemacht sich stundenlang damit aufzuhalten und entsprechen damit, symbolisch versteht sich, den Auffahrten, bis es wieder zum Highspeed-Schuss geht.

Diesen Wechsel, so am Rande bemerkt, werdet ihr wenigstes zwei Mal erleben, denn um den Experten-Modus (höchste Stufe, relevant für Erfolge / Trophäen) spielen bzw. meistern zu können, muss selbiger erst einmal frei gespielt werden.

 

Anmerkung: Die Bewertungskriterien für Grafik, Sound und Steuerung  entsprechen dem Hauptspiel. Die Wertungen für Gameplay und Spielspass sind auf den DLC angepasst.

Unser Fazit

79 %

Uns düngt, der DLC Dunwall City Trials ist ein probates Beispiel für den Fluch und Segen DLC gleichermaßen. Auf der einen Seite werden wahrlich gekonnte Herausforderungen (Trials) geboten, die durchaus im Stande sind den Adrenalinspiegel in Wallung zu bringen und dann folgen fast schon gähnend langweilige Checkpoint-Geschichten, die so spannend sind wie Fußpilz. Bei aller Liebe Bethesda, ihr seid eine echt sau-geile Spiele-Schmiede und ihr habt mit Dishonored einen richtig coolen Wurf hin gezaubert. Da muss man euch einfach fragen: Was hat euch dazu gebracht die Dunwall City Trials zu machen? Braucht es das? Nein, oder, denn Dishonored hat so viele geniale Elemente, die sich sehr gut für einen DLC eignen, da braucht es keinen Herausforderungsmodus – denn das Spiel selbst sollte eine Herausforderung sein, oder?! Aber wir wollen gerade nochmal so Gnade vor Recht ergehen lassen … Dunwall City Trials sind eine nette Ergänzung, die man für wenig Geld kaufen kann (knapp fünf Euro) und bietet – neben den mittelprächtig ausgefallenen Allerweltsaufgaben Gott sei Dank auch stilvolle Trials. Fürs nächste Mal allerdings bestellen wir Spieler bitte etwas mehr Inhalt und Anspruch – danke schön!

Pro

  • + zehn größtenteils fordernde Aufgaben (Trials)
  • + gewohnt gute Optik
  • + vom Hauptspiel übernommene, gut funktionierende Steuerung
  • + moderater Preis für einen DLC (ca. 5 Euro)
  • + gleiche Grund-Herausforderung hat stets andere Aufgaben / Ziele
  • + "Fest" für Highsocre-Jäger

Kontra

  • - einige Trials zu banal und langweilig
  • - unausgewogener Schwierigkeitsgrad
  • - keine Weiterfürhung der Story
  • - DLC ohne tatsächlichen Bezug zum Hauptspiel

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
89 %
Steuerung
 
96 %
Gameplay
 
79 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
79 %

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