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Doki-Doki Universe (PS Vita) – Test / Review

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Veröffentlicht 14. Januar 2014 | 13:49 Uhr von Erzgebirgskind

Letzte Änderung 19. Januar 2014

Doki-Doki-Universe

Ist man auf der Suche nach innovativen und knuffigen Spielen die auch dazu noch komplett gewaltfrei sind, so bietet die PS Vita eine recht vielfältige Auswahl. HumaNatures Studios möchte mit dem Erscheinen von Doki-Doki Universe einen neuen Beitrag dazu leisten. Angekündigt als innovatives Indie-Game, dass mit einem kreativ-spielerischen Ansatz unter anderem die Möglichkeiten der Vita ausreizt, wurden im Vorfeld die Erwartungen ziemlich angeheizt. Wie sich Doki-Doki Universe auf schlägt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Story – Von der Menschlichkeit und den damit verbundenen Schwierigkeiten

Ihr seid ein kleiner Roboter namens QT3 der von seiner kindlichen Besitzerin Luna und deren menschlicher Familie vor langer Zeit auf einem einsamen Planeten mitsamt einem roten Luftballon zurückgelassen wurde. Eines Tages taucht der coole Alien-Kollege Jeff auf und macht QT3 klar dass nach mittlerweile 32 Jahren Wartezeit sich das Universum doch viel weiter bewegt hat. Das führt zu der Erkenntnis dass a) sich Luna wohl nicht mehr auf QT3’s kleinem Planeten blicken lassen wird und b) QT3 wohl jetzt eher ein veraltetes Schrottmodell aufgrund mangelnder Menschlichkeit ist. Der Kritikpunkt von Jeff über zu wenig Menschlichkeit zu verfügen reißt QT3 aus seiner Langzeitlethargie. Er springt zu seinem neuen Kumpel in seinen Sport-Raumflitzer und stimmt dem Plan von Jeff zu sich mehr Menschlichkeit anzueignen. Etwas anderes bleibt ihm schlicht und ergreifend auch nicht übrig, denn ändert sich in diesem Punkt nichts dann droht ihm und seiner Vintagebaureihe die Schrottpresse. Jeff verspricht ihm zu helfen und zu unterstützen wo er nur kann und setzt ihn auf seinen neuen Heimatplaneten ab. Von hier aus kann QT3 das Projekt Menschlichkeit selbständig in Angriff nehmen und seine Robotertitanhaut retten.

doki-doki-universe-screenshot-12

 

Gameplay

Angekommen auf unserem neuen Zuhause unternehmen wir eine erste Erkundung. Jeff erinnert uns nochmals daran dass wir unser Verständnis für die Menschlichkeit aufpeppen sollen indem wir ganz viele andere Planeten und Asteroiden besuchen und verzieht sich dann wieder. Das Ganze läuft als Sidescroller ab, laufen wir permanent in eine Richtung erreichen wir nach kurzer Zeit auch wieder unseren Ausgangspunkt. Wir finden drei kleine Häuser in denen wir unseren Avatar, unser Raumschiff – auch interstellares Ross genannt – und den Planetenhintergrund ändern können. Unser roter Luftballon taucht auch wieder auf und wir lernen Dr. Therapeut kennen der unser rostiges Innerstes erforschen will. Und so erhalten wir unsere ersten Zielstellungen, die darin enden dass Jeff wieder auftaucht und uns zuerst zum Planeten Tutorial schickt. Haben wir diesen abgeschlossen so sind wir fit für das Spiel und fangen an die unendlichen Weiten der Galaxis auf eigene Faust zu erkunden.

Die Galaxis unterteilt sich Asteroiden und Planeten, wobei die Asteroiden Quizplaneten sind. Der Besuch selbiger und die damit verbundene Beantwortung der Quizfragen liefert Dr Therapeut Material für die Analyse unserer Persönlichkeit. Die Planeten beinhalten hingegen kleine Geschichten die es zu absolvieren gilt um unser Wissen über die Menschlichkeit aufzufrischen. Und das war es dann auch schon. Sind die Quizfragen noch zu Beginn zumindest teilweise auf Schulhofnivau lustig so kommt spätestens nach der dritten Runde gähnende Langeweile auf. Auch der Ablauf auf den Geschichtenplaneten ist stets der gleiche: Zuerst eine Runde durchlaufen und alles hochwerfen um versteckte Geschenke einzusammeln, dann die Herausforderungen durch Interaktion mit den jeweiligen Charakteren abschließen und zum Schluss Charaktere die noch Geschenke haben durch das Herbeizaubern von bestimmten Sachen so begeistern oder verärgern dass sie die Geschenke rausrücken. Fertig.

Zwar sind die Geschichten und die Charaktere auf jeden Planeten wirklich individuell und liebevoll gestaltet aber die Herausforderungen in diesem Spiel tendieren gegen Null. So schauen wir uns einen Planeten nach dem anderen an, ob Animal wo die Rollen zwischen Tier und Mensch vertauscht sind und es „Hausmenschen“ gibt den wir ein schönes neues Heim beschaffen sollen, Amazonia, deren Ureinwohner wir helfen ein paar blöde Touristen loszuwerden oder auch Aquariumland mit dem traurigen Seeungeheuer vor dem alle Fische Angst haben obwohl es doch eigentlich nur spielen will: Die Geschichten sind immer innig und gefühlvoll gestaltet, die Charaktere haben immer etwas Neues zu erzählen, aber der Spielablauf beschränkt sich auf ein stupides Abrufen dieser Informationen durch simpelste Tätigkeiten. Und auch die Möglichkeit unseren Heimatplaneten mit freigeschalteten Dingen zu dekorieren, unser Raumschiff und Aussehen zu ändern reißen nichts mehr raus. Hinzu kommen noch mehrere Abstürze des Spiels innerhalb einiger Stunden Spielzeit, das ist auch neuer Rekord für ein Vita-Spiel.

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Steuerung

Die Steuerung hält was sie verspricht: Einige der Vita-Funktionen sind integriert und passen sich reibungslos dem Spielablauf an. Der Touchscreen ist quasi im Dauerbetrieb, alternativ kann man auch alle Funktionen per Taste betätigen. Über Klopfen am Rückseiten-Pad lassen sich Erdbeben auslösen und durch anschließendes Neigen Spielcharaktere umwerfen. Das ist ganz lustig und gelangt schon nach einigen Versuchen recht gut. Auch sonst ist an der Steuerung nichts zu beanstanden. Wichtige Spielfunktionen sind permanent über Touch am unteren Spielrand verfügbar. Das Anlegen von mehreren Spielständen ist ebenfalls möglich. Des Weiteren kann man Tutorialhinweise sowie Tastenbelegungen ein- oder ausblenden.

Musik, Sound und Grafik

Das Grafiksetting ist eine der großen Stärken des Spieles. Der bunte Zeichentrickstil kommt gut an und ist eine Wohltat für das Auge. Liebenswert gezeichnete Charaktere und Hintergründe runden das Bild ab. Alles erscheint sehr individuell und gefühlvoll gestaltet und zaubert des Öfteren ein Lächeln in das Gesicht des Betrachters.

Die Hintergundmusik gibt ebenfalls keinen Anlass zur Klage und unterstreicht optimal die jeweilige Stimmung. Gut zu wissen dass es Spiele gibt die auch noch Wert auf eine gepflegte akkustische Untermalung legen. Eine Sprachausgabe ist für dieses Spiel nicht vorhanden, alle Informationen werden per Sprechblasen dargestellt.

Unser Fazit

69 %

Doki-Doki Universe ist irgendwie wie einer dieser Mini-Hunde die man in einer Gucci-Tasche rumschleppt: Süß und niedlich aber dann doch ein kleines bisschen doof. Der erste Eindruck eines mit viel Aufmerksamkeit und positiver Energie gestalteten Spieles wandelt sich nach kurzer Zeit in eine nette leere Hülle zwar mit etwas Inhalt aber ohne jeglichen spielerischen Anspruch. Das gehobene Hauptthema des Spieles, unsere Menschlichkeit und was diese ausmacht verhilft leider aufgrund der spielerischen Umsetzung auch nicht zu einem höheren Niveau. Und das ist in diesem Fall richtig schade. Nach geraumer Zeit bleibt ein trauriges Gefühl zurück und die Frage was jetzt eigentlich genau schief gelaufen ist. Eigentlich will man Doki Doki und QT3 schon fast verzweifelt mögen, sieht sich jedoch aufgrund des eigenen spielerischen Anspruchs dazu einfach nicht in der Lage. Der Trost eines Cross-Buy Kaufs bleibt jedoch zurück und auch die Erkenntnis dass Menschlichkeit allein für ein gutes Spiel nicht ausreicht.

Pro

  • + Familienfreundlichkeit
  • + Charakter- und Spielgestaltung
  • + Gewaltfreiheit
  • + Cross-Buy

Kontra

  • - Anspruchsloses Gameplay
  • - Keinen Wiederspielwert
  • - Spiel stürzt öfters ab

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
40 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
40 %

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