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DOOM BFG – Ausführlicher Test / Review

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Veröffentlicht 20. November 2012 | 11:10 Uhr von eJUNKI3

Letzte Änderung 27. April 2015

Doom 3 BFG Edition

Persönlich bin ich ein großer Freund von klassischen Videospielen, welche ich in meiner Kindheit gesuchtet habe. Fast schon wehmütig denke ich an die Tage zurück, an denen man Spiele wirklich noch bis zum Erbrechen über den heimischen Monitor hat flimmern lassen. Genau aus diesem Grund habe ich mich auf die remasterte Edition von DDOM 3 sehr gefreut, zumal die BFG-Edition noch ein paar Leckerchen im Ärmel hat, welche einen Freund der alten Schule das Herz aufgehen lassen.

Was bietet uns BFG Edition?

DOOM hat 1993 Generationen von Spielern einen Einstieg in das Genre Ego-Shooter geboten. Die BFGEdition ist im Grunde die ultimative Kollektion, der klassischen Teile DOOM 1 (1993), DOOM 2 (1994) und DOOM 3 (2004). Für DOOM 3 liegt dieser Kollektion das Add-on »Auferstehung des Bösen« und das Zusatzkapitel »Lost Mission« mit bei.

Das genannte Add-on feiert dabei in Deutschland seine Premiere, denn dieses landete 2005 in der Originalfassung auf dem Index. Die Story des Add-ons ist wie das Hauptspiel eher simple gestrickt. Dafür bekommt der Spieler neue Monster zu sehen und das Waffenarsenal wie z.B. um den Grabber erweitert. Das Zusatzkapitel ist eine nette Beilage, welches teilweise bekannte Level wiederverwertet. Es handelt sich dabei um eher kurzweilige Action, in der wir als Marien des im Hauptteil verschollenen Bravo-Teams einen Teleporter abschalten müssen. Im Gegensatz zu dem Zusatzkapitel sind DOOM 1 und DOOM 2 eine super Beilage. Diese beiden Spiele können trotz hoffnungslos veralteter Grafik, auch 20 Jahre nach dem Release noch immer für Spielspaß unter Retro-Fans sorgen und wecken Erinnerungen. Mit dem Start der Serie wurden anno 1993 bereits im ersten Teil Easter-Eggs implementiert, welche stets einen Sidekick in Bezug auf die dunkle Vergangenheit Deutschlands lieferten.

Alter vor Schönheit

DOOM 3 ist 2004 veröffentlicht worden und galt schon damals als technisch rückständig. Dennoch konnte das Spiel durch ideales Zusammenspiel von Musik, Sound und Lichteffekten eine dichte Atmosphäre schaffen, welche für DOOM relativ untypisch gewesen ist. Bisher stand ein relativ markaberer Humor und die pure Lust am schießen im Vordergrund. Mit DOOM 3 wurde die Serie um eine weitaus dichtere Story und einem düsteren Ambiente erweitert.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Atmosphäre sind die oft gelobten Lichteffekte gepaart mit einem dynamischen Schattenwurf gewesen. In dunklen Gängen, bewaffnet mit Schießprügel und Taschenlampe, wurden die Gegner ins rechte Licht gerückt. Leider bietet die Konsolenversion diesen dynamischen Schattenwurf nicht. Laut Aussagen des Herstellers wurde dieser Effekt aufgrund der Leistungsfähigkeit von Spielkonsolen entfernt. Äugelt man nun zu einem Dead Space hinüber, kann man dies aber nun wirklich nicht ganz nachvollziehen.

Insgesamt ist das HD-Remake lediglich dezent gepimpt worden, macht aber – mal abgesehen von den kantigen Charakteren und den teilweise höllischen Animationen – einen guten Gesamteindruck. Die Texturen wurden aufgemöbelt und die Retro-Action nun auch Widescreen in höheren Auflösungen nutzbar.

Bombe hingegen sind die perfekt eingemischten Soundeffekte, welche der klaustrophobischen Stimmung auf der von Monstern besetzten Mars-Station den nötigen Feinschliff verpassen. Die Effekte werden wirklich sinnvoll eingesetzt und sorgen dafür, das Kopf Kino und Puls eines im Spiel vertiefen Gamers auf Touren kommen. Lediglich die Arbeit der deutschen Sprecher in Bezug auf die Synchronisation scheint stellenweise extrem Laienhaft zu sein.

Auch der Netzwerkcode wurde überarbeitet. Hier hat der Publisher das Rad nicht neu erfunden, sondern sich an fertigen Lösungen bzw. Ansätzen des Spiels Rage bedient. Wäre der Multiplayer selbst nur nicht so schnell ab gefrühstückt und hätte man dem Spieler hier einen interessanteren Content in Form von einen frischen Modus präsentiert, dann könnte man gut und gerne auch hier einiges an Spielzeit investieren. Doch der Multiplayer gestaltet sich leider etwas arg trist und verweilt spielerisch noch immer im Jahr 2004.

Früher war alles besser, oder?

DOOM bleibt DOOM, ob nun 1993, 2004 oder 2012. Damals brauchten wir kein Deckungssystem oder sich regenerierende Lebensenergie. Damals zählten nur Reflexe und ein fixer Finger am Abzug. Daran hat sich in all den Jahren nicht viel geändert. In das HD-Remake sind allerdings ein paar spielerische Änderungen eingeflossen, welche den Shooter im Gegensatz zum Original ein wenig »benutzerfreundlicher« machen.

Im Original musste man stets zwischen Taschenlampe und Waffe wechseln. Dies führe stellenweise zu recht hektischer Action in den dunklen Gängen. Im Remake ist die Taschenlampe nun fix und kann jederzeit zugeschaltet werden. Die Energie der Taschenlampe verbraucht sich im eingeschalteten Zustand stetig, wird aber durch Abschalten zügig wieder aufgeladen. Man ist also niemals wirklich ohne Licht unterwegs.

Auch war man bei der BFG-Edition nicht so geizig mit der Munition. Im Original hat der Spieler oftmals Passagen erreicht, welche man nur kurz vor knapp mit einem kleinen Rest an Munition überstanden hat. Es scheint so, also würde man nun an vielen Ecken mehr Munition finden, was für einen entspannten und smarten Metzel-Flow sorgt.

Gewalt ist keine Lösung

Es gibt viele Gründe wieso ein Spiel geschnitten wird. So wurde früher z.B. in DOOM 1 das Level »Command Control« mit der Version 1.4 verändert, da dieses in der Draufsicht unter Betrachtung eines Map-Editor die Form eines Nazi-Symbols zeigte. In DOOM 2 gab es ein verstecktes Level, wo man Nazi-Schergen das virtuelle Leben nahm. Dieses Level ist im Re-Remake zwar noch vorhanden, doch wurden auch hier alle nationalsozialistischen Symbole entfernt – was genau so auch gut ist!

Doch Fans der Serie ist schnell aufgefallen, dass im DOOM 3 HD-Remake viel weniger Blut zu sehen ist, teilweise entsprechende Texturen fehlen und gelegte Gegner sehr viel schneller verschwinden. Zur daraus resultierende Senkung des Gewaltgrads, verwies Publisher Bethesda nun auf die bessere Performance, welche von dieser Maßnahme profitieren würde. Das Remake eines Spiels von 2004 soll bei der heute eingesetzten Hardware davon profitieren? Das ist natürlich durchaus denkbar, klingt insgesamt ein wenig hanebüchen. Das Spiel in Hinblick auf die Performance zu entschärfen, erscheint diesbezüglich also nicht wirklich einer Lösung dienlich gewesen zu sein.

Unser Fazit

75 %

Betrachtet man nun das gesamte Paket, die kleinen aber feinen Änderungen an DOOM 3, die Extras in Form von Add-on und Zusatzlevel, sowie die beiden klassischen Vorgänger, ist die DOOM 3 BFG Edition die ultimative Sammlung für Fans dieser Serie. Die Optik wurde dezent gepimpt und das Gameplay stellenweise angepasst. Die vorgenommenen Änderungen sind keine Verschlimmbesserungen und fügen sich ordentlich in das Gesamtbil ein. Die DOOM 3 BFG Edition kann einem Fan daher ohne Zweifel empfohlen werden.

Pro

  • + Gut abgemischte Soundeffekte
  • + Höllisch gute Lichteffekte
  • + Aufpolierte Texturen
  • + Finstere Horror Atmosphäre

Kontra

  • - Synchronisation Laienhaft
  • - Schockmomente voraussehbar
  • - Kein Multiplayer für DOOM 1+2
  • - Schlichtes Triggersystem

Unsere Bewertung

Grafik
 
78 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
76 %
Multiplayer
 
65 %
Spielspaß
 
80 %

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