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Dragon Age: Inquisition – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 8. Dezember 2014 | 9:51 Uhr von Michael

Dragon-Age-Inquisition

Bioware, ein Entwicklername wie ihn wohl jeder Rollenspiel Begeisterte kennt, berühmt für Spiele-Reihen wie Star Wars: Knights of the Old Republic, Mass Effect und auch Dragon Age. Ja dieser Entwickler hat es in sich und wenn man bei Bioware ein Spiel macht bleibt kein Stein auf dem anderen, denn die Jungs und Mädels aus Kanada wissen was sie tun. Neben dem Gameplay, dass natürlich bei jedem Spiel ein wenig anders ausfällt weiß Bioware wie man eine lebendige Geschichte erschafft, die einen von der ersten Minute an mitreißt. Große Wendungen, Charaktere und eine Storyline, die selbst Hollywood vor Neid erblassen lässt. Man kann fast schon sagen, würde Bioware Filme machen hätten sie wohl doch so einige Kassenschlager in den letzten Jahren veröffentlicht, die selbst Transformers in den Schatten gestellt hätten. Aber zum Glück macht Bioware ja keine Filme sondern beglückt uns alle Jahre wieder mit einem Videospiel, dass die Welt erschüttert oder zumindest die eines Gamers und die ebenfalls ganz gute Verkaufszahlen verbuchen können. Doch so hatte es der Entwickler mit der letzten großen Spiel-Veröffentlichung, nämlich der von Mass Effect 3, nicht ganz einfach. Viele Fans waren mit der Ende der Sci-Fi Saga unzufrieden und die wichtigsten Entscheidungen der Reihe waren am Ende zu wenig spürbar. Zwar veröffentlichte Bioware kurz darauf einen Director’s Cut mit einem besseren Ende dennoch war der Frust der Spieler groß und die Schuld wurde bei Bioware sowie beim Publisher Electronic Arts gesucht. Doch neben der Mass Effect Reihe, die 2012 ihr vorläufiges Ende fand, da man ja bei Bioware bereits an einem vierten Teil arbeitet, hat das Team von Bioware noch eine offene Reihe und zwar Dragon Age. So genial wie der erste Teil auch war, konnte Dragon Age 2 nicht wirklich überzeugen! Zwar hat man wieder eine geniale Story geschaffen doch wurden einem viele Möglichkeiten genommen, die im ersten Teil gefeiert wurden und so versprach man bei Bioware wieder mehr auf die Wünsche der Fans einzugehen und Dragon Age: Inquisition wurde angekündigt. Wobei viele Fans ja bereits wussten, dass ein dritter Teil der Fantasy Geschichte kommen würde. Nach einer langen Entwicklungszeit und ein paar Release Verschiebungen ist Dragon Age: Inquisition nun erschienen und wir dürften das Spiel weit mehr als 80 Stunden für euch testen und erzählen euch ob wieder mehr von Origins im dritten Teil drinsteckt und ob der dritte Teil des Fantasy Epos mit Skyrim und The Witcher mithalten kann.

Die letzte Geschichte beginnt

Bevor ihr mit dem Spiel beginnt empfehlen wir euch mal kurz auf dragonagekeep.com reinzuschauen. Dort könnt ihr über ein Wandteppich nochmal alle wichtigen Entscheidungen aus den ersten zwei Teilen auffrischen und sogar noch mal ändern sollte euch etwas nicht passen. Diese Entscheidungen könnt ihr dann in Dragon Age: Inquisition übernehmen.

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Inquisition setzt nun an die Geschehnisse aus Dragon Age 2 an und so befindet sich die Welt von Thedas im Krieg. Die Magier haben von der Unterdrückung der Kirche genug und haben sich gegen ihre Wächter die Templer gestellt, die sich aber kurz darauf ebenfalls von der Kirche losgelöst haben. Dennoch gelang es der Kirche im religiösen Thedas, mit deren Oberhaupt zu einer sogenannten Konklave aufzurufen um eine Einigung zwischen Templer und Magier zu finden und den Krieg zu beenden und hier beginnt nun die Geschichte von Dragon Age: Inquisition. So verläuft die Konklave zu beginn friedlich bis eine riesige Explosion am Himmel alle Teilnehmer ins Jenseits befördert oder zumindest fast alle. Den einer hat überlebt und so beginnt ihr gleich mit der Charakter-Erstellung. Hier wählt ihr die Rasse des neuen Helden aus, wo ihr die Wahl zwischen Menschen, Elfen, Zwergen und den neu hinzugekommen Qunari habt und eine Klasse also Krieger, Magier oder Schurke und beginnt mit dem Spiel. Habt ihr euch entschieden ist es an der Zeit einen eigenen Charakter zu gestalten und ihr könnt aus vielen verschiedenen Gesichter eines auswählen oder ihr macht euch selbst eines und hier sei gleich eines gesagt einen Charakter Editor wie in Inquisition hat man in den letzten Jahren selten gehen. Neben vielen verschiedenen Frisuren, Bärten und Augenfarben könnt ihr die gesamte Gesichtsform verändern also Nase, Wange, Mund, Stirn, Ohren und so weiter und euch selbst über eine Auswahl an verschiedenen Narben und verschiedener Schminke bedienen. Ist das getan dürft ihr euch noch kurz für eine von zwei Stimmen entscheiden. In der deutschen Version wäre das die deutsche Synchronstimme von Wesley Snipes und Sean Bean und eben die andere, die ein wenig jünger und frischer klingt. Doch nun beginnt das Spiel wirklich, ihr steht nach der Explosion auf und seht eine leuchtende Gestalt und fällt daraufhin gleich wieder in Ohnmacht. Als ihr wieder zu Sinnen kommt werdet ihr beschuldigt diese Explosion verursacht zu haben, die wie wir jetzt herausfinden einen Riss beziehungsweise mehrere Risse in den Schleier gerissen hat, der die lebendige Welt vor dem Nichts trennt und zudem steckt euch ein komisch grün leuchtender Splitter in der Hand! Nach einem kurzem Gespräch mit ein paar bekannten Gesichtern zieht ihr als Gefangener los um den nächstgelegenen Riss zu untersuchen. und erhaltet nach dem ersten Angriff von Dämonen eine Waffe, werdet mit einen kurzen Tutorial eingeführt und findet heraus, dass es euch möglich ist mit diesem Splitter die Risse zu verschließen. Nach ein paar weiteren Gesprächen um euch von der Schuld zu entlasten, schließt ihr euch der Inquisition an, die ins Leben gerufen wurde um der Welt wieder den Frieden zu bringen. Schließlich seid ihr auch der einzige der gegen die Risse zurzeit etwas unternehmen kann und da man eine solche Bürde nicht einfach ablegen kann versucht ihr wo es geht zu helfen und dürft euch nach ein paar kleineren Aufgaben und dem Kennenlernen der Inquisition in das erste Gebiet aufmachen, wo eure es eure Aufgabe sein wird der Inquisition zu mehr Macht zu verhelfen.

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Die Hinterlande so groß und weit..!

So betretet ihr über den Kartentisch der sozusagen der zentrale Ankerpunkt im Spiel ist die Hinterlande und errichtet gleich ein Lager damit sich die Inquisition hier breit machen kann. Schaut man sich nun um und auf die Karte wird man einfach nur aus dem Socken gehauen. Noch nie durften wir uns in einem Dragon Age Spiel über ein solch großes Gebiet freuen, das auch noch wunderschön aussieht. Die Hinterlande haben zwar nicht viel zu bieten doch nur schon das Gemisch aus Wäldern, Tälern und Bergen lassen jedes Fantasy-Herz schneller schlagen und schaut man genau hin sieht man auch wie Kreaturen der Jagd nach gehen oder ein Drache über die Hügel fliegt und ein paar Felsen herunterfallen. Gleich zu Beginn werdet ihr zwar mit einer Aufgabe vertraut, das Gebiet zu untersuchen, um die Macht der Inquisition zu steigern. Doch schaut ihr erst einmal auf die Karte vergesst ihr diese Aufgabe schon fast wieder, den die Hinterlande sind mit so vielen Neben-und Sammelquests ausgestattet, das euch so schnell nicht langweilig wird. Neben den Hauptaufgaben habt ihr also noch unzählige Nebenquests und Sammelgegenstände mit denen ihr euch die Zeit vertreiben könnt und es gibt ja euch noch viele kleine Risse die verschlossen werden müssen. Aber es gibt auch noch viele andere Dinge wie Astrarieren mit denen ihr Sternbilder-Rätsel lösen müsst um am Ende eine versteckte Höhle zu finden, Totenköpfe durch die man Scherben sichtbar machen kann die, wenn man weit über 100 Stück gesammelt hat einen verborgen Tempel öffnen und vieles mehr.

Hier fällt auch auf das im Spiel viele verschiedene Kreaturen durch die Wildnis ziehen, manche sind ängstlich und flüchten doch gibt es auch welche die euch sofort angreifen und als wäre das nicht genug gibt es auch noch unzählig viele verschiedene Gegnerarten, die euch das Leben schwer machen können. Denn Magier, Templer und kleine Dämonen sind nur das geringste Übel bis sich euch ein Drache in den Weg stellt. Diese stellen nun eine wirkliche Herausforderung dar und sollten erst viel später mit viel mehr Erfahrung ausgeschaltet werden. Die Nebenquest sind zwar nur Nebensache doch durch bestimmte Quests lassen sich Agenten rekrutieren, die der Inquisition helfen können und um das geht es hauptsächlich auch im Spiel. Euer Ziel ist es Machtpunkte zu gewinnen um die Story voranzutreiben und der Inquisition einen guten Ruf zu bescheren. Den gewisse Story-Mission könnt ihr erst beginnen, wenn ihr die angezeigte Macht erlangt habt. So erlangt ihr Macht durch praktisch alles was ihr tun könnt! Seid ihr Anfangs nur ein Mitglied der Inquisition sehen euch mit der Zeit viele Leute in ganz Thedas als der Auserwählte an und nach der ersten großen Wendung in der Story werdet ihr dann auch zum Oberhaupt der Inquisition gekürt und dürft euch über eine eigene Festung freuen aber dazu später mehr. Mit gewinnen der Macht gibt es natürlich auch immer wieder Leute, die sich euch in den Weg stellen und ebben solche die sich dem Auserwählten anschließen wollen und somit kommen wir zu einem wichtigen Punkt in den Spielen von Bioware und zwar die Begleiter.

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Varric, Sera & Co.

In Dragon Age: Inquistion dürft ihr euch über insgesamt 9 Gefährten freuen, die sich dem Auserwählten anschließen wollen und die ihr mit auf eure Reisen nehmen könnt. So könnt ihr zwischen drei Schurken, Magier und Krieger immer drei Gefährten auswählen, die euch begleiten sollen. Doch die Wahl ist nicht immer besonders leicht denn außer Varric und Cassandra, die viele aus Dragon Age 2 kennen habt ihr noch sieben andere interessante Gefährten darunter eine irre Schurken-Elfin, ein Qunari-Söldner und ein Grauer Wächter. Damit eure Begleiter aber auch nicht einfach leere Hüllen sind, die mit euch kämpfen könnt ihr mit ihnen an ruhigen Orten reden um sie besser kennen zulernen und sich anzufreunden. So erhaltet ihr auch wieder Nebenquests und könnt damit das Vertrauen der Gefährten gewinnen und mit manchen sogar in typischer Bioware-Manier eine Liebesbeziehung eingehen und dabei wird die gemeinsame Nacht so dargestellt wie noch nie. Was ihr nun auch wieder machen könnt, was uns leider in Dragon Age 2 verwehrt blieb, ist das Verändern der Rüstungen und Waffen der Gefährten. Somit könnt ihr diese ganz nach eurem Wünschen anpassen um sie so besser für die Kämpfe zu wappnen. Neben den Gefährten gibt es auch noch drei Feste Berater, die für euch die Inquisition leiten. Sie könnt ihr zudem über den Kartentisch auf eigene Missionen schicken, die in Echtzeit verlaufen um die Macht nochmal ein wenig auszubauen.

Was noch mehr?

Leider sind wir nun ein wenig abgeschweift aber bei diesem Spiel weiß man auch nicht von was man etwas schreiben soll. Also wo waren wir vor den Gefährten? Ach ja genau in den Hinterlanden! Habt ihr diese nämlich ein wenig erforscht eröffnet sich schon die Möglichkeit über den Kartentisch neue Gebiete zu besuchen und das geht dann auch munter so weiter. Wüsten, Dichte Wälder, Ruinen, Verschneite Berge, ein Küstenbereich und Sümpfe sind hier nun ein paar der Gebiete, die es in Inquisition gibt und ja manche von ihnen sind gleich nochmal so groß wie die Hinterlande oder sogar noch grösser. Habt ihr euch durch die verschiedenen Gebiete gekämpft um mehr Macht zu gewinnen. Könnt ihr euch über eine wirklich grandiose Geschichte freuen, wo man die Autoren von Bioware einfach mal wieder loben muss. Die Geschehnisse aus dem ersten und zweiten Teil sind wahrlich zu einem sehr guten Finale zusammen gemixt worden, das sich echt sehen lassen kann. Eine interessante wendungsreiche Story, die ihr auch noch selber beeinflussen müsst. Den es gibt wieder Entscheidungen, die sehr wichtig sind und nicht mehr rückgängig gemacht werden können. So solltet ihr euch vielleicht jetzt schon überlegen wer euch mehr von Nutzen sein kann die Magier oder die Templer und wie soll die Beziehung zur Kirche sein? Das alles liegt an euren Entscheidungen die ihr in Dragon Age: Inquistion treffen müsst. Leider sind Entscheidungen, die ihr aus den vorherigen Teilen und / oder über dragonagekeep.com gemacht haben nur bedingt spürbar was fast schon ein wenig Schade ist. Dennoch steht euch eine riesige offene Welt zu Verfügung, die ihr ab jetzt sogar mit einem von vielen verschiedenen Reittieren durchqueren könnt und die euch so viele Hintergrund-Informationen liefert wie in keinem Bioware-Spiel zuvor.

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Die Himmelsfeste!

Mit der Zeit bekommt ihr im Spiel auch ein eigene Feste, die ab diesem Zeitpunkt dann sozusagen der wichtigste Ort im Spiel ist. Hier startet ihr Hauptquests und erreicht neue Gebiete über den Kartentisch, redet mit euren Gefährten, stellt Waffen und Rüstungen her, kümmert euch um Flüchtlinge und dem Training der Inquisition, pflanzt Kräuter an und wechselt die Auswahl des Reittieres und richtet über böse Personen auf eurem Thron. Hier bekommt man ein wirklich gutes Machtgefühl, denn seid ihr immer nur mit euren Gefährten unterwegs und erfüllt Quest und erforscht die Welt, merkt man hier, dass man wirklich etwas aufbaut um etwas gegen die Risse zu unternehmen. Aber auch diese Festung muss im Stande gehalten werden und so müsst ihr wieder durch Nebenaufgaben dafür sorgen tragen die Festung immer wieder zu verbessern und schöner zu machen. Schließlich muss sich eine Inquisition auch stolz präsentieren können und so dürft ihr über einen Tisch in der Krypta die Festung verschönern und anpassen! Die Himmelfeste ist somit also ein sehr wichtiger Bestandteil vom Spiel und nach jedem Hauptquest oder durchforschten Gebiet werdet ihr diese auch kurz aufsuchen um euch zu sammeln und für den nächsten Quest vorzubereiten.

Zisch, Bumm, Autsch!

Doch was wäre ein Dragon Age ohne Kämpfe? Stimmt langweiliger Schrott, denn man Entsorgen muss. Doch zum Glück dürft ihr euch im dritten Teil der Reihe über ein mehr oder weniger gutes Kampfsystem freuen, dass uns mit altbekannten erweiterten Talentbäumen und Fähigkeiten erfreut. So wählt ihr als Krieger ob Schwert und Schild oder eine Zweihandwaffe, als Schurke muss man sich für Dolche oder einen Bogen entscheiden und der Magier darf sich über verschiedene Elementar-Fähigkeiten (Feuer, Eis, Blitz und Natürliche Magie) freuen, später kommt dann auch noch ein spezialisierter Talentbaum dazu. Mit der rechten Schultertaste schlagt ihr mit einem Standard-Angriff zu und auf die Aktionstasten legt ihr die freigeschalteten Fähigkeiten, die mit der Ausdauer/Mana Anzeige verbunden sind und immer wieder eine gewisse Zeit brauchen um sich neu aufzuladen. Mit der Taktikansicht könnt ihr zudem einen besseren Blick über das Kampfgeschehen erhalten und schauen auf welcher Stufe sich Gegner befinden und wo ihre Schwachpunkte sind. Bei jedem Stufenaufstieg dürft ihr dann noch einen neuen Punkt in den Talentbäumen vergeben um so eine neue Fähigkeit zu erhalten oder ein bestehende zu verbessern. Mit diesen Fähigkeiten schaltet ihr euch auch die Attribut-Punkte frei, die ihr leider nicht mehr selber vergeben könnt. Doch das schadet dem Spiel eigentlich kaum, denn so werden auch nur die Attribute verbessert die man tatsächlich in dieser Klasse braucht. Erfahrungspunkte gibt es wie in jedem Rollenspiel für praktisch alles was ihr in Thedas erledigen oder töten könnt. Die Kämpfe sind fair und neben den vielen Gegner-Typen die ihr ins Nichts schickt, dürft ihr euch auch hin und wieder auf einem Boss-Gegner freuen. Zudem gibt es im Spiel noch 10 Drachen die auf euch warten, also hier kommt wirklich niemand zu kurz. Und ja betreffend Drachen, die Kämpfe gegen diese sind in Dragon Age: Inquistion wirklich etwas spezielles und anspruchsvolles und man kann sagen, dass erst mit Inquisition die Spiel-Reihe ihrem Namen gerecht wird.

Auf Heilungszauber hat man nun gänzlich verzichtet und nun kann man sich mit verschiedenen Tränken ausrüsten. Darunter befinden sich natürlich die Heilung-und Regenerationstränke, die ihr jetzt zum heilen braucht. Das ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig und man muss ständig Kräuter sammeln um die Tränke aufzufüllen. Rüstungen und Waffen winken als Belohnungen in versteckten Truhen und für besiegte Gegner. Sie lassen sich aber genauso gut herstellen und modifizieren, wenn ihr die Pläne dafür gekauft oder gefunden habt.

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So wunderschön kann Thedas sein

Erinnert man sich an Dragon Age 1 und 2 zurück, wo man mehr oder weniger immer Röhren-artige Gebiete durchforscht hat, darf man sich jetzt auf über 10 verschiedene riesige offene Gebiete freuen, die alle sehr schön und lebendig wirken. Man sieht Insekten wie Libellen oder Fliegen und läuft man irgendwo hindurch, scheucht man Krähen oder andere Vögel auf. Neben Bären oder sonstigen Tieren / Kreaturen die ihrem Alltag nachgehen, fliegt auch mal ein Drache über die Berge oder ein paar Magier und Templer kämpfen gegeneinander. Die Bäume, Wiesen und Wasserfälle sehen einfach nur klasse aus und auch Wind und Wetterverhältnisse sind zu spüren. So könnt ihr wenn ihr in einer Wüste steht, den feinen Sand sehen, der vom Wind über die Dünen mitgezogen wird und in einem Wald kann es manchmal extrem Neblig sein. Hier muss man nun einfach sagen, dass die Frostbite Engine 3 eine wirklich gute Arbeit geleistet hat. So stellt man sich ein Fantasy-Rollenspiel auf der aktuellen Konsolen vor. Natürlich müssen hier Spieler der alten Konsolen mit einer nicht ganz so schönen Grafikpracht auskommen! Die Kampfanimationen sehen auch echt schön aus und wenn ein gefrorener Gegner in 1000 Stücke zerspringt erfreut einen das jedes mal aufs neue. Was aber grafisch in Inquisition neben den Zwischensequenzen wirklich hammermässig geil aussieht sind die verschiedenen Prunkvollen Rüstungen und die verschiedenen Drachen. Hier hat man sich wirklich um die schönen kleinen Details gekümmert. Insgesamt lässt die Welt von Thedas grafisch keine Wünsche offen zwar hat man hin und wieder ein paar Bugs aber diese sind schnell verziehen.

Die Steuerung geht zu Fuß und auch zu Pferd, Hirsch, oder Drachenpferd gut zur Hand und erstmals in einen Dragon Age dürft ihr springen. Dies hat uns aber manchmal in ein paar missliche Lagen gebracht. So wollten wir in einem Kampf das Weite suchen und kurz über ein paar Holzstämme springen aber da die Sprungtaste dieselbe ist wie die, die ihr für das Aufsammeln der Gegenstände braucht. Hat unserer verehrter Charakter den nächstbesten toten Gegner geplündert und wir sind gestorben. Die Menüs sind ein bisschen trostlos ausgefallen, lassen sich aber mit dem Controller gut bedienen, wenn man sich ein wenig daran gewöhnt hat. Am Anfang wirken die Menüs aber recht überladen und man drückt schnell mal in die falsche Richtung. Leider könnt ihr im Spiel nicht wirklich rennen aber es gibt ja noch eine beachtliche Auswahl an Reittieren um schneller vorwärts zu kommen. Wir finden aber das die Viecher ruhig ein wenig schneller hätten sein können! Betrachtet man hier aber auch ein wenig die Logik, lässt es sich mit voller Bewaffnung, Rüstung und einen vollen Rucksack bestimmt auch nicht gut rennen und schwimmen, denn das könnt ihr in Inquisition leider gar nicht. Dennoch kommt ihr zu Fuß eigentlich recht zügig vorwärts und als Magier kann man sich zudem über eine Kurzstrecken-Teleport Fähigkeit freuen.

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The Rock, Jason Statham, Wesley Snipes und viele mehr

Ja für den dritten Teil der Drachenzeitalter Sage hat man sich viele bekannte deutsche Synchronsprecher mit an Bord geholt. So dürft ihr euch über bekannte deutsche Stimmen wie die von Torsten Michaelis (Wesley Snipes, Sean Bean, Chris Tucker), Leon Boden (Jason Statham, Denzel Washington), Ingo Albrecht (Dwayne Johnson, Sir Sean Connery) und viele mehr freuen. Alle wichtigen Figuren haben gute Sprecher, die auch mit aller Leidenschaft bei der Sache waren. Leider betrifft das nicht die Nebenfiguren, die sind manchmal ein wenig gelangweilt gesprochen und klingen unmotiviert der Inquisition zu helfen. Leider unterhalten sich die Begleiter nicht mehr so viel wie früher aber wie wir bereits herausgefunden haben, will Bioware dies mit dem ersten Patch beheben und die Gefährten wieder gesprächiger machen. Dennoch, wenn die muntere Truppen mal quasselt kann dies zu sehr witzigen Konversationen führen, da doch jeder Gefährte ein ganz eigene Persönlichkeit hat. Stellt ihr die Sprache auf Englisch um dürft ihr euch ebenfalls über eine grandiose Synchro freuen, mit der die deutsche Synchro aber fast mithalten kann. Die Musikuntermalung ist auch wirklich gelungen jedoch war es manchmal beim Erkunden der Gebiete fast schon ein wenig zu ruhig. Wenn die Musik aber läuft, passt dies zum Ort wo ihr euch gerade befindet und die Zwischensequenzen sind so oder so ein Meisterwerk, sowohl Grafisch als auch Soundtechnisch und ja die Titelmusik läuft uns jetzt noch als Ohrwurm nach.

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Multiplayer!

Neben dem riesigen Hauptspiel gibt es erstmals in der Dragon Age Reihe auch einen Multiplayer-Modus. Dieser ähnelt sehr dem aus Mass Effect 3 und kommt als eine Art Horde-Modus daher. Ihr könnt zwischen 12 verschiedenen Charakteren, die ihr nach und nach freischaltet einen auswählen und diesen mit Tränken, Waffen und Rüstungen ausrüsten. Nun müsst ihr euch im Spiel auf drei verschiedenen Karten mit drei Gefährten durch vier Zonen kämpfen um einen Spion der Inquisition zu retten. Habt ihr das getan kommt noch ein kleiner Boss und die Runde ist geschafft. Hier müsst ihr um wirklich vorwärts zu kommen mit euren Gefährten zusammenarbeiten! In einem öffentlichen Spiel geht das zwar auch ohne absprechen aber spielt ihr den Multiplayer-Modus mit Kollegen ist das ganze wirklich noch unterhaltsam. Als Belohnung winkt Gold, Rohstoffe und neue Gegenstände zum Ausrüsten. Mit dem Gold könnt ihr euch dann Truhen kaufen um an neue seltene Gegenstände zu kommen und wer zu Faul ist selber Gold zu sammeln, darf hier auch auf die beliebten Micro-Transaktionen zugreifen. Rohstoffe könnt ihr sammeln um dann irgendwann mal eine eigene Rüstung oder Waffe herzustellen Zudem könnt ihr auch in den Stufen aufsteigen um neue Fähigkeiten in Charakter-Spezifischen Talentbäumen freizuschalten und euren Charakter stärker zu machen. Der Multiplayer so muss man zusammengefasst sagen ist zwar neben dem riesigen Hauptspiel ein wenig nutzlos aber es macht wirklich Spaß sofern man auch ein paar Runden mit Kollegen spielen kann. Zwar erinnert das ganze sehr an den Multiplayer aus Mass Effect 3 aber es versprüht dennoch seinen eigenen Charme und vermag für eine gewisse Zeit zu unterhalten.

Unser Fazit

90 %

Nach diesem Test brauch ich nun gar nicht mehr viel zu sagen! Dragon Age: Inquisition ist für mich das geworden was man sich unter einem Fantasy-Rollenspiel im Jahre 2014 vorstellt. Eine Story, die locker mit Hollywood mithalten kann mit einer genialen Synchro, eine riesige wunderschöne atmosphärische Welt, unzählige Kreaturen, Gegnertypen, Nebenquests, Dungeons, Dragons und vieles mehr. Zu Beginn ist man fast ein wenig überfordert und fragt sich ist das tatsächlich ein Dragon Age Spiel und ja verdammt nochmal das ist ein Dragon Age und zwar das beste bisher. Man braucht zwar zu Beginn ein wenig Zeit um in der riesigen Welt zu recht zu kommen aber ist mal einmal drin kommt man so schnell nicht mehr davon weg. Wir haben bereits 80 Stunden gespielt und haben einfach immer noch nicht alles gesehen was es in Inquisition gibt. Story-technisch hat es Bioware einfach mal wieder geschafft mich absolut mitzureißen und hier muss man einfach sagen, dass die Ereignisse aus den ersten beiden Dragon Age Teilen zu einem imposanten Finale zusammen-geschmiedet wurden. Die Welt ist prall gefüllt und das nicht nur mit Gegnern und Quests sondern auch mit fast unendlichen Hintergrund-Informationen damit euch so schnell nicht langweilig wird. Die Kämpfe machen Spaß und sind toll gemacht und gehen wieder mehr in Richtung des ersten Teils und auch beim Erforschen der vielen Gebiete wird euch viel Abwechslung geboten. Doch hab ihr von Thedas genug was eigentlich so schnell nicht geschehen sollte. Könnt ihr euch auch noch über ein paar amüsante Multiplayer Partien freuen ,die mit Freunden wirklich Spaß machen können. Dennoch wird das tolle Gesamtpaket durch ein paar nervige Bugs gestört. So hat sich bei uns in etwa der Hälfte des Spiels einfach mal der Synchronsprecher ausgewechselt und in einem Kampf flogen wir auf die andere Seite der Karte. Dinge die natürlich durch die ersten paar Updates behoben werden können aber im ersten Moment regt man sich ziemlich darüber auf, vor allem der Stimmwechsel hat mich sehr verärgert.

Pro

  • + schön gestaltete atmosphärische Landschaften
  • + grosse weitläufige Gebiete
  • + sehr gute deutsche Synchron-Stimmen der Hauptfiguren
  • + passende und gut inszenierte Musikuntermalung
  • + geniale Story in typischer Bioware-Manier
  • + unglaublich viele Nebenaufgaben und Sammelgegenstände
  • + viele verschiedene Kreaturen und Gegner
  • + Reittiere
  • + tolle interessante Gefährten
  • + Kämpfe gegen Drachen sind sehr anspruchsvoll

Kontra

  • - schlechte Einführung / Tutorials
  • - Alptraum-Modus fast schon zu schwer
  • - schlechte Synchro mancher Nebenfiguren
  • - ein paar nervige Bugs (Stimmwechsel)

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
89 %
Gameplay
 
92 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
94 %

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