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Dragon Ball Xenoverse – Test / Review

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Veröffentlicht 26. März 2015 | 14:09 Uhr von Michael

Dragon-Ball-Xenoverse-Logo

Die Videospiele der Dragon Ball Reihe hatten es in den letzten Jahren nicht sehr leicht. Viele Male lieferte man zwar gute Ansätze aber die Spiele konnten vom Gesamtpaket her nicht wirklich überzeugen. Meistens setzte sich dann auch immer wieder ein anderes, eher unbekanntes Entwicklerstudio daran, was der Reihe nicht wirklich gut tat. Doch jetzt würden die Zügel nochmals neu vergeben und das Entwickler-Team der Dimps Studios (Sonic: Lost World) durfte zeigen ob sie fähig sind ein anständiges Dragon Ball Spiel zu entwickeln. Doch anders als bei den letzten paar Spielen musste Dragon Ball: Xenoverse auch für die aktuelle Konsolen-Generation herhalten. Ob das Spiel auf der Xbox One und der Playstation 4 eine gute Figur macht und ob man es geschafft hat wieder ein gutes Dragonball Spiel zu machen, erfahrt ihr in unserem Test zu Dragon Ball Xenoverse!

Cha-La Head Cha-La was soll man als Dragon Ball Fan auch denken, wenn einem gleich im Menü des Spiels mal wieder die alt bekannte Titelmusik von Dragonball Z um die Ohren fliegt. Einfach super! Doch nachdem wir die Starttaste gedrückt haben, kam dann auch schon die erste Ernüchterung und wir fanden uns in einem für die Reihe typisch gewöhnten klobigen und lahmen Menü wieder. Hier hat man zwar nun auf viele Dinge verzichtet, doch das Ganze sieht einfach nicht schön aus! Also starten wir auch gleich das Spiel um das Menü schnell zu vergessen, wobei wir auswählen dürfen ob wir online in das Spiel gehen oder als Einzelspieler. Wir wählen hier mal den Einzelspieler um die Grundlagen kennenzulernen ohne das uns ein anderer Online-Spieler in die Quere kommt und somit startet auch schon das Spiel. Als Goku erlebt ihr kurz als Einleitung die Kämpfe gegen seine Haupt-Rivalen Freezer, Cell und Buu und befindet euch danach in der Toki-Toki Welt mit dem Zukunfts-Trunks. Dieser leitet mit dem Kaioshin der Zeit und der bärtigen Eule Toki Toki eine Zeit-Patrouille, die darauf acht gibt das im Raum-Zeit-Kontinuum der Dragonball Geschichte nicht herum gepfuscht wird. Doch da nun genau das Gegenteil eingetroffen ist und sich jemand Böses in die Zeitlinie eingemischt hat, wünscht sich Trunks durch die Dragonballs einen starken Kampfgefährten um gegen das böse Übel vorzugehen. Und hier kommt ihr ins Spiel, denn dieser Gefährte seit ihr und somit dürft ihr auch gleich mit der Charaktererstellung beginnen.

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Alles dabei!

Hier könnt ihr nun zwischen bekannten Völkern und Rassen der Dragonball Reihe wie Menschen, Saiyajin, Namekianer, Mitglieder des Freezer-Clan und Majin Dämonen eine auswählen und ganz nach eurem belieben eine Figur erstellen und das sogar bei den meisten Rassen als männlich oder weiblich. Also wählen wir aus ein paar Augen, Kinnen, Münder und Frisuren ein passendes aus und erstellen uns einen individuellen Saiyajin Krieger, dem ihr durch Level-Aufstiege auch Attribute verbessern und Fähigkeiten beibringen könnt . Hier hat man zwar doch nicht sehr viel Auswahl aber durch die verschiedenen Rassen und Hautfarben kommen recht unterschiedliche Charaktere heraus. Anschließend entscheiden wir uns auch noch für eine passende Kleidung welche aber später zu jedem Zeitpunkt angepasst werden kann und startet das Spiel dieses mal nun wirklich. Und so beginnt ihr mit eurer ersten Zeit-Patrouille die euch gleich den Beginn, der Z Saga erleben lässt. Fans wissen was passiert! Der Bruder von Son-Goku, Radditz dreht durch, entführt Gokus Sohn und so kommt es zum all entschiedenen Kampf Goku & Piccolo VS. Radditz. Doch gleich zu Beginn erleben wir, dass der Kampf nicht wie gewohnt abläuft und hier kommt nun ihr ins Spiel. Euer Auftrag ist nämlich ohne große Worte nun darauf zu schauen, dass der Kampf so abläuft wie er muss und so beginnt ihr auf Radditz einzuprügeln und schleudert ihm Ki-Explosionen um den Kopf. Nach ein paar Minuten hat man den Dreh des Kampfsystem mehr oder weniger draus und fliegt dem Gegner hinterher, prügelt ihn und lässt Energie-Strahlen und Explosionen auf ihn niedergehen. Doch zum Kampfsystem später mehr.

Wo bin ich!

Nach dem Kampf findet ihr euch in der Welt von Toki Toki wieder, die ihr nun frei erkunden könnt. Neben anderen Zeit-Patrouillen und Online-Spieler sofern ihr auch online spielt. Entdeckt man hier nun, dass die Welt sozusagen der Dreh-und Angelpunkt des Spiels ist. Von hier aus könnt ihr nämlich Online sowie Offline Kämpfe und Haupt-und Nebenmissionen starten, Geschenke verschicken, ein Team erstellen oder an einer anderen Stelle könnt ihr sogar Shenlong herbeirufen, sofern ihr alle Dragonballs euer eigenen nennen könnt und sogar ein Einkaufsbereich lässt sich finden. Nach den Story-Missionen werdet ihr dann auch noch in die Nebenquests eingeführt, sogenannte Zeit-Patrouillen Quests, die für das Spiel sehr wichtig sind. Diese könnt ihr nun alleine oder online mit anderen Spielern abschließen um Fähigkeiten zu erhalten und im Level aufzusteigen und dann gibt es da noch ein paar Trainer bestehend aus bekannten DBZ Charakteren wie Piccolo, Kuririn und Mr. Satan. Diese bringen euch in ein paar Kämpfen ihre eigenen Fähigkeiten bei und fördern bei den Missionen ein wenig euer Training. Habt ihr alles kennengelernt dürft ihr nun frei Schnauze spielen. So könnt ihr Online Kämpfe machen, Nebenquests abschließen oder ihr spielt in der Story weiter. Storytechnisch könnt ihr hier nämlich die ganze DBZ Saga durchspielen und dürft euch nachher sogar noch über ein paar Bonus-Storys wie die aus dem letzten DBZ Film „Battle of Gods“ oder die Geschichte von Broly freuen.

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Hier komme ich!

Wichtiger Bestandteil oder sogar der wichtigste Bestandteil von Xenoverse ist euer eigener Charakter. Zwar könnt ihr in den Online Kämpfen und den Nebenquests auch andere freigeschaltete Charaktere benutzten. Doch es geht ja auch darum, dass ihr in der Story mit eurem eigenen Charakter zu recht kommt! Bei diesem könnt ihr nach jedem Level-Aufstieg die Attribute wie Gesundheit, KI-Energie, Ausdauer, Grundangriffe und Schlag-und KI Superangriffe verbessern. Letztere müsst ihr dann auch im Spiel freischalten. Durch abgeschlossene Story-und Nebenmissionen erhaltet ihr nämlich so neue Fähigkeiten wie das Kamehameha von Son Goku oder den Final Flash von Vegeta, die ausgerüstet werden können. Zu guter Letzt dürft ihr auch noch eure Kleidung anpassen, welche sich ebenfalls durch einen der Shops einkaufen lässt oder im Spiel freigeschaltet wird. Mit in die Missionen dürft ihr in Xenoverse zudem auch ein paar Gegenstände wie Heiltränke und Energietränke mitnehmen, welche ihr durch das Spielen erhaltet oder auch im Shop des Einkaufbereiches gekauft werden können. Diese Tränke habt ihr leider manchmal bitter nötig. Denn Xenoverse wartet mit einem ziemlich unausgewogenen Schwierigkeitsgrad auf. Manchmal sind die Kämpfe superleicht und ein andermal braucht ihr fast all eure Tränke um heil davon zu kommen.

Kwamm, Bumm und Ahhhh

Kommen wir nun zum Kampfsystem von Dragon Ball Xenoverse welches sehr Einsteigerfreundlich ist. Mit den Aktionstasten schlagt ihr wie gewohnt über leichte und schwere Schläge zu, könnt euren Gegner weg schlagen und ihm in der Luft hinterher jagen um ihn dann mit einem heftigen Schlag in eine andere Richtung zu befördern. Aber auch die Super-und Ultimative Angriffe lassen sich sofern genügend Energie vorhanden ist einfach durch ein kleines Menü, dass sich über die Schultertasten öffnen lässt auswählen. So fliegt ihr immer wieder zum Gegner hin, verpasst ihm ein paar Schläge mit einem anschließendem Kamehameha und fliegt dann wieder mit Nitro zum Gegner hin um ihm keine Zeit zu geben sich zu Sammeln und verprügelt ihn weiter bis er kein Leben mehr hat. Hier kommt es dann auch ein wenig darauf an, welcher Rasse euer Kämpfer angehört. Menschen sind zwar schnell doch stecken sie viel Schaden ein, ein Namekianer hat verlängerte Gliedmassen und bessere Gesundheit wobei ein Majin Dämon sehr Schadensresistent ist. Damit DBZ Fans aber auch nicht zu kurz kommen dürft ihr in den Nebenmissionen wie gesagt auch freigeschaltete Charaktere aus dem DBZ Universum auswählen. Wo ihr dann mit Goku, Vegeta oder Gotenks auch ordentlich mal mit deren bekannten Fähigkeiten auf den Putz hauen könnt. Insgesamt ist die Steuerung aber sehr gut und einfach geworden wäre da nicht die schlechte Kameraführung. Zu schnell verliert man den Überblick über das Kampfgeschehen, schlägt daneben oder verballert sein Kamehameha ins Nichts. Hier wäre also sicher Verbesserungs-Potenzial für das nächste DBZ Spiel vonnöten.

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Son-Goku, Vegeta, Freezer & Co.

Während des Spiels trefft ihr immer wieder bekannte Charaktere aus dem DBZ Universum und müsst gegen oder mit ihnen kämpfen. Die Charaktermodelle können sich dabei grafisch echt sehen lassen doch haben es steife und hässliche Animationen ins Spiel geschafft, die echt nicht schön anzusehen sind. So sieht es manchmal recht komisch aus wenn sich einer der Figuren bewegt oder redet. Und auch das Umgebungsdesign der verschiedenen Karten hätte für die aktuelle Konsolen einfach ein wenig detailreicher und verliebter sein können. Denn die Stadt Toki-Toki wirkt obwohl viele Leute unterwegs sind sehr leblos. Hier hat halt wohl einfach die Liebe fürs Detail gefehlt! Aber auch die Schlachtfelder im Spiel geizen an Details und Häuser, Berge und Fahrzeuge gehen leider auch nur noch kurzzeitig kaputt. Das Menü ist wie schon erwähnt nicht das gelbe vom Ei und kommt daher sehr langweilig und klobig rüber. Was sich aber im Spiel wirklich sehen lassen kann sind die verschiedenen Super-und Ultimativen Angriffe. Die sind sehr aufwendig und wuchtig animiert und sehen zum Teil sogar noch besser aus als in der Anime-Vorlage. Neben der tollen Titelmusik kann aber die Hintergrundmusik des Spiel leider gar nicht überzeugen. Sounds die sich oft wiederholen und mit der Zeit einfach nur noch nervig sind sorgen für einen Ohrenschreck. Dafür ist aber die Synchro wieder wie gewohnt sehr gut. Hier könnt ihr euch zwischen den englischen Sprechern oder der japanischen Original Synchro entscheiden. Wobei die japanische Synchro wirklich die bessere ist!

Kämpfe so gut du kannst

Spielerisch bietet euch Dragon Ball Xenoverse aber viel Abwechslung. So könnt ihr euch in der Story vergnügen oder einfach alleine oder online mit anderen Spielern ein paar Nebenquest abschließen um neue Fähigkeiten freizuschalten und im Level aufzusteigen. Doch hier kommt dann auch wieder der unausgewogene Schwierigkeitsgrad ins Spiel. Gewisse Nebenmissionen sind sehr einfach wobei ihr andere nicht alleine schaffen könnt und euch online ein paar Mitstreiter suchen müsst. Aber auch in der Story kommt man schnell an eine Stelle wo man einfach nicht weiterkommt. Hier könnte man nun zwar auch sagen, dass der Schwierigkeitsgrad zu hoch ist aber die wahrscheinlichere Möglichkeit ist, dass ihr einfach zu schwach seit. Also ab zu den Nebenmissionen und diese solang wiederholen bis man ein paar Level mehr auf dem Buckel hat und den Gegner schaffen kann. Doch es gibt ja auch noch Online-Kämpfe mit verschiedenen Modi. Hier kämpft ihr euch aber erst durch unnötige Menüs bis ihr das habt war ihr wollt. Online-Kämpfe machen aber nicht gerade viel Spaß weil man meistens dann auch einen über-starken Gegner bekommt, der einem in ein paar Sekunden KO schlägt. Wenn man also wirklich online ein wenig Spielen will müsste man den maximalen Level haben damit die Kämpfe auch Fair sind. Hier kommt uns dann auch gleich noch ein letzter großer Negativ-Punkt in den Sinn welcher die starke Serverüberlastung ist. Zum Verkaufsstart hin kam man leider überhaupt nicht in eine Online-Lobby und konnte somit die Vorteile des online Spielens nicht nutzen. Zwischenzeitlich hat man die Serverüberlastung zwar mit Patches verbessert doch kommt es immer noch oft vor, dass man aus dem Spiel fliegt weil die Server nicht richtig funktionieren. Hier ist aber wohl die Verkaufsstrategie nicht wirklich aufgegangen. Hat man bei den letzten Dragon Ball Spielen nicht gerade hammermässige Verkaufszahlen gehabt, dachte man sich wohl das kleinere Server für Xenoverse reichen würden. Doch die hohen Verkaufszahlen und die Tatsache, dass viele Spieler sich Xenoverse geholt haben weil es das erste Dragonball Spiel für die aktuelle Konsolen ist, haben dann zu einer starken Serverüberlastung geführt. Für diese hat man sich aber zwischenzeitlich entschuldigt und als Wiedergutmachungsgeschenk ein paar Dragonball springen lassen.

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Unser Fazit

72 %

Ja was soll man denn nun sagen! Dragon Ball Xenoverse ist zwar ein recht gutes solides Dragonball Spiel geworden doch es gibt einfach wieder viele Dinge, die man besser hätte machen können. Das Kampfsystem ist gut geworden und die Tatsache, das erste Dragonball Spiel zu spielen, dass eine ganz eigene Story mit vielen Zwischensequenz hat, die mit einem eigenem Charakter gespielt werden muss ist zwar sehr gut. Doch das Gesamtpaket ist für ein Spiel auf der Xbox One und der Playstation 4 einfach ein wenig zu schlecht um in der oberen Liga mitspielen zu können. Dennoch werden Dragonball Fans wie ich einer bin mit dem Spiel ihren Spaß haben. Am besten startet ihr auch gleich das Spiel mit ein paar Freunden um später das Training gemeinsam zu machen, denn dies kann zusammen unheimlich viel Spaß machen! Aber auch die Mischung, einem Beat 'em up ein paar leichten Rollenspiel-Elementen hinzuzufügen ist zwar sehr riskant doch dies passt sehr gut zu Dragonball, wobei Bohnen sicherlich besser ins Spiel gepasst hätten als irgendwelche Tränke um sich zu heilen. Dragon Ball Xenoverse zeigt aber auch wieder, dass man die Hoffnung auf eine gutes Dragonball Spiel noch nicht ganz aufgeben muss. Denn würde man die vielen guten Ansätze noch verbessern, ein wenig mehr auf die Wünsche der Fans eingehen und das Spiel beim selben Entwickler-Team lassen. So könnte ein Dragon Ball Xenoverse 2 ziemlich gut werden!

Pro

  • + Einsteigerfreundlich
  • + einfaches Kampfsystem
  • + kurze, dynamische Kämpfe
  • + eigener Haupt-Charakter
  • + Kämpfe gegen die Grössen des Dragonball Universums
  • + viele Dragonball Stars aus DBZ und DBGT
  • + viele verschiedene Angriffe und Fähigkeiten

Kontra

  • - Detailarme, langweilige Umgebungen
  • - Mehrspieler Lobbysund Menüs sind aufwendig und in die Jahre gekommen
  • - nervige Kameraprobleme
  • - steife Animationen
  • - nur kurzzeitig zerstörbare Umgebung
  • - viele Hänger, Verbindungsprobleme und Abstürze
  • - teilweise immer noch Serverprobleme
  • - komisch schwankender Schwierigkeitsgrad
  • - nervige, sich wiederholende Musik

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
68 %
Spielspaß
 
75 %

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