Dust: An Elysian Tail - Test/Review - insidegames

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Dust: An Elysian Tail – Test/Review

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Veröffentlicht 20. August 2012 | 8:45 Uhr von Fabrice

Dust An Elysian Tail (1)

Nach fünf Woche nimmt Microsofts Summer of Arcade 2012 wieder sein Ende. Nach Skateboarding, einer Kinect Burgzerstör-Simulation, einem düsteren 2D Jump and Run und einem futuristischen 3rd-Person Shooter, macht mit Dust: An Elysian Tail ein ganz spezielles Spiel einen Auftritt.

Dust ist auch ein ganz spezielles Projekt. Mehr als drei Jahre lang war das Spiel in Arbeit, im Gegensatz zu vielen aktuellen Spielen wurde es aber nicht von einem grossen Team entwickelt sondern zum grössten Teil von nur einer einzigen Person. Das Mastermind hinter dem Spiel ist Dean Dodrill und zeichnet sich verantwortlich für Grafik, Story und Gameplay. Dust An Elysian Tail (2) Nur bei wenigen Elementen wie dem Soundtrack und der Sprachausgabe hatte er, verständlicherweise, Unterstützung von anderen Personen. Kann ein solches Projekt denn überhaupt gut gehen? Wir haben uns Dust: An Elysian Talewelches seit dieser Woche für 1200 MSP erhältlich ist angesehen und waren absolut begeistert von einem fantastischen Spiel!

Erde zu Erde

Dust weiss nicht wer er ist und wo er sich genau befindet. Als auf einmal ein fliegendes Schwert mit dem Namen Ahrah erscheint und ihn auf eine Mission schickt, weiss Dust nicht so recht wie ihm geschieht. Zusätzlich erscheint auch noch Fidget, ein kleiner, fliegender Ameisenbeutler, welche die Hüterin des magischen Schwertes ist und deshalb Dust nicht von der Seite weichen will. Auf der Suche nach seiner Identität muss Dust den Einwohner des Landes helfen und eine böse Armee an Monstern vernichten.

Zu Anfang mag das Spiel eine ziemlich generische Geschichte zu präsentieren. Held ohne Gedächtnis muss den anderen Lebewesen helfen sich gegen bösartige Monster zu wehren. Doch hinter der Story steckt weitaus mehr. Unter anderem liegt das an der interessanten Persönlichkeit von Dust selbst. Im Verlauf der Geschichte spürt man nämlich eine deutlich Entwicklung der Persönlichkeit der Hauptfigur, wodurch sie einem ans Herz wachsen kann, was auch das Gameplay wiederum noch spannender macht. Die Story mag zwar keine Preise gewinnen, sie ist jedoch interessant genug damit man sich für sie und die Charaktere interessiert. Das ungewöhnliche Trio aus Hauptfiguren ist charmant, witzig und sorgt für Unterhaltung.

Asche zu Asche

Vom ersten Moment an erinnert das Spiel direkt an Klassiker wie Castlevania. In 2D rennt ihr von Abschnitt zu Abschnitt, erledigt Monster mit verschiedenen Combos, sammelt Gegenstände und Geld oder springt durch mehr oder weniger komplexe Sprungabschnitte um voran zu kommen.

In den Kämpfen kommen zwei Arten von Angriffen zum Zuge: Nahkampfangriffe mit dem Schwert sowie magische Angriffe mit der Hilfe von Fidget. Mit dem Schwert lassen sich unterschiedliche Kombinationen ausführen, wodurch man seinen Gegnern nicht nur Schaden zufügen, sondern sie auch packen oder in die Luft werfen kann. Fidget kann ausserdem magische Angriffe starten um Gegner im Fernkampf zu treffen. Verbindet man die magischen Angriffe mit einem speziellen Move den man mit dem Schwert ausführen kann, kann man eine besonders mächtige Magieattacke ausführen die grossen Schaden anrichten kann. Zusätzlich kann man feindliche Attacken parieren wenn man die Angriffstaste im Dust An Elysian Tail (6) richtigen Moment gedrückt hält, das nötige Zeitfenster dafür ist jedoch sehr grosszügig. Die Kämpfe laufen flüssig ab und können unterhalten. Ein Problem sind die verschiedenen Combos die man ausführen kann. Hat man die Kombinationen erfolgreich ausgeführt, macht Dust immer automatisch eine kurz Pause in welcher man keine andere Aktion ausführen kann was den Spielfluss ein wenig stört. Dennoch ist das Kampfsystem intuitiv und fühlt sich einfach richtig an. Sehr langweilig sind im Gegensatz dazu die wenigen Bosskämpfe die es zu bewältigen gibt. Die Bosse können nie mehr als zwei oder maximal drei verschiedene Angriffe welche sie immer wieder wiederholen. Ausserdem lassen sie sich mit einer simplen Taktik alle leicht, schnell und meist ohne Gesundheitsverlust bewältigen. Besonders nervig ist der letzte Bosskampf den man bestreiten muss. Dieser zieht sich über vier immer gleiche Phasen, mit den immer selben Attacken in denen sich ausschliesslich das Kampfareal unterscheidet. Es ist empfehlenswert das Spiel direkt auf einem höheren Schwierigkeitsgrad zu starten, denn die normale Schwierigkeit ist nicht wirklich schwer.

Der zweite Löwenteil des Gameplays liegt bei der Erkundung der Levels. Man hüpft über Plattformen die sich einem unter den Füssen auflösen, hangelt sich an Ranken an Wänden entlang und navigiert durch düstere Höhlen. Wie in den berühmten Vorbildern wie Metroid lassen sich viele Areale und versteckte Objekte erst im späteren Spielverlauf finden, denn anfangs verfügt man noch lange nicht über alle Fähigkeiten. Dank einem Rutsch-Manöver kann man durch enge Durchgänge gleiten oder mit einem Doppelsprung höher gelegene Plattformen erreichen. Genau deshalb macht es auch Spass im späteren Spielverlauf in bereits erkundete Bereiche zurückzukehren, um dort eventuelle Schätze zu finden die vorher unzugänglich waren. Das Plattforming an sich geht gut von der Hand und gestaltet sich zu keinem Zeitpunkt als schwer oder frustrierend. Sollten Fehler passieren, dann ist das immer die Schuld der Person die den Controller bedient und nicht der Fehler des Spieles. Für geübte Spieler wird aber auch kaum eine Herausforderung in diesem Bereich geboten, sondern mehr altbekanntes. Kleinere Rätsel in denen man beispielsweise fliegende Bomben durch ein Labyrinth manövrieren muss um einen Weg frei zu sprengen sorgen für Auflockerung und sorgen dafür das die grauen Zellen ab und zu auch ihre Arbeit leisten müssen.

Über allem liegt noch ein leichter Hauch von einem Rollenspiel. Wer Gegner besiegt, hohe Combos schafft und Aufgaben abschliesst, der erhält Erfahrungspunkte und kann Dust aufleveln. Pro Level kann man eine von Dusts Grundattributen wie Lebenspunkte, Angriff oder Magie steigern um so zu einer effizienteren Angriffsmaschine zu werden. Denn nicht nur besiegte Monster geben Erfahrungspunkte, sondern auch kleine Nebenaufgaben die von den Bewohnern der zwei Städte verteilt werden gewähren einem mehr Kraft. Diese Aufgaben sind aber nicht wirklich spannend und laufen nur auf eine höhere Anzahl an Erfahrungspunkte hinaus. Ähnlich verhält es sich mit der Möglichkeit Gegenstände beim Schmied herstellen zu lassen. Durch verschiedene Items lassen sich nämlich Rüstung und Waffe verbessern oder zusätzliche Ausrüstung wie Amulette anlegen. Oft findet man aber ziemlich gute Gegenstände schon in der Spielwelt und einzig die mächtigsten aller Gegenstände lassen sich nur von der Schmiedin herstellen. Der RPG-Touch ist ganz nett, kann an und für sich aber kaum bei der Stange halten.

Zu guter Letzt lassen sich im späteren Spielverlauf auch noch spezielle Hindernisparcours finden, in welchen die eigenen Plattforming- und Kampf-Fähigkeiten doch noch gefordert Dust An Elysian Tail (4) werden um möglichst hohe Punktzahlen zu erzielen. Dank integrierten Online-Bestenlisten bieten sich diese Arenen für den Punktvergleich mit Freunden an. Alles in allem bietet Dust eine gute, wenn auch teilweise ein wenig einfache und repetitive Mischung an verschiedenen Spielelementen an. Das hindert einen jedoch kaum daran gute 10 bis 15 Stunden mit der Hauptgeschichte und den Nebenmissionen zu verbringen. Etwas vermissen muss man jedoch die möglich ein Neues Spiel mit einem bereits hochgelevelten Charakter zu starten, um sich selbst eventuell ein wenig mehr herauszufordern.

Staub zu Staub

Visuell bietet Dust: An Elysian Tail zwei grundlegend unterschiedliche Eindrücke. Auf der einen Seite wären wunderschöne Areale. Prächtige Wälder, eisige Berge und Lavafelder voller Flammen. Viele Details bringen Leben in die Szenerien und sorgen für einen genialen Eindruck. Auf der anderen Seite stehen aber die unterdurchschnittlichen Nebenfiguren. Alle inspiriert von unterschiedlichen Tieren, sehen sie langweilig und wenig detailliert aus. Zwischensequenzen fallen dank den tristen Charaktermodellen deshalb eher wenig interessant aus. Das Niveau der englischen Sprachausgabe schwankt zwischen ganz ordentlich und kaum ertragbar, wobei die eher negativeren Beispiele Seltenheit gehören. Die Steuerung ist direkt und funktioniert einwandfrei.

Unser Fazit

80 %

Für ein Spiel das nur von einer Person über einen mehrjährigen Zeitraum entwickelt wurde, ist Dust: An Elysian Tail sehr gut ausgefallen. Probleme wie die miesen Bosskämpfe, öde Charaktermodelle und mangelnde Herausforderung für alte Hasen im Genre (trotz höherem Schwierigkeitsgrad der ja nur in den Kämpfen zum Zug kommt) werden egalisiert durch ein intuitives Kampfsystem, wunderschöne Hintergründe und eine tolle Steuerung. Deshalb hat der Summer of Arcade 2012 mit Dust: An Elysian Tail ein durchaus würdiges und ansprechendes Ende gefunden.

Pro

  • Flüssiges Kampfsystem
  • Tolle Hintergrundgrafik
  • Amüsante und gleichzeitig tiefgründige Geschichte
  • Viel Spielraum für Erkundungen
  • Herausfordernde Geschicklichkeits-Arenen
  • Eingängige Steuerung

Kontra

  • Öde und schlecht gestaltete Bosskämpfe
  • Miese Charaktermodelle für die Nebenfiguren
  • Teilweise sehr schlechte Sprachausgabe
  • Teils zu repetitives Gameplay
  • Zu einfacher Schwierigkeitsgrad ausserhalb von Kämpfen

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
71 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
82 %

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