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Earth Defense Force: Insect Armageddon – Der Test

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Veröffentlicht 28. August 2011 | 9:29 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

EDF Insect Armageddon Titel

Im Bereich von Filmen gibt es viele Low-Budget Produktionen die trotz einer oft billig wirkenden Machart irgendwie unterhalten können. Diese B-Movies sind oft gerade weil sie so schlecht gemacht sind, auf ihre eigene Weise witzig und schon wieder gut.

Earth Defense Force: Insect Armageddon, der Nachfolger von Earth Defense Force 2017, kann man gut und gerne als B-Game bezeichnen. Wer braucht schon eine tiefgründige Story oder ausufernde Zwischensequenzen wenn man pure Action ohne Verschnaufpause hat? Dazu haut man das Spiel zum Tiefpreis raus und schon hat man ein Spiel mit grossem Kultpotential. Schafft Earth Defense Force: Insect Armageddon die Fanbasis zu vergrössern oder verspricht das B-Game doch nur Action-Langeweile am Laufmeter?

Nur ein toter Bug ist ein guter Bug

Die Geschichte von Earth Defense Force: Insect Armageddon ist so schnell erklärt wie sie simpel ist: fiese Alien-Roboter aus dem Weltall greifen die Erde an. Dabei nutzen sie Radiowellen um die Insekten der Erde in riesige, blutrünstige Monster zu verwandeln die auf der Seite der Invasoren kämpfen. Als Spieler übernimmt man die Kontrolle über die Figur Lightning Alpha. Er ist der Anführer der Strike Force Lightning, einer Elitetruppe die in der fiktiven Stadt New Detroit im Einsatz ist um die Alien-Invasion zurückzuschlagen.

Mehr gibt es zur Hintergrundgeschichte eigentlich nicht mehr zu sagen. Auf Zwischensequenzen wird genauso verzichtet wie auf Dialoge oder lesbare Zusatzinformationen. Vor jeder Mission wird man per Funk vom Hauptquartier über die bevorstehende Mission informiert. Zusätzlich gibt es während den Missionen kurze Anweisung zu weiteren Missionszielen vom HQ oder vom Geheimdienst. Diese sind aber eher lustig als informativ. All das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn durch die fehlende Geschichte kann man sich vollständig auf das konzentrieren was wichtig ist: die Action!

Überbelastung des Abzugfingers

Insect Armageddon ist ein geradliniger und schnörkelloser 3rd-Person Shooter. Es gibt keine alibihaften Rätselpassagen, keine unnötigen Geschicklichkeitsanlagen, kein schlecht funktionierendes Deckungs-System und keine nervenden Quick-Time-Events. Es geht einzig und allein darum von Punkt A zu Punkt b zu gelangen. Nebenbei zerlegt man noch tausende (und das ist keine Übertreibung) Gegner in ihre Einzelteile. Um das auch umsetzten zu können, greift man auf vier unterschiedliche Rüstungsklassen zurück. Es gibt einen Soldaten der quasi ein Allrounder ist. Er ist nicht speziell gut gepanzert, kann sich relativ schnell bewegen, kann alle Waffenklassen nutzen und verfügt über keine speziellen Fähigkeiten. Anders sieht es mit dem Jetpack-Soldaten aus. Dieser ist kaum gepanzert, kann jedoch dank dem Jetpack in der Gegend herumfliegen oder blitzschnell durch die Landschaft flitzen. Der Techniker greift im Kampf auf viele nützliche Fähigkeiten zurück, denn er hat die Möglichkeit verschiedene Geschütze oder sogar Minen am Boden zu platzieren. Als letztes gibt es noch den schwer gepanzerten Soldaten der zwar schwer gepanzert ist, sich dadurch aber auch nur sehr langsam fortbewegen kann. Es ist spannend mit den verschiedenen Rüstungen zu experimentieren, da sich jede Klasse unterschiedlich spielt. Als Tank stürzt man sich in den direkten Kampf, während es als Techniker wichtig ist die verschiedenen Geschütze geschickt zu nutzen. Ausserdem lässt sich jede Klasse, wie in einem Rollenspiel, aufleveln. Dadurch erhält man Zugriff auf neue Waffen und erhöht die Statuswerte der Rüstung. Das ist bitter nötig, gibt es doch drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Zwar kann man schon von Anfang an auf diese zugreifen, eine Chance hat man auf den höheren Schwierigkeiten anfangs jedoch nicht. Wer sich mit einer Level 1 Figur an den Inferno Schwierigkeitsgrad wagt wird wohl schon an der ersten Gegnerwelle verzweifeln. Das ist auch gut so, denn die Kampagne umfasst gerade mal 3 Kapitel mit jeweils 5 Missionen. Diese kann man problemlos in einer Session von 5-7 Stunden durchzocken. Dennoch ist der Wiederspielwert hoch, kann man doch seine Figur hochleveln und neue Waffen sammeln. Toll ausgefallen sind auch die Bosskämpfe. Diese spielen sich zwar nur wie gewohnte Genrestandardkost (schiesse so lange auf den Boss bis dieser seine Schwachpunkte offenbart um dann auf diese einzuschiessen), dennoch kämpft man in der Regel gegen riesige Gegner wie eine Ameisenkönigin. Ansonsten ist das Gegneraufgebot relativ übersichtlich. Man kämpft gegen Ameisen, Spinnen oder Wespen. Im späteren Spielverlauf gibt es die Viecher dann auch noch in metallenen Versionen wodurch sie mehr aushalten und austeilen. Verstärkt werden die terrestrischen Gegner durch Roboter oder Kampfflieger der Roboterinvasoren. Glücklicherweise muss man sich ausserdem keine Sorge um ausgehende Munition machen, denn die Reserven sind unendlich und das ist auch gut so. Wer seine Waffe nachladen muss bekommt zudem die Möglichkeit diesen Vorgang abzukürzen wenn man die Nachladetaste im richtigen Moment ein zweites Mal drückt, Gears of War lässt grüssen.

Macht das Abschlachten der Gegnerhorden alleine schon viel Spass, wird der Spassfaktor durch die Möglichkeit mit Freunden zu jagen exponentiell gesteigert. Man kann mit einem Kumpel zusammen im Splitscreen losziehen, was zu unglaublich amüsanten Spielstunden führen kann. Zudem kann man auch online mit Freunden oder Unbekannten in den Kampf gegen die Gegner ziehen. Ausserdem gibt es noch einen Überlebens-Modus in dem bis zu acht Spieler gegen immer stärker werdende Gegnerwellen antreten. Leider gibt es bei voller Spieleranzahl immer wieder Einbrüche der Onlineverbindung was zu Lags führt. Zudem ist es, trotz vorhandenen Spielern, nicht immer einfach ein laufendes Spiel zu finden.

Der Spass an der Freude

Es wäre einfach nicht fair den neuesten Teil der Earth Defense Force Serie mit Genregrössen wie z.B. Gears of War zu vergleichen, da die Entwickler einfach nicht darauf abgezielt haben einen technisch ausgezeichneten 3rd-Person Shooter zu entwickeln. Dennoch erfüllt gerade die Grafik absolut ihren Zweck. Riesige Ameisen die an Wolkenkratzern entlang laufen sehen zwar nicht furchterregend aus, treffen aber gekonnt den Nerv dieses B-Game. Es sieht einfach nur köstlich aus wenn eine Riesenspinne 50 Meter durch die Luft springt um einen winzigen menschlichen Soldaten anzufallen. Aber es macht einfach nur eine Menge Spass wenn man gegen die Gegnerhorden kämpft und nebenbei Autos in die Luft fliegen oder Gebäude in sich zusammenstürzen. In diesem Spiel kann nämlich alles zerstört werden, was dazu führt das oft ganze Gebäudeblocks in Schutt und Asche gelegt werden wenn man sich in einem grossen Kampf befindet. Der Sound passt zum Spiel und die Synchronsprecher kann man zwar nicht ernst nehmen, aber wie schon mehrmals gesagt: das gehört einfach zum Spiel dazu. Das liegt aber auch daran das sie unterhaltsame One-Liner wie in billigen Actionstreifen von sich geben.

Unser Fazit

70 %

Diesem Spiel eine Wertung zu verpassen ist nicht gerade einfach. Versucht man es mit Genregrössen zu vergleichen, stinkt es, logischerweise, ziemlich ab. Es verfügt über keine wirkliche Geschichte, die eigentliche Technik ist schwach und der Spielablauf ist immer derselbe. Dennoch hat Earth Defense Force: Insect Armageddon seinen eigenen, unwiderstehlichen Charme. Gerade wenn man mit einem oder mehreren Kumpels zusammen auf Insektenjagd geht kann man so viel einfachen und einnehmenden Spass haben wie mit wenigen anderen Spielen. Die Kampagne ist zwar kurz, der Wiederspielwert durch die sammelbaren Waffen und die aufrüstbaren Rüstungen ist jedoch hoch. Zudem gibt es das Spiel zum kleinen Preis, weshalb es für Liebhaber von Coop-Games oder B-Movies eine absolute Empfehlung gibt.

Pro

  • Action ohne Ende
  • Hoher Wiederspielwert
  • Viele sammelbare Waffen
  • Auflevelbare Klassen
  • Unglaublich spassiger Mehrspielermodus
  • Ganz eigener Charme
  • Günstiger Preis
  • B-Movie zum selber spielen

Kontra

  • Magere Grafik
  • Onlineprobleme
  • Kurze Kampagne
  • Im Prinzip extrem repetitives Gameplay
  • Nichts für Leute die Angst vor Insekten haben

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
10 %

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