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Energy Cycle Edge – Test / Review

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Veröffentlicht 22. Dezember 2018 | 21:30 Uhr von Alexander Winkel

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Sometimes You kehrt kurz vor Weihnachten mit der Fortsetzung zu Energy Cycle zurück und lässt uns dabei gewaltig um die Ecken denken – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ein kleiner aber feiner Twist erweitert das ursprüngliche Konzept und lässt uns in Energy Cycle Edge wieder viele Stunden über des Rätsels Lösung grübeln. Wie schon beim Vorgänger kann mich der Titel durchaus begeistern, da für einigermaßen schmales Geld (5,10 CHF bzw. 4,99 €) doch langanhaltender Knobelspaß geboten wird.

Das ursprüngliche Werk Energy Cycle (siehe unser Test) überzeugte vor allem mit einem simple zu handhabenden, jedoch durchwegs knifflig zu lösendem Knobelspaß sowie sehr atmosphärischer Musik. Ein Titel, welcher bisweilen stundenlang regelrecht für Entspannung sorgen konnte. Wer sich auf den Knobelspaß eingelassen hat, benötigte jedoch Geduld. Denn so leicht ist die Lösung nicht zu durchschauen und umso komplexer die Aufgaben werden, umso länger sitzt man rätselnd vor dem Bildschirm. Technisch hat sich seit dem ursprünglichen Werk nicht wirklich viel getan. Spielerisch hat Sometimes You den Ballast zusätzlicher aber weniger entspannender Spielmodi gestrichen und sich auf rein 44 zu lösender Aufgaben konzentriert.

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Jedes Rätsel ist dabei wieder eine Kombination aus mehreren leuchtenden Kugeln, die teilweise zu Linien und ganze Blöcke zusammengefasst sind und dabei in einer Art Gitter angeordnet wurden. Mittels einer Aktionstaste wechselt ihr eine solche Kugel zur nächsten von insgesamt drei Farben. Der Clou jedoch dabei ist, dass dadurch alle horizontal und vertikal liegenden, direkt in einer Linie angrenzenden Kugeln ebenfalls zur nächste Farbe wechseln. Ein Effekt, der letztendlich bereits gemeisterte Teile des Gitternetzes zunichte machen kann, denn Ziel ist es alle Kugeln in ein und dieselbe Farbe zu bekommen. Dadurch gilt es genau zu kombinieren, welche Kugeln wie oft angefasst und welche Linien dabei gleichzeitig umgedreht werden.

Kein allzu leichtes Unterfangen, welches durch einen neuen Twist nochmals deutlich erschwert wird. Anstatt die Kugeln nur im zweidimensionalen Raum anzuordnen und damit den horizontal und vertikal anliegenden Kugeln Beachtung zu schenken, sorgen nach der eher einfachen Einführung die darauffolgenden Rätsel für deutliche Schweißausbrüche, bei denen das Spielfeld weitere Ebenen im dritten Raum hinzu bekommt. Zum Schluss hin müsst ihr gar vier Seiten eines Sterns oder Würfels bearbeiten, natürlich immer mit dem Einfluss, dass Kugel nun auf mehreren Ebenen liegen könnten und damit nicht nur die direkt sichtbare Spielfläche beeinflussen. Ihr müsst also im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke denken, was den Schwierigkeitsgrad von Energy Cycle Edge gewaltig gesteigert hat.

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Technisch bleibt jedoch alles beim Alten. Auch Energy Cycle Edge reizt die Xbox One nicht wirklich aus und erinnert eher an ein Smartphone-Spiel für zwischendurch, jedoch macht die atmosphärischer Musik, die elektronischen Beats und die teils meditativen Klänge einiges her und lassen uns tief in den Knobelspaß eintauchen. Wer wirklich selber versucht, des Rätsels Lösung zu finden und an den komplexen Strukturen tüftelt, kann mit diesem Spiel durchaus auch mal etwas Stress abbauen. Wer sich lange genug mit der Thematik beschäftigt, wird auch das eine oder andere Schemata erkennen, wie man mit den Kugeln verfahren muss und so auch in den später sehr komplexen Leveln weiter kommen. Leider bietet der zweite Teil dieser Serie außer den 44 Aufgaben keine weiteren Tätigkeiten mehr, so dass nach Abschluss dieser alles erledigt ist.

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Bild 1 von 6

 

Getestete Version: Xbox One

 

Unser Fazit

70 %

Ich bin nach wie vor begeistert vom Spielprinzip, welches äußerst simpel und doch für Denksportler sehr effektiv gehalten ist. Stundenlang kann man an der Lösung einer einzigen Aufgabe knabbern und wird dabei von wirklich chilliger und entspannender Musik unterhalten. Auch Energy Cycle Edge ist technisch wie spielerisch extrem simpel, kann jedoch dieses Manko durch den geringeren Kaufpreis nahezu wettmachen. Etwas mehr als beim Erstling müsst ihr jedoch berappen, was im Gegenzug mit der Streichung weiterer Spielmodi nicht ganz im Einklang steht. Insgesamt bekommt ihr dennoch für wenig Geld langanhaltenden Spielspaß, zumindest alle Freunde von Knobelspielen und diejenigen, die auf eine vorgefertigte Lösung verzichten.

Pro

  • + Äußerst simples Gamplay ist schnell erlernt
  • + Dennoch extrem schwer zu meistern (sofern auf eine Lösung verzichtet wird)
  • + Äußerst chillige elektronische Hintergrundmusik

Kontra

  • - Technisch extrem schlicht gehalten
  • - Nur für Puzzle-Freaks
  • - Preis liegt deutlich über dem des Vorgängers

Unsere Bewertung

Grafik
 
25 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
68 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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