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Energy Cycle – Test / Review

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Veröffentlicht 6. Dezember 2016 | 0:27 Uhr von Alexander Winkel

Energy-Cycle-screen

Simpel, untermauert mit hypnotisierender Musik und dennoch ein Puzzle-Spiel, welches ohne Verwendung einer Lösung gewaltig die Hirnzellen zum Rauchen bringen wird. Für schmales Geld (2,99 Euro) ist Energy Cycle durchaus mal etwas für zwischendurch, aber auch nicht der wahre Überflieger und eher dürstenden Puzzle-Fans zu empfehlen. 

Wer sich an Energy Cycle wagt, muss viel Geduld mitbringen. Ein wenig solltet ihr zudem um die Ecken denken können, denn derer gibt es viele bei diesem Puzzle-Spiel. Es ist ein relativ simples Spielprinzip: Jeder Level ist eine Kombination aus mehreren leuchtenden Kugeln, die teilweise zu Linien und ganze Blöcke zusammengefasst sind und dabei in einer Art Gitter angeordnet wurden. Mit dem Cursor und der Aktionstaste kann eine solche Kugel zur nächsten Farbe von insgesamt drei gewechselt werden. Der Clou, bzw. das große Hindernis dabei ist, dass dadurch alle horizontal und vertikal liegenden, direkt in einer Linie angrenzenden Kugeln ebenfalls zur nächste Farbe wechseln.

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Das macht euch zunächst einen Strich durch die Rechnung. Denn Ziel der insgesamt 28 vorhandenen Puzzles ist es, sämtliche Kugeln so oft hin und her zu wechseln, bis das gesamte Feld nur noch eine einzige Farbe aufweist. Welche, ist dabei vollkommen egal. Dabei gilt es oft die Ecken, Kanten und natürlich der Linienverlauf genau zu berücksichtigen. Welche Kugeln werden durch die Aktionen letztendlich beeinflusst. Je nachdem, welche Kugel genutzt wird, kann man auch steuern, welche Reaktionen passieren. Das ist anfangs bei kaum Berührungspunkten und Verzweigungen ja noch ziemlich einfach, der Schwierigkeitsgrad steigt aber fast schon mehr als exponentiell an und geht ins Unermessliche. In einigen der späteren Level dauert es gerne Stunden, bis des Rätsels Lösung gefunden ist. Aller Anfang ist da meist schwer, es kommt aber oft auf den letzten Rest an, der gleichfarbig gemacht werden muss.

Abseits der einzelnen Puzzles bietet der Titel zusätzlich einen Time Attack und Infinite Play Modus. Der einzige Unterschied des letzteren gegenüber der knackigen Herausforderung des Zeitmodus ist die fehlende Uhr. Diese sitzt euch im Time Attack gewaltig im Nacken und sorgt dank der beständig herunter tickenden Zeit für kontinuierlichen Stress. Wenn die Lösung nicht schnell genug gefunden ist, heißt es schlichtweg Game Over und ihr müsst von vorne anfangen.

Technisch stellt Energy Cycle sicherlich keine Herausforderung für die Xbox One dar und auch akustisch wird zwar eine oft beruhigende, manchmal auch mit hypnotisierenden elektronischen Beats untermauerte Hintergrundmusik geboten, die passend zu dem Denkspiel ist, aber sicherlich keinen vom Hocker hauen wird. Insgesamt ist das Spiel schlicht, aber solide und erfüllt seinen Zweck. Schade nur, dass der Level-Editor es nicht in die finale Version geschafft hat. Dieser hätte nach Abschluss der 28 Aufgaben ggf. noch für weitere Unterhaltung gesorgt.

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Unser Fazit

70 %

Es fällt mir nicht leicht, das finale Urteil über Energy Cycle zu fällen. Letztendlich muss ich aber zugegeben, dass mich das Spielprinzip fasziniert hat und ich teilweise Stunden an den Lösungen einzelner Level knabbern musste, ohne dass ich die Geduld verloren habe. Das Ganze wird dabei mit chilliger elektronischer Musik aus dem Ambient-Bereich untermauert, was ziemlich gut passt. Klar, spielerisch wie auch technisch bietet uns Energy Cycle eigentlich nicht wirklich viel bis gar nichts. Aber für das extrem schmale Geld wird man doch gut und vor allem langanhaltend unterhalten, und das muss man hier wirklich berücksichtigen. Es gibt wesentlich teurere Download-Titel, die da viel weniger Unterhaltung bieten können!

Pro

  • + Äußerst simples Gamplay ist schnell erlernt
  • + Dennoch extrem schwer zu meistern (sofern auf eine Lösung verzichtet wird)
  • + Äußerst chillige elektronische Hintergrundmusik
  • + Extrem schmaler Preis, das ist man heutzutage kaum mehr gewohnt.

Kontra

  • - Technisch extrem schlicht gehalten
  • - Im Gegensatz zum PC kein Level-Editor
  • - Nur für Puzzle-Freaks

Unsere Bewertung

Grafik
 
25 %
Sound
 
55 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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