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The Escapists – Ausbruch-Simulator im Test

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Veröffentlicht 4. Februar 2015 | 18:08 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 16. Februar 2015

The-Escapists-Screen

Seien wir doch mal ehrlich: Wer hat beim schauen eines Films, einer Serie oder beim zocken nicht schon einmal gedacht das man selbst aus diesem Hochsicherheitsgefängnis ausbrechen kann?

Mit The Escapists von den Worms-Entwicklern Team17, welches bald für die Xbox One erscheinen wird, bekommt man die Möglichkeit diese Träume auszuleben. All die Pläne die wir mental bereits aufgestellt haben? Endlich ist die Zeit gekommen diese in die Tat umzusetzen!

Das trügerische Tutorial

Wenn man dem einleitenden Tutorial Glauben schenken darf, dann ist so ein Gefängnisausbruch gar kein großes Ding. Es braucht nur die Uniform eines Wärters, ein paar Werkzeuge und ruck-zuck schnuppert man den süßen Duft der Freiheit. Startet man dann aber den ersten Aufenthalt in einem Gefängnis, zeigt sich wie knifflig so ein Ausbruch wirklich ist. Dabei gleicht dieses erste Gefängnis schon fast einem Ferienresort. Später wird man in russische Gulags oder südamerikanische Gefängnisse mitten im Dschungel verfrachtet.

Die Hand gehalten wird einem nämlich nicht. Außer der wirklich kurzen Einführung, welche einem nur die absoluten Grundlagen aufzeigt, gilt es alles selbst herauszufinden. Deshalb muss man wirklich versuchen wie ein Gefangener zu denken. Wie sehen die Sicherheitsvorkehrungen aus? Wie verhalten sich die Wachen bei Tag und Nacht? Welche Werkzeuge braucht es für welchen Fluchtweg? Wie und wo können diese versteckt werden, damit sie bei Zellenkontrollen nicht gefunden werden? Oh Gott, das Leben im Gefängnis ist ja eigentlich gar nicht so schlecht…

the-escapists-screenshot-01

 

Blicke können täuschen

Wie es vielleicht zu sehen ist, kann so ein Ausbruch ziemlich komplex sein. Trotz des stylischen Retro-Looks, steckt The Escapists voller Möglichkeiten und Spielraum. Das erste Gefängnis entpuppt sich als entspanntes Übungsfeld. Man hat freundliche Mitinsassen, angenehme Wärter und viel Freiraum. Es bietet sich an verschiedene Fluchtmethoden auszutüfteln und sich mit den Spielmechaniken vertraut zu machen. Die Spielfigur kann durch Training in drei Fertigkeiten verbessert werden. Gegenstände, welche entweder bei anderen Insassen gestohlen oder gekauft werden können, können zu Werkzeugen oder anderen Hilfsmitteln gecraftet werden. Im Spiel selbst gibt es aber keine Anleitungen, welche Gegenstände wozu verwendet werden können. Entweder muss man also selbst drauf kommen, wie Spitzhacken oder ähnliches gebaut werden oder man nimmt die einfachere Route und schaut im Netz nach.

Diese Devise gilt für viele Elemente des Spiels, bis hin zu den Ausbrüchen an sich. Natürlich gibt es immer die Möglichkeit einfach kurz Google einen Besuch abzustatten und so jegliche Schwierigkeit aus dem Spiel zu nehmen. Online gibt es schon viele Anleitungen und Tipps zu jeglichen Problemen. Der Reiz liegt aber sicherlich darin, selbst herauszufinden welche Möglichkeiten einem zur Verfügung stehen. Das ist jedoch nicht ohne Probleme. Gewisse Dinge wirken doch ein wenig zu abstrakt. Wer denkt schon, das die Plastik-Gabel und -Löffel, welche man ohne Probleme in der Cafeteria holen kann, als Hacke und Schaufel missbraucht werden können. Es sind zwar keine guten Werkzeuge, es sind aber Werkzeuge die besonders anfangs sehr praktisch sein können.

the-escapists-screenshot-03

 

Händchenhalten verboten

The Escapists hat einen ziemlich happigen Einstieg, das steht außer Frage. Nur wer Durchhaltevermögen zeigt oder einfach alles ausprobiert, wird auch wirklich viel Spaß mit dem Titel haben. Das gleiche lässt sich über den Wiederspielwert sagen. Wer einfach alle Gefängnisse abklappern will und nicht davor zurückschreckt, das Internet zur Hilfe zu ziehen, der wird kaum allzu lang Freude haben. Wer sich jedoch jeden Ausbruch selber erarbeiten will oder sogar schon geschaffte Ausbrüche in kürzerer Zeit schaffen will, der wird viel Freude haben. Online-Bestenlisten zeigen nämlich an wie lange man für die verschiedenen Gefängnisse gebraucht hat.

Ziemlich cool ist die Möglichkeit Mitgefangene und Wärter mit eigenen Namen zu versehen und sie auch optisch nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Es ist klar das man keine 1 zu 1 Repliken erstellen kann, dazu ist die Grafik zu simpel. Dennoch hatten wir zumindest Freude daran unsere Kumpels und Bekannte zu Knackis zu machen, welche mit uns zusammen in einem russischen Gulag einsitzen mussten.

Unser Fazit

82 %

Team17 hat einen knackigen und herausfordernden Ausbruch-Simulator entwickelt, welcher für richtig viel Unterhaltung sorgen kann. Damit man aber diese Unterhaltung auch bekommt, benötigt es einiges an Durchhaltevermögen und Kreativität. Wem es aber gelingt einen Ausbruch selber zu planen und danach erfolgreich durchzuführen, wird mit einer Befriedigung belohnt, die so seinesgleichen sucht in der Videospielwelt.

Pro

  • + Hoher Wiederspielwert
  • + Viel kreativer Freiraum
  • + Spielfiguren können alle selbst benannt und gestaltet werden
  • + Erfolgsgefühle können richtig stark sein
  • + Einzigartiges Game auf einer Konsole

Kontra

  • - Schwerer Einstieg
  • - Kaum Hilfestellungen
  • - Teils zu abstrakte Mechaniken

Unsere Bewertung

Grafik
 
74 %
Sound
 
69 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
84 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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