F.E.A.R. 3 - Der Test - insidegames
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F.E.A.R. 3 – Der Test

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Veröffentlicht 2. Juli 2011 | 19:24 Uhr von Fabian Mäder

Letzte Änderung 29. Februar 2012

FEAR 3 Review News

Viel Blut, purer Horror sowie knallharte Action – Alles das soll F.E.A.R. 3 laut der Beschreibung des Entwicklers bieten. Ihr schlüpft in die Rolle vom Point Man, ballert euch durch dunkle Maps und versucht, eine mögliche Zerstörung der Erde zu verhindern. Ob F.E.A.R. 3 wirklich hält, was es verspricht, erfahrt ihr in unserem Testbericht zum Spiel.

An dieser Stelle würde ich normalerweise die Geschichte eines Titels erklären, was bei F.E.A.R. 3 sehr schwer wird, da die Geschichte selbst für Serienkenner vielfach nicht nachvollziehbar und sehr verwirrend ist. Da ich mit Teil 3 zum ersten Mal ein F.E.A.R. in meiner Konsole hatte, war es für mich ungleich schwerer, überhaupt etwas von der Handlung zu verstehen. Was ich teils mit Hilfe des Internets verstanden habe, ist, dass der Point Man ins Gefecht zieht, um zu verhindern, dass die Geistermutter Alma ihr Kind auf die Welt bringt. Dies hätte nämlich sehr grosse Auswirkungen auf den gesamten Planeten, wenn nicht sogar die Zerstörung der Erde zur Folge. Dabei erhält dieser Unterstützung von seinem Bruder Paxton Fettel, welchen er dazumals zwar mit einem Kopfschuss getötet hat, der aber nun wieder auferstanden ist. Somit ziehen die beiden Brüder gemeinsam gegen die eigene Mutter Alma ins Gefecht.

Gradlinigkeit und fehlender Horror

Nehmen wir als Erstes den Einzelspieler-Modus von F.E.A.R. 3 genauer unter die Lupe. Nach einer ersten Videosequenz startet ihr in einem Gefängnis und müsst euch einen Weg nach draussen suchen und so nimmt das ganze spiel seinen Lauf. F.E.A.R. 3 ist dabei ein sehr gradliniger Shooter, welcher einige Besonderheiten bietet und sehr blutig ist. Zumindest ist das in der PEGI-Version des Spiels so, die Deutsche Version wurde leider geschnitten. An dieser Stelle sei aber betont, dass auch die PEGI-Version praktisch „eingedeutscht“ gespielt werden kann. Das heisst, ihr habt Menüs und die Ingame-Sprachausgabe in Deutsch. Wobei die Sprachausgabe zu wünschen übrig lässt, da ihr meist sowieso nur als „Hurensohn“ betitelt werdet, besonders im Mehrspieler-Modus. Die Videos im Einzelspieler-Modus sind zwar in Englisch, doch das Spiel bietet Deutsche Untertitel. Somit können auch Leute, welche in Englisch nicht gut sind, ohne Probleme zur ungeschnittenen PEGI-Version greifen. Nun zu den erwähnten Besonderheiten. Die erste ist die Zeitlupe, welche ihr per Knopfdruck aktivieren könnt und wodurch für eine kurze Zeit das ganze Geschehen in Zeitlupe abläuft. Das ist sehr nützlich, um mehrere Gegner auf einmal zu erledigen, wenn es mal eng werden sollte. Nächste nette Fähigkeit ist, dass ihr hinter Kisten und ähnlichem in Deckung gehen und von dort aus die Feinde unter Beschuss nehmen könnt. Zum Schluss wären da noch die Herausforderungen, welche ihr euch mit Druck auf die Back-Taste ansehen könnt. Je mehr von diesen ihr meistert, umso mehr steigt ihr auf und könnt somit eure Fähigkeiten verbessern. Das heisst, dass ihr zum Beispiel länger in der Zeitlupe bleiben könnt etc. Neben diesen Besonderheiten spielt sich FEAR 3 aber eigentlich fast wie jeder Ego-Shooter. Ihr lauft durch die verschiedenen, meist dunklen Maps und erledigt diverse Gegner sowie Bosse. Hier muss man aber sagen, dass die Gegner meistens relativ clever und organisiert agieren, was weiss Gott nicht bei jedem Shooter der Fall ist. Wem das nicht genügt, der kann noch nach versteckten Gegenständen wie z.B. Alma-Puppen suchen. Die sind zwar schwer zu finden, geben euch aber Extrapunkte. Doch etwas Entscheidendes fehlte bei mir immer, nämlich der Gänsehaut-Faktor. Denn zu keinem Zeitpunkt hatte ich irgendwie ein beklemmendes Gefühl, wurde erschreckt oder hatte Gänsehaut. Es gibt zwar einige Stellen, an denen es die Entwickler versucht haben, doch leider sind diese Situationen einfach zu vorhersehbar. Das ist sehr schade für ein Spiel, das genau mit diesem Horror und Gänsehaut-Faktor punkten will. Was wiederum sehr gut ist, ist die Tatsache, dass man den Einzelspieler auch zu zweit spielen kann, doch dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Gesteigerte Spieleranzahl = Gesteigerter Spass

Kommen wir zum Abschnitt Multiplayer, wo F.E.A.R. 3 am Meisten punkten kann. Schon beim Einzelspieler-Modus habt ihr die Möglichkeit, diesen zu zweit an einer Konsole im Splitscreen zu spielen. Solltet ihr niemanden zur Hand haben, der mit euch spielen will, ist das auch kein Problem. Denn ihr könnt euch auch über Xbox Live einen Mitspieler suchen und so den Einzelspieler-Modus erleben. Dadurch ergibt sich ein völlig neues Spielgefühl, da der zweite Spieler Paxton Fettel und seine Fähigkeiten steuert. Doch damit nicht genug, denn wie jeder anständiger Ego-Shooter, bietet auch F.E.A.R. 3 einen Xbox Live-Multiplayer mit teils überraschenden und spassigen Modi. Wer hier jedoch Deathmatch, Capture the Flag oder ähnliches erwartet, wird bitter enttäuscht. F.E.A.R. 3 bietet einen relativ alternativen Online-Multiplayer, bei dem ihr mit bis zu vier Spielern teils sehr spezielle Modi spielen könnt. In einem geht es zum Beispiel darum, möglichst viele Seelen einzusammeln und wer am Schluss die meisten davon hat, ist der King. Beim Nächsten müsst ihr vor einer herannahenden Wand des Todes fliehen und schafft es ein Spieler nicht, ist die Runde vorbei. Oder ihr müsst im Team möglichst vielen Angriffwellen standhalten. Damit geht F.E.A.R. 3 einen völlig eigenen Weg und bringt etwas Abwechslung in den FPS-Alltag, welcher sonst eher aus erwähnten Deathmatches oder CTF- sowie CTF-ähnlichen Modi besteht.

Fast optimal

Beim Punkt Steuerung gibt es nicht viel auszusetzen, ausser vielleicht, dass man diese nicht völlig frei konfigurieren kann. Man hat zwar die Auswahl zwischen verschiedenen Schemas, aber das wars dann auch schon. Doch auch die Standard-Steuerung ist relativ gut gelöst und kann in Sachen Empfindlichkeit, Achse etc. natürlich eingestellt werden. Zwar hat man am Anfang vielleicht einige Probleme, da bei anderen Shootern auf den Knöpfen etwas Anderes liegt, aber daran gewöhnt man sich schnell. Und so verhält es sich eigentlich auch mit dem Schwierigkeitsgrad. Zwar bietet F.E.A.R. 3 eine relativ kluge K.I., zumindest grösstenteils, doch man kann sich den Schwierigkeitsgrad ja dementsprechend einstellen. Somit sind diese beiden Punkte fast optimal umgesetzt worden und geben kaum Anlass zur Kritik.

Manchmal schön, manchmal enttäuschend

Grafisch wurde ich aus dem Spiel nicht richtig schlau. Es gibt einige Effekte und Stellen, wo die Grafik wirklich gut ist, vor allem in den dunklen Indoor-Bereichen. Doch kommt man mal ans Tageslicht, sehen die Texturen teilweise sehr verwaschen und unscharf aus. Man könnte den Eindruck bekommen, die vorwiegende Dunkelheit sei ein Mittel, um die eher mittelmässige Grafik zu vertuschen. Doch wie gesagt, das Game bietet teilweise auch wirklich nette Optik. Unterm Strich bleibt somit einfach eine Grafik, die sich absolut im Durchschnitt bewegt, aber dafür auch konstant flüssig läuft. Was wieder überdurchschnittlich daherkommt, ist die Gewaltdarstellung in der ungeschnittenen Fassung. Da spritzt Blut literweise und auch Körperteile fliegen oder Köpfe platzen. Musikalisch reiht sich das Spiel auch wieder im Bereich des Durchschnittes ein, genauso wie bei den Soundeffekten. Ist alles nicht schlecht, aber wirklich speziell oder auffallend gut eben auch nicht. Dafür ist die Deutsche Synchro relativ mies, da das Vokabular eurer Gegner doch eher beschränkt daherkommt und sich vielfach auf das Wort „Hurensohn“ beschränkt. Hier wurde leider eindeutig Potential verschenkt.

Unser Fazit

76 %

Zu F.E.A.R. 3 eine Kaufempfehlung abzugeben oder nicht, ist sehr schwer. Ich hatte einen Horror-Shooter erwartet, mit guter Story und vielen Stellen, an denen man sich fürchtet oder Gänsehaut bekommt. Daher war ich vom Spiel eher enttäuscht. Andererseits bietet das Spiel sehr viel für Leute, die diesen Anspruch des Horrors nicht haben und noch mehr für solche, die Wert auf den Mehrspieler-Part legen. Schlussendlich ist es ein gradliniger Ego-Shooter mit verwirrender Story, durchschnittlicher Technik, netten Spezialfähigkeiten, einer relativ guten K.I., sehr krasser Gewaltdarstellung sowie einem sehr umfangreichen und speziellen Programm für mehrere Spieler. Entscheidet selbst, zu welchem Typ Spieler ihr gehört und welche Punkte euch wichtig sind.

Pro

  • Meist kluge K.I.
  • Nette Spezialfähigkeiten
  • Umfangreicher Multiplayer
  • Läuft konstant flüssig
  • Herausforderungen im Einzelspieler

Kontra

  • Sehr verwirrende Story
  • Kein Gänsehaut-Faktor
  • Einzelspieler eher eintönig
  • Relativ miese Synchro in Deustch
  • Maximal 4 Spieler im Multiplayer

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
65 %

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