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F1 2011 – Der Test

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Veröffentlicht 16. Oktober 2011 | 16:32 Uhr von Fabian Mäder

Letzte Änderung 16. Januar 2013

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Heute nehmen wir für euch F1 2011, das Formel 1-Spiel der aktuellen Saison und Codemasters zweites F-1 Spiel, genauer unter die Lupe. Das Spiel verspricht viele Verbesserungen und Neuheiten. Darunter besseres Handling, Safety-Car-Einsätze sowie alle neuen Regeln und Systeme, sprich KERS (Kinetic Energy Recovery System) und DRS (Drag Reduction System). Ob das Spiel mehr bietet als der Vorgänger und sonst hält, was es verspricht, könnt ihr in unserem Test nachlesen.

Nicht nur ein billiges Update!

Schon kurz nachdem ihr das Spiel gestartet und euch das Intro angesehen habt, werdet ihr merken, dass sich, im Vergleich zum Vorgänger, schon bei der Präsentation einiges getan hat. Die Menüs, Schriften, Grafiken etc., alles wirkt etwas schicker, „stylischer“ und umgeordnet. Und auch sonst hat sich sehr viel getan. Es gibt neben den altbekannten Spielmodi (Kariere, Grand Prix, Xbox Live, Zeitfahren und System-Link) auch die neuen Spielmodi „Split-Screen“, „Zeitfahr-Attake“ und „Koop-Meisterschaft“ (nur per Xbox Live). Somit hat sich neben der Einzelspieler-Karriere sehr viel getan. Weiter wurde das Handling merklich verbessert, es gibt endlich auch das Safety-Car und alle Neuheiten der neuen Saison wurden ins Spiel integriert. So fahrt ihr nun auf den neuen Einheitsreifen von Pirelli und habt KERS sowie DRS zur Verfügung. Und zum Schluss hat sich natürlich auch im Karriere-Modus etwas verändert. So wurde die Anzahl der Saisons einer Karriere reduziert und es sind nun auch Rennen möglich, welche nur über 3 Runden gehen. Und auch die teils nervigen Interviews wurden verändert. Zwar finden die nun draussen statt und der Interviewpartner ist ein Mann, doch es sind immer noch in Etwa die selben, sich ständig wiederholenden, Fragen sowie Antworten und die Interviews wirken auf mich einfach immer noch total aufgesetzt und daher überflüssig.

Welcher Modus darf es denn sein?

Kommen wir zu den einzelnen Modi und fangen bei der Karriere an. Wie im Vorgänger startet ihr als Neuling und müsst euch einen Namen in der Formel 1 machen. Doch im Gegensatz zum Vorgänger dauert die Karriere etwas weniger lang und es sind nun auch Rennen über 3 Runden möglich, was die ganze Karriere etwas kurzweiliger macht. Denn, wer hat schon Lust, sämtliche Saisons zwischen 10 und 13 Runden pro Rennen zu fahren? Richtig, nicht viele… Ferner gibt es diverse neue Zwischensequenzen, welche einem das Gefühl vermitteln, noch näher am Geschehen und dem Drumherum der Formel 1 zu sein. Und natürlich könnt ihr auch dieses Jahr wieder unzählige Einstellungen für jedes Rennen vornehmen. Angefangen beim Wetter, über den Schwierigkeitsgrad und die diversen Fahrhilfen etc.,  bis hin zum Setup eures Autos für jede Session. Wer sich das Ganze nicht antun will oder kann, hat natürlich auch jetzt wieder die Möglichkeit, auf Schnell-Setups zurückzugreifen oder einfach auf den Ingenieur zu hören. Weiter sind nun, wie schon erwähnt, auch das Safety-Car (erst ab 20% Renndistanz und Strafen auf voll) verfügbar und DRS, KERS sowie die neuen Reifen integriert. Alles in Allem wurde der Karriere-Modus zwar um einiges attraktiver gemacht, jedoch besteht noch Verbesserungspotential. So wird die Karriere leider auch dieses Jahr gegen Ende etwas langweilig, da sich alles immer wieder wiederholt und auch in Sachen Individualität hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Am liebsten hätte ich einen Editor, in dem man den Fahrer etc. selber gestalten kann. Zwar hat es dieses Jahr mehr Helmdesigns zur Auswahl, jedoch fehlt auch der Helm mit der Landesflagge, was mich ziemlich enttäuscht hat und selbst gestalten ist sowieso nicht möglich. Ferner ist auch dieses Jahr das Auto nicht mit eurem eigenen Namen angeschrieben, sondern mit dem Namen, der ursprünglich in dieser Position fuhr. Es handelt sich dabei zwar nur um Kleinigkeiten, jedoch würden diese den Spielspass meiner Meinung nach doch noch um einiges steigern.

Doch neben der Karriere als Einzelspieler, hat F1 2011 noch viel mehr zu bieten. Zum Einen wäre da der System Link sowie der Split-Screen, welche wohl für sich selbst sprechen. Dann wären da noch die Modi Xbox Live, Grand Prix sowie Zeitfahr-Attacke. Grand Prix ist ein Einzelspieler-Modus, bei dem ihr mit den regulären Fahrern einzelne Grand Prix oder auch eine ganze Saison spielen könnt. Im Modus Zeitfahr-Attacke habt ihr verschiedene, vorgegebene Szenarios, und müsst eine gewisse Zeit unterbieten. Habt ihr euch genügend Mühe gegeben, habt ihr die Herausforderung geschafft oder erhaltet sogar eine Bronze-, Silber- oder Gold-Medaille. Der Xbox Live-Modus ist weitgehend wieder selbsterklärend. Doch neben den standardisierten Modi bietet der die Möglichkeit, die Karriere im Koop-Modus zu absolvieren, was leider im Split-Screen nicht möglich ist.

Für jeden geignet

In den Punkten Steuerung und Schwierigkeitsgrad punktet F1 2011 auf ganzer Linie. Denn das Spiel schafft es, Neulinge sowie auch Profis zu fordern. Bei jedem Rennen habt ihr die Möglichkeit, die Parameter völlig individuell einzustellen. Dazu kommen die unzähligen Möglichkeiten, sein Auto abzustimmen. So haben Anfänger die Möglichkeit, einen guten und erfolgreichen Einsteig in die Materie zu finden, während zugleich die Profis die Möglichkeit haben, realitätsgetreue Rennen von A-Z nachzufahren.

Und auch die Steuerung lässt eigentlich keine Wünsche offen, zumal sich das Handling in diesem Teil nochmals stark verbessert hat. Im Grossen und Ganzen ist die Steuerung so, wie man sie von Rennspielen kennt. Einzig die neuen Systeme KERS sowie DRS können am Anfang noch etwas verwirrend sein. Denn neben Gas, Bremse und Steuerung, wollen nun auch noch diese beiden Systeme gesteuert werden. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat man sich daran gewöhnt und lernt diese neuen „Spielzeuge“ richtig zu schätzen.

Mittendrin, statt nur dabei!

Und auch im technischen Bereich hinterlässt F1 2011 einen sehr guten Eindruck. So wurde die schon beim Vorgänger sehr gute Grafik nochmals verbessert und die Ruckler, welche vorwiegend in der letzten Kurve des Rennens auftraten, praktisch gänzlich eliminiert. Und auch in Sachen Sound hat sich das Game nochmals verbessert. So hat man nun noch mehr das Gefühl, mittendrin zu sein, statt nur dabei. Dazu kommt noch ein Soundtrack, der meiner Meinung nach noch besser zum Spiel passt.

Unser Fazit

87 %

Wenn ich mein Fazit zu F1 2011 in zwei Worte packen müsste, wären das die Worte „fast perfekt“. Das Spiel punktet eigentlich fast auf ganzer Linie und macht alles noch besser, als der ohnehin schon sehr gute Vorgänger. Es gibt diverse neue Modi, ein stark verbessertes Handling, verbesserte Cockpit-Ansicht, stylischere Menüs, Safety-Car usw. Es sind nur einige Kleinigkeiten, welche F1 2011 für mich noch nicht ganz perfekt machen. Dazu zählen die Widerholungen, welche nur in gewissen Modi zur Verfügung stehen und generell nicht gespeichert werden können. Weiter die fehlende Individualität in der Karriere. Weder Helme, noch Fahrer oder sonstiges können wirklich selbst kreiert werden. Mann kann sich zwar einen Helm zwischen vorgegebenen Designs auswählen, aber das war’s dann auch schon. Danach fährt man dann z.B. für Sauber, in einem Auto, das mit Kobayashi angeschrieben ist. Hier würde es einem doch viel mehr Spass bereiten, mit selbst kreierten Designs in einem Auto zu fahren, welches den eigenen Namen trägt. Dazu kommen die aufgesetzten Interviews, die Mängel in Sachen K.I., Strafen und dem Schadensmodell. Doch all diese Punkte sind meiner Meinung nach nur Kleinigkeiten, welche das Spielvergnügen nicht wirklich stark beinträchtigen, jedoch noch fehlen, bis zum Prädikat „PERFEKTES F1-SPIEL“. Somit kann ich das Spiel ruhigen Herzens jedem empfehlen, der nur ansatzweise etwas mit Rennspielen anfangen kann. Nur absolute Hasser der Formel 1 sowie Leute, die Rennspiele nicht mögen, sollten die Finger von diesem Spiel lassen.

Pro

  • Sehr gute Grafik
  • Läuft fast immer flüssig
  • Satter Sound
  • Einstellbarer Schwierigkeitsgrad für jedes Rennen
  • Detaillierte Fahrzeugabstimmung möglich
  • Umfangreicher Multiplayer
  • Split-Screen-Modus
  • Koop-Karriere
  • Neuer Modus “Zeitfahr-Attacke”
  • Sehr gutes Handling
  • Safety-Car
  • 3 Runden-Rennen möglich
  • Verbesserte Cockpit-Perspektive
  • Neue Zwischensequenzen

Kontra

  • Sehr seltene Grafikfehler
  • Interviews wirken aufgesetzt
  • Kein Koop-Modus im Split-Screen
  • Kein Safety-Car im Split-Screen
  • Wiederholung nicht in allen Modi
  • Wiederholung nicht speicherbar
  • Keine richtige Individualität in der Karriere
  • K.I. nicht immer optimal
  • Schadenssimulation noch nicht ganz optimal
  • Teils nicht nachzuvollziehende Strafen

Unsere Bewertung

Grafik
 
92 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
84 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
84 %
Spielspaß
 
ja %

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